Schlagwort-Archive: Litecoin

Monero [XMR] – Physische Münzen gratis von Lealana!

monero
Ich bin seit 2013 ja durchaus auf Lücke hier gefahren, habe also über viele nennenswerte Projekte nicht berichtet. Die Überkomplexität der Altcoinmärkte verlangt eine strenge Fokussierung bei einem derart beschränkten Zeiteinsatz wie bei mir; im besten Fall schaffe ich aktuell einen Blogbeitrag in der Woche. Der Monero kam bisher eindeutig zu kurz. Die Community ist sehr gross und stabil gewachsen in den letzten drei Jahren. Selbst Marc de Messel hat nun in Monero investiert und die Marktkapitalisierung beträgt aktuell stolze 162 mio USD (Platz 5 hinter Litecoin).

Der Produzent physischer Bitcoinmünzen Lealana hat nun auch physische Monero-Münzen im Angebot. Lealana hat den Sitz auf Hawaii und der Chef smoothie gilt als Monero-Unterstützer erster Stunde. Um sein Angebot zu bewerben hat er eine tolle Aktion gestartet: Er verschenkt 1’000 Münzen! Die Münzen sind aus Messing mit einem Nennbetrag von 5 Monero. Diese Münzen sind nicht geladen, es ist aber eine Anleitung dabei um sie zu laden + Hologramme um den Private Key abzudecken nach erfolgreicher Ladung. So sieht die Münze + Hologramm aus:
monero-2

Wer eine Münze umsonst erhalten möchte, sollte ihm lediglich eine E-Mail an die Adresse smoothie@lealana.com senden und ihm seine Adresse hinterlassen. Er versendet nur eine Münze pro Haushalt und das in unregelmässigen Abständen. Da die Münze direkt aus Hawaii versandt wird ist entsprechend mit einer gewissen Zeitdauer zu rechnen. Hier seine Worte dazu:
anforderungen
Es sollten nach meiner Schätzung noch einige 100 Münzen übrig sein, ich würde mir diese Gelegenheit an Ihrer Stelle nicht entgehen lassen! Selbst wenn man nicht vor hat die Münze mit Monero zu laden, wird sie wohl mit einem gewissen zeitlichen Abstand einen gewissen Sammlerwert entwickeln können.

Link zum Beitrag von smoothie bei Bitcointalk.org

Altcoinbärenmarkt zu Ende: Jetzt wird es spannend!

altsareback
Der Bitcoin kennt aktuell kein Halten mehr. Im Moment ist er so teuer wie eine Unze Gold. Das war noch niemals der Fall. Interessant ist, dass nun endlich die Bewegung eingesetzt hat, auf welche die Altcoinvestoren mehrere Monate warten mussten: Altcoins outperformen heute den Bitcoin, der Bärenmarkt ist damit ganz offiziell zu Ende. Nun ist das Tal der Tränen (in EUR oder Dollar gerechnet war es eh kein Problem) bei den Altcoins endlich durchschritten. Es wird ein spannendes Jahr werden, das zeichnet sich jetzt ab. Der aktuell parabolische Anstieg beim Bitcoin (heute über 120 Dollar höher) wird zu rasanten Rücksetzern führen, bei denen zusätzliches Geld in die Altcoins strömen wird. Zudem wird die Medienberichterstattung über den Bitcoin und Kryptowährungen weiter zunehmen. Die Medien werden morgen voll von Vergleichen zwischen Gold und Bitcoin sein. Die aktuelle Kryptowährungshausse verspricht deshalb diejenige von 2013/2014 weit in den Schatten zu stellen. Meine aktuellen Favoriten sind Ethereum, Lisk, Nxt, Waves, Byteball, Europecoin und Ardor. Der Monero ist mir fast zu gut gelaufen; Litecoin lebt nur von seiner Vergangenheit. Dash erscheint mir gegenüber Monero im Hintertreffen zu sein und Ethereum Classic (ETC) hat meiner Ansicht nach keine Chance gegenüber Ethereum (ETH) und taugt nur als Tradingvehikel.

Viel Erfolg an den Märkten!

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in die oben genannten Kryptowährungen selbst investiert.

Der Bitcoin-Hype von heute ist der Altcoin-Superboom von morgen!

Bitcoin zieht Altcoins hoch
Der Bitcoin marschiert nicht nur, er springt förmlich zu immer höheren Kursen! Vor fünf Stunden wurde mit 715 Dollar ein neues Zwei-Jahres-Hoch erreicht. War die Ursache das bevorstehende Halving, der Kaufdruck aus China, der vielleicht bevorstehende Brexit oder war der Bitcoin einfach reif nach längerer Seitwärtsbewegung? Vermutlich eine Mischung all dieser Gründe. Die Altcoins konnten erwartungsgemäß nur schwer mithalten und haben insgesamt betrachtet auf Bitcoin-Basis weiter an Boden verloren. Der Altcoin-Dax Coinoindex fiel unter die 700 Punkte-Marke und notiert aktuell bei 690 Punkten. Interessant ist allerdings, dass sich dieses Tendenz in den letzten 48 Stunden nicht weiter fortsetzte, trotz weiter steigender Bitcoinpreise. Altcoins scheinen also bereits ihren Boden gefunden zu haben. Die Talsole auf Bitcoin-Basis scheint durchschritten. Ich schreibe auf Bitcoin-Basis; in Dollar oder Euro gerechnet notieren Altcoins oftmals nahe ihrer Allzeithochs.

Und nun wird es interessant: Bereits heute konnte sich das Bild umkehren. Der Bitcoin stieg auf Tagesbasis knapp 6%, Ethereum und der DAO legten um 14% zu:
Bitcoin Ethereum Marktkapitalisierung
Die Situation an den Altcoinmärkten kann man aktuell mit einem Katapult vergleichen, welches voll angespannt ist und nur noch eines Auslösers bedarf. Dazu reicht zum Beispiel bereits eine leichte Abkühlung des aktuellen Bitcoin-Höhenfluges und an diesem Tag wird der breite Altcoinmarkt um mindestens 20% steigen. Der Coinoindex wird mittelfristig die Marke von 1’000 Punkten zurückerobern. Für mich ist es nur eine Frage der Zeit. Die Bitcoin-Gewinne von heute sind die Altcoin-Gewinne von morgen!

Wo sollte man sich aktuell positionieren: Als Ethereum-Bulle muss ich natürlich auf Ethereum und den DAO (faktisch ein Ethereum-Derivat) hinweisen. Beide sehe ich bei über 0.03 Bitcoin nach dem Anstieg. Vergessen wir nicht dass Ethereum neues Geld anzieht wie ein Magnet; hierzu reichen bereits die überschwänglichen Presseberichte mit denen die Massenmedien uns in den nächsten Tagen beglücken werden. Wir werden viele neue Anleger an den Märkten sehen und die meisten werden Ethereum als zweite Kryptowährung erwerben. Ebenfalls Potential sehe ich für Dash, Lisk, Counterparty, Nem, Emercoin und Factom. Auch das WAVES-ICO sollte einen guten Verlauf nehmen, allerdings werden die Zeichnungsgewinne deutlich schmaler als bei Lisk ausfallen. IOTA wird ebenfalls eine zweistellige Millionenmarktkapitalisierung erreichen, allerdings wird ein Börsenstart nicht innerhalb der nächsten zwei Wochen erwartet.

Schlechter sieht es für „yesterday’s heroes“ aus: Die typischen BTC-e Altcoins um Peercoin, Litecoin, Novacoin, Namecoin und Primecoin werden im aktuellen Altcoinboom keine entscheidende Rolle mehr spielen. Neue Besen kehren gut gilt hier leider für die „alten Alts“. Aber mit den restlichen Altcoins sollten insgesamt betrachtet deutliche Kursgewinne zu erzielen sein.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in den oben erwähnten Kryptowährungen selbst investiert

Altcoinmarkt außer Rand und Band!

Ich hatte in meinem letzten Beitrag die Vermutung geäußert, dass der Altcoinmarkt sich wieder in einem neuen Bullenmarkt befindet. Die letzten Tage haben das fulminant unter Beweis gestellt! Solche Kursbewegungen sah man zuletzt um die Jahreswende 2013/2014 als zum Beispiel Litecoin eine Marktkapitalisierung von 1 Milliarde erreichte und Nxt die Startinvestoren zu Millionären machte.

