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Byteball mit glanzvollem Start!

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Eigentlich wollte ich bereits vor Weihnachten ein Update zu Byteball veröffentlichen, aber leider war ich dazu zeitlich nicht mehr in der Lage. Ich habe mich ja bereits mehrmals zu Byteball geäussert. Nochmal das Wichtigste in Kürze: Byteball ist eine neue Kryptowährung der dritten Generation, also ohne Blockchain, stattdessen mit einem DAG-Graph. Im weitesten Sinne vergleichbar mit IOTA, wobei Byteball ein gänzlich anderes Modell verfolgt und hier auch Fees bei Transaktionen fällig werden. Hier noch ein Blog-Beitrag welcher die wichtigsten Unterschiede zwischen IOTA und Byteball verdeutlicht. Am 25. Dezember war es dann soweit und 10% aller Byteball wurden gratis verteilt. Investoren mussten lediglich ihre Bitcoin-Adresse verlinken, was Cryptkeeper hier sehr benutzerfreundlich beschrieben hat. Cryptkeeper hat sich generell sehr positiv hervorgetan hier um das 1-Entwickler-Projekt von Tony zu unterstützen.

Für Altcoininvestoren ist es immer die beste aller Welten wenn eine Coin gratis verteilt wird. Freilich musste man Bitcoin besitzen, sonst gab es keine Gratis-Byteball. Diese Ausschüttung hat problemlos funktioniert. Jeder Teilnehmer hat nicht nur Byteball erhalten sondern auch noch Blackbyte, welche in der selben Wallet verwahrt werden. Zwei auf einen Streich, das hat man selten! Byteball stellt dabei das Equivalent zum Bitcoin dar und die Transaktionen lassen sich über den DAG-Graph teilweise zurückverfolgen (wie bei Bitcoin über die Blockchain), Blackbytes sind Coins für private, anonymisierte Zahlungen. Diese Transaktionen werden nicht im DAG gespeichert, sondern nur in den Userdaten der Wallets. Daher müssen sich immer zwei User mit ihren Wallets verbinden, um zu handeln. Die Blackbytes sind wie Bytes mit eingebautem Mixer, nicht von außen zu verfolgen. Man kann diese in etwa mit dem Monero vergleichen. Auf Grund dieser Besonderheit können aktuell nur Byteball auf Kryptobörsen gehandelt werden und keine Blackbytes. Dies soll auch so bleiben, da ein Börsenhandel die Anonymitätsfunktion von Blackbyte teilweise aushebeln würde. Es ist allerdings eine InApp-Börse geplant innerhalb des Byteball-Netzwerks.

Grosse Diskussionen gab und gibt es deswegen, weil Byteball proportional an die jeweils gelinkten Bitcoinguthaben verteilt wurde. Wer 10 Bitcoin in seiner Wallet hatte bekam proportional 10x mehr als jemand der nur 1 Bitcoin in seiner Wallet hatte. Die ganz grossen Profiteure der Ausschüttung wurden damit auch die erfolgreichen ICOs der letzten Monate, welche ihre Berge an Bitcoin dazu nutzen um an der Byteball Verteilung mitzumachen. Dazu gehörten zum Beispiel Lisk, Waves und ICONOMI. Lisk alleine kontrolliert aktuell über 10% aller Bytes und Blackbytes. ICONOMI nur unwesentlich weniger. Waves hat sich jedoch dazu entschlossen seine Byteball „zu dumpen“ und wird so bei zukünftigen Ausschüttungen nur noch eine geringe Rolle spielen. Bei künftigen Ausschüttungen wird nämlich die Anzahl der Bytes ein deutlich gewichtigerer Faktor sein als die gelinkten Bitcoin.

Hier sind die Details zur zweiten Ausschüttung am 11. Februar: Es gibt erneut Gratis-Byteball für alle Bitcoinhalter. Allerdings jetzt nur noch fix 0.0625 GB (also 62.5 Millionen Stück) je gehaltenem Bitcoin + 0.13194 GB Blackbyte (also 131.94 Millionen Stück). Das hört sich nach viel an ist aber ungefähr 20x weniger als bei der ersten Ausschüttung. Allerdings profitieren bei dieser Ausschüttung nicht nur Bitcoinhalter sondern auch Byteball-Investoren: Sie erhalten +10% auf Ihre Bestände. Wer also 10 GB hält hat nach dem 11. Februar 11 GB. Weitere Ausschüttungen sollen nach dem Muster alle vier Wochen erfolgen. Massgeblich für die Ausschüttung ist die Anzahl an Byteball in der Wallet. Blackbytes spielen keine Rolle, da die Anzahl in der Wallet nicht bekannt ist wegen der Anonymitätsfunktion. Die genauen Details finden sich hier.

Warum ich für Byteball eine gewisse Begeisterung hege ist, dass Tony es geschafft hat eine Art „iPhone“ für DAG-Coins zu bauen. Tony hat eine Wallet gebaut die man herunterlädt installiert und intuitiv bedienen kann. Es funktioniert und es ist super einfach. Er entwickelt das System immer weiter, hat vor kurzem in der Version noch eine nette Chat-Funktion eingebaut. Er hat den Termin für das Release eingehalten zu Weihnachten und ist für seine Community da wenn Fragen da sind. Alles wirkt aus einem Guss, nicht das typische Altcoinchaos.

Aktuell ist Byteball nur auf der kleinen Börse https://cryptox.pl gelistet. Allerdings habe ich diese Börse bereits mehrmals selbst ausprobiert und man kann hier problemlos Byteball kaufen und verkaufen:

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Wie immer gilt: Am besten nach jedem Handel die Byteball gleich ins eigene Wallet transferieren. Wer frische Byteball auf seine Börse zugekauft hat sollte auf jeden Fall kontrollieren, ob seine Adressen auch alle über den Bot registriert sind. Sonst gibt es für diese „frischen Byteballs“ keine zusätzlichen Blackbytes bei der Ausschüttung. Wie das genau geht wird hier erklärt.

Fazit: Byteball bringt enorm viel Potential mit, vor allem jetzt zu Beginn der Verteilung. Es gibt aber auch Risiken, da das Projekt aktuell voll abhängig von Entwickler Tony ist. Entwicklungspotential besteht auch bei der Community, welche deutlich grösser und aktiver sein könnte. Dafür dass Byteball so revolutionär ist, konnte es bisher im Verhältnis noch nicht genug Multiplikatoren gewinnen, welche das Projekt aktiv unterstützen. Zudem wird die ungleiche Verteilung bei Byteball ein Streitpunkt bleiben und auch eine stetige Gefahr für Abverkäufe. Momentan ist das System zudem noch nicht voll dezentralisiert, da die sogenannten Witnesses (mindestens 12) welche die DAG-Transaktionen bestätigen, aktuell alle noch von Entwickler Tony bereitgestellt werden. Es darf auch nicht vergessen werden, dass immer noch 90% der Coins von Tony kontrolliert werden, da sie erst noch ausgeschüttet werden. Man muss aktuell Tony vertrauen, ich tue das auch, es wird aber ein Hindernis sein auf dem Weg nach oben, bis alle Coins dann auch wirklich verteilt sind. Insgesamt betrachtet ist das Chancen/Risiko-Verhältnis bei den aktuellen Kursen aber noch sehr günstig und ich rate zu Zukäufen bei Kursen von unter 0.06 GBYTE/BTC, insbesondere vor der Ausschüttung neuer Byteball am 11. Februar. Wer zum Beispiel 10 GB Byteball (ein GB = 1000’000’000) kauft, hat nach der Ausschüttung 11 GB Byteball + zusätzlich auch noch 2.166 GB Blackbyte. Und in einem Monat kommen da noch einmal 10% oben drauf. Und wenn man das Spielchen weiter spielt und bis zum Schluss der Ausschüttungen durchhält, hat man seinen Bestand vervielfacht. Schon ein stabiler Kurs reicht dann aus, um einen Return von mehreren 100% zu erzielen. Und wer nicht unbedingt zukaufen will, sollte doch zumindest die Option nutzen seine vorhandenen Bitcoins für die Gratisverteilung anzumelden. Das ist in wenigen Minuten erledigt.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in die oben genannten Kryptowährungen selbst investiert.

 

Altcoinbärenmarkt zu Ende: Jetzt wird es spannend!

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Der Bitcoin kennt aktuell kein Halten mehr. Im Moment ist er so teuer wie eine Unze Gold. Das war noch niemals der Fall. Interessant ist, dass nun endlich die Bewegung eingesetzt hat, auf welche die Altcoinvestoren mehrere Monate warten mussten: Altcoins outperformen heute den Bitcoin, der Bärenmarkt ist damit ganz offiziell zu Ende. Nun ist das Tal der Tränen (in EUR oder Dollar gerechnet war es eh kein Problem) bei den Altcoins endlich durchschritten. Es wird ein spannendes Jahr werden, das zeichnet sich jetzt ab. Der aktuell parabolische Anstieg beim Bitcoin (heute über 120 Dollar höher) wird zu rasanten Rücksetzern führen, bei denen zusätzliches Geld in die Altcoins strömen wird. Zudem wird die Medienberichterstattung über den Bitcoin und Kryptowährungen weiter zunehmen. Die Medien werden morgen voll von Vergleichen zwischen Gold und Bitcoin sein. Die aktuelle Kryptowährungshausse verspricht deshalb diejenige von 2013/2014 weit in den Schatten zu stellen. Meine aktuellen Favoriten sind Ethereum, Lisk, Nxt, Waves, Byteball, Europecoin und Ardor. Der Monero ist mir fast zu gut gelaufen; Litecoin lebt nur von seiner Vergangenheit. Dash erscheint mir gegenüber Monero im Hintertreffen zu sein und Ethereum Classic (ETC) hat meiner Ansicht nach keine Chance gegenüber Ethereum (ETH) und taugt nur als Tradingvehikel.

Viel Erfolg an den Märkten!

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in die oben genannten Kryptowährungen selbst investiert.

Ethereum DAO wird kontrolliert abgewickelt und die Ether gesichert

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Der DAO-Hack hat gigantische Schockwellen ausgelöst und dem Ethereum-Aufwärtstrend ein jähes Ende bereitet. Dabei gab es in den Diskussionen der letzten Tage (ein wunderbarer deutschsprachiger Beitrag hier von Coinspondent Friedemann Brenneis) vor allem darum, ob man den fehlerhaften DAO „failen“ lässt, da der Angreifer ja nur den bestehenden Code genutzt hat (es war im klassischen Sinne kein Hack sondern eher ein Cheat), oder ob man den DAO-Investoren zu Hilfe eilt mit einem Soft- bzw. späteren Hardfork bei Ethereum. Das hat die Community tief gespalten und es konnte hier kein Konsens gefunden werden. Am Sonntag wurde der DAO dann erneut attackiert und es konnten erneut einige Ethereum entwendet werden. Langsam kam die Befürchtung auf, dass all das Gerede über einen Soft- oder Hardfork ja irgendwann nichts mehr bringt, wenn dem DAO an allen Ecken und Enden Ethereum entwendet werden. Als DAO-Investor dachte ich daran, dass man doch zumindest das bestehende Kapital sichern sollte, was immerhin noch gut 2/3 des ursprünglichen Investmentkapitals darstellte, gesamthaft 8.26 Millionen Ethereum. Nach der zweiten Attacke war die Bereitschaft insgesamt da, dieses Drittel des „Hackers“ abzuschreiben, wenn denn nur der Rest irgendwie gesichert werden kann. Der DAO erinnerte an eine Eisskulptur in der Sahara, mit langsamen aber sicherem dahinschmelzen…

Jetzt wurde endlich reagiert: Der DAO wird unter Federführung der Entwickler („Community-led Team“) geleert und abgewickelt auf eine sichere Ethereum-Adresse:
DAO
Das war ein wichtiger, und nach den Ereignissen am Sonntag, überfälliger Schritt. Damit ist die ganz große Brisanz aus der Sache heraus und der DAO kann ohne weitere Befürchtungen um den schwindenden inneren Wert, abgewickelt werden. Sollte es zu keinem Soft- und späteren Hardfork kommen, käme der Hacker zwar mit seiner großen Beute davon, aber die Investoren würden zumindest gesamthaft 8.26 Millionen Ethereum zurückerhalten. Nach den Schreckensnachrichten seit Freitag, dürften die meisten DAO-Investoren damit zufrieden sein, mit zwei blauen Augen davon zu kommen. Freilich ist die Diskussion über einen Soft- bzw. Hardfork bei Ethereum noch keineswegs beendet:
Soft- oder Hardfork
Auch die saubere Abwicklung der vielen tausend DAO-Investoren wird einen gewissen Aufwand erfordern.

Insgesamt ist es noch zu früh für eine abschließende Beurteilung über die möglichen zukünftigen Auswirkungen für Ethereum.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in den oben erwähnten Kryptowährungen selbst investiert

DAO-Hack Super-GAU für den DAO und Ethereum

Ethereum auf dem Rückzug

Es hatte alles so schön und gut ausgesehen. Wie erwartet zogen die Altcoinmärkte weiter an und Ethereum erreichte heute Morgen noch einen neuen Rekordkurs mit einer Marktkapitalisierung von 1.7 Milliarden Dollar. Nun liegt der Kurs um 34% zurück und der Ethereum-Bullenmarkt ist wohl nicht nur kurzfristig sondern mindestens mittelfristig zerstört. Wie konnte das geschehen? Beim DAO ist der „größte anzunehmende Unfall“ passiert. Ich zitiere von heise.de:

„Es sollte das Vorzeigeprojekt der Kryptowährung Ethereum werden: Investoren zahlten im Crowdfunding rund 11,5 Millionen Einheiten der Kryptowährung für Anteile an der ersten dezentralen autonomen Organisation, kurz DAO – einer neuen Art von Unternehmen, das nur im Form programmierter Verträge (Smart Contracts) in der Blockchain existiert und durch das Kollektiv der stimmberechtigten Anteilsinhaber gelenkt wird. Nun könnte die umgerechnet über 150 Millionen US-Dollar schwere DAO zu dem werden, was die Bitcoin-Börse Mt. Gox für den Bitcoin war.Offenbar gelang es nämlich Angreifern, einen großen Teil des DAO-Kapitals durch einen ausgenutzten Bug in eine Art Tochtergesellschaft abzuzweigen und damit dem Zugriff anderer zu entziehen. Den erst kürzlich auf die Rekordmarke von 21 US-Dollar gekletterten Ethereum-Kurs schickte das gleich mal runter auf 15 US-Dollar, der Wert der ebenfalls gehandelten DAO-Anteile halbierte sich kurzzeitig sogar.

Der Abzug des Geldes war offenbar über eine Lücke im Code der DAO möglich. Die Angreifer konnten eine „recursive call bug“ genannte Schwachstelle ausnutzen, die es erlaubt, durch eine permanent wiederholte Erzeugung von Tochter-DAOs Geld aus der Mutter-Organisation abzuziehen. Während des mehrstündigen Angriffs, der am Freitag morgen bemerkt wurde, kursierte auch ein offenbar erfolgloser Aufruf der DAO-Macher, das Netzwerk des Kryptogelds mit Minitransaktionen zu fluten. Das sollte für ein Stau bei der Transaktionsverarbeitung sorgen und die Angreifer hindern, schnell viel Geld abzuziehen. Das abgezogene Kryptogeld soll sich derzeit noch in einer Tochter-DAO befinden. Laut aktuellen Stand sollen rund 3,6 Millionen Ether gestohlen worden sein, eine Wallet wurde bereits ausgemacht.Mit dem Geld können die Angreifer fürs erste aber nichts weiter anfangen. Ein Sicherungsmechanismus erlaubt den Zugriff aufs Geld bei solchen Tochter-Entitäten erst nach 27 Tagen, wie Ethereum-Vordenker Vitalik Buterin erläuterte.

Nun wird in der Community diskutiert, wie man nach dieser Frist weiter verfahren soll. Buterin schlägt als erste Maßnahme einen Soft Fork der Ethereum-Software vor, mit dem das Netzwerk nach Ablauf der 27 Tage Transaktionen aus der DAO und ihren Töchtern als ungültig ablehnt. Danach könnte ein harter Fork folgen, der den Anteilsinhabern die Wiederinbesitznahme ihres Kryptogelds erlaubt. Wie andere Kryptowährungen ist aber auch Ethereum dezentral organisiert – das heißt, eine Mehrzahl der Miner und Miningpools müsste die Softwareänderung akzeptieren und anwenden.

Bereits vor der eigentlichen Attacke hatte es mehrfach Kritik gegeben, dass das dezentrale Vorzeigeprojekt in Chaos ausgeartet sei. Auch Angriffsszenarien wurden skizziert, die aktuell genutzte Lücke in der DAO sei sogar seit über einer Woche in der Community in Umlauf gewesen geworden, schreibt der Fachdienst Coindesk. Das volle Ausmaß des Exploits wurde wohl unterschätzt, wie das Team der Kern-Entwickler von Ethereum eingesteht.

Wie es mit der DAO nun weitergeht, muss sich in den nächsten Tagen zeigen. Ob der Hack auch über den aktuellen Kurssturz hinaus negative Konsequenzen für das Ethereum-Projekt und den damit eng verbundenen Blockchain-Hype hat, ist ebenfalls noch offen.“

Den DAO hat es nach dieser Nachricht noch stärker erwischt, aktuell liegt er um 45% zurück. Was mich fassungslos macht, ist, dass so ein Angriff überhaupt möglich war. Dass der DAO derart windschief zusammengeschustert worden war. Da ist die Abwehr des VfB Stuttgart geradezu ein Ausbund an Stabilität. Der DAO ist in seiner jetzigen Form fertig. Vermutlich kann die Transaktion durch den 27-Tage-Schutzmechanismus in Kombination mit einem Ethereum-Softfork rückgängig gemacht werden wie Vitalik Buterin hier erläutert. Danach soll es wohl eine Lösung geben, dass die DAO-Investoren ihre Ethereum aus dem DAO abziehen können und dann ist dieser DAO beerdigt und die Investoren erhalten ihre Ethereum wieder zurück – falls das alles klappt und das System nicht voher auseinanderfällt… Allerdings konterkariert dieser faktische „Bailout“ für den DAO natürlich den Anspruch, dass es sich um eine dezentrale autonome Organisation handeln soll. Der DAO hat sich weder als dezentral, noch autonom erwiesen. Zudem zeigt das schnelle Eingreifen Buterins, dass es eben doch eher ein Leader-Projekt ist und keine unabhängige Community die Fäden zieht.

Viel schlimmer als dieser vermeintliche Interessenskonflikt wirkt für mich, dass Ethereum heute unglaublich an Reputation eingebüsst hat. Lupenreine „Bitcoin-Enthusiasten“ argumentieren nun: „Seht her, so stabil wie Bitcoin ist Ethereum noch lange nicht. Das wird nichts mehr mit Ethereum…“ Und das ist das Problem, Kryptowährungen leben vor allem auch von Vertrauen. Wir haben es aktuell mit der schwersten Krise zu tun, welche Ethereum je erschütttert hat. Nun kann nämlich auch die bisher positive Medienberichterstattung kippen. Und der Bitcoin strotzt gerade vor Kraft und mit Lisk & WAVES & IOTA stehen mehrere hervorragende Altcoinprojekte bereit, Ethereum die Kronprinzenrolle streitig zu machen. Mit WINGS steht sogar ein „Ersatz-DAO“ bereit. Ich muss also meine Aussage vom Montag revidieren, aktuell spricht wenig für steigende Ethereum-Kurse, im Gegenteil, die Schockwellen dürften dazu führen, dass die Marktkapitalisierung unter 1 Milliarde abschmelzen dürfte. Ich habe deshalb heute einen Großteil meiner Ethereum verkauft.

Wichtig aber: Der generelle Aufwärtstrend für Altcoins und den Bitcoin ist dadurch nicht in Frage gestellt. Heute war zwar ein tiefroter Tag, aber insgesamt ist der Bullenmarkt stark genug um diesen Event wegzustecken.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in den oben erwähnten Kryptowährungen selbst investiert

Der Bitcoin-Hype von heute ist der Altcoin-Superboom von morgen!

Bitcoin zieht Altcoins hoch
Der Bitcoin marschiert nicht nur, er springt förmlich zu immer höheren Kursen! Vor fünf Stunden wurde mit 715 Dollar ein neues Zwei-Jahres-Hoch erreicht. War die Ursache das bevorstehende Halving, der Kaufdruck aus China, der vielleicht bevorstehende Brexit oder war der Bitcoin einfach reif nach längerer Seitwärtsbewegung? Vermutlich eine Mischung all dieser Gründe. Die Altcoins konnten erwartungsgemäß nur schwer mithalten und haben insgesamt betrachtet auf Bitcoin-Basis weiter an Boden verloren. Der Altcoin-Dax Coinoindex fiel unter die 700 Punkte-Marke und notiert aktuell bei 690 Punkten. Interessant ist allerdings, dass sich dieses Tendenz in den letzten 48 Stunden nicht weiter fortsetzte, trotz weiter steigender Bitcoinpreise. Altcoins scheinen also bereits ihren Boden gefunden zu haben. Die Talsole auf Bitcoin-Basis scheint durchschritten. Ich schreibe auf Bitcoin-Basis; in Dollar oder Euro gerechnet notieren Altcoins oftmals nahe ihrer Allzeithochs.

Und nun wird es interessant: Bereits heute konnte sich das Bild umkehren. Der Bitcoin stieg auf Tagesbasis knapp 6%, Ethereum und der DAO legten um 14% zu:
Bitcoin Ethereum Marktkapitalisierung
Die Situation an den Altcoinmärkten kann man aktuell mit einem Katapult vergleichen, welches voll angespannt ist und nur noch eines Auslösers bedarf. Dazu reicht zum Beispiel bereits eine leichte Abkühlung des aktuellen Bitcoin-Höhenfluges und an diesem Tag wird der breite Altcoinmarkt um mindestens 20% steigen. Der Coinoindex wird mittelfristig die Marke von 1’000 Punkten zurückerobern. Für mich ist es nur eine Frage der Zeit. Die Bitcoin-Gewinne von heute sind die Altcoin-Gewinne von morgen!

Wo sollte man sich aktuell positionieren: Als Ethereum-Bulle muss ich natürlich auf Ethereum und den DAO (faktisch ein Ethereum-Derivat) hinweisen. Beide sehe ich bei über 0.03 Bitcoin nach dem Anstieg. Vergessen wir nicht dass Ethereum neues Geld anzieht wie ein Magnet; hierzu reichen bereits die überschwänglichen Presseberichte mit denen die Massenmedien uns in den nächsten Tagen beglücken werden. Wir werden viele neue Anleger an den Märkten sehen und die meisten werden Ethereum als zweite Kryptowährung erwerben. Ebenfalls Potential sehe ich für Dash, Lisk, Counterparty, Nem, Emercoin und Factom. Auch das WAVES-ICO sollte einen guten Verlauf nehmen, allerdings werden die Zeichnungsgewinne deutlich schmaler als bei Lisk ausfallen. IOTA wird ebenfalls eine zweistellige Millionenmarktkapitalisierung erreichen, allerdings wird ein Börsenstart nicht innerhalb der nächsten zwei Wochen erwartet.

Schlechter sieht es für „yesterday’s heroes“ aus: Die typischen BTC-e Altcoins um Peercoin, Litecoin, Novacoin, Namecoin und Primecoin werden im aktuellen Altcoinboom keine entscheidende Rolle mehr spielen. Neue Besen kehren gut gilt hier leider für die „alten Alts“. Aber mit den restlichen Altcoins sollten insgesamt betrachtet deutliche Kursgewinne zu erzielen sein.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in den oben erwähnten Kryptowährungen selbst investiert

Lisk mit schwerem Start: Trotzdem stattliche Kursgewinne!

Lisk Logo

Der Lisk-Start verlief sehr zäh, da der Ansturm wirklich enorm war und wohl auch eine DDOS-Attacke stattfand. Theoretisch sollte es gestern um 22:00 Uhr losgehen, allerdings konnten nur besonders sophistizierte Benutzer, welche in der Lage waren Lisk über Linux oder in einem Docker-Container zu installieren, auch tatsächlich Lisk nutzen und traden. Ein Windows-Wallet stand leider nicht zur Verfügung. Die Web-Wallets begannen erst seit heute Nachmittag leidlich zu funktionieren. Das führte zu viel Unmut der Investoren, allerdings war das beim Ethereum-Start vor knapp zwei Jahren auch nicht anders. Aber langsam spielt sich alles ein und was sehen wir: Eine Markkapitalisierung von aktuell exakt 20 Millionen Dollar und für die ICO-Investoren ein Zeichnungsgewinn von mindestens Faktor 2.5. Das kann sich doch sehen lassen, auf Anhieb in die Top 10 aller Coins! Für mich auch persönlich eine Erfolgmeldung, ich habe seit den frühesten Anfängen aktiv über das Projekt berichtet und auch zur Zeichnung geraten.

Trotz des harzigen Starts war für mich der heutige Tag ein weiterer Meilenstein für den Siegeszug des Lisk-Teams, vor allem für CEO Max Kordek. Auf den Ruinen von Crypti, welches Ende Januar vor dem Aus stand, mit einer Marktkapitalisierung von unter 1 Million und einer kaum noch vorhandenen Community, formte er innerhalb weniger Wochen Lisk. Sein erster Erfolg, bestand darin bereits nach wenigen Tagen die verbliebenen Crypti-Foundation-Mitglieder von Lisk überzeugt zu haben. So blieb dem Projekt ein Rosenkrieg „Alt gegen Neu“ erspart. Damit hatte er den Rücken frei und konnte sich voll auf das ICO konzentrieren. Dieses wurde derart geschickt aufgezogen, dass die ICO-Bedingungen dann nahezu 1 zu 1 von Waves kopiert wurden. Dabei gelang es ihm Lisk als „besseres Ethereum“ darzustellen, da die Applikationen bei Lisk über JavaScript laufen, also generell einfacher zu programmieren sind. Zudem schaffte er es Dank ungeahnt großzügiger Giveaways eine große und aktive Community zu formen, welche bereitwillig Werbung für das Projekt machte. Durch diese üppige Beteiligung der Community wurde auch der insgesamt große Block an Pre-Mining von stattlichen 15% nie groß thematisiert. Zudem steht Lisk nun auf finanziell sehr starken Beinen und Max und Oli haben auch noch einen großen Anreiz, ihren Anteil von jeweils 3 Millionen Lisk, möglichst weiter zu vergolden. Sie haben ein starkes Interesse daran, dass das Projekt auch in der Zukunft erfolgreich bleibt. Nicht zu vergessen, das stets freundliche und zuvorkommende Verhalten von Max der Community gegenüber. Was natürlich auch half war der aktuelle Ethereum- und DAO-Boom. Auch Timing ist wichtig und hier hatten das Lisk-Team und die ICO-Teilnehmer eben auch Glück.

Fazit: Die hohe Marktkapitalisierung enthält bereits viele Vorschusslorbeeren. Wichtig ist wirklich, dass das Lisk-Ökosystem auch mit Leben gefüllt wird. Dass die Applikationen und Sidechains auch entwickelt und genutzt werden. Die meisten vielversprechenden Altcoinprojekte sind nach anfänglichem Hype wieder in der Versenkung verschwunden. Nun muss geliefert werden; die schwierigsten Aufgaben stehen Max und seinem Team noch bevor.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in Lisk investiert.

Der Ethereum DAO – Das 200 Millionen Dollar Ding!

The DAO

Den Ethereum-DAO kann ich natürlich auf diesem Blog nicht unerwähnt lassen. Seit dem 30. April konnte der DAO Ethereum im aktuellen Gegenwert von über 143 Millionen Dollar einsammeln und bis zum Ende der Investitionsphase am 24. Mai werden es wohl mindestens 200 Millionen Dollar werden! Ich überlasse die erklärenden Worte zum DAO meinem geschätzten Kollegen Christoph Bergmann. Wer es etwas technischer mag findet hier weitere Details.

Wie würde ich den DAO beschreiben? Der DAO ist für mich ein dezentrales Investmentvehikel, bei dem tausende Ethereum-Investoren ihre Ethereum zusammen anlegen und für verschiedenste Projekte zur Verfügung stellen. Eine Art Crowdfunding-Private Equity Fund. Es ist wichtig bereits diese Dimension des DAO zu begreifen. So ist es beim DAO mitnichten so, dass eine hohe Investmentsumme einen ähnlich negativen Effekt hätte wie bei einer Coin, welche „zuviel“ über ein ICO einsammelt – so dass bei einem Listing ein Absturz an den Altcoinbörsen droht. Die hohen Summen an Ethereum sind also nicht wirklich dramatisch. Es wird möglich sein, seine eingelösten Ethereum wieder aus dem DAO abzuspalten und damit zurück zu erhalten. So besteht vorerst ein natürlicher Preisfloor beim ursprünglichen ICO-Preis welcher die ersten zwei Wochen galt von 100 DAO = 1 Ether.

Freilich muss ich meinem Kollegen Friedemann Brenneis bei vielen seiner hier vorgebrachten Kritikpunkte recht geben. Und wir haben das Dilemma beim DAO, dass es eben aktuell nur zwei Investment-Proposals gibt, wovon ich allenfalls slock.it für investitionswürdig halte. Wir werden beim DAO also vermutlich mittel- bis langfristig das Dilemma haben, dass es nur wenig attraktive Proposals gibt. Diese werden sich ihrer Macht bewusst sein und entsprechend hohe finanzielle Forderungen stellen. Es ist sicher kein Zufall, dass das slock.it-Team den DAO programmiert hat. Sie werden nun selbst massiv von den Mitteln profitieren, da das Slock.it-Proposal von den DAO-Investoren auf jeden Fall abgesegnet werden wird. Sie können sich also finanziell einen großen Schluck aus der Pulle gönnen, welche es ohne den DAO als normales, klassisches Start-Up, in der Form, mit Sicherheit nicht gegeben hätte. Übertrieben gesagt könnte slock.it jetzt 50 Millionen in Ethereum für 5% der Firma fordern (theoretische Marktkapitalisierung von einer Milliarde dann für slock.it) und würde wahrscheinlich sogar damit durchkommen. Wir werden sehen wie das Proposal finanziell aussieht, erstes Details wird es nach dem 24. Mai geben. Und vielleicht tue ich ihnen hier Unrecht und sie legen sich eine Selbstbeschränkung von 5 Millionen Dollar auf.

Dennoch habe ich persönlich in den DAO investiert. Ich finde es zunächst einmal ein einzigartiges Experiment, welches in dieser Form noch nie gegeben hat. Eine Symbiose aus Social Lending, Crowdfunding und Private Equity. Hier ist es eher der Reiz bei etwas völlig Neuem dabei zu sein, als einen hohen Return-on-Investment zu erzielen. Freilich rechne ich mir kurzfristig auch einen gewissen Kursgewinn aus. Die Investoren der ersten 14 Tage zahlten 1 Ethereum für 100 DAO-Token. Aktuell müssen 1.2 Ethereum für 100 DAO-Token gezahlt werden; in wenigen Stunden bereits 1.25 Ethereum. Durch die täglichen Erhöhungen in 0.05 Schritten wird der Preis zu Ende des ICOs (zwischen dem 24. und 28.05.2016) bei 1.5 Ethereum je 100 DAO-Token liegen:
Ethereum DAO Conversion

Für mich ist es recht wahrscheinlich, dass der Börsenstart ungefähr zwischen 0.015-0.02 Ethereum je DAO-Token sein wird, man könnte also einen Gewinn auf Ethereum-Basis von 50-100% erzielen als Investor der ersten zwei Wochen. Auf Grund des Ethereum-Kursanstiegs sind die Gewinne auf Bitcoin-Basis viel höher. Bei diesen Preisen rate ich dann auch auf Grund der oben genannten Risiken zu massiven Gewinnmitnahmen, ich selbst werde nur einen Bruchteil meiner DAO-Tokens weiter halten, sollten Preise von über 0.015 Ether je DAO-Token zum Marktstart bezahlt werden.

Der DAO hat auch sonstige positive Auswirkungen. So hat er die Menge an umlaufenden Ethereum stark verknappt. Aktuell sind es über 11% und man muss bedenken, es waren vor allem die aktiven Spekulanten welche ihre Ethereum hin- und herschichten, die ihre Ethereum in den DAO investierten. Die Liquidität an Ethereum ist also weit stärker als 11% gefallen. Das hat den Ethereum-Investoren große Kursgewinne beschert. Je nachdem wieviel Ethereum noch in den DAO fließen ist sogar ein neues Allzeithoch für Ethereum drin. Das wären dann rund 100% Kursgewinn für Ethereum innerhalb von wenigen Wochen. Zusätzlich hat er zur Dezentralisierung von Ethereum geführt, da viele Ether von Poloniex abgeflossen sind, damit sie direkt über neu installierte Ethereum-Mist-Wallets in den DAO investiert werden konnten. Ich selbst zum Beispiel habe mir Ethereum-Mist nur auf Grund meiner Investition in den DAO auf den Computer geholt, werde es aber auch in Zukunft behalten. Und hier haben vermutlich hunderte andere DAO-Investoren ähnlich gehandelt. Kein Wunder, dass die Anzahl von Ethereum-Nodes mittlerweile größer ist als die von Bitcoin. Und ein Poloniex-Hack hätte für Ethereum nicht mehr die vernichtenden Auswirkungen wie vor dem DAO.

Noch wichtiger ist für mich der DAO bei der Außenwirkung. Die hohe Summe als größtes Crowdfunding-Projekt aller Zeiten (Star Citizen wurden klar auf den zweiten Platz verdrängt) hat bereits zu einer massiven Medienberichterstattung über den DAO geführt; weit über die Techblogs und Coinforen hinaus. Das führt dazu, dass frisches Geld in die Kryptomärkte gepumpt wird. Und es wird sich dabei um viele Millionen oder sogar mittelfristig um Milliarden handeln. Es muss bedacht werden, dass die Altcoins ingesamt, inklusive Ripple, Litecoin und Ethereum, bis vor einem halben Jahr nur 500 Millionen Dollar auf die Waage brachten! Leute welche durch den DAO Ethereum entdecken, werden wahrscheinlich auch eher in andere Altcoins investieren. Und jetzt kommen wir auf den Punkt: Auf einmal erscheint es gar nicht mehr so unrealistisch, dass Projekte wie Lisk, Waves oder IOTA zum Start gleich mit 50 Millionen Dollar oder mehr bewertet werden. Der DAO verändert die Sichtweisen, es tritt ein Gewöhnungseffekt für höhere Marktkapitalisierungen ein und das wird allen Kryptoinvestoren helfen. Der DAO kann sich also Rückblickend selbst für Altcoininvestoren als großer finanzieller Segen entpuppen, wenn nicht in den DAO oder Ethereum investiert wurde und selbst wenn der DAO sich schlecht entwickeln würde und langfristig an Wert verlieren sollte. Da er den Weg frei gemacht hat für mehr mediale Aufmerksamkeit, frisches Geld in Kryptoprojekte und eine höhere Bewertungstoleranz für interessante Coinprojekte.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in Ethereum, DAO, IOTA, Jinn, Waves und Lisk investiert.

Lisk: Release am 24. Mai 2016

Lisk

Es gibt Neuigkeiten bei Lisk: Es gibt jetzt ein konkretes Release-Datum. Lisk wird am 24. Mai erscheinen. Das ist eine erneute Verzögerung um vier Wochen. Laut dem Blog von Lisk gibt es dafür mehrere Gründe. Zunächst einmal hatte sich das Netzwerk beim Testen als nicht stabil erwiesen, so das sein Transaktionslimit von 10 pro Block notwendig wurde. Dies wurde von CEO Max und Chef-Entwickler Oli als nicht effektiv angesehen, so dass Oli umfangreiche Änderungen im Code vornahm. So wurde die Blockchain-Database von SQLite zu PostgreSQL umgecoded. Zudem gab es umfangreiche Optimierungen bei Geschwindigkeit und Synchronisation. Max und Oli sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Lisk sei dadurch stabiler und schneller geworden. Im Endeffekt ist Lisk jetzt die vielen Kinderkrankheiten von Crypti losgeworden, welche das Projekt seit 2014 begleitet hatten.

Fazit: Ich bin weiterhin der Meinung, dass Verzögerungen bis zu einem gewissen Grad ICO-Investoren helfen, da dadurch der Bekanntheitsgrad erhöht wird und es mehr interessierte Nutzer gibt, welche gerne investiert hätten aber nicht mehr zum Zuge gekommen sind. So wären Kursgewinne bei Lisk unmittelbar nach dem ICO wohl sehr dünn ausgefallen – das gilt übrigens auch für IOTA. Das dadurch auch eine weitere Optimierung von Lisk eingetreten ist, kann nur helfen. Lisk Investoren sollten sich also über die erneute Verzögerung nicht ärgern. Die Informationspolitik von Max, Oli und Joel ist vorbildlich und sucht bei Kryptos ihresgleichen. Ich lege mich jetzt schon fest und erwarte eine Marktkapitalisierung von über 10 Millionen Dollar von Lisk zum Start – sofern alles glattläuft.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in Lisk investiert.

Update Börsengänge/ICOs: Lisk und Mojocoin

Lisk:
Lisk

Nachdem Lisk nach Ethereum das zweiterfolgreichste Coin-ICO überhaupt wurde, liegt natürlich eine große Spannung auf dem Markt, wie Lisk denn starten würde. Bisher war der Start auf den 11. April geplant. Eine baldige Aufnahme in die Altcoinbörsen wäre wohl binnen Stunden erfolgt. Der Pferdefuß war jedoch, dass Waves am 12. April starten soll. Ich befürchtete schon einen Verkaufsdruck auf Lisk um das Kapital schnell zu Waves zu ziehen. Das Kapital wandert gerne von ICO zu ICO. Nun wird auf Ende April verschoben und die Lisk-Halter sollten CEO Max dafür dankbar sein. Max begründet die Entscheidung damit, dass immer noch viele ICO-Teilnehmer keine Passwörter generiert hätten, bzw. ihr Passwort validiert hätten. Letzteres hielt ich immer für ein „Nice-to-Have“, ich weiß mein Passwort deshalb 100%, da ich den Screen abfotografiert hatte. Die Zeit bis Ende April wird aber noch zusätzlich sinnvoll genutzt werden, so wird Chefentwickler Oli noch einige interessante Änderungen durchführen. Es sollen Sidechains möglich werden, so dass die Hauptblockchain auch in der Zukunft „schlank“ bleibt, Änderungen wie sie zum Beispiel derzeit bei Nxt diskutiert werden. Alles in Allem können die Lisk-Coinhalter für diese Verzögerung dankbar sein, die Chance auf substantielle Kursgewinne ist noch einmal deutlich gestiegen.

 

Mojocoin:
Mojocoin
Als mich vor einiger Zeit in bekanntes Forenmitglied ansprach, warum ich denn Mojocoin zum Zeichnen empfohlen hätte, sagte ich schlicht, auch in der zweiten und dritten Liga werden Tore geschossen. Mojocoin ist sicher kein Projekt, welches die Kryptowelt ändern wird und wer zu lange hält, wird als Bagholder enden. Aber der Börsengang funktionierte reibungslos. Wer sich am ICO beteiligte erhielt seine Mojocoin für 259 Satoshi. Dabei muss berücksichtigt werden, dass ich von einem ICO-Erlös von ungefähr 60 Bitcoin ausging. Tatsächlich wurden 181 Bitcoin von 443 Teilnehmern investiert. Die breite Distribution hat zu einer bereits sehr aktiven Community bei Bitcointalk geführt. Die ersten Kurse schwankten zwischen 1000-2000 Satoshi, aktuell werden bei C-Cex 468 Satoshi je Coin gezahlt. Ich rate generell bei Kursen von über 400 Satoshi Gewinne mitzunehmen. Auch auf ein Poloniex-Listing zu hoffen ist sehr utopisch. Aber für „den kleinen Gewinn zwischendurch“ war dies ein brauchbares ICO – wie vorhergesagt.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in Lisk und Mojocoin investiert.

Lisk: Megaerfolg mit über 14’000 Bitcoin beim ICO

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Als ich vor sieben Wochen Lisk-CEO Max Kordek zum Börsengang/ICO interviewte, da ahnten wohl weder er noch ich was folgen würde. Die Mischung aus exzellentem Timing (Ethereum-Höhenflug) gepaart mit hervorragend inszenierter Marketing-Kampagne auf verschiedensten Kanälen, sorgte dafür, dass Lisk eines der erfolgreichsten Coin-ICOs aller Zeiten wurde. So konnten Max und Oli rund 14’009 Bitcoin einsammeln und 80% der Vorgänger-Coin Crypti. Das bedeutet nicht weniger als die zweiterfolgreichste Coin-Emission nach Ethereum. Ein unglaublicher Siegeszug und ich bin stolz darauf, diese Geschichte bereits seit den allerfrühesten Anfängen begleitet zu haben.

Wie geht es weiter? Am 11. April soll es losgehen. Ich rechne damit, dass das Timing eingehalten werden kann, da Lisk auf einer recht sicheren und erprobten technischen Basis sitzt, welche sich bereits zwei Jahre in der Praxis bewährt hat. Die ersten Börsennotierungen sollten dann binnen weniger Tage nach dem Start erfolgen. Selbstverständlich wird Lisk bei Poloniex gelistet werden. Max weiß was er zu tun hat: Er hat bereits einen weiteren Mann als Community-Manager eingestellt. Es geht jetzt in diesen ersten Wochen darum die Marktkapitalisierung auf jeden Fall über dem hohen ICO-Niveau zu halten. Ich vermute auch, er wird sich für den 11. April noch gute Neuigkeiten aufheben, um den Kurs beim Start zu unterstützen.

Der Erfolg von Lisk ist auf der anderen Seite natürlich eine Niederlage für Kurzfristspekulanten: Ich gehe von einer Marktkapitalisierung von 8 Millionen Dollar zum Start aus, so dass Investoren zwar einen ordentlichen Return erhalten, aber natürlich nicht Faktor 3,4 oder 10 einfahren, wie es zum Teil bei anderen ICOs der Fall war. Für den Langfristerfolg ist sehr wichtig, dass viele Praxisanwendungen in Form von Dapps (dezentrale Applikationen) folgen werden. Max hat sich als Marketinggenie erwiesen, nun muss das Team aber beweisen, ob sie auch bei der technischen Weiterentwicklung und Praxisanwendungen diesen Erfolg wiederholen können.

An alle noch existierenden Crypti-Halter: Vorsicht, die Coin hatte schon nach dem Abgang von Max und Oli Probleme mit der Blockchain. Ich vermute Crypti wird im Laufe des Jahres implodieren wegen zu wenigen Nodes. Die Kursgewinne an Poloniex werden vermutlich nicht von Dauer sein, Crypti ist technisch in großer Gefahr!

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in Lisk investiert.