Schlagwort-Archive: Nxt

BitcoinDark [BTCD]: Umtausch in Komodo + Bonus nun möglich

Komodo ICO
Über das ICO von Komodo und den damit verbundenen Umtausch von BitcoinDark [BTCD] in Komodo habe ich am 19. September berichtet. Die damals präferierte Strategie war, den BitcoinDark bei Kursen von unter 0.0042 BTC zu erwerben und dann wegen des Bonus für den Swap in Komodo ausgelösten Anstieg bei über 0.005 BTC zu verkaufen innerhalb von wenigen Wochen. Das ICO von Komodo war mit über 2600 Bitcoin ein großer Erfolg, dann brach allerdings der Altcoinbärenmarkt mit voller Wucht herein, welcher in Verbindung mit dem starken Bitcoinanstieg den Preis von BitcoinDark lediglich stagnieren liess. Zudem kam es zu einer Verschiebung des Umtauschs, so dass viele Investoren nicht geneigt waren, die wochenlange Hängepartie beim BitcoinDark mitzumachen, während sie das Kapital für andere Zwecke einsetzen wollten. Heute stehen wir preislich beim BitcoinDark immerhin bei 0.0043 BTC, wobei wir zwischenzeitlich auch wesentlich tiefer notierten.

Die Konditionen zum Umtausch in Komodo sind nun bekannt und sie fielen noch etwas besser aus, als anfänglich von mir erwartet. Das hat durch zahlreiche kombinierte Boni zu tun. So beträgt die „Kaufkraft“ eines BitcoinDark nun aktuell 0.0065 BTC am Komodo-ICO. Also ein stattlicher Aufpreis zum aktuellen Börsenkurs. Und es kommt noch besser: Wer seine BitcoinDark in Komodo umtauscht erhält zusätzlich noch sogenannte „Revenue Asset Shares“. Auf diese Ref-Shares gehen nämlich die bisherigen Anteile des BitcoinDark an den Cashflow-Strömen von James Kryptoimperium über – hier noch einmal grafisch veranschaulicht:

das-jamesempire

In diesen Rev-Shares werden die bisherigen Dividenden-Erträge von BitcoinDark gebündelt. Am Interessantesten dürfte der 5% Anteil an Supernet sein. Rev-Shares gibt es aber nur für Investoren, welche ihre BitcoinDark bis zum 15. Januar über die ICO-Webseite in Komodo umtauschen, es bleibt also nicht mehr viel Zeit! Dazu ist ein Transfer von der Börse nötig (sofern man das Wallet nicht installiert hat) auf die ICO-Webseite. Wie das genau funktioniert wird sehr anschaulich hier erklärt. Wer seine BTCD bei Poloniex oder Bittrex lässt, geht definitiv leer aus. Zwar erhalten auch Investoren Ref-Shares, welche den BitcoinDark tatsächlich über eine eigene Wallet laufen lassen, davon rate ich aber ab, da sich hier bereits Zerfallserscheinungen zeigen (oft funktionsunfähig) und mittelfristig das BitcoinDark-Netzwerk mangels Entwicklerkapazität (alles bei Komodo) wohl ganz den Geist aufgeben wird.

Investoren haben dann noch die Möglichkeit ab dem 15. Januar entsprechende Notary Nodes zu wählen für Komodo. Diese „Super-Nodes“ verzahnen die Komodo-Blockchain mit der Bitcoin-Blockchain und sollten deshalb rund um die Uhr auf guten Rechnern/Servern laufen. Im Gegenzug gibt es stattliche „Miningerträge“ für diese Notare. Sie sind unschlüssig wen Sie wählen sollen? Ich unterstütze die Bewerbungen von rnr und kolo. Details dazu, mit vielen Zusatzinformationen, sind hier zu finden.

Die Komodo-Token werden dann über die ICO-Webseite am 31. Januar verteilt. Es ist sehr gut, dass hier bereits ein Datum feststeht, das macht eine Verschiebung etwas weniger wahrscheinlich. Geduld sollten Komodo-Investoren aber dennoch mitbringen, es wird mit Sicherheit einige Wochen gehen, bevor Komodo an einer Mainstreambörse gelistet ist.

Fazit: Wer etwas Geduld mitbringt dem rate ich dazu, seine BitcoinDark in Komodo umzutauschen. Der Umtauschkurs mit einer Kaufkraft von 0.0065 BTC beinhaltet eine erhebliche Sicherheitsmarge zum aktuellen Börsenkurs von BitcoinDark von lediglich 0.0043 BTC. Zusätzlich erhalten Investoren bis zum 15. Januar die sogenannten Revenue Asset Shares, welche Kurzfristinvestoren dann schnell zu Geld machen können und längerfristig orientierte als Dividendenanlage halten können. Selbst Spekulanten, die nicht von einem dauerhaften Erfolg von Komodo ausgehen, sind mit einem Umtausch und späteren Verkauf an der Börse, wohl besser bedient. Dazu ist allerdings etwas Geduld nötig, wer Bitcoin benötigt, weil er zum Beispiel an der nächsten Byteball-Distribution Mitte Februar teilnehmen möchte, sollte nicht umtauschen, da von einer Kapitalbindung ohne Handelsmöglichkeit bis mindestens März, ausgegangen werden sollte. Wer umtauscht immobilisiert sein Kapital für diesen Zeitraum, dessen sollte man sich bewusst sein. Auch muss ich zugeben, dass ich mittel- bis langfristig nicht daran glaube, dass sich Komodo tatsächlich in der Spitze der Kryptowährungen etablieren kann.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in die oben genannten Kryptowährungen selbst investiert.