Schauen wir uns einmal die Kursbewegungen einiger bedeutender Altcoins innerhalb einer Woche an:
Ethereum: +79% (Marktkapitalisierung von 187 Millionen Dollar)
Dogecoin: +196% (Marktkapitalisierung von 42 Millionen Dollar)
Factom: +51% (Marktkapitalisierung von 12 Millionen Dollar)
Nxt: +54.4% (Marktkapitalisierung von 10 Millionen Dollar)
VPNCoin: +780% (Marktkapitalisierung von 9 Millionen Dollar)

Insbesondere Dogecoin erstaunt, da die Coin außer dem lustigen Image nicht besonders innovativ ist (Doge war ja als augenzwinkernder Jux gedacht). Das Besondere an diesem Bullenmarkt ist zudem, dass der Bitcoin praktisch unverändert ist bzw. sogar leicht gefallen ist. Der letzte Altcoinbullenmarkt vor über zwei Jahren war noch extrem von der Kursentwicklung des Bitcoin abhängig. Die Altcoins haussierten richtig als der Bitcoin kurzzeitig über 1‘000 Dollar wert war. Ich führe das darauf zurück, dass die Dominanz des Bitcoin in den letzten Wochen tatsächlich einige Risse erhalten hat. Die leidige Diskussion um die Blockgröße, die kein Ende findet, ist dabei nur ein Aspekt. Und Mike Hearns Beitrag „The resolution oft the Bitcoin experiment“ enthielt viele nicht zu leugnende Aspekte. Die Altcoins haussieren aktuell also auch deshalb, weil tatsächlich Investoren aus dem Bitcoin heraus in Altcoins investieren. Insbesondere bei Ethereum sind viele Investoren vertreten, welche zuvor nur in den Bitcoin investierten. Zusätzlich lockt Erfolg frisches Kapital an, was zu weiteren Kurssteigerungen führt. Da der Altcoinmarkt insgesamt betrachtet immer noch winzig ist mit einer Marktkapitalisierung von knapp 800 Millionen, führen bereits geringe Kapitalzuflüsse zu riesigen Kursgewinnen.

Was tun? Bei Doge rate ich zu Gewinnmitnahmen. Generell könnte in den nächsten Tagen bei den Highflyern eine Konsolidierung drohen. Ethereum zum Beispiel hat von der Spitze bereits gut 20% abgegeben. Ich kann aber nicht generell zu Verkäufen raten. Es handelt sich um einen noch jungen Bullenmarkt, der längst nicht alle Werte erfasst hat. Eine Nxt zum Beispiel, kann auch noch eine Marktkapitalisierung von 25 Millionen Dollar erreichen und wäre damit gerade einmal auf einem Level, welches ähnlich hoch wäre wie die Gesamtheit der „Wertpapiere“ welche an der Nxt Asset Exchange notiert sind. Selektive Käufe können Sinn machen bei Werten, welche bisher kaum profitieren konnten (das in meinen Augen „Auslaufmodell“ Litecoin lasse ich dabei bewusst außen vor): Dash, Stellar, Monero und Bytecoin zum Beispiel. Wer auf einen generellen Anstieg des Altcoinmarktes setzen will kann in den Indexfonds Coinoindex investieren, welcher die Top 20 aller Altcoins abdeckt.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in Nxt und Ethereum investiert.

Ethereum schreibt Geschichte und verdängt Litecoin als führende Altcoin

Gestern war ein historischer Tag in der noch jungen Altcoin-Geschichte. Seit über vier Jahren thronte Litecoin unangefochten an der Spitze aller Altoins (Ripple ist für mich ein zentralisiertes Zahlungssystem, keine klassische Altcoin). Nun ist Ethereum mit großem Momentum fulminant vorbei gezogen. Lag die Marktkapitalisierung von Ethereum vor einem Monat noch bei 66 Millionen Dollar, schnellte sie nun hoch auf 170 Millionen, während Litecoin bei 138 Millionen vor sich her dümpelt. Ein Ether kostet jetzt 2.21 Dollar.

Vitalik Buterins Team muss freilich noch liefern. Momentan verspricht Ethereum Vieles, aber es ist eben auch das meiste davon noch in Entwicklung und nicht fertig. Was die Märkte aber elektrisiert hat ist die  Zusammenarbeit mit Microsoft beim Blockchain-Netzwerk Azure. Ethereum scheint in Zusammenarbeit mit Microsoft in der Lage zu sein, die Blockchain zu einem interessanten Geschäftsmodell zu machen.

Ähnliches bewegte die Märkte beim kleineren Wettbewerber NEM. NEM war bis zum Dezember stetig gefallen und längst aus den Top 20 aller Altcoins heraus gefallen. Die Markkapitalisierung betrug nur noch eine Million Dollar. Dann kam die Ankündigung, dass der Blockchain von NEM von zwei japanischen Unternehmen eingesetzt werden würde. Auf einmal zeigte sich die Praxistauglichkeit von NEM und der Kurs erhob sich wie ein Phönix aus der Asche. Er vervierfachte sich innerhalb von einem Monat und liegt jetzt bei vier Millionen Dollar.

Welche Lehren ziehen wir daraus: Zunächst einmal bestätigt sich meine lange gehegte Vermutung, dass Litecoins Führungsstellung nur aus der Vergangenheit heraus zu erklären ist und damit eine Rückeroberung des Altcointhrons unwahrscheinlich geworden ist. Im Gegenteil, weitere innovative Altcoins werden an Litecoin im Laufe der Zeit vorbei ziehen. Die starken Kursanstiege (welche nicht nur Ethereum und NEM betrafen, auch Dash, Factom und ettliche weitere konnten profitieren) zeigen aber auch, dass wir uns in einem erneuten Bullenmarkt für Altcoins befinden. Der Coinoindex (der Dax der Top 20 Altcoins) stieg seit Mitte Dezember um rund 25% auf aktuell 610 Punkte.

Es handelt sich aber um einen sehr selektiven Bullenmarkt. Die Investoren sind nicht mehr so naiv wie vor 2-3 Jahren, als alle Altcoins gleichmäßig vom Bullenmarkt profitieren konnten. Es wird sehr selektiv investiert und das wichtigste Kriterium ist: Kann diese Altcoin in der richtigen Wirtschaft Verwendung finden? Und das ist natürlich auch gut und richtig so. Ethereum nimmt dabei eine wichtige Eisbrecherstellung wahr, da Vitalik Buterin ein Medienliebling ist. Die verstärkte Berichterstattung wird dabei helfen, dass insgesamt mehr Geld in die Altcoinmärkte fließen wird. Dieses Kapital wird Treibstoff sein für diesen neuen Bullenmarkt. Und Altcoins welche eine konkrete Verwendung in der Realwirtschaft versprechen (zum Beispiel im Internet der Dinge), werden die größten Nutznießer dieses Geldsegens sein.


Altcoinbroker Cryptsy ist pleite

Beim ehemals größten und erfolgreichsten Altcoinbroker Cryptsy, rumort es bereits seit Monaten. Ich habe über die Probleme bei Cryptsy bereits ausführlich berichtet. Nach vielen Verrenkungen und Dementis bekennt das Unternehmen nun endlich Farbe. In einer Pressemitteilung wird die Pleite nun eingestanden. Ich fasse zusammen:

Cryptsy sei Opfer eines sehr intelligenten Hacks geworden. Der Vorfall hätte sich im Juli 2014 ereignet. Dem Entwickler der Lucky7Coin gelang es, Cryptsy dazu zu bringen ein neues Wallet zu implementieren für die Coin, welche aber einen Trojaner enthielt. Dadurch war es ihm möglich am 29. Juli 2014 über 13’000 Bitcoin und 300’000 Litecoin zu erbeuten. Aktueller Gesamtwert der Beute: 6.4 Millionen Dollar!

Die Entscheidungsträger beschlossen diesen Hack nicht zu veröffentlichen um Panik und einen „Cryptsy-Run“ zu vermeiden. In diesem Fall wären schon damals die Lichter ausgegangen. Es war angedacht die fehlenden Bitcoin und Litecoin im Laufe der Zeit über das laufende Geschäft wieder herein zu holen. Cryptsy hatte damals immer noch einen recht hohen Marktanteil bei Altcoins und war profitabel. Der Bärenmarkt machte ihnen dann aber einen Strich durch die Rechnung, zudem zogen innovativere Wettbewerber wie Poloniex an Cryptsy vorbei. Aktuell sitzt das Unternehmen auf einem Verlust von rund 10’000 Bitcoin oder 4.2 Millionen Dollar.

Wenn der Hacker nicht ermittelt werden kann und die fehlenden Coins zurück gewonnen werden können, ist es unwahrscheinlich, dass Cryptsy je wieder online geht und die Kunden Zugriff auf ihre Coins erhalten werden. Sie sind wohl unwiederbringlich verloren.

Es ist wahrscheinlich, dass der aktuelle Kursrückgang von 2.7% beim Bitcoin auf 418 Dollar, mit der Mitteilung von Crpytsy in Zusammenhang besteht. Eine längerfriste Belastung des Bitcoin auf Grund dieser Nachricht sehe ich aber nicht; im Verhältnis zu Mt. Gox sind die Dimensionen wesentlich kleiner. Auch fehlt der Überraschungseffekt, jeder in der Community wusste, dass bei Cryptsy etwas faul war.

Kryptowährungen: 10 Provokante Prognosen für 2016

An den Wertpapiermärkten hat es sich in den letzten Jahren etabliert, dass Banken und Finanzdienstleister (Saxobank zum Beispiel) im Dezember für das folgende Jahr unwahrscheinliche und provokante Prognosen aufstellen. Das Lesen kann Kopfschütteln hervorrufen, doch die Trefferquote ist rückblickend oftmals besser als erwartet. Ich möchte diesen Ansatz auf Kryptowährungen übertragen. Dabei müssen die Prognosen wirklich provokant und gewagt sein. Eine Prognose zum Beispiel, die einen Preisanstieg des Bitcoin um mindestens 2% vorhersieht, kann nun wirklich nicht als gewagt und provokant bezeichnet werden.

Hier sind meine 10 Provokanten Prognosen für 2016:

1. Der Bitcoin wird erstmals teurer als Gold: Was im Jahr 2013 während des Höhenflugs nicht gelang, wird im Jahr 2016 Wirklichkeit.

2. Der Bitcoin-Erfinder wird endgültig enttarnt: Es tauchen weitere Dokumente auf, welche die Urheberschaft von Nick Szabo (dem Erfinder von „Bit gold“) erhärten. Nach jahrelangen Dementis gibt Szabo schließlich zu Satoshi Nakamoto zu sein und er kann dem Bitcoin-Kurs weiter in die Höhe treiben, da er versichert, die Schlüssel zu den 1.5 Millionen „Sataoshi-Bitcoin“ im Gegenwert von hunderten Millionen Dollar, bewußt vernichtet zu haben.

3. Hack bei Ripple: Bei Ripple Labs kommt es zu einem folgenschweren Hack, bei dem über 7 Milliarden noch nicht verausgabte Ripple (XRP) gestohlen werden. Auch der mediale Einsatz von Karl-Theodor zu Guttenberg scheitert, trotz des Statements: „Der Vorwurf, Ripple Labs sei gehackt worden, ist abstrus.“ Ripple kann sich von diesem Vertrauensverlust nicht mehr erholen.

4. Litecoin verschwindet in der Bedeutungslosigkeit: Mit dem Wegbrechen der Scrypt-Miningszene wird auch Litecoin weiter stark an Bedeutung verlieren. Es werden deshalb mehrere Altcoins an der Marktkapitalisierung von Litecoin vorbeiziehen.

5. eMunie startet äußerst erfolgreich: Nach einer Testphase im Februar, wird das Fundraising für eMunie im zweiten Quartal zu einem vollen Erfolg. eMunie kann sich ohne Schwierigkeiten in den Top 5 festsetzen und es gelingt auch eine wachsende Verbreitung über die „Szene“ hinaus.

6. Im Gegenzug befindet sich Ethereum unerwartet im Abwärtsstrudel: Obwohl eine gewisse Weiterentwicklung stattfindet, kann die Benutzerbasis nicht wesentlich verbreitert werden. Trotz stark gestiegenen Bitcoinpreisen, halbiert sich die Marktkapitalisierung.

7. Nxt kann hingegen den Abwärtstrend stoppen: Nachdem Investoren realisieren, dass die gelisteten Anteile der Nxt-Asset-Exchange eine Marktkapitalisierung von über 25 Millionen Dollar aufweisen, kann auch Nxt profitieren und deutlich im Preis steigen. Die Marktkapitalisierung erholt sich von 6 auf 30 Millionen Dollar und Nxt kann sich so wieder nachhaltig in den Top 10 der Kryptowährungen etablieren.

8. Griechenland scheidet aus dem Euro aus: Die Einführung der „Neuen Drachme“ wird aber kein Erfolg, da die Bevölkerung viel lieber auf den Bitcoin als Zahlungs- und Wertaufbewahrungsmittel zurückgreift. Die Regierung lenkt schließlich ein und akzeptiert zusätzlich den Bitcoin als offizielle Währung des Landes neben der Drachme. In der Folge wird Griechenland zum Bitcoin-Hub Europas.

9. OneCoin sinkt auf 0 USD: Obwohl die Coin ein besonders innovatives Konzept im Vergleich zu anderen Altcoins aufweist wie Zentralisierung, Closed Source, Lock-up-Frist für Investoren, hohe Gebühren, völlige Intransparenz des Miningprozesses und Multi-Level-Marketing-Vertrieb, können diese Features erstaunlicherweise den starken Kursverlust nicht verhindern.

10. Weitere blockchainlose Neuentwicklungen: Setzten der Bitcoin und die sogenannten 2.0 Währungen wie Nxt oder Qora noch auf den Blockchain, wird es 2016 viele Neuentwicklungen geben, die nicht mehr auf dem klassischen Blockchain basieren. Diese „3.0 Währungen“ setzen die etablierten Altcoins unter Druck, da die technische Leichtgewichtigkeit viele Anwendungen ermöglicht, die bisher nicht möglich waren. Der Bitcoin wird 2016 davon aber (noch) nicht negativ tangiert.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in Bitcoin, Nxt und Qora investiert.

Litecoin verteidigt Position als US-Dollar der Altcoins

Vor zwei Jahren habe ich darüber gebloggt, dass Litecoin die erfolgreichste Altcoin ist und die mit Abstand größte Marktkapitalisierung aller Altcoins aufweist. Erstaunlicherweise hat sich an dieser Feststellung, trotz der unfassbaren Dynamik innerhalb dieses Zeitrahmens, überhaupt nichts geändert. Der Litecoin ist immer noch die Nr. 2 aller dezentralen Kryptowährungen hinter dem grossen Bruder Bitcoin. Die Marktkapitalisierung wurde durch den Altcoin-Crash zwar von über 1 Milliarde auf aktuell nur noch 135 Millionen Dollar eingedampft, aber das ist immer noch sehr stattlich im Vergleich mit den Wettbewerbern. Die erfolgreichste Neuerscheinung der letzten Jahre, Ethereum von Krypto-Wunderkind Vitalik Buterin, vereinigt gerade einmal eine Marktkapitalisierung von 71 Millionen Dollar auf sich.

Doch was macht diesen Erfolg aus?
Bahnbrechende Innovationen in Verbindung mit vielen neuen Anwendungen? Nein.
Eine grosse Anzahl von Akzeptanzstellen, daher praktische Nutzbarkeit? Auch nicht.

Die Antwort ist recht simpel, es sind nur zwei Faktoren, welche den anhaltenen Erfolg von Litecoin begründen:

-Litecoin ist die einzige Altcoin, die zumindest einigermaßen von der Community, akzeptiert und respektiert wird. Das hängt auch damit zusammen, dass Litecoin den Altcoinmarkt erst möglich machte. Fast jeder Altcoin-Investor hält einige von ihnen im Portfolio. Von der Wertaufbewahrungsfunktion her stellen Litecoins das Silber dar, während der Bitcoin das Gold verkörpert. Litecoin weist deshalb auch eine sehr hohe Liquidität an den Kryptobörsen auf, was Investitionen und das Trading erleichert.

-Die verbliebenen privaten Miner nutzen vor allem Scrypt. Das bedeutet, dass Litecoins (bzw. Klone davon) gemint werden um an Bitcoin zu kommen. Litecoins stellen also das Synonym zum US-Dollar dar, der dazu benötigt wird um an Öl zu kommen. Vermutlich wäre der Dollar in einer weit schwächeren Position als aktuell, wenn er nicht die Ölhandelswährung darstellen würde. Beim Litecoin ist es ähnlich: Solange es noch hinreichend möglich ist über Scrypt-Minung an Bitcoin zu kommen, wird Litecoin diese Rolle beibehalten.

Fazit: Beide Faktoren, die Litecoins relative Stärke ausmachen, sind eher rückwärtsgewandt. Man kann hier auch von einer Gnadenfrist sprechen. In dem Maße wie Scrypt-Mining an Bedeutung verliert, wird auch Litecoin seinen Sonderstatus einbüßen. Es spricht für den Krypto-Investor wenig dafür anstatt Bitcoins Litecoins zu halten.


Die Gründe für den schwachen Altcoinmarkt

Der Bitcoin zeigt aktuell wieder erfreuliche Lebenszeichen. Allerdings konnten die Altcoins davon nur unterproportional profitieren.  Es gibt meines Erachtens folgende Gründe für die Underperformance der Bitcoin-Alternativen:

-Gebrannte Kinder scheuen das Feuer: Sehr viele Investoren betraten die Altcoinbühne während der Boom-Monate um den Jahreswechsel 2013/2014. Mit kindlicher Naivität und grosser Neugier wurden verschiedenste Investitionen ausprobiert. Und was passierte? Über 90% schrieben tiefrote Zahlen, verloren einen Grossteil ihrer Einsätze. Neben Kursverlusten setzen diesen Neueinsteigern auch viele Betrüger zu, so gab es haufenweise Scams, bei denen vor allem Neulinge um ihre Coins gebracht wurden. Fast jede Krypto-Aktie endete im Totalverlust, ganze Trading-Plattformen verschwanden vom Netz oder wurden gehackt. Diese Investoren sind grösstenteils für immer verloren und sind entsprechend schwer zu ersetzen.

-Sondersituation 2013: Der Boom vor 2 Jahren basierte nicht nur auf vielen Neulingen sondern auch auf Bitcoin-Veteranen, welche noch im Cent-Bereich Bitcoin erworben/gemint hatten. Diese „alten Wale“ hatten die Taschen voller Bitcoin im Marktwert von zehntausenden Dollar, welche sie erst einige Monate zuvor noch mit wenig Stromkosten selbst erzeugt hatten. Viele entschlossen sich einen Teil ihrer Gewinne am Altcoinmarkt zu investieren um zu diversifizieren oder um schlicht Spass zu haben. Da ihnen diese Gewinne buchstäblich in den Schoss fielen investierten sie entsprechend grosszügig und unterstützen auch obskurere Ideen. Sie verhielten sich buchstäblich wie die neureichen Öl-Scheichs mit Koffern voll Bargeld in den 80er Jahren. Diese Quelle ist nun versiegt, die alten Miner sind weg bzw. sie sind auf Grund von Verlusten selbst viel vorsichtiger geworden mangels Nachschub an selbst geminten Bitcoins.

-Mining ist tot: Während sich für Privatleute sich das Bitcoin-Minen bereits ab 2013 nicht mehr lohnte, konnte mit Scrypt-Minen (Litecoin + Klone davon) tatsächlich noch bis in das erste Halbjahr 2014 positive Erträge erwirtschaftet werden. Selbst mit einer 200 Euro Grafikkarte konnte man immer noch sehr gut mitmischen. Das Minen stellte auch ein sehr schönes „Männerspielzeug“ dar. Wenn die Grafikkarte aufdrehte und auf dem Monitor wie bei einem Auto-Tachometer die Hash Rate erschien, wenn der Tower nach kurzer Zeit eine grosse Hitze abstrahlte, das hatte schon etwas. Wenn es einem gelang sich bei einer neuen Coin frühzeitig an die Pools zu heften und die Coins förmlich in die Wallet sprudelten, dann waren das schöne Erfolgserlebnisse. Positive Miningerlebnisse führten auch tendenziell dazu, dass sich eine gute Community um die Coin bildete und man selbst mehr Interesse am Gelingen der Coin hatte. Dieser Spassfaktor, diese Motivationsgrundlage, gibt es heute nicht mehr.

-Tote Pferde wurden zu lange geritten: Selbst im Niedergang wurden noch hunderte neue Coins heraus gegeben. Es gab 2014 selbst im Abwärtstrend und nachdem das Minen durch die Scrypt ASIC Miner nahezu bedeutungslos geworden war, noch täglich neue Shitcoins, welche in den Markt gedrückt wurden. Das hat das vorhandene Investitionsvolumen noch weiter aufgesplittet, führte zu mehreren 100 Coins mit einer Marktkapitalisierung von unter 100‘000 Dollar und einem Tradingvolumen von wenigen Satoshi pro Tag. Das ist faktisch totes Kapital.

-Fehlender Praxisbezug von Bitcoin und Altcoins: Generell hat sich zwar die Anzahl von Bitcoin-Akzeptanzstellen in den letzten zwei Jahren etwas verbessert, die hohen Erwartungen von vor zwei Jahren („2015 zahle ich mit Bitcoin im Aldi…“) wurden aber bei weitem nicht erreicht. Der Bitcoin ist immer noch ein absolutes Nischenthema. Altcoins blieben eine Nische in der Nische. Die Länder-Coins wie Auroracoin oder Germany-Coin sorgten nur für ein kurzes Strohfeuer, welches überhaupt nicht nachhaltig war. Altcoins blieben Spekulationsobjekte auf Kryptobörsen, wie sie es schon vorher waren. Ohne nachhaltigen praktischen Nutzen. In Deutschland ist die Altcoin-Community 2015 anstatt gewachsen eher geschrumpft, die Zahl der Akzeptanzstellen hat sich vermutlich sogar verringert.

-Zersplitterung der Konzepte: Bis zum dritten Quartal 2013 war der Markt konzeptionell sehr übersichtlich und leicht zu verstehen. Es gab den Bitcoin, sowie Litecoin mit entsprechenden Abwandlungen und Klonen. Da galt Sunnykings Peercoin mit einem Proof-of-Stake Verfahren noch als bahnbrechende Innovation. Jetzt wimmelt es am Markt von verschiedensten Coins, die oftmals sogar komplette Neuentwicklungen sind. Nehmen wir eine Etherium, Dash, Monero, Nxt, Qora, Crypti oder Nem. Und um jedes dieser neuen Konzepte werden oftmals zusätzliche Elemente aufgebaut wie Asset-Exchanges, Marktplätze und viele weitere Features. Es wird selbst für langjährige Kryptojünger extrem schwierig den Überblick zu behalten. Die Überkomplexität wirkt sehr abschreckend und baut grosse Einstiegshürden für Neulinge auf.

Fazit: Der Markt wird kurzfristig auf jeden Fall schwierig bleiben. Momentan gibt es im Altcoinmarkt eine Marktkapitalisierung von etwa 500 Millionen Dollar, die allenfalls innerhalb der Coins durch wechselnde Favoriten intern umverteilt werden. Spektakuläre Anstiege und Zusammenbrüche wird es natürlich weiterhin geben. Für eine nachhaltige Bewegung nach oben, wie wir sie vor zwei Jahren hatten, braucht es aber frisches Geld im Markt und dafür zusätzliche Impulse, wie zum Beispiel ein Wiederaufflammen des Medienhypes um Bitcoin, ein Zusammenbruch des Euros oder aber tatsächlich eine Nutzung von Altcoins in der Praxis. Und speziell darum wird sich mein nächster Blog-Beitrag drehen, eine neue Altcoin, welche im höchsten Maße interessant ist und das Potential hat direkt von dem Start weg in die Top 10 vorzustossen. Für mich insgesamt das interessanteste Projekt seit Nxt und ich bin bereits am Bitcoin sammeln, um hier vom Start weg dabei zu sein. Mehr dazu in wenigen Tagen hier…

Bitcoinkurs steigt wie in alten Zeiten!

Nach einem langen Dämmerschlaf, in dem der Kurs wie festgenagelt um das Niveau von 250 Dollar hing, kommt nun endlich wieder Schwung in die Sache. Der Bitcoinkurs lag vor einer Woche noch bei 300 Dollar und liegt aktuell bei ungefähr 450 Dollar. Das ist der höchste Kurs seit dem September 2014. Es kann nun sehr spannend werden, da dieser parabolische Anstieg frappierend an den heissen Herbst 2013 erinnert, als der Kurs innerhalb von wenigen Wochen vierstellig notierte. Die Altcoins konnten mit dem Kursanstieg allerdings nicht mithalten, so stiegen sie zwar fast alle auf USD-Basis, notieren aber bei weniger Satoshis als zuvor. Litecoin zum Beispiel legte zwar auf 5 Dollar zu, aber der Kursanstieg war nur etwa halb so gross wie beim Bitcoin. Eine Erklärung könnte tatsächlich darin liegen, dass wenige bzw. oder nur ein grosser Investor, massiv in Bitcoin investiert, jedoch ohne aber parallel Altcoins zu erwerben. Gestützt wird diese These dadurch, dass es aktuell keine signifikaten News gibt, welche einen Kursanstieg von 50% innerhalb einer Woche beim Bitcoin rechtfertigen. Beobachten Sie die Massenmedien, ab heute wird wieder gross über Bitcoin berichtet werden, nachdem er seit 2014 nahezu aus den Headlines verschwunden war. Es bleibt spannend!