Firstblood ICO innerhalb von zwei Minuten ausverkauft!

maf7107booklet.inddDie gestrige Nachtschicht hatte sich für die meisten Europäer nicht ausgezahlt: Als sie um kurz vor 2:00 Uhr über Ethereum in das ICO von Firstblood.io einkaufen wollten, war es für die meisten zu spät. Nur ganz wenige hatten das Glück ihre Zeichnungs-Order innerhalb von nur 4 Blöcken zu platzieren. Neben zeitlicher Schnelligkeit war es noch nötig die Gebührenhöhe zu vervielfachen um die eigene Transaktion vor den Konkurrenten durchzubekommen. Damit hat Firstblood.io in meinen Augen einen neuen ICO-Rekord aufgestellt: 5.5 Millionen Dollar in nur zwei Minuten. Dann war das Zeichnungsfester dicht und keine Transaktion wurde mehr bestätigt. Die Zeichnung selbst verlief vollautomatisch über einen Ethereum Smart Contract. Dieser stellte automatisch ab, nachdem das Limit von 465‘313 ETH erreicht worden war. Der krumme Etherbetrag entsprach dem exakten Kurs von 5.5 Millionen Dollar beim Zeichnungsbeginn.

Um was handelt es sich bei Firstblood.io denn? Ich werde nicht zu sehr ins Detail gehen, da wir ja keine Chance haben mehr haben sie zu zeichnen. Und im Nachhinein zum 4x oder 5x an einer Altcoinbörse, darauf werde ich mich nicht einlassen. Ich hatte den schnellen Ausverkauf bereits vermutet, so dass ich bewusst nicht über dieses interessante ICO gebloggt habe, da ich sonst mit vielen enttäuschten Lesern gerechnet hätte, welche sich sinnlos die Nacht auf den Montag um die Ohren geschlagen hätten. Das hatte den Grund, da bereits die chinesische Kryto-Börse yunbi sich rund 90% der Anteile gesichert hatte. Es gingen also nur noch rund 500‘000 Dollar in den freien Verkauf und innerhalb der ersten Stunde lockte noch ein Bonus von 70%, was die Nachfrage zusätzlich anheizte. Aus der sogenannten Power-Hour wurde so nur eine „Power-Minute“. Bei Firstblood handelt es sich um eine Plattform, welche E-Sport-Events über die Blockchain ermöglichen will. Ein riesiger Markt, insbesondere in Asien. Das Team stammt auch überwiegend aus Asien, was zu der für uns unglücklichen Zeichnungs-Startzeit in tiefster Nacht geführt hatte.

Fazit: Für mich zeigt sich hier, wie schnell und erfolgversprechend ICOs über Ethereum Smart Contracts durchgeführt werden können. Das war ja nicht das erste Mal, auch Digix oder der DAO zogen ja Kapital an wie ein Magnet. Für mich ist das trotz der andauernden Attacken ein sehr bullisches Signal für Ethereum (ETH). Ich weiss um weitere interessante Neuemissionen, welche in den nächsten Monaten über Ethereum Kapital sammeln wollen. Und auch hier deuten sich Millionenerfolge an. Und um an diesen Neuemissionen partizipieren zu können, braucht man Ethereum und zwar ETH – nicht Ethereum Classic. Ich stufe deshalb trotz der aktuell widrigen Umstände Ethereum von Halten auf Kaufen herauf mit einem mittelfristigen Kursziel von über 0.03 BTC, behalte meine negative Einschätzung für Ethereum Classic aber weiterhin bei.

PS: Das richtige Logo von Firstblood sieht so aus:
firstblood

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in den oben erwähnten Kryptowährungen selbst investiert

Byteball – Neue blockchainlose Währung gibt es gratis über Airdrop

byteball
Auf Byteball bin ich aufmerksam geworden, da mich der Entwickler Anton Churyumov persönlich kontaktiert hatte. Als ich dann erfuhr, dass es sich um eine neue 3.0 Währung handeln würde ohne Blockchain, war ich natürlich sofort interessiert. Sollte Byteball funktionieren, würde es dann in einer Liga wie IOTA spielen. Es handelt sich aktuell um ein 1-Mann-Projekt in das der Entwickler bereits 22 Monate Zeit investiert hätte. Das Prinzip ist ähnlich wie bei IOTA. Es gibt kein POW, kein POS und kein Mining. Stattdessen ein DAG-Design (Directed Acyclic Graph) welches bereits eine partielle Reihenfolge innerhalb der Transaktionen herstellt. Außerdem verfügt das DAG zusätzlich eine Main Chain hinzu. Der Main Chain erlaubt es, die korrekte Reihenfolge innerhalb der Transaktionen herzustellen. Die Transaktion, die früher in den Main Chain eingefügt wird gilt als maßgeblich in der Reihenfolge. Sollte es zu Double Spends kommen, gilt diejenige Version der Transaktion als gültig, die zuerst in den Main Chain eingefügt wurde, die anderen werden entsprechend ungültig und erhalten keine Bestätigung:
6egx7jpn
Byteball ist im Gegensatz zu IOTA aber nicht gebührenfrei. Die Gebührenhöhe richtet sich nach der Größe der gespeicherten Daten. Wenn diese zum Beispiel 500 Zeichen beträgt, zahlt man genau 500 Bytes (die Währung von Byteball) als Gebühren. Die Geldmenge erhöht sich nicht und beträgt 1‘000‘000‘000‘000‘000 Bytes. Zudem soll Byteball weitere Features enthalten wie Smart Contracts, Multisig, Oracle-Function sowie verschlüsseltes Messaging. Weitere technische Details sind in deutscher Übersetzung dank Cryptkeeper hier zu finden. Das Whitepaper gibt es hier. Es gibt bereits ein Wallet, welches sogar Smartphone tauglich ist (dort mit einem speziellen Lite-Client). So sieht zum Beispiel eine Pizza-Bestellung über das Wallet aus:
pizzabestellung
Es handelt sich hier aber noch um eine Testversion.

Byteball wird es gratis geben ohne ICO oder Crowdsale! Um eine möglichst breite Distribution zu erreichen bedient sich der Entwickler eines interessanten Verteilungsverfahren. Wenn es frühestens im November zur Emission kommt, wird man sich als Interessent mit einer seiner Bitcoinadressen registrieren können. Um zu bestätigten, dass einem diese Adresse auch gehört wird man eine kleine Testzahlung in Höhe von wenigen Satoshi an eine vom Byteball-Entwickler vorgegebene Adresse senden können. Zu einem exakt vorgegebenen Zeitpunkt wird dann eine Bestandsaufnahme gemacht und je nachdem wieviel Bitcoin man in dieser speziellen Adresse, die man bei der Registrierung angegeben hat hält, bekommt man entsprechend Byteball zugeteilt. Es sollen dabei 98% aller Bytes ausgeschüttet werden. Wer also auf dieser Adresse 10 Bitcoin gespart hat bekommt entsprechend 10x mehr als jemand der darauf nur ein Bitcoin liegen hat. Das schließt eine Mehrfachregistrierung aus, wie sie zum Beispiel bei Decred oder bei NEM auftraten, als es um die Startverteilung ging. Hauptkritikpunkt ist freilich: Die Reichen werden dadurch noch reicher. Aber es ist ein insgesamt faires und transparentes Verfahren. Es gibt sogar schon erste Bestrebungen, dass Poloniex entsprechend dem Bitcoinguthaben der Benutzer Byteball ausschüttet. Davon würden sowohl die Benutzer wie auch Poloniex profitieren (durch höhere Handelsumsätze). Genauere Details zur Verteilung stehen noch nicht fest, zuerst sollen in den nächsten Wochen weitere Tests erfolgen. Die restlichen 2% der Coins werden wie folgt verteilt: 1% für den Entwickler, so dass er nicht völlig leer ausgeht + 1% für zukünftige Nutzer, welche bei jeder Neuregistrierung einige Bytes umsonst erhalten sollen. Das sieht insgesamt erfreulich aus, in den letzten Monaten waren diese beiden Zahlen meistens so um die 15% bei den neuen Projekten (bei IOTA 7%).

Fazit:
Es gibt hier keine Diskussion, man kann nur gewinnen und nicht verlieren. Eine schöne Gelegenheit für die vielen Altcoininvestoren, welche das IOTA-ICO verpasst haben. Hauptgefahr ist dass die teilnehmenden Bitcoin-Adressen irgendwie attackiert werden sollen. Aber wenn man auf seinen Private Key aufpasst ist das für mich ein nicht sehr wahrscheinliches Szenario. Ich halte den Entwickler für ehrlich und auch fähig, wenn ich die vergangenen Wochen revue passieren lasse. Es dürfte sich dabei um eine interessante Figur der Kryptoszene handeln, welche hier anonym auftritt. Im Whitepaper wird mehrmals auf das Buch 1984 Bezug genommen. Dies könnte auf BCNext hindeuten und wäre freilich eine Riesensensation, wenn er quasi so nebenbei seine wahre Identität enthüllen würde, nach über dreijährigem Versteckspiel. Mich wundert, dass ich bisher der einzige bin, der dies in Erwägung zieht. Ich werde weiter über das Projekt berichten, selbstverständlich auch um auf die Details zur Verteilung hinzuweisen, so dass Ihnen diese Gelegenheit nicht entgehen wird!

Komodo ICO macht BitcoinDark [BTCD] hochinteressant

komodo
James aka jl777 gehört für mich zu den schlausten Köpfen der Kryptoszene, verfügt aber dennoch nicht über einen weitreichenden Bekanntheitsgrad. Das liegt daran, dass sich James sehr lange auf die Nxt-Umwelt konzentriert hat, welche seit 2013 zwar Erfolg hatte, aber in einer Nische blieb und von großen Teilen der Kryptocommunity nicht beachtet wurde. Das Krypto-Konglomerat welches er in dieser Zeit geschaffen hat sucht seines Gleichen und ist für außenstehende schwer zu durchschauen. Hier nur einmal ein Ausschnitt davon:
das-jamesempire
Hier ein Statement von James zum aktuellen Stand. Es scheint unglaublich, dass eine einzelne Person in derart viele Kryptoprojekte involviert ist. Es gibt deshalb auch viele Kritiker, welche James für einen Projekthopper halten, der viele Projekte beginnt aber nur wenige bis zum Schluss sauber durchzieht, optisch derart veranschaulicht:
strip-side-project-650-finalenglish
Die Wahrheit liegt sicher irgendwo in der Mitte. Fakt ist auf jeden Fall, der Mann hat revolutionäre Ideen und er hat in der Vergangenheit auch bewiesen, dass er diese Ideen als verantwortlicher Programmierer in die Tat umsetzen kann. Was mir bei James auch gefällt, dass er eine hervorragende Aussenkommunikation hat und wirklich versucht Kritik sachlich und argumentativ zu widerlegen.