 

Altcoinbärenmarkt zu Ende: Jetzt wird es spannend!

altsareback
Der Bitcoin kennt aktuell kein Halten mehr. Im Moment ist er so teuer wie eine Unze Gold. Das war noch niemals der Fall. Interessant ist, dass nun endlich die Bewegung eingesetzt hat, auf welche die Altcoinvestoren mehrere Monate warten mussten: Altcoins outperformen heute den Bitcoin, der Bärenmarkt ist damit ganz offiziell zu Ende. Nun ist das Tal der Tränen (in EUR oder Dollar gerechnet war es eh kein Problem) bei den Altcoins endlich durchschritten. Es wird ein spannendes Jahr werden, das zeichnet sich jetzt ab. Der aktuell parabolische Anstieg beim Bitcoin (heute über 120 Dollar höher) wird zu rasanten Rücksetzern führen, bei denen zusätzliches Geld in die Altcoins strömen wird. Zudem wird die Medienberichterstattung über den Bitcoin und Kryptowährungen weiter zunehmen. Die Medien werden morgen voll von Vergleichen zwischen Gold und Bitcoin sein. Die aktuelle Kryptowährungshausse verspricht deshalb diejenige von 2013/2014 weit in den Schatten zu stellen. Meine aktuellen Favoriten sind Ethereum, Lisk, Nxt, Waves, Byteball, Europecoin und Ardor. Der Monero ist mir fast zu gut gelaufen; Litecoin lebt nur von seiner Vergangenheit. Dash erscheint mir gegenüber Monero im Hintertreffen zu sein und Ethereum Classic (ETC) hat meiner Ansicht nach keine Chance gegenüber Ethereum (ETH) und taugt nur als Tradingvehikel.

Viel Erfolg an den Märkten!

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in die oben genannten Kryptowährungen selbst investiert.

Kurzfristig keine Besserung an den Altcoinmärkten

altcoinsMan kann es nicht verhehlen: Die Altcoinmärkte sind außer Tritt geraten. Die Diskrepanz zwischen Bitcoin-Gewinnen und schwachen Altcoins hält nun seit einigen Monaten an. Aktuell beträgt die Bitcoin-Dominanz 85.8%, das ist der höchste Wert seit dem Februar. Noch im Oktober lag der Wert bei 79%. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass Altcoins gegenüber dem Bitcoin um rund 27.6% verloren haben in diesen wenigen Wochen. Die Marktkapitalisierung der Altcoins sank im gleichen Zeitraum von 2.5 Milliarden Dollar auf 1.9 Milliarden Dollar. Hier ist vor allem Ethereum zu nennen, welches von Hardfork zu Hardfork taumelt. Zudem haben ICOs deutlich an Reiz verloren. Es gab zu viele davon in zu kurzer Zeit. Dadurch konnten sich auch keine nennenswerten Kursgewinne mehr entwickeln.

Kurzfristig scheint keine Besserung in Sicht. Investoren rate ich Ruhe zu bewahren und die Krise mit einer möglichst hohen prozentualen Position des Portfolios in Bitcoin auszusitzen. Dennoch bin ich weiterhin davon überzeugt, dass es sich nur um einer vorübergehende Eintrübung handelt. Der Bitcoin konnte in den letzten Monaten weitere Neu-Investoren finden. Das beweist die Anzahl von Wallets von Blockchain.info. Es bleibt dabei, dass ein Teil dieser Investoren auch Interesse am Altcoinmarkt haben wird zu einem späteren Zeitpunkt. Diese Investoren von Morgen sind die Grundlagen für die Kursgewinne bei Altcoins 2017. Dabei dürfte aber gelten, dass vor allem neue Coins profitieren. Das Rad der Geschichte dreht sich unermüdlich. Bei Altcoins gilt eben: Neue Besen kehren gut! Byteball, Tezos und IOTA stehen in den Startlöchern und werden dabei Aufmerksamkeit von bestehenden Coins absorbieren. Die durchschnittliche Performance von Altcoins hinkt der des Bitcoin hinterher. Wer aber Flexibilität zeigt und die Pferde regelmässig wechselt, kann finanziell durchaus profitieren. Lieber zu oft verkaufen als zu lange halten. Die Wahrscheinlichkeiten arbeiten bei Altcoins gegen einen, ähnlich wie im Spielcasino: „Gewinnen kann man, verlieren muss man!“ Ich verweise dabei auf ehemalige Topcoins von 2013 wie Quark, Anoncoin oder Worldcoin:
Yesterday’s Heros, but forgotten today!

Projekte wie NxtArdor zeigen, dass selbst brillante Leistungen nach einer gewissen Zeit nicht mehr vom Markt honoriert werden und zum Nischendasein bei einer Marktkapitalisierung von unter 20 Millionen verdammt sind. Enden Sie nicht als Bagholder, im Zweifel bitte bestehende Altcoinpositionen verkaufen. Dann haben sie die nötige Liquidität welche nötig ist um die 2-3 interessanten ICOs in den nächsten Monaten mitzumachen bzw. beim Byteball-Airdrop ab Weihnachten.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in die oben genannten Kryptowährungen selbst investiert.

 

Komodo ICO macht BitcoinDark [BTCD] hochinteressant

komodo
James aka jl777 gehört für mich zu den schlausten Köpfen der Kryptoszene, verfügt aber dennoch nicht über einen weitreichenden Bekanntheitsgrad. Das liegt daran, dass sich James sehr lange auf die Nxt-Umwelt konzentriert hat, welche seit 2013 zwar Erfolg hatte, aber in einer Nische blieb und von großen Teilen der Kryptocommunity nicht beachtet wurde. Das Krypto-Konglomerat welches er in dieser Zeit geschaffen hat sucht seines Gleichen und ist für außenstehende schwer zu durchschauen. Hier nur einmal ein Ausschnitt davon:
das-jamesempire
Hier ein Statement von James zum aktuellen Stand. Es scheint unglaublich, dass eine einzelne Person in derart viele Kryptoprojekte involviert ist. Es gibt deshalb auch viele Kritiker, welche James für einen Projekthopper halten, der viele Projekte beginnt aber nur wenige bis zum Schluss sauber durchzieht, optisch derart veranschaulicht:
strip-side-project-650-finalenglish
Die Wahrheit liegt sicher irgendwo in der Mitte. Fakt ist auf jeden Fall, der Mann hat revolutionäre Ideen und er hat in der Vergangenheit auch bewiesen, dass er diese Ideen als verantwortlicher Programmierer in die Tat umsetzen kann. Was mir bei James auch gefällt, dass er eine hervorragende Aussenkommunikation hat und wirklich versucht Kritik sachlich und argumentativ zu widerlegen.

Kommen wir zum ICO von Komodo: Bei Komodo handelt es lediglich um ein cleveres Re-branding von BitcoinDark. Im weitesten Sinne eine Vorgehensweise wie sie bei Lisk gewählt worden war, als Crypti quasi wiederbelebt wurde. Das hat bei Lisk ja auch ausserordentlich gut funktioniert. Den BitcoinDark gibt bereits seit dem Juli 2014. Er sollte insgesamt Features enthalten wie eine Blockchain-Asset-Exchange zudem eine „Pegged Asset Exchange“ (PAX) bei dem auch Fiatwährungen und Rohstoffe über die Blockchain gehandelt werden können. Es gab zudem regelmässige Dividenden, da der BitcoinDark an Teilen von James Kryptoimperium beteiligt ist (siehe in der Graphik oben). Es zeigte sich aber nach zwei Jahren, dass der BitcoinDark keine nennenswerte Community gewinnen konnte und auch für eine Weiterentwicklung kein Geld vorhanden war. Deshalb erfolgt jetzt das ICO als Komodo. Der Zeitpunkt für den Entschluss ist gut gewählt, nahezu jedes ICO erhält 1 Million Dollar und mehr aktuell. Und die Versprechungen sind gewaltig, Komodo soll ein ganz grosser Schritt nach vorne werden. Zunächst einmal anonyme Transaktionen welche ähnlich funktionieren sollen wie bei Zcash. Dazu wird ein Fork von Zcash erstellt welches zu diesem Zeitpunkt ja ready sein soll. Aber das ist noch nicht alles, Komodo soll durch den sogenannten Delayed Proof of Work (dPoW) Konsensus-Mechanismus mit Notarnodes (Notary Nodes) in der Lage sein die Komodo POS-Blockchain mit der Bitcoin-Blockchain zu verzahnen, wodurch Komodos Blockchain direkt durch den grossen Bruder Bitcoin geschützt werden soll. Komodo verspricht also anonyme Transaktionen welche aber genau so sicher sind wie Bitcoinzahlungen. Aber noch ist es nicht soweit, die Entwicklung braucht Zeit und Geld. Deshalb jetzt das ICO.

Die ICO-Bedingungen: Das ICO beginnt am 15. Oktober, wie so oft in der Vergangenheit, wird auch hier der erste Tag vergoldet. Wer am ersten Tag investiert erhält einen Bonus von 25%. In der ersten Woche dann noch 20% und so weiter. Bis zum 20. November läuft das ICO:
ico-bonus
Es wird 100 Millionen Coins geben zum Start, davon sind 10 Millionen Coins für die Entwickler und Bounties reserviert. Durch Staking wird die Anzahl von Komodo im Laufe von 14 Jahren um 5% pro Jahr ansteigen auf dann 200 Millionen Coins:
bitcoindark

Kommen wir zum BitcoinDark: James macht hier den Alt-Investoren den Umtausch schmackhaft indem er ein Umtauschverhältnis von 1 BTCD = 0.00532074 BTC Kaufkraft beim ICO darlegt. Das ist ein Aufpreis auf den aktuellen Kurs von aktuell 0.0041 BTC. Leider können BitcoinDark-Investoren nicht vom Bonus profitieren. Deshalb schmilzt der Vorsprung des BitcoinDark auf 0.00425 BTC am ersten Tag, bei dem Bitcoin-Investoren ja 25% Bonus erhalten. Dann steigt der Umtauschkurs aber wieder an, da der Bonus für Bitcoin-Investoren immer geringer wird, was die vergleichbare ICO-Kaufkraft des BitcoinDark entsprechend steigert:
bonuses

Und genau das macht den BitcoinDark so attraktiv bei den aktuellen Kursen von unter 0.0042 BTC. Spätestens im November sollte er nämlich auf ein Level von über 0.0050 BTC klettern. Ich sauge mir das nicht aus den Fingern, eine ähnliche Kursbewegung war bei Crypti zu sehen beim Lisk-ICO im Frühjahr, da es zu einem Festkurs in Lisk umgetauscht werden konnte. Ein zusätzliches Schmankerl macht den den BitcoinDark sogar noch attraktiver, so hat James den BitcoinDark-Investoren versprochen, ihnen noch zusätzlich den durchschnittlichen Bonus der Bitcoin-Investoren ebenfalls zu erstatten. Das dürfte bei etwas mehr als 10% liegen, so dass die Kaufkraft von BitcoinDark beim ICO um die 0.006 BTC betragen sollte. Die genaue Zahl ist logischerweise aber erst nach dem ICO bekannt.

Für gibt für mich zwei Investitionsvarianten hier:

Variante risikoarm: BTCD bei unter 0.0042 BTC kaufen und warten sobald der Kurs bei Poloniex die 0.005 BTC durchbricht verkaufen. Dies sollte spätestens zum Ende des ICOs von Komodo der Fall sein, da potentielle ICO-Investoren dann selbst bei einem Kurs von 0.0052 BTC je BTCD günstiger in das ICO investieren als über den Bitcoin. Diese Variante kann man auch spielen wenn insgesamt nicht von Komodo überzeugt ist, zudem ist die Kapitalbindungsdauer mit maximal sieben Wochen relativ gering.

Variante risikoreich: BTCD bei unter 0.0042 BTC kaufen und beim Komodo-ICO teilnehmen, indem man die BTCD in Komodo umtauscht. Wie der Umtausch genau vonstatten geht wird das Komodo-Team nach dem ICO erläutern. Darauf hoffen, dass auch ein zusätzlicher Zeichnungsgewinn drin ist und die Komodo-Plattform ein grösserer Erfolg wird als der Vorgänger BTCD. Der Investitionshorizont wird dadurch allerdings deutlich länger, im Gegenzug profitiert man voll vom zusätzlichen ICO Bonus von etwa 10% für Komodo, bekommt also im besten Falle Komodo im Gegenwert von etwa 0.0006 BTCD je Bitcoin angedient. Der BitcoinDark soll sogar erhalten bleiben, als Vehikel welches immer noch dividendenberechtigt ist an Supernet zum Beispiel. Einige Satoshi ist dieses Konstrukt dann sicher noch wert.

Fazit: Das Komodo-ICO bietet auch für Trittbrettfahrer, die nur einen gewissen Kursgewinn mitnehmen wollen, eine interessante Alternative. Wichtig ist seine Order bei Poloniex oder Bittrex für den BitcoinDark zu limitieren und einige Tage Geduld mitzubringen, da die Liquidität bei unter 0.0042 BTC sehr dünn ausfällt. Ich persönlich halte beide Varianten für interessant und werde mir bis zuletzt offen lassen, ob ich meine erworbenen BitcoinDark zum Umtausch in Komodo andiene oder vorher über Poloniex zu Geld mache. Das Hauptrisiko ist eine Absage des ICOs oder eine Verschiebung. Das halte ich jedoch für sehr unwahrscheinlich, das Team ist ICO-erprobt. Im Zuge der bereits jetzt herrschenden Zcash-Euphorie dürfte das Komodo-ICO genug Aufmerksamkeit erhalten, so dass eine konstante Nachfrage nach dem BitcoinDark als Umtauschgut bis in den November hinein herrschen sollte und damit auch in die erwarteten Kursregionen führen dürfte.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in den oben erwähnten Kryptowährungen selbst investiert

Lykke – Premium ICO zum Premium Preis

lykke-ico

Heute begann das ICO für Lykke. Bei Lykke handelt es um ein in Zürich ansässiges Unternehmen, welches eine dezentrale blockchain-basierende Handelsplattform betreibt. Bei Lykke können zum Beispiel Fiat-Währungen (wie der EUR, Dollar oder YEN) und Kryptowährungen (Bitcoin, Ether, Steem und Ripple) gehandelt werden, die Transaktionen werden dann über die Blockchain gesettled und sind dadurch dezentralisiert. Zusätzlich können eigene Kryptowährungen und sogenannte Colored Coins erstellt werden. Auch kreditgehebelte Investitionen (Leverage) sollen möglich werden in der Zukunft. Zudem sieht die Plattform das Potential als Marketmaker bei sämtlichen digitalen Assets in den nächsten Jahren aufzusteigen. Also Funktionen zu übernehmen wie sie Waves verspricht oder die aktuelle Nxt-Asset-Exchange, inklusive Crowdfunding.

Beim ICO können bis zum 10. Oktober bis zu 30 Millionen Lykke Coins erworben werden zum Preis von 5 Rappen je Stück (0.05 CHF). Insgesamt können so Lykke im Gegenwert von 1.5 Millionen CHF erworben werden:
lykke-ico-investing
Investitionen sind auch in Ethereum oder Bitcoin möglich, es müssen keine CHF investiert werden. Das Geld wird dazu verwendet die nächsten 6-8 Monate des Unternehmens zu finanzieren. Das Unternehmen hat aktuell 15 Angestellte und ist deshalb auf frisches Betriebskapital angewiesen. Danach soll es zu einem weiteren ICO kommen, zu einem (hoffentlich) höheren Preis. Zumindest soll die bestehende Anzahl von Lykke Coins dafür nicht erhöht werden, so dass es zu keinem Verwässerungseffekt kommt. Hier die ICO-Bedingungen im Detail.

Es handelt sich dabei bereits um die zweite ICO, es gab ein kleines Offering im März diesen Jahres (zuvor noch eine Finanzierungsrunde mit sogenannten Angel Investors). Damals wurden noch 1.4 Rappen je Lykke verlangt, heutige Investoren müssen also nach einem halben Jahr bereits das 3.5x auf den Tisch legen. Besonders schwer im Magen liegt mir die Bewertung. 64 Millionen CHF liegt der aktuelle ICO-Preis zu Grunde. Das ist sehr, sehr viel. Im Gegenzug bekommt man aber auch sehr viel geboten. Die Lykke-App als Handelsplattform existiert bereits. Um beim ICO Teilzunehmen muss man sie herunterladen und kann darauf dann auch einen Blick werfen. Das sieht schon sehr gut aus muss man sagen:
Lykke @fintechnews.ch
Das ist keine Vaporware, richtig gut gemacht auch wenn noch nicht sämtliche geplante Funktionen verfügbar sind. Dies ist auch kein Wunder, der Gründer Richard Olsen hat bereits mit der FX-Trading-Plattform Oanda Furore gemacht. Lykke soll das Oanda auf Blockchain-Basis werden. Im Team ist unter anderem David Siegel und im Advisory Board Kryptolegende Nick Szabo. Das sind schon starke Ausrufezeichen!

Fazit: Ich habe zwar einige Lykke erworben, dies hat vor allem mit meinem beruflichen Hintergrund zu tun. Es handelt sich bei Lykke nicht um eine klassische Coin, sondern um eine Unternehmensbeteiligung ähnlich einer Aktie. Insgesamt ist die Bewertung sehr hoch und Investoren müssen sich darüber im Klaren sein, dass Lykke tatsächlich den grossen Durchbruch beim digitalen Handel erringen muss, um einen positiven ROI zu erzielen. Lykke muss in diese enorme Bewertung eigentlich noch hineinwachsen, es ist keineswegs ausgemacht, ob dies gelingen wird. Lykke muss zu einem der erfolgreichsten FinTech-Start-ups werden, um diese hohe Bewertung zu untermauern zu können. Freilich ist in der aktuellen FinTech-Euphorie durchaus möglich, dass der Kurs trotzdem nach oben ausbricht oder Lykke wie die Fidorbank von einem grossen Konzern mit Übernahmeprämie geschluckt wird, aber das wäre mir insgesamt als Investitionsgrundlage zu dünn. Zumindest startet der Handel bei diesem ICO sehr rasch, Lykke soll unmittelbar nach dem ICO noch im Oktober handelbar sein. Da die Lykke Handelsplattform bereits besteht ist diese Aussage sicher als realistisch einzustufen.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in den oben erwähnten Kryptowährungen selbst investiert

Altcoinmarkt: Rückblick und Ausblick

Nxt Ardor by nxt.org

Die letzten Wochen waren sehr dynamisch an den Altcoinmärkten. Die Volatilität war sehr hoch. Hier eine kleine Zusammenfassung ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Ethereum / The DAO: Nach langem hin und her kam letzte Woche der Hardfork, welcher es ermöglicht, dass der DAO ohne Verlust wieder in Ethereum umgewandelt werden kann und der Hacker leer ausgeht (bei Poloniex wird es demnächst den Umtausch geben von DAO in Ethereum, wer es über die Mist-Wallet machen will, hier eine Anleitung dazu). Nicht jeder trug die Entscheidung mit, einige Miner haben den Hardfork zur Abspaltung genutzt, so dass es jetzt zusätzlich noch Ethereum Classic gibt. Die führte zur interessanten Situation, dass nun jeder der Ethereum bei Poloniex deponiert hatte nun auch über Ethereum Classic verfügt. Für mich wird das nur ein kurzzeitiges Zwischenspiel sein, Ethereum Classic bleibt ohne Chance. Auch ich halte die Entscheidung eines „Bailouts“ für den DAO für richtig. Wenn die Community die Chance hat Unrecht zu verhindern, dann ist eben nicht nur der Code das Gesetz. Wir leben nicht in Skynet. Der Code hat nicht immer recht, sondern er wurde von Individuen programmiert, die Fehler machen können. Wenn solche Fehler behoben werden können, dann sollte man es auch entsprechend umsetzen. Freilich ist Ethereum immer noch etwas angeschlagen, es wird einige Monate dauern bis Ethereum für Altcoininvestoren wieder interessant wird. Aktuell aber auf jeden Fall eine Halteposition.

Nxtcoin [Nxt]: In meinem letzten Beitrag kündigte ich die Entscheidung an zwischen Evolution und Revolution. Die Entwickler haben sich nun durchgesetzt und bisher gibt Ihnen der Erfolg recht. Nxt wird also aufgesplittet. Jeder der Nxt hält bekommt im Verhältnis 1 zu 1 noch Ardor hinzu. Dabei werden regelmässig Snapshots der Nxt-Halter zwischen dem 14. Juli und dem 12. Oktober erstellt. Wer in diesem Zeitraum durchgängig seine Nxt hält, bekommt exakt 1 Ardor je Nxt hinzu. Erfreulicherweise haben sich die grössten Altcoinbörsen ebenfalls bereit erklärt dies zu unterstützen. Nxt hat es dabei wieder geschafft in den Fokus zu kommen und die Marktkapitalisierung stieg stark an. Selbst das Forbes Magzin berichtete. Aktuell beträgt die Marktkapitalisierung 26.5 Millionen Dollar. Das muss noch nicht das Ende sein, aber eine Konsolidierung ist möglich, schliesslich hat sich Nxt seit dem Tief mehr als vervierfacht. Auf jeden Fall zeigt die Weiterenwicklung mit Ardor, dass Nxt lebt und weiterhin eines der interessantesten Crypto-2.0-Projekte ist.

Waves: Waves leidet noch etwas darunter, bei der ICO mit Bitcoin überschwemmt geworden zu sein. Jeder Kursanstieg über das Level von 0.00032 BTC, wird von ICO-Haltern abverkauft. Genau dort befindet sich nämlich der Break-Even, für jemanden der mit 10% Bonus beim ICO investiert hatte. Es war hier richtig beim ICO vorsichtig zu sein. Gleichwohl hat das Waves-Team bisher weitgehend überzeugt. WavesLite als selbstaktualisierende Chrome-App ist sehr benutzerfreundlich. Zudem hat Waves noch zwei Asse im Ärmel: Das Mainnet startet erst noch und wir wohl doch grosse Teile der Nxt-Asset-Exchange anziehen. Zudem steht immer noch das Poloniex-Listing aus, welches ebenfalls einen zusätzlichen Push geben sollte. Beide Faktoren machen Waves derzeit eher zu einer Kaufempfehlung.

Emercoin [EMC]: Hier hat der lange erwartete Pump stattgefunden. An der Problematik, dass es sich überwiegend um eine One-Man-Show handelt ohne nennenswerte Community, hat sich aber nicht geändert. Die aktuelle Marktkapitalisierung von 28 Millionen Dollar ist überzogen (Platz 10), wer jetzt nicht Gewinne mitnimmt, wird es später wohl bitter bereuen.

Und Steem? Der Überflieger der letzten Tage mit einer aktuellen Marktkapitalisierung von 327 Millionen Dollar? Diese Geschichte verdient einen separaten Beitrag, demnächst hier.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in den oben erwähnten Kryptowährungen selbst investiert

IOTA / IOTATOKEN: Foundation in Gründungsphase

IOTA

Bei IOTA gibt es interessante Neuigkeiten: CEO David hat vor einer Woche die Gründung einer Foundation vorgeschlagen. Diese Foundation soll dafür sorgen, dass IOTA nicht das gleiche passiert wie vor gut zwei Jahren bei Nxt: Geniale Technik, bei der es aber keine Praxisanwendung gab und die Coin sich deshalb nie richtig durchsetzen konnte trotz des anfänglichen Hypes. Die Foundation soll genau das verhindern. Durch harte Arbeit soll der Durchbruch in der Realwelt gelingen. Personell soll sie zum Start hochkarätig besetzt sein mit allen drei IOTA-Gründern, also Come-from-Beyond, David Sønstebø und Serguei Popov. Zusätzlich noch Dominik Schiener, Krypto-Wunderkind (unter anderem Gewinner des Deloittes Hackathon 2016) und Stas Oskin, Krypto-Urgestein (Nxt und Crypti) aus Israel. Neben diesen fünf Mitgliedern soll die Foundation allen weiteren Interessierten offen stehen, die sich für die Zukunft von IOTA einsetzen wollen. Aber die Foundation muss eine wichtige Hürde nehmen: Spenden in Höhe von 50 Millionen IOTA oder 5% aller Coins. Das ist ein ambitioniertes Ziel und ich bitte meine Leser um Spendenbereitschaft um die Foundation verwirklichen zu können. Spendenwillige IOTO-Inhaber können sich hier oder hier melden.

Die Foundation genießt Priorität, zusätzlich werden aber noch weitere 25 Millionen gesammelt. Dabei geht es um „DEN DEAL“. Ein strategisch wichtiger Großinvestor mit ungeheurer Durschlagskraft, soll durch diese Investition an IOTA gebunden werden. Die Konditionen des Verkaufs werden dabei wohl eher vorteilhaft für den Käufer sein, dafür würde sich dieser wohl massiv mit seinen Ressourcen für IOTA einsetzen. David möchte aktuell noch nicht mehr verraten, erst wenn die Foundation und der Deal durchfinanziert worden sind, wird er den Schleier lüften. Den aktuellen Stand der Spenden gibt es hier zu sehen.  Die Lücke zu den insgesamt 75 Millionen sind leider noch sehr beachtlich.

Technisches: Die GUI wird aktuell vom dritten und hoffentlich letzten Entwickler fertig gestellt. Ich erwarte hier keine Fertigstellung innerhalb der nächsten Woche, bin aber zuversichtlich was die erste oder zweite Aprilwoche angeht. In der Zwischenzeit ist es über Kommandozeilen-Eingaben bereits möglich Transaktionen zu tätigen. Wichtig ist aber zu erwähnen, dass zuerst die Beta-Phase überstanden werden muss, da in der aktuellen Frühphase die Transaktionen evtl. noch nicht 100% ankommen. CfB gibt dann „Grünes Licht“ mit dem offiziellen Release. In der Zwischenzeit hat er IOTA weiter optimiert, aktuell arbeitet er daran, dass Adressen wiederholt verwendet werden können was bisher nicht möglich gewesen war. Aktuell läuft IOTA in der Version 0.8.0. Die Verzögerung der GUI wurde also weiter sinnvoll genutzt die Technik von IOTA zu verbessern.

Der Markt: Heißgelaufen, die vorbörslichen Trades liegen jetzt meistens um die 4’000 Satoshi. Ich rate von vorbörslichen Käufen bei dieser Kurshöhe ab, wir sprechen hier von einer Markkapitalisierung von rund 17 Millionen Dollar und das ist schon heftig. Zeigt aber auch das enorme Interesse an dieser Kryptowährung. Es gab einen Großinvestor welcher wirklich mit großer Wucht hunderte Bitcoin in IOTA konvertierte, da er als Bitcoin-Investor der ersten Stunde, die Angst hätte, IOTA würde den Bitcoin ersetzen und damit seinen Bitcoin-Hort entwerten.

Wann ist der offizielle Release? 15. April – nicht, dass ich es wirklich wüsste aber das stelle ich jetzt einfach mal in den Raum.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in IOTA und JINN investiert.

Altcoin-Dax Coinoindex überwindet magische 1’000 Punkte Grenze

Die Stärke des aktuellen Altcoin-Bullenmarktes zeigt sich messbar in den massiven Kursgewinnen des „Altcoin-Dax“ Coinoindex. Beim Coinoindex handelt es sich um einen passiven Altcoin-Investmentfonds, der gleichgewichtet in die Top 20 aller Altcoins nach Marktkapitalisierung investiert. Der Ethereum-Effekt hatte also nur zu einem kleinen Teil (5%) zu den massiven Kursgewinnen beigetragen. Innerhalb von nur drei Monaten legte der Coinoindex um 118% von 457 Punkte auf aktuell exakt 1’000 Punkte zu. Was für eine Performance!
Coinoindex
Neben Überflieger Ethereum haben auch andere Schwergewichte maßgeblich zu diesem Anstieg beigetragen. MaidSafe stieg in diesem Zeitraum zum Beispiel um über 600%; NEM um atemberaubende 850%.

Woran man merkt, dass die erste Phase des Bullenmarktes abgeschlossen ist, wurde mir klar, als ich mir auf eine Leseranfrage hin in dieser Woche, sehr, sehr schwer tat, einige Altcoins aus dem Ärmel zu schütteln, die noch deutliches Kurspotential aufweisen. Eine MaidSafe wird eben nicht mehr 600% in den nächsten drei Monaten einfahren genauso wie NEM wohl demnächst konsolidieren wird. Die Zeit der ganz leichten Gewinne, in der seit Dezember praktisch jede Altcoin einen positiven Return geliefert hat, neigt sich leider dem Ende zu.

Wo sehe ich in den nächsten Monaten noch weiteres Potential? Hier meine Top 5:
Ethereum: Dauerbrenner, es fließt hier richtig, richtig viel frisches Geld herein von außerhalb des Marktes. Ethereum steht aktuell singulär da, so eine Altcoin gab es noch niemals zuvor.
IOTA: Börsengang wohl erst Anfang April. Gewinnmitnahmen von „Altaktionären“ könnten zu Kaufopportunitäten in den ersten Tagen führen (falls Marktkapitalisierung bei unter 10 Millionen USD).
Nxt: Wegen Nxt 2.0 und da Nxt vom aktuellen Bullenmarkt bisher kaum profitieren konnte.
Counterparty: Hochentwickeltes Protokoll mit guter Asset Exchange.
Qora: Die Entwickler sind dort sehr fleißig und die Marktkapitalisierung liegt bei unter einer Million.

Richtig Geld verdient werden dürfte auch weiterhin mit ICOs, also Börsengänge von neuen Coins. IOTA hat hier als Eisbrecher fungiert, vorbörslich liegen dort die Kurse um 2’500% über den Zeichnungskursen der Altaktionäre. Lisk konnte vom positiven Sentiment bereits massiv profitieren und über 3’000 Bitcoin einsammeln (es werden noch mehr werden). Mir sind alleine noch zwei weitere Großkaliber ICOs bekannt, denen ich viel zutraue und ich hier auch vorstellen werde.

Die nächsten Monate werden sehr spannend werden am Altcoinmarkt. Und vermutlich auch weiterhin sehr ertragreich! Ich bleibe am Ball!

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in Ethereum, IOTA, Lisk, Nxt und Qora investiert.

IOTATOKEN/IOTA: Kursfeuerwerk dank Microsoft-Kooperation

IOTA Logo

IOTA kletterte seit dem 29. Februar in neue Sphären, nachdem Microsoft bekannt gab, dass IOTA nun ebenfalls bei ihrem Blockchain-Service-Angebot Azure aufgenommen worden ist. Auch die Art der Ankündigung ist denkwürdig, IOTA wird in den höchsten Tönen als bahnbrechende neue Technologie gelobt. Die Aufnahme erfolgte auch sehr früh, sämtliche anderen Coins welche bei Azure dabei sind, waren vor der Aufnahme mindestens ein Jahr am Start (wie Ethereum, Emercoin oder Factom). Microsoft hat den Code von IOTA mit Sicherheit genau unter die Lupe genommen und sauber getestet, sonst wäre diese Aufnahme zu diesem Zeitpunkt nicht möglich gewesen. Hut ab vorm IOTA-Team, welche diesen Deal eingefädelt haben. Das erleichert es nun auch andere Firmen im Bereich Internet-der-Dinge bezüglich der Nutzung von IOTA zu überzeugen. Fleißige Community-Mitglieder haben bereits Kontakt zu den wichtigsten IOT-Firmen aufgenommen und teilweise gab es schon sehr vielversprechendes Feedback (von AnyBridge M2M zum Beispiel).

Der vorbörsliche IOTA-Handel nahm durch diese Neuigkeiten große Fahrt auf. Dies wurde auch deshalb möglich, da Chef-Entwickler Come-from-Beyond sich dazu bereit erklärte, komplette Acounts aus dem Genesis-Block heraus von Verkäufern an Käufer zu übertragen, so dass ein korrekter Eigentumstransfer selbst ohne Börsenhandel möglich wurde. Aktuell haben sich die Preise auf ungefähr 2’000 Satoshi eingependelt (bei einem Startpreis von 130 Satoshi). Der Service von Come-from-Beyond ist gestern auch ausglaufen, da heute der definitive Genesis-Block erstellt worden ist. Jetzt müssen sich Käufer wieder auf „den guten Namen“ des Verkäufers verlassen, also damit, dass er sich bereit erklärt ihnen die verkauften IOTA zu liefern, wenn die Beta-Phase beginnt.

Bei der Benutzeroberfläche (GUI), gilt leider weiterhin: „Was schief gehen kann, geht auch schief.“ Hier die ganze Geschichte: Im Dezember beschloss die Community, anstatt einer robusten aber recht häßlichen GUI, welcher Come-from-Beyond selbst gebaut hatte, diese Arbeit an Profis auszulagern. Auch CEO David war der Meinung: „Der erste Eindruck zählt“. Also wurde diese Aufgabe an eine bekannte Softwarefirma in San Francisco übergeben (www.creativeda.sh). Dort kam das GUI-Projekt gut voran – bis deren Chefentwickler kündigte. Die ganze Firma war auf der Expertise dieses Mannes aufgebaut, so dass David den Auftrag dort abzog und des Projekt einem anderen Entwickler übergab. Auch dieser Mann (Dan Warfel) hatte eine gute Reputation und versprach schnellstmögliche Fertigstellung bis Mitte Februar. Seither jedoch legt er ein Verhalten an den Tag wie der von Jesse Eisenberg verkörperte Mark Zuckerberg im Film „The Social Network“, als er den Winklevoss-Zwillingen verspricht ihnen die Benutzeroberfläche für ihr soziales Netzwerk zu bauen, aber stattdessen auf Tauchstation ging bzw. unglaubwürdige Ausreden mailt. Der Stand von heute ist, dass Dan zu 90% fertig mit der GUI sei. Allerdings würde selbst eine sofortige Lieferung der GUI nicht direkt zum Beta-Release führen, da die GUI von Come-from-Beyond vorher noch getestet werden muss. Nach den Tests erfolgt dann die Verknüpfung der GUI mit IOTA (Front- mit Backend), was auch einigen Arbeitsaufwand bedeutet. Erst wenn diese Kombination getestet worden ist, kann ein Beta-Release erfolgen. Also mindestens eine Woche, eher nach länger. Ich habe intern bereits für einen Plan B plädiert, eine einfache GUI für die Startphase, was aber nicht auf Begeisterung von CEO David stiess. Wir werden sehen, wie es hier weiter geht.

Ganz wichtig ist aber die Feststellung, dass die Probleme mit der GUI, keine Probleme mit der Funktionalität von der Kryptowährung IOTA bedeuten. Die GUI ist nur die schöne Optik, wichtig ist das sogenannte Backend. Und genau das ist für Microsoft und IOT-Anwender entscheidend. IOTA wurde in den letzten Wochen von Come-from-Beyond stetig weiterentwickelt. Er wusste die zusätzliche Zeit sehr gut zu nutzen. So gab es am Mittwoch das Release zur Version 0.5.1. Hier gab es dann auch am Donnerstag den ersten erfolgreichen Test einer Transaktion ohne Gebühren, ein bedeutender Meilenstein. Zusätzlich wurde für die bessere Kommunikation innerhalb der Community wurde jetzt ein Forum eröffnet, welches bereits rege genutzt wird: http://forum.iotatoken.com

Fazit: Ich bin ja bei IOTA Pionier und habe die Coin stets als erste Kryptowährung der dritten Generation gesehen. Diese Ansicht schält sich nun langsam am Markt heraus. IOTA hat in vielfacher Hinsicht das Potential einer der wichtigsten Altcoins des Jahres zu werden. Ich gehe deshalb von einer zweistelligen Millionen-Marktkapitalisierung zum Start aus und damit einer Platzierung in den Top 10 der Kryptowährungen – noch vor Nxt. Nur heißt es für Investoren noch etwas Geduld mitzubringen, vermutlich wird die Hängepartie um die GUI noch mindestens zwei Wochen anhalten. Aber diese Geduld wird sich wohl auszahlen, so wie sich die Wartezeit seit dem Crowdsale im Dezember insgesamt sehr positiv für die Investoren gestaltet hat.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in IOTA investiert.

Nxtcoin [Nxt] – Revolution oder Evolution?

Nxt
Die Nxt-Community wird derzeit durchgerüttelt wie seit dem Start vor über zwei Jahren nicht mehr. Die Emotionen schiessen hoch und es gibt erbitterte Forenschlachten. Was ist der Grund für diesen Aufruhr?  Die Nxt-Chefentwickler Jean-Luc und Ryker machten am 8. Februar einen revolutionären Vorschlag, den ich grob zusammenfasse:

Nxt soll aufgespalten werden in zwei Währungen. Das heutige Nxt wird nur noch ein Child-Chain des neuen Nxt sein genannt fNxt für „forgingNxt“. Der Hauptchain wird also durch die neue fNxt gebildet. Und dieser Hauptchain soll so leichtgewichtig wie möglich werden und bleiben, kann also nur noch forgen. Das bisherige Nxt ist zwar seiner Forgingfunktion beraubt, soll aber ansonsten wie bisher funktionieren. Jeder Nxt-Halter wird nach einer Hardfork dann zusätzlich im Verhältnis 1 zu 1 fNxt besitzen. Nxt sollen dann in der Zukunft jederzeit in fNxt umgetauscht werden können, falls Leute sich stärker auf das Forgen konzentrieren wollen.

Das Hauptproblem besteht nun darin, dass Nxt in der Asset-Exchange schätzungsweise einen Gegenwert von rund 20 Millionen Dollar vereint. Zum Beispiel Supernet, JINN oder LIQUID. Die Asset-Halter haben nun Angst unter die Räder zu kommen, da ihnen eben keine neue Coins zukommen, weil die Assets nur in Nxt gehandelt werden und selbst keine Nxt sind. Sie gehen also leer aus und so wird ein Abverkauf von Assets gegen Nxt erwartet, um doch fNxt zu erhalten. Zusätzliche Kursverluste werden erwartet, da sich die bisherige Marktkapitalisierung von Nxt auf die zwei Standbeine fNxt und Nxt verteilen sollte, die Assets aber weiterhin in Nxt notiert bleiben sollen. Die Asset-Halter drängen unter der Federführung von James aka jl777 (Supernet und vieles mehr) keine Revolution durchzuführen, sondern sämtliche Änderungen auf der bisherigen Basis durchzuführen (Evolution). Auch hat ein Teil der Nxt-Community die Sorge, dass die Asset Exchange Schaden nimmt und damit das bisherige Prunkstück von Nxt (Markkapitalisierung 3x höher als bei Nxt selbst) in der Bedeutungslosigkeit versinkt. Dass die Gans die goldene Eier legt einfach ohne Not geschlachtet wird.

Ryker und Jean-Luc argumentieren jedoch damit, dass nur durch die Aufspaltung neue Möglichkeiten wie Child-Chains möglich warden. Zudem könne man sich nur so der schweren Blockchain entledigen (mindestens 1 Gigabyte zusätzlich pro Jahr) und Nxt durch die neu gewonnene Leichtgewichtigkeit, weiteren Anwendungsmöglichkeiten erschliessen. Diese Child-Chains könnten eine grosse Möglichkeit darstellen, richtiges Business über den Nxt-Blockchain zu verankern. Man nährt durch diesen Schritt als Nxt der erfolgreichen Ethereum an.

Ich habe dazu eine klare Meinung:
Auf jeden Fall Revolution und Nxt 2.0. Stillstand ist der Tod bei Altcoins, man muss aktiv sein und auch dem Markt etwas bieten. Laut Ryker könnte die Blockchain von Nxt von aktuell 1.5 Gigabyte für fNxt auf rund 10 Megabyte eingedampft werden. Das gibt schon ganz neue Möglichkeiten. Ich war und bin immer ein Verfechter von Leichtgewichtigkeit. Wenn Nxt den Wechsel so durchzieht, haben wir ein leichtgewichtiges fNxt, welches man wie IOTA für das Internet-der-Dinge einsetzen kann und das bisherige Nxt bleibt weiterhin wie gewohnt erhalten. Selbst der mögliche Schaden an der Asset-Exchange wird durch die Vorteile überkompensiert. Die Altcoinmärkte reagieren nicht auf kleine Dinge, nur durch spektakuläre Aktionen, kann man sich aus der Masse der Coins hevorheben. Dass aus einer Coin zwei Coins werden stellt ein starker Kaufanreiz dar. Zusätzlich kommt bei Nxt eine Sondersituation zum Tragen, derer sich viele aktuell gar nicht bewusst sind: In circa zwei Wochen wird wohl IOTA die Beta-Phase starten und es deutet sich ein Start an, welcher den ICO-Investoren einen Return des Vielfachen ihres Einsatzes verspricht. Diese Investoren werden teilweise verkaufen und überschneiden sich oft mit der Nxt-Community. Es ist sehr wahrscheinlich, dass diese Gewinne zum Teil in Nxt investiert werden und so den Preis nach oben ziehen. Nxt konsolidiert aktuell bei unter 1800 Satoshi – das ist rund 25% niedriger als vor zwei Wochen. Ich sehe aktuell eine ausgezeichnete Kaufgelegenheit mit sehr gutem Chancen/Risiko-Verhältnis.

PS: Der Altcoinspekulant geht in den Urlaub und meldet sich irgendwann im März zurück.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in Nxt investiert