Schlagwort-Archive: Kryptowährung

Monero [XMR] – Physische Münzen gratis von Lealana!

monero
Ich bin seit 2013 ja durchaus auf Lücke hier gefahren, habe also über viele nennenswerte Projekte nicht berichtet. Die Überkomplexität der Altcoinmärkte verlangt eine strenge Fokussierung bei einem derart beschränkten Zeiteinsatz wie bei mir; im besten Fall schaffe ich aktuell einen Blogbeitrag in der Woche. Der Monero kam bisher eindeutig zu kurz. Die Community ist sehr gross und stabil gewachsen in den letzten drei Jahren. Selbst Marc de Messel hat nun in Monero investiert und die Marktkapitalisierung beträgt aktuell stolze 162 mio USD (Platz 5 hinter Litecoin).

Der Produzent physischer Bitcoinmünzen Lealana hat nun auch physische Monero-Münzen im Angebot. Lealana hat den Sitz auf Hawaii und der Chef smoothie gilt als Monero-Unterstützer erster Stunde. Um sein Angebot zu bewerben hat er eine tolle Aktion gestartet: Er verschenkt 1’000 Münzen! Die Münzen sind aus Messing mit einem Nennbetrag von 5 Monero. Diese Münzen sind nicht geladen, es ist aber eine Anleitung dabei um sie zu laden + Hologramme um den Private Key abzudecken nach erfolgreicher Ladung. So sieht die Münze + Hologramm aus:
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Wer eine Münze umsonst erhalten möchte, sollte ihm lediglich eine E-Mail an die Adresse smoothie@lealana.com senden und ihm seine Adresse hinterlassen. Er versendet nur eine Münze pro Haushalt und das in unregelmässigen Abständen. Da die Münze direkt aus Hawaii versandt wird ist entsprechend mit einer gewissen Zeitdauer zu rechnen. Hier seine Worte dazu:
anforderungen
Es sollten nach meiner Schätzung noch einige 100 Münzen übrig sein, ich würde mir diese Gelegenheit an Ihrer Stelle nicht entgehen lassen! Selbst wenn man nicht vor hat die Münze mit Monero zu laden, wird sie wohl mit einem gewissen zeitlichen Abstand einen gewissen Sammlerwert entwickeln können.

Link zum Beitrag von smoothie bei Bitcointalk.org

Nxtcoin [Nxt] – Revolution oder Evolution?

Nxt
Die Nxt-Community wird derzeit durchgerüttelt wie seit dem Start vor über zwei Jahren nicht mehr. Die Emotionen schiessen hoch und es gibt erbitterte Forenschlachten. Was ist der Grund für diesen Aufruhr?  Die Nxt-Chefentwickler Jean-Luc und Ryker machten am 8. Februar einen revolutionären Vorschlag, den ich grob zusammenfasse:

Nxt soll aufgespalten werden in zwei Währungen. Das heutige Nxt wird nur noch ein Child-Chain des neuen Nxt sein genannt fNxt für „forