Schlagwort-Archive: Sergio Demian Lerner

Byteball: Dritte Gratis-Ausschüttung am 12. März

byteball-maerz
Byteball hat in den letzten Wochen den positiven Trend bestätigt, obwohl die Altcoins wegen dem Bitcoin-Anstieg erneut unter Druck kamen. Die zweite Ausschüttung erfolgte am 11. Februar, wie ich bereits berichtete. Ingesamt wurden 1.76% neu ausgeschüttet. Davon gingen exakt 1% an die bisherigen Byteballhalter, welche pauschal +10% auf Ihre Bestände erhielten. Die restlichen 0.76% gingen an verlinkte Bitcoinguthaben. Insgesamt sind also gerade einmal 11.76% aller Byteball ausgeschüttet worden. Die nächste Ausschüttung mit exakt gleichen Bedingungen erfolgt am 12. März. Wer neu dabei ist und wissen möchte, wie er denn seine Gratis-Byteball erhalten kann, dem wird hier geholfen. Die Community ist gewachsen in der Zwischenzeit, die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei über 5 mio Dollar. Neben Cryptox.pl wird Byteball seit einigen Tagen auch bei der kleinen Exchange bitsquare gehandelt. Es ist wahrscheinlich, dass weitere Altcoinbörsen folgen werden in den nächsten Wochen. Zusätzlich wird demnächst ein Community-Fonds eingerichtet werden um die weitere Entwicklung und Verbreitung zu unterstützen. Dafür werden nicht abgerufene Blackbytes verwendet. Blackbytes werden nämlich nur dann ausgeschüttet, wenn sie auf bereits registrierten Airdrop-Adressen liegen. Wer dies versäumt erhält zwar Byeteball aber keine Blackbytes. Diese „vergessenen“ Blackbytes fliessen in diesen Fonds.

Auch technisch tut sich einiges. Tony und sein Team von mindestens zwei weiteren Entwicklern haben die Version 1.3.0 veröffentlicht. Neben einigen Bugfixes ist es nun direkt möglich TOR zu aktivieren, was insbesondere bei Transaktionen von Blackbyte ein enorm hohes Mass an Anonymität ermöglicht:
2i3h85zg
Insgesamt wirklich eine hervorragende Arbeit welche hier geleistet wird. Zusätzlich hat sich Tony mit Lisk und ICONOMI abgesprochen, die beide gemeinsam weiterhin um die 20% aller Byteball/Blackbytes halten. Beide stimmten wohl zu, dass sie ihre Byteball halten bis zum Ende der Ausschüttungsperiode. Das hilft beiden Seiten: Die Byteball-Community muss mittelfristg keine Dumps befürchten, welche von diesen „Mega-Walen“ ausgeht und gleichzeitig hilft ein stabiler Preis bei Byteball den inneren Wert von Lisk und ICONOMI zu erhöhen. Vielleicht ergibt sich daraus sogar noch eine Coin-übergreifende Kooperation. So hätte sich Tonys Strategie die Bitcoin-Menge je Interessent nicht zu begrenzen sich im Nachhinein doch noch ausgezahlt.

Fazit: Es stehen weiterhin alle Ampeln auf grün. Investoren rate ich ihre Bestände auf jeden Fall über die nächsten Ausschüttungen hinweg zu halten. Das sieht alles sehr vielversprechend aus und das Momentum dürfte in diesem Jahr hoch bleiben, schliesslich gibt es neben Byteball aktuell nur IOTA als Coin der dritten Generation mit Tangle anstatt der Blockchain. Der Tangle-Hype beginnt erst, da bin ich mir relativ sicher. Setzt sich die positive Entwicklung von Byteball (und IOTA) fort, sind beides Kandidaten für eine Marktkapitalisierung von über 100 mio Dollar. Die aktuellen Kurse  von unter 0.05 BTC je GBYTE sind zudem für Neuinvestoren interessant. Der gestiegene Bitcoinkurs hat hier noch einmal für attraktive Einstiegskurse gesorgt. Wer bisher noch nicht dabei war, hat nun die Chance sich einen Teil vom Kuchen abzuschneiden und damit an den weiteren Ausschüttungen zu partizipieren. Nicht vergessen: 88.24% werden noch verteilt!

Der Altcoinspekulant geht in den Ruhestand. Meine zu knappen zeitlichen Ressourcen lassen auf Dauer eine qualitativ hochwertige Altcoinberichterstattung leider nicht zu. Ich bitte meine Leser um Verständnis und danke für das Vertrauen und das viele positive Feedback, welches ich in den letzten Jahren erhielt. Es war mir eine Ehre!

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in die oben genannten Kryptowährungen selbst investiert.

Byteball mit glanzvollem Start!

featured_byteball_02
Eigentlich wollte ich bereits vor Weihnachten ein Update zu Byteball veröffentlichen, aber leider war ich dazu zeitlich nicht mehr in der Lage. Ich habe mich ja bereits mehrmals zu Byteball geäussert. Nochmal das Wichtigste in Kürze: Byteball ist eine neue Kryptowährung der dritten Generation, also ohne Blockchain, stattdessen mit einem DAG-Graph. Im weitesten Sinne vergleichbar mit IOTA, wobei Byteball ein gänzlich anderes Modell verfolgt und hier auch Fees bei Transaktionen fällig werden. Hier noch ein Blog-Beitrag welcher die wichtigsten Unterschiede zwischen IOTA und Byteball verdeutlicht. Am 25. Dezember war es dann soweit und 10% aller Byteball wurden gratis verteilt. Investoren mussten lediglich ihre Bitcoin-Adresse verlinken, was Cryptkeeper hier sehr benutzerfreundlich beschrieben hat. Cryptkeeper hat sich generell sehr positiv hervorgetan hier um das 1-Entwickler-Projekt von Tony zu unterstützen.

Für Altcoininvestoren ist es immer die beste aller Welten wenn eine Coin gratis verteilt wird. Freilich musste man Bitcoin besitzen, sonst gab es keine Gratis-Byteball. Diese Ausschüttung hat problemlos funktioniert. Jeder Teilnehmer hat nicht nur Byteball erhalten sondern auch noch Blackbyte, welche in der selben Wallet verwahrt werden. Zwei auf einen Streich, das hat man selten! Byteball stellt dabei das Equivalent zum Bitcoin dar und die Transaktionen lassen sich über den DAG-Graph teilweise zurückverfolgen (wie bei Bitcoin über die Blockchain), Blackbytes sind Coins für private, anonymisierte Zahlungen. Diese Transaktionen werden nicht im DAG gespeichert, sondern nur in den Userdaten der Wallets. Daher müssen sich immer zwei User mit ihren Wallets verbinden, um zu handeln. Die Blackbytes sind wie Bytes mit eingebautem Mixer, nicht von außen zu verfolgen. Man kann diese in etwa mit dem Monero vergleichen. Auf Grund dieser Besonderheit können aktuell nur Byteball auf Kryptobörsen gehandelt werden und keine Blackbytes. Dies soll auch so bleiben, da ein Börsenhandel die Anonymitätsfunktion von Blackbyte teilweise aushebeln würde. Es ist allerdings eine InApp-Börse geplant innerhalb des Byteball-Netzwerks.

Grosse Diskussionen gab und gibt es deswegen, weil Byteball proportional an die jeweils gelinkten Bitcoinguthaben verteilt wurde. Wer 10 Bitcoin in seiner Wallet hatte bekam proportional 10x mehr als jemand der nur 1 Bitcoin in seiner Wallet hatte. Die ganz grossen Profiteure der Ausschüttung wurden damit auch die erfolgreichen ICOs der letzten Monate, welche ihre Berge an Bitcoin dazu nutzen um an der Byteball Verteilung mitzumachen. Dazu gehörten zum Beispiel Lisk, Waves und ICONOMI. Lisk alleine kontrolliert aktuell über 10% aller Bytes und Blackbytes. ICONOMI nur unwesentlich weniger. Waves hat sich jedoch dazu entschlossen seine Byteball „zu dumpen“ und wird so bei zukünftigen Ausschüttungen nur noch eine geringe Rolle spielen. Bei künftigen Ausschüttungen wird nämlich die Anzahl der Bytes ein deutlich gewichtigerer Faktor sein als die gelinkten Bitcoin.

Hier sind die Details zur zweiten Ausschüttung am 11. Februar: Es gibt erneut Gratis-Byteball für alle Bitcoinhalter. Allerdings jetzt nur noch fix 0.0625 GB (also 62.5 Millionen Stück) je gehaltenem Bitcoin + 0.13194 GB Blackbyte (also 131.94 Millionen Stück). Das hört sich nach viel an ist aber ungefähr 20x weniger als bei der ersten Ausschüttung. Allerdings profitieren bei dieser Ausschüttung nicht nur Bitcoinhalter sondern auch Byteball-Investoren: Sie erhalten +10% auf Ihre Bestände. Wer also 10 GB hält hat nach dem 11. Februar 11 GB. Weitere Ausschüttungen sollen nach dem Muster alle vier Wochen erfolgen. Massgeblich für die Ausschüttung ist die Anzahl an Byteball in der Wallet. Blackbytes spielen keine Rolle, da die Anzahl in der Wallet nicht bekannt ist wegen der Anonymitätsfunktion. Die genauen Details finden sich hier.

Warum ich für Byteball eine gewisse Begeisterung hege ist, dass Tony es geschafft hat eine Art „iPhone“ für DAG-Coins zu bauen. Tony hat eine Wallet gebaut die man herunterlädt installiert und intuitiv bedienen kann. Es funktioniert und es ist super einfach. Er entwickelt das System immer weiter, hat vor kurzem in der Version noch eine nette Chat-Funktion eingebaut. Er hat den Termin für das Release eingehalten zu Weihnachten und ist für seine Community da wenn Fragen da sind. Alles wirkt aus einem Guss, nicht das typische Altcoinchaos.

Aktuell ist Byteball nur auf der kleinen Börse https://cryptox.pl gelistet. Allerdings habe ich diese Börse bereits mehrmals selbst ausprobiert und man kann hier problemlos Byteball kaufen und verkaufen:

cryptox

Wie immer gilt: Am besten nach jedem Handel die Byteball gleich ins eigene Wallet transferieren. Wer frische Byteball auf seine Börse zugekauft hat sollte auf jeden Fall kontrollieren, ob seine Adressen auch alle über den Bot registriert sind. Sonst gibt es für diese „frischen Byteballs“ keine zusätzlichen Blackbytes bei der Ausschüttung. Wie das genau geht wird hier erklärt.

Fazit: Byteball bringt enorm viel Potential mit, vor allem jetzt zu Beginn der Verteilung. Es gibt aber auch Risiken, da das Projekt aktuell voll abhängig von Entwickler Tony ist. Entwicklungspotential besteht auch bei der Community, welche deutlich grösser und aktiver sein könnte. Dafür dass Byteball so revolutionär ist, konnte es bisher im Verhältnis noch nicht genug Multiplikatoren gewinnen, welche das Projekt aktiv unterstützen. Zudem wird die ungleiche Verteilung bei Byteball ein Streitpunkt bleiben und auch eine stetige Gefahr für Abverkäufe. Momentan ist das System zudem noch nicht voll dezentralisiert, da die sogenannten Witnesses (mindestens 12) welche die DAG-Transaktionen bestätigen, aktuell alle noch von Entwickler Tony bereitgestellt werden. Es darf auch nicht vergessen werden, dass immer noch 90% der Coins von Tony kontrolliert werden, da sie erst noch ausgeschüttet werden. Man muss aktuell Tony vertrauen, ich tue das auch, es wird aber ein Hindernis sein auf dem Weg nach oben, bis alle Coins dann auch wirklich verteilt sind. Insgesamt betrachtet ist das Chancen/Risiko-Verhältnis bei den aktuellen Kursen aber noch sehr günstig und ich rate zu Zukäufen bei Kursen von unter 0.06 GBYTE/BTC, insbesondere vor der Ausschüttung neuer Byteball am 11. Februar. Wer zum Beispiel 10 GB Byteball (ein GB = 1000’000’000) kauft, hat nach der Ausschüttung 11 GB Byteball + zusätzlich auch noch 2.166 GB Blackbyte. Und in einem Monat kommen da noch einmal 10% oben drauf. Und wenn man das Spielchen weiter spielt und bis zum Schluss der Ausschüttungen durchhält, hat man seinen Bestand vervielfacht. Schon ein stabiler Kurs reicht dann aus, um einen Return von mehreren 100% zu erzielen. Und wer nicht unbedingt zukaufen will, sollte doch zumindest die Option nutzen seine vorhandenen Bitcoins für die Gratisverteilung anzumelden. Das ist in wenigen Minuten erledigt.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in die oben genannten Kryptowährungen selbst investiert.

 

Byteball: Exclusive Interview with developer tonych in English

interview

Byteball has gained a lot of attention from the Crypto Community since it was announced one month ago. Main reason is because it’s a 3rd Generation Cryptocurrency without any Blockchain based at a Direct Acyclic Graph (DAG) structure. The DAG concept was introduced by Sergio Demian Lerner in September 2015. At the moment there is with IOTA just one other crypto project based at DAG. An other reason for the great attention was, because Byteball will be distributed for free with an airdrop end of this year. There will be no ICO, you just need a Bitcoin-Wallet to participate at the distribution of Byteball.

The developer of Byteball (Anton Churyumov) was willing to answer me my questions in an interview:

Hi Anton, any words about yourself?

tonych: I founded or actively participated in a few internet businesses, some were sold, some were failures, some are still under way. In most of these businesses, I was focused primarily on the technical design and implementation. Before 2001, I was a scientist, I hold a Russian equivalent of PhD in physics and math but I abandoned science in favor of my first business project where I saw that I can produce an impact.

When did you start developing Byteball, is it your first Cryptoproject?

tonych: Byteball is my first cryptocurrency project. I started thinking about it in November 2014 when I saw that the blockchain design can be significantly simplified by replacing it with a DAG. I was fascinated by the cooperative democratic nature of the DAG where every new transaction implicitly secures all previous transactions by referencing their hashes. At the same time, the author of the new transaction depends on his peers to confirm the transaction, not on miners he has no control over. Once a new transaction is released into the network, it gets referenced, hence implicitly confirmed, almost immediately, and the number of direct and indirect references grows like a snowball. Snowball was the first working name of the system.

Byteball uses a Direct Acyclic Graph (DAG) structure. Was this inspired by the DAG-Coin concept of Sergio Demian Lerner?

tonych: I came to it independently. Sergio developed the DagCoin concept in 2012 but published it only in September 2015, almost a year after I began working on a similar idea.  However, the interest to the concept by one of the great minds in crypto space supported my belief that DAG is something worth working on.

In the whitepaper you mentioned also the book 1984 as BCNext did in the Nxt-Code. Is there any relation between you and him?

tonych: Don’t speculate about the relation, it is just a good book. And if BCNext is Russian, this book has a special significance for Russia.

Where do you see the biggest advantages of DAG instead of a classical Blockchain?

tonych: I see two advantages that are common for all DAG based designs. First, a new transaction starts gaining at least partial confirmations from peers almost immediately after it is published, no need to wait that a miner finds a new block. Second, DAG is inherently more scalable than blockchain. When new transactions are issued too often, the DAG just becomes wider, there is no block size limit, there is no orphaning when the interval between blocks is set too small, there is no need to consider large delay in pushing large block to peers.

There are also important advantages of the DAG design employed in Byteball. In all other cryptocurrencies, there is no guarantee that a transaction is ultimately recognized, even when it is absolutely valid according to the protocol, also reorgs are possible and transaction finality is only probabilistic. These properties look somewhat odd to ordinary users and are not compatible with the requirements of the financial sector, where certainty is expected. In Byteball, forks and reorgs are impossible by design, and every transaction attains a final confirmation, which is deterministic. This is very important advancement in crypto space which brings Byteball closer to what ordinary users and the financial sector are used to expect from money.
wallet

What are the main similarities and differences with the other DAG-like Crypto IOTA?

tonych: IOTA also uses DAG, and this is the only similarity.
Everything else is different:
– IOTA uses PoW. In Byteball, the ordering of transactions is based on main chain
– In IOTA, parts of the DAG can be orphaned. In Byteball, there is no chance of orphaning
– Byteball has transaction fees, in IOTA there are no explicit fees (but users still have to expend resources for PoW)
– In Byteball, there are deterministic criteria when a transaction becomes final. In IOTA, there are no exact criteria, it is still probabilistic
– IOTA is a single token currency with only plain payments, Byteball has multiple assets and smart contracts
– In IOTA all payments are public. In Byteball, there are assets that are transferred privately

Can you bring a nice example how Byteball could change the life of an average person in a positive way?

tonych: Byteball enables banks to issue assets that can only be moved when co-signed by the issuer (the bank). That allows banks to open bank accounts that are tracked on the Byteball database (rather than the bank’s internal database) and still follow the KYC/AML regulations that exist in the financial sector: the banks will co-sign transactions automatically once all the checks are passed.

That means that fiat-pegged bank issued assets and all other assets issued on Byteball now exist in a single common environment, the exchange happens by the two parties signing a single transaction that executes both legs of the exchange, it is instant, risk-free, and doesn’t require any third-party custodians. The environment is highly competitive, hence the exchange is affordable. The assets that users buy in exchange for bank issued money can be e.g. securities, such as bonds.  Users can also instantly send bank issued assets to each other or to merchants to pay for goods and services.

With this change, it becomes so easy for an average person to move value across multiple markets, globally, through a new type of account at a usual bank, and all the bank has to do is track this account on the Byteball decentralized database.

Delays are happening quite often for new projects,  what are the biggest challenges before you are ready to the lunch Byteball?

tonych: The biggest challenge is to get as many people as possible to know about Byteball and participate. We already have all the pre-requisites: we have this great technology that appeals to a much wider user base than any earlier cryptocurrency, and the distribution mechanism that invites every Bitcoin holder to participate without paying anything.  Despite all that, this is still a challenge for me, because I know the technology and its implications fairly well, but I’m less knowledgeable in communities and media.

Speaking about delays, it is something that can never be excluded, and apart from technical reasons which are quite common and familiar in this field, we might also have to delay the launch if we see that we are getting too few people on board, hence we don’t get the desired network effects right from the start.  In this case, there is more work to be done before we can Launch.

There have been some critic because you want to combine the distribution of Byteball with the amount of Bitcoin somebody owns at a specific address so somebody with 10 BTC will get 10x more than one with 1 BTC. Any comment on that?

tonych: Well, first of all, I want to recognize those early adopters who were first to believe in Bitcoin as the right direction in which the financial system should evolve. Second, the rules should be simple enough if we want everybody to understand the rules.  And third, the rules should be simple enough if we don’t want somebody to find loopholes that we did not foresee and game the rules in an attempt to gain an unfair advantage. If you think about it, the simplest ungameable distribution method that can be practically implemented, is the one that distributes bytes proportionally to BTC balances.

Any additional words for the German speaking community?

tonych: I do see a lot of activity in the crypto space from the German speaking community. I think it is a good sign: your financial systems are among the most advanced in the world, which together with the active demand for more open and decentralized financial services creates a good environment for the change to actually happen.

Many thanks Tony and good luck with Byteball!

More Information about Byteball:
Homepage
Bitcointalk
Whitepaper

Nächster Blogbeitrag selbstverständlich wieder auf Deutsch, keine Sorge. Aber seht es mir nach, ich hatte schlicht nicht die Zeit auf Deutsch zu übersetzen.

IOTA: Fundraising erfolgreich abgeschlossen

Am Montag um 23:59 Uhr endete das Fundraising für IOTA. 27 Tage lang wurden Bitcoin gesammelt, in den ersten neun Tagen mit einem „Early-Bird-Bonus“ von +15%. Insgesamt kamen 1‘191 Bitcoin zusammen aufgeteilt in 931 direkten Bitcoin-Investments und 41‘297 JINN-Anteilen*. Die Verteilung ist sehr ausgewogen, auf 299 Investoren mit einem durchschnittlichen Investment von 3,1 Bitcoin. Insgesamt lässt sich feststellen, dass die Summe zwar ein Erfolg darstellt (immerhin mehr als eine halbe Million Dollar) es hätte aber auch noch deutlich mehr sein können. Der Betrag ist auf jeden Fall hoch genug um IOTA finanziell fertig zu stellen und dem JINN-Projekt einige komfortable Monate zu geben. JINN wird im laufenden Entwicklungsprozess zusätzlich noch den Einstieg eines Business-Angels benötigen, nachdem die Prototypen, dank dem generierten Kapital, durchfinanziert worden sind. Aber diese Prototypen-Entwicklung ist nun sichergestellt und darauf kam es dem Team auch an.

Die Summe ist aber auch niedrig genug um weitere Kurssteigerungen an den Krypto-Börsen zu erlauben. Eine Marktkapitalisierung von sagen wir, mindestens 10% von Litecoin, sollte doch für eine völlig neue Kryptowährung (erste Kryptowährung ohne Blockchain, Echtzeitzahlungen, äußerst geringe Hardwareanforderungen, Internet-of-Things!) mittelfristig problemlos erzielbar sein? Wir wären dann bei etwas über 15 Millionen Dollar oder einem Gewinn von 3000% für alle Startinvestoren. Durchaus im Bereich des Möglichen, allerdings müssen dazu auch die nächsten Schritte glatt über die Bühne gehen.

Der Start war auf jeden Fall vielversprechend. Seit gestern ist die Zuteilungsseite für IOTA-Investoren online. Der Prozess ist durchdacht, sicher und auch sehr anfängerfreundlich. Dazu musste man sich ein starkes Passwort ausdenken (mindestens 35 stellig) und über eine Eingabemaske eingeben. Dadurch wurde ein Code generiert. Über die Eingabe des Codes in eine weitere Eingabemaske auf der Seite, wurde dem Investor mitgeteilt wieviel Satoshi er von seiner Bitcoin-Adresse an das Bitcoin-Adresse des IOTA-Teams überweisen soll. Dieser Prozess stellte zusätzlich auch sicher, dass der IOTA-Zeichner immer noch volle Verfügungsgewalt über seinen Bitcoin-Account hat. Das Passwort dient dann in Zukunft als Brainwallet zum direkten Zugriff auf seine erworbenen IOTAs im Client – wie bei Nxt.

Wie geht es weiter? Come-from-Beyond war mit dem selbst entworfenen Client für IOTA nicht zufrieden. Er fand ihn schlicht zu hässlich. Die Benutzeroberfläche des Client soll nun von externer Seite bis Anfang Januar fertig gestellt werden. Zu diesem Zeitpunkt wird auch der Source-Code veröffentlicht. Bei Kryptowährungen ist Open Source ja ein wichtiges Kriterium. Der Code wird von Sergio Demian Lerner, dem wohl bekanntesten „Krypto-Auditor“ weltweit, überprüft werden. Seine hoffentlich positive Beurteilung, wird dem IOTA-Team dabei helfen, praktische Nutzer zu finden, welche IOTA als Baustein im Internet der Dinge verwenden können. Evtl. erfolgt bis Anfang Januar noch ein Testlauf des Systems über ein separates Testnet. David und weitere engagierte IOTA-Investoren, werden in der Zwischenzeit nicht untätig sein und versuchen IOTA bei „Internet der Dinge-Projekten“ in den Fokus zu bringen. Besonders einfach dürfte es sein IOT-Projekte in Verbindung mit Bitcoin „zu kapern“, da IOTA dem Bitcoin für die Verwendung als Baustein im Internet der Dinge deutlich überlegen ist (leichter, schneller, geringere Hardware-Anforderungen, benötigt keine Gebühren). Also sämtliche Projekte in Verbindung mit hoch gehypten „21 Bitcoin Computer“ sind ein natürliches Ziel um durch IOTA ersetzt zu werden (dieses zum Beispiel).

Fazit: Wie erwartet ist bis jetzt alles nach Plan gelaufen. Für das IOTA-Team ist es nun entscheidend in den nächsten Monaten auch praktische Nutzer zu finden. Bislang gingen Altcoin-Projekte immer dann in die Knie, wenn es keine praktische Verwendung für sie gab und sie deshalb nur noch als Spekulationsprojekt an den Krypto-Börsen gehandelt wurden. Schafft es IOTA diesem Schicksal zu entgehen, wäre ein echter Paradigmenwechsel möglich. Wir würden endgültig von der Doktrin abkommen, dass eine Kryptowährung wirklich alles erfüllen muss quasi als „Eierlegende Wollmilchsau“. Wir sehen schon jetzt Bitcoin an der Belastungsgrenze. Alles können zu müssen, heißt auch schwer und fett zu werden. Nehmen wir zum Vergleich schlicht Fahrzeuge: Niemand käme auf die Idee ein Formel 1 Fahrzeug gleichzeitig noch als Traktorersatz bzw. als Familienkutsche für mehrere Personen zu verwenden. Jede spezifische Anwendungsform verlangt andere Fahrzeugarten. Ähnliches stelle ich mir auch für die Kryptowährungen in Zukunft vor. Bitcoin als „Krypto-Gold“ sowie Zahlungsmittel für größere Investitionen. Diese Rolle soll er behaupten und das kann er auch leisten. Für spezifische Anwendungen aber maßgeschneiderte Lösungen, wie IOTA für das Internet der Dinge. Und hier liegt auch tatsächlich ein Verwendungszweck und Mehrwert für Altcoins. Das ist in meinen Augen der richtige Ansatz und wenn sich IOTA hier durchsetzen kann, wäre es eine bahnbrechende Entwicklung für ein künftiges Nebeneinander verschiedener Kryptowährungen, je nach Einsatzzweck. Der Ansatz durch eine Altcoin einen zweiten, besseren Bitcoin zu schaffen, wie es Nxt immer vor hatte, ist aktuell nicht zielführend und zum Scheitern verurteilt. Aber für spezifische Anwendungszwecke maßgeschneiderte Altcoins zu entwickeln, welche genau für diesen Zweck optimiert worden sind, das wird den Altcoinmarkt im Jahr 2016 schwer bewegen. Und IOTA hat gute Chancen darauf hier als „Eisbrecher“ zu fungieren.

Ich wünsche Ihnen frohe Weihnachten und schöne Festtage!

*JINN ist die Hardware-Firma des IOTA-Teams. Es soll dabei ein völlig neuer Hardware-Prozessor entwickelt werden der anstatt binär (2 Werte) auf einer dreiwertigen Logik basiert (Ternärer Computer). Diese Prozessoren wären effizienter als die bisherigen binären Prozessoren und ein bedeutender Meilenstein im Internet der Dinge – und darüber hinaus. Der „Börsengang“ von JINN erfolgte im Oktober 2014 über die Nxt Asset Exchange. Das Hardware-Projekt ist freilich mit bedeutenden Risiken behaftet und stellt sich gegen Großkonzerne wie Apple oder Intel. IOTA soll die ergänzende Software zu den JINN-Prozessoren darstellen ist aber nicht an JINN gebunden und kann auf Grund der geringen Hardware-Anforderungen auch auf primitiven Geräten funktionieren. JINN-Investoren wurde gestattet ihre JINN-Anteile in IOTA umzutauschen, woraufhin 41.2% der frei verfügbaren JINN-Anteile gegen IOTA getauscht wurden. Dies hatte auch den Hintergrund, da viele JINN-Investoren die zeitliche Dimension des Hardwareprojekts unterschätzt hatten und schnelle Resultate erwarteten, die freilich gänzlich unrealistisch waren. Das JINN-Team konnte sich so besonders ungeduldiger und unzufriedener Investoren über den Ausgang zu IOTA bequem entledigen und kann nun in relativer Ruhe weiter arbeiten.

IOTA

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in IOTA und JINN investiert.