Kommen wir zum ICO von Komodo: Bei Komodo handelt es lediglich um ein cleveres Re-branding von BitcoinDark. Im weitesten Sinne eine Vorgehensweise wie sie bei Lisk gewählt worden war, als Crypti quasi wiederbelebt wurde. Das hat bei Lisk ja auch ausserordentlich gut funktioniert. Den BitcoinDark gibt bereits seit dem Juli 2014. Er sollte insgesamt Features enthalten wie eine Blockchain-Asset-Exchange zudem eine „Pegged Asset Exchange“ (PAX) bei dem auch Fiatwährungen und Rohstoffe über die Blockchain gehandelt werden können. Es gab zudem regelmässige Dividenden, da der BitcoinDark an Teilen von James Kryptoimperium beteiligt ist (siehe in der Graphik oben). Es zeigte sich aber nach zwei Jahren, dass der BitcoinDark keine nennenswerte Community gewinnen konnte und auch für eine Weiterentwicklung kein Geld vorhanden war. Deshalb erfolgt jetzt das ICO als Komodo. Der Zeitpunkt für den Entschluss ist gut gewählt, nahezu jedes ICO erhält 1 Million Dollar und mehr aktuell. Und die Versprechungen sind gewaltig, Komodo soll ein ganz grosser Schritt nach vorne werden. Zunächst einmal anonyme Transaktionen welche ähnlich funktionieren sollen wie bei Zcash. Dazu wird ein Fork von Zcash erstellt welches zu diesem Zeitpunkt ja ready sein soll. Aber das ist noch nicht alles, Komodo soll durch den sogenannten Delayed Proof of Work (dPoW) Konsensus-Mechanismus mit Notarnodes (Notary Nodes) in der Lage sein die Komodo POS-Blockchain mit der Bitcoin-Blockchain zu verzahnen, wodurch Komodos Blockchain direkt durch den grossen Bruder Bitcoin geschützt werden soll. Komodo verspricht also anonyme Transaktionen welche aber genau so sicher sind wie Bitcoinzahlungen. Aber noch ist es nicht soweit, die Entwicklung braucht Zeit und Geld. Deshalb jetzt das ICO.

Die ICO-Bedingungen: Das ICO beginnt am 15. Oktober, wie so oft in der Vergangenheit, wird auch hier der erste Tag vergoldet. Wer am ersten Tag investiert erhält einen Bonus von 25%. In der ersten Woche dann noch 20% und so weiter. Bis zum 20. November läuft das ICO:
ico-bonus
Es wird 100 Millionen Coins geben zum Start, davon sind 10 Millionen Coins für die Entwickler und Bounties reserviert. Durch Staking wird die Anzahl von Komodo im Laufe von 14 Jahren um 5% pro Jahr ansteigen auf dann 200 Millionen Coins:
bitcoindark

Kommen wir zum BitcoinDark: James macht hier den Alt-Investoren den Umtausch schmackhaft indem er ein Umtauschverhältnis von 1 BTCD = 0.00532074 BTC Kaufkraft beim ICO darlegt. Das ist ein Aufpreis auf den aktuellen Kurs von aktuell 0.0041 BTC. Leider können BitcoinDark-Investoren nicht vom Bonus profitieren. Deshalb schmilzt der Vorsprung des BitcoinDark auf 0.00425 BTC am ersten Tag, bei dem Bitcoin-Investoren ja 25% Bonus erhalten. Dann steigt der Umtauschkurs aber wieder an, da der Bonus für Bitcoin-Investoren immer geringer wird, was die vergleichbare ICO-Kaufkraft des BitcoinDark entsprechend steigert:
bonuses

Und genau das macht den BitcoinDark so attraktiv bei den aktuellen Kursen von unter 0.0042 BTC. Spätestens im November sollte er nämlich auf ein Level von über 0.0050 BTC klettern. Ich sauge mir das nicht aus den Fingern, eine ähnliche Kursbewegung war bei Crypti zu sehen beim Lisk-ICO im Frühjahr, da es zu einem Festkurs in Lisk umgetauscht werden konnte. Ein zusätzliches Schmankerl macht den den BitcoinDark sogar noch attraktiver, so hat James den BitcoinDark-Investoren versprochen, ihnen noch zusätzlich den durchschnittlichen Bonus der Bitcoin-Investoren ebenfalls zu erstatten. Das dürfte bei etwas mehr als 10% liegen, so dass die Kaufkraft von BitcoinDark beim ICO um die 0.006 BTC betragen sollte. Die genaue Zahl ist logischerweise aber erst nach dem ICO bekannt.

Für gibt für mich zwei Investitionsvarianten hier:

Variante risikoarm: BTCD bei unter 0.0042 BTC kaufen und warten sobald der Kurs bei Poloniex die 0.005 BTC durchbricht verkaufen. Dies sollte spätestens zum Ende des ICOs von Komodo der Fall sein, da potentielle ICO-Investoren dann selbst bei einem Kurs von 0.0052 BTC je BTCD günstiger in das ICO investieren als über den Bitcoin. Diese Variante kann man auch spielen wenn insgesamt nicht von Komodo überzeugt ist, zudem ist die Kapitalbindungsdauer mit maximal sieben Wochen relativ gering.

Variante risikoreich: BTCD bei unter 0.0042 BTC kaufen und beim Komodo-ICO teilnehmen, indem man die BTCD in Komodo umtauscht. Wie der Umtausch genau vonstatten geht wird das Komodo-Team nach dem ICO erläutern. Darauf hoffen, dass auch ein zusätzlicher Zeichnungsgewinn drin ist und die Komodo-Plattform ein grösserer Erfolg wird als der Vorgänger BTCD. Der Investitionshorizont wird dadurch allerdings deutlich länger, im Gegenzug profitiert man voll vom zusätzlichen ICO Bonus von etwa 10% für Komodo, bekommt also im besten Falle Komodo im Gegenwert von etwa 0.0006 BTCD je Bitcoin angedient. Der BitcoinDark soll sogar erhalten bleiben, als Vehikel welches immer noch dividendenberechtigt ist an Supernet zum Beispiel. Einige Satoshi ist dieses Konstrukt dann sicher noch wert.

Fazit: Das Komodo-ICO bietet auch für Trittbrettfahrer, die nur einen gewissen Kursgewinn mitnehmen wollen, eine interessante Alternative. Wichtig ist seine Order bei Poloniex oder Bittrex für den BitcoinDark zu limitieren und einige Tage Geduld mitzubringen, da die Liquidität bei unter 0.0042 BTC sehr dünn ausfällt. Ich persönlich halte beide Varianten für interessant und werde mir bis zuletzt offen lassen, ob ich meine erworbenen BitcoinDark zum Umtausch in Komodo andiene oder vorher über Poloniex zu Geld mache. Das Hauptrisiko ist eine Absage des ICOs oder eine Verschiebung. Das halte ich jedoch für sehr unwahrscheinlich, das Team ist ICO-erprobt. Im Zuge der bereits jetzt herrschenden Zcash-Euphorie dürfte das Komodo-ICO genug Aufmerksamkeit erhalten, so dass eine konstante Nachfrage nach dem BitcoinDark als Umtauschgut bis in den November hinein herrschen sollte und damit auch in die erwarteten Kursregionen führen dürfte.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in den oben erwähnten Kryptowährungen selbst investiert

Lykke – Premium ICO zum Premium Preis

lykke-ico

Heute begann das ICO für Lykke. Bei Lykke handelt es um ein in Zürich ansässiges Unternehmen, welches eine dezentrale blockchain-basierende Handelsplattform betreibt. Bei Lykke können zum Beispiel Fiat-Währungen (wie der EUR, Dollar oder YEN) und Kryptowährungen (Bitcoin, Ether, Steem und Ripple) gehandelt werden, die Transaktionen werden dann über die Blockchain gesettled und sind dadurch dezentralisiert. Zusätzlich können eigene Kryptowährungen und sogenannte Colored Coins erstellt werden. Auch kreditgehebelte Investitionen (Leverage) sollen möglich werden in der Zukunft. Zudem sieht die Plattform das Potential als Marketmaker bei sämtlichen digitalen Assets in den nächsten Jahren aufzusteigen. Also Funktionen zu übernehmen wie sie Waves verspricht oder die aktuelle Nxt-Asset-Exchange, inklusive Crowdfunding.

Beim ICO können bis zum 10. Oktober bis zu 30 Millionen Lykke Coins erworben werden zum Preis von 5 Rappen je Stück (0.05 CHF). Insgesamt können so Lykke im Gegenwert von 1.5 Millionen CHF erworben werden:
lykke-ico-investing
Investitionen sind auch in Ethereum oder Bitcoin möglich, es müssen keine CHF investiert werden. Das Geld wird dazu verwendet die nächsten 6-8 Monate des Unternehmens zu finanzieren. Das Unternehmen hat aktuell 15 Angestellte und ist deshalb auf frisches Betriebskapital angewiesen. Danach soll es zu einem weiteren ICO kommen, zu einem (hoffentlich) höheren Preis. Zumindest soll die bestehende Anzahl von Lykke Coins dafür nicht erhöht werden, so dass es zu keinem Verwässerungseffekt kommt. Hier die ICO-Bedingungen im Detail.

Es handelt sich dabei bereits um die zweite ICO, es gab ein kleines Offering im März diesen Jahres (zuvor noch eine Finanzierungsrunde mit sogenannten Angel Investors). Damals wurden noch 1.4 Rappen je Lykke verlangt, heutige Investoren müssen also nach einem halben Jahr bereits das 3.5x auf den Tisch legen. Besonders schwer im Magen liegt mir die Bewertung. 64 Millionen CHF liegt der aktuelle ICO-Preis zu Grunde. Das ist sehr, sehr viel. Im Gegenzug bekommt man aber auch sehr viel geboten. Die Lykke-App als Handelsplattform existiert bereits. Um beim ICO Teilzunehmen muss man sie herunterladen und kann darauf dann auch einen Blick werfen. Das sieht schon sehr gut aus muss man sagen:
Lykke @fintechnews.ch
Das ist keine Vaporware, richtig gut gemacht auch wenn noch nicht sämtliche geplante Funktionen verfügbar sind. Dies ist auch kein Wunder, der Gründer Richard Olsen hat bereits mit der FX-Trading-Plattform Oanda Furore gemacht. Lykke soll das Oanda auf Blockchain-Basis werden. Im Team ist unter anderem David Siegel und im Advisory Board Kryptolegende Nick Szabo. Das sind schon starke Ausrufezeichen!

Fazit: Ich habe zwar einige Lykke erworben, dies hat vor allem mit meinem beruflichen Hintergrund zu tun. Es handelt sich bei Lykke nicht um eine klassische Coin, sondern um eine Unternehmensbeteiligung ähnlich einer Aktie. Insgesamt ist die Bewertung sehr hoch und Investoren müssen sich darüber im Klaren sein, dass Lykke tatsächlich den grossen Durchbruch beim digitalen Handel erringen muss, um einen positiven ROI zu erzielen. Lykke muss in diese enorme Bewertung eigentlich noch hineinwachsen, es ist keineswegs ausgemacht, ob dies gelingen wird. Lykke muss zu einem der erfolgreichsten FinTech-Start-ups werden, um diese hohe Bewertung zu untermauern zu können. Freilich ist in der aktuellen FinTech-Euphorie durchaus möglich, dass der Kurs trotzdem nach oben ausbricht oder Lykke wie die Fidorbank von einem grossen Konzern mit Übernahmeprämie geschluckt wird, aber das wäre mir insgesamt als Investitionsgrundlage zu dünn. Zumindest startet der Handel bei diesem ICO sehr rasch, Lykke soll unmittelbar nach dem ICO noch im Oktober handelbar sein. Da die Lykke Handelsplattform bereits besteht ist diese Aussage sicher als realistisch einzustufen.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in den oben erwähnten Kryptowährungen selbst investiert

DECENT ICO – Interessant aber…

decent-ico-annDer ICO-Boom hat wegen dem DAO (gescheitert, aber Geld zurück) und Waves (Zuviel Bitcoin eingenommen, aktueller Preis deutlich unter dem ICO-Preis) nur kurz gelitten. Das große Geld lockt eben die Initiatoren und die Brieftaschen der Investoren und Spekulanten sitzen immer noch recht locker. Die Flut neuer Projekte ist Fluch und Segen zugleich. Ein Fluch, da es immer schwieriger wird die vielversprechenden von den weniger guten Projekten zu unterscheiden. Zudem sinkt natürlich die Qualität, wir sehen viel Nachahmer-Projekte, welche die Initialerfolge ihrer Vorgänger für sich ausschöpfen wollen. Viele Worte, schöne Grafiken und Webseiten, aber oftmals wenig Konkretes dahinter. Es war früher viel leichter Nullnummern zu erkennen und direkt auszusortieren.

Gleichzeitig ist der ICO-Boom auch ein Segen: Die potentiellen Investoren werden so kirre gemacht, dass sich das Kapital auf die verschiedenen Projekte aufteilt, dadurch wird ein Überschießen (wie bei Waves) erschwert. Zudem kann man es sich so leisten, abzuwarten, wenn man eine gute ICO verpasst (Heat wäre ein gutes ICO gewesen, habe ich verpasst) kommt wenige Tage später der nächste interessante Kandidat. Wichtig ist es Geduld und Anlagedisziplin zu wahren. Im Zweifel besser nicht investieren. Was nicht vergessen werden darf ist die Kapitalbindungsdauer. Es ist mitnichten so, dass die ICO-Projekte direkt rentieren und ein Börsengang erfolgt. Meistens muss man als Investor mindestens zwei Monate warten, manchmal ein Jahr und länger. Und es gibt Projekte die ganz scheitern oder ein Scam sind. Kursverlust: 100%.

Ich agiere deshalb im Blog mit sehr angezogener Handbremse am ICO-Markt. DECENT gehört aber auf jeden Fall zu den interessanteren Kandidaten. Ich bin Dank Blogger-Kollege Marcus Pleines bereits im November letzten Jahres auf DECENT aufmerksam geworden. Die Vision von DECENT ist es ein integriertes und vertrauenswürdiges weltweites System zu entwickeln um digitale Inhalte zu verbreiten. Dies soll über eine blockchain-basierte Plattform mit Mining-Rewards passieren, wodurch diese Inhalte unzensierbar und frei sind. Ein bisschen wie Steemit, nur weniger auf Social Media ausgelegt sondern größer angelegt, von der Text-Distribution, Musik, Software, Fotos bis hin zum Filmen. Das hat auch ein bisschen was von MaidSafe. Die DCT-Token stellen dabei den Schmierstoff dar um diese Inhalte zwischen den drei Nutzergruppen Autoren, Lesern und Minern zu teilen. Die Miner werden benötigt um die Blockchain am Laufen zu halten und den Speicherplatz vorzuhalten, sie erhalten deshalb einen Reward von den Autoren, die eine kleine Veröffentlichungsgebühr bezahlen. Hier ist noch das Whitepaper dazu. Das macht Eindruck, wir haben es mit einem hochprofessionellen ICO zu tun, welches mit sehr großem Team und riesiger Medienbegleitung startet. DECENT ist sicher eines der professionellsten Pre-Market Projekte, die ich bisher gesehen habe. Wobei wir hier beim Punkt sind, es gibt zwar bisher etwas Code, aber noch kein fertiges Programm. Die Entwicklung steckt noch am Anfang, es werden vor 2017 keine Ergebnisse erwartet. Zudem bleibt für mich die Frage offen, wie geht die Plattform mit offensichtlich verbotenen Inhalten um? Was passiert mit ISIS-Videos oder gar Kinderpornogrpahie? Diese Faktoren erhöhen das Risiko freilich beträchtlich.

Die ICO-Bedingungen sind äußerst durchdacht. Es werden 70% aller Token beim ICO ausgegeben, die restlichen 30% sind für die Zukunft als Mining-Reward vorgesehen, so dass Minern neben den Autor-Gebühren eine zweite Einkommensquelle zur Verfügung steht. Von den restlichen 70% sind folgende Teile reserviert:
10% für die DECENT Stiftung (mit Sitz in der Schweiz übrigens)
2% für den Investment Fonds
1,000,000 DCT für das DECENT Bounty Programm
3,000,000 DCT für das Pre-Software Marketing.

Also das übliche Pre-Mining und Bounty-Programm, wie es seit Lisk mehr oder weniger Standard ist. Das ist in Ordnung, lieber so als, dass dann bereits nach dem Launch Kapitalknappheit da ist. Mir ist es lieber, wenn ein Projekt von Anfang an sauber durchfinanziert ist. Im Nachhinein die Investoren für verschiedenste Sachen anzupumpen und ihnen indirekt zu drohen, ist sicher nicht die optimale Lösung. Für den Rest der Token beginnt am Samstag um 15:00 Uhr das ICO und zieht sich dann über acht Wochen hin. In den ersten 24 Stunden erhält man einen Bonus von 50%, allerdings begrenzt auf 10 Millionen DECENT Token (Gegenwert von 2‘000 Bitcoin). Wer beim ICO dabei sein will, dem rate ich eindringlich, innerhalb der ersten Stunden zu investieren. Der Bonus schmilzt dann nämlich auf 10% für die erste Woche. Danach gibt es keinen Bonus mehr, dafür wird der Preis sukzessive jede Woche erhöht:

Das bedeutet, dass ein Investor der ersten Stunde für einen Bitcoin 7‘500 DECENT erhält. Preis also 13‘333 Satoshi je DCT. Wer erst in der achten Woche im November investiert erhält gerade einmal noch 3‘000 DECENT je Bitcoin. Zahlt also 33‘333 Satoshi je DCT oder 150% mehr. Mir ist bisher kein ICO bekannt, bei dem frühe Zeichner einen derart hohen Bonus im Vergleich zu den späteren Investoren erhalten haben.

Fazit: Investoren sollten sich nicht nur vom hohen ICO-Bonus blenden lassen. DECENT steht noch ganz am Anfang, es wird kein Börsengang vor dem 1. Quartal 2017 geben (schon jetzt wird eher auf Q2/2017 spekuliert). Und hier sind die üblichen Verspätungen noch nicht berücksichtigt. ICO-Zeichner werden viel Sitzfleisch benötigen. Nicht jeder bringt soviel Geduld mit. Kommt DECENT aber durch und die Plattform kann wie geplant starten, sollte sich ein Investment für Zeichner finanziell auszahlen. Ich rate risikofreudigen Investoren, welche mindestens 6-12 Monate Geduld haben, deshalb zur Zeichnung. Auf Grund der hohen Risiken aber nur, wenn der 50% Bonus noch verfügbar ist.

Noch ein Tipp: Das Bounty-Programm ist mindestens 200 Bitcoin schwer. Es lohnt sich den Newsletter von DECENT zu abonnieren, DECENT bei Twitter zu folgen und bei der Bitcointalk-Signatur-Kampagne mitzumachen um ohne großen zeitlichen Aufwand einen Teil dieses Kuchens für sich abzuschneiden.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in den oben erwähnten Kryptowährungen selbst investiert

Ethereum Classic Nachschlag für DAO-Investoren

ETCDie DAO-Investoren können sich auf eine Ausschüttung in Ethereum Classic freuen. Nachdem bereits vor einigen Wochen der Umtausch im Originalverhältnis von 100 DAO in 1 ETH über die Bühne ging, wobei selbst Altcoinbörsen wie Poloniex den Umtausch übernahmen, bekommen DAO-Investoren nun Dank der sogenannten Whitehat-Hackertruppe auch einen Nachschlag in ETC. Das war möglich, da die Whitehats Teile des DAO auch unter dem ETC-Chain unter ihre Kontrolle brachten. Hier ist das optisch sehr schön dargestellt. Man muss sich einfach an die doppelte Sichtweise gewöhnen, es gab nach dem Fork von ETH/ETC den DAO eben auf beiden Chains. Und zunächst schien vieles darauf hinzudeuten, dass DAO-Investoren auf Ethereum Classic komplett verzichten müssten.

Wie kommt man als DAO-Investor an Ethereum Classic? Zunächst einmal ist völlig egal, ob man den DAO im Moment noch hält, logischerweise haben die meisten Investoren ihre DAO-Kontrakte bereits zu Beginn August in Ethereum (ETH) umgewandelt. Wichtig ist nur die DAO-Kontrakte zum Zeitpunkt des Forks am 20. Juli gehalten zu haben. Wer den DAO über die gängigen Altcoinbörsen wie Poloniex, Bittrex oder Kraken erworben hat, konnte sich über eine automatische Ausschüttung freuen, die bereits in den letzten Tagen stattgefunden hat. Wer wie ich den DAO über das Ethereum-Mist-Wallet gezeichnet hat, muss hingegen etwas Zeit investieren:

Zunächst einmal ist es wichtig sich Ethereum Classic herunterzuladen, sofern man es noch nicht installiert hat. Dies ist hier zu bekommen. Wenn die Wallet synchron ist müssen dann die hier erklärten Schritte durchgeführt werden. Es ist nicht schwierig, ich glaube ich habe es in gerade einmal zwei Minuten geschafft (Copy & Paste). Als Dank für ihren Einsatz habe ich den „DAO-Whitehats“ auch 5% gespendet, ich finde das gehört sich. Denn sie haben einen guten Job gemacht, ungefähr 60% der ETC welche im DAO lagen, bekam ich so zurück. Insgesamt bekommt ein DAO-Investor nun für 100 DAO Anteile 1 Etherum und ungefähr 0.6 ETC. Das sind beachtliche Summen, die hier an die Investoren zurückfliessen, schliesslich weist jedes ETC aktuell immerhin einen Marktwert von 1.41 Dollar auf.

Fazit: Die ehrenwerten Gentlemen der Whitehats sorgen dafür, dass für kaum einen DAO-Investor (je nach Einstiegszeitpunkt) ein finanzieller Verlust auf EUR- oder USD-Basis entstanden ist. Das Image von Ethereum wurde dadurch insgesamt aufpoliert. Insgesamt sehe ich ETH wieder positiver. Die Krise wurde rückblickend ordentlich und fair gelöst. Bei ETC behalte ich meine kritische Meinung bei, es kann nur einen geben und das wird der Chain sein, welcher von Vitalik Buterin und seinen vielen Anhängern unterstützt werden wird (ETH). ETC wird als eine Altcoin von vielen enden und sich vermutlich nicht in den Top 10 halten können, trotz großer Twitter-Fangemeinde.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in den oben erwähnten Kryptowährungen selbst investiert

Steemit: Interessant für Blogger aber nichts für Altcoininvestoren

2388758754

Wie versprochen widme ich meinen heutigen Beitrag der Social-Media-Blockchain-Plattform Steemit. Steemit erreichte aus zwei Gründen enorm hohes Interesse in der Community. Zunächst einmal durch den nahezu beispiellosen Kursanstieg von Null auf 400 Millionen Dollar von April bis zum Juli (Aktuell immer noch 164 Millionen Dollar). Und dann auch durch die enorm hohe Vergütung von Beiträgen auf der Steemit-Plattform. So sind meine Blogger-Kollegen haufenweise zu Steemit gewechselt, wo sie oft ihre Beiträge spiegeln, und kassieren je Upvote (wie „Daumen hoch“ bei Facebook“) sehr gutes Geld in Form von mehreren Dollar. Man bekommt also Geld für erstellte Inhalte, welches bisher in dieser Höhe gar nicht möglich gewesen war. Meine Kollegen vom BTC-Echo haben das hier sehr gut und detailliert erklärt. Und hier gibt es nichts zu rütteln, das funktioniert sehr gut und bereits jetzt weist Steemit eine enorme Inhaltsfülle auf, weit über Kryptowährungen hinaus. Das ewige Dilemma des Internetschreibers meist nur Brosamen für seinen Content zu erhalten scheint mit Steemit ein Ende gefunden zu haben.

Nun kommen wir aber zur Kehrseite der Medaille. Weil: Irgendwo muss das viele Geld ja herkommen! Wie konnte Steem denn auf eine Markkapitalisierung von über 400 Millionen Dollar hochschießen? Aceofwallstreet hat in einem sehr lesenswerten Beitrag die vielen Ungereimtheiten auch zum vermeintlich fairen Start ohne Premining beschrieben. Auch diese Seite belegt, dass sich Steem weitgehend zentralisiert in der Hand einiger weniger Wale befindet. Kritiker gehen also von folgender Taktik aus: Zunächst mit wenig Volumen den Preis an den Altcoinbörsen hochschieben, indem Pakete von einem Wal zum anderen Wal verkauft werden (Vergleichbar Rubycoin und viele weitere Alts). Danach sehr grosszügig weiterverteilen (hier über Content) so dass die Plattform immer mehr Nutzer und Interesse auf sich zieht, wodurch sich auch eine gewisse Käuferschicht zu den erhöhten Preisen findet.

Und dann: Abverkaufen!

Fazit: Der letzte Abschnitt mag zu drastisch sein. Es handelt sich hier um Vermutungen, die sich auf einige Indizien stützen. Dennoch rate ich zur Vorsicht, für mich ist Steem(it)absolut kein Investment und ich gehe von weiter sinkenden Kursen aus. Anders sieht es natürlich für Blogger aus, die Plattform bietet aktuell viel Geld für den Content und das sollte man mitnehmen.

Poloniex: Umtauschmöglichkeit für DAO in Ethereum

ETHEREUM-YOUTUBE-PROFILE-PIC
Die größte und bedeutendste Altcoinbörse Poloniex bietet jetzt den Umtausch von „The DAO“ in Ethereum (ETH) an. Dieser Umtausch ist selbstverständlich auch über die Mist-Wallet und andere ETH-Clients möglich. Und von dort auch sicherer, allerdings auch schwieriger, was diese Anleitung zum Umtausch von DAO bei Mist zeigt. Poloniex hat das sehr komfortabel und selbsterklärend gelöst. Dazu muss man sich lediglich hier einloggen: https://poloniex.com/dao/ und die Anzahl an DAO zum Umtausch in Ethereum eingeben:
DAO Poloniex
Für 1000 DAO erhält man 10 Ethereum (ETH). Das funktioniert sehr einfach und ist kostenfrei. Wichtig ist natürlich, dass Poloniex nur DAO-Kontrakte umtauschen kann, welche sich in der Wallet bei Poloniex befinden. Der Umtausch ist nach wenigen Minuten erfolgt. Freilich empfiehlt sich bei Poloniex nicht zuviel Ethereum auf Dauer zu lassen (siehe Bitfinex). Lieber auf der eigenen Wallet wie Mist oder als Paper-Wallet.

Noch ein paar Worte zu Ethereum Classic (ETC): Zunächst einmal hier eine Anleitung wie man umsonst an Ethereum Classic kommen kann, sofern man Pre-Fork Ethereum besessen hat. Das funktioniert aber nur bei Pre-Fork Ethereum nicht beim DAO. Wer DAO besitzt wird kein ETC erhalten weil der DAO dort noch ohne Bailout existiert, also quasi leergeräumt bzw. sich im Würgegriff des Hackers befindet. Hier schön beschrieben. Ethereum Classic wird zudem von Ethereum-Chef Vitalik Buterin nicht weiterentwickelt werden. Er wird Ethereum (ETH) treu bleiben, das stellte er unmissverständlich klar. Ich halte den aktuellen Höhenflug von ETC deshalb für ausgereizt; mittelfristig wird ETC nur eine Altcoin von Vielen sein und nicht an die Marktkapitalisierung von Ethereum heran kommen. Der aktuelle Kurs von 0.0049 BTC bzw. 2.70 USD mit einer Marktkapitalisierung von 220 Millionen Dollar sollte zum Ausstieg genutzt werden.

Ethereum (ETH) ist aktuell ebenfalls nur eine Halteposition. Die Unsicherheiten um den DAO und den Fork + ETC müssen zuerst einmal verdaut werden. Zudem dürfte ein gewisser Verkaufsdruck auf Ethereum lasten, da viele DAO-Umtauscher ihre Ethereum nicht behalten werden, sondern wieder in Bitcoin umwechseln werden. Auf der anderen Seite ist das Ethereum-Ökosystem das aktivste neben Bitcoin und besitzt mit Vitalik Buterin eine visionäre Führungspersönlichkeit, welche auch grossen Anklang bei den Medien findet. Die Summe der Fakten ergibt für mich folgendes Bild:
Ethereum (ETH) -> Halten
Ethereum (ETC) -> Verkaufen

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in den oben erwähnten Kryptowährungen selbst investiert

Bitfinex-Hack prügelt Bitcoinkurs nach unten

Das Timing hätte nicht viel schlechter sein können. Der Bitcoin-Kurs hatte bereits damit zu kämpfen, dass die Marke von 700 Dollar nicht nachhaltig überwunden werden konnte nach dem Halving. Die Aufwärtsdynamik hatte deutlich an Schwung verloren und so bröckelte der Kurs Richtung 600 Dollar in den letzten Tagen und wirkte unter technischen Gesichtspunkten stark angeschlagen. Die gestrige Meldung, dass Bitfinex gehackt worden war, hat den Kurs seit gestern Abend jetzt noch stärker unter Druck gebracht (aktuell 550 USD). Bitfinex ist ein grosser Player, vor allem wenn es bei Transaktionen USD zu Bitcoin geht. Um die Dimension des Ganzen aufzuzeigen: Der Mt. Gox Hack, der bisherige Supergau aller Bitcoin-Börsen-Hacks, brachte den Verlust von rund 850‘000 Bitcoin. Jetzt bei Bitfinex sind es immerhin mindestens 119‘756 im Gegenwert von aktuell 65 Millionen Dollar. Das ist schon eine ordentliche Hausnummer und wird nicht innerhalb eines Tages vergessen werden.

Die Folgen: Die meisten Massenmedien werden diesen Fall wieder genüsslich auswälzen und darauf hinweisen wie unsicher und volatil der Bitcoin-Kurs sei. Vor allem auch, da die Ethereum-Misere mit dem DAO-Hack und dem anschliessenden Split in ETC und ETH derzeit auch dort hochgespielt worden ist. Kryptos werden wieder ein Stück weit stärker in Richtung „Wild West“ diskreditiert. Ein weiterer Nackenschlag. Auch Altcoins werden davon kaum profitieren. Schliesslich macht dieser Hack bewusst, an welch seidenem Faden die Marktstabilität hängt. Stellen wir uns nur einmal vor was für Folgen ein Hack von Poloniex für Altcoins hätte. Das würde den Markt um mindestens ein Jahr zurückwerfen und zu gigantischen Kursverlusten führen.

Was lernen wir daraus: Grössere Summen an Bitcoin und Altcoins nicht bei Börsen deponieren. Ich empfehle dafür – wo verfügar – Brain-Wallets (zum Beispiel Nxt oder IOTA), Paper-Wallets oder spezielle Hardware wie den Trezor. Es empfiehlt sich auch insgesamt im Verhältnis zum Gesamtvermögen nicht zuviel in Kryptowährungen zu investieren. Es ist eine spekulative Nische, welche sich momentan unter Sicherheitsaspekten noch bei weitem nicht mit Gold oder Silber messen kann. Zudem wird es in den nächsten Monaten wieder deutlich schwerer werden an den Kryptomärkten Kursgewinne zu realisieren (was im ersten Quartal ein Kinderspiel darstellte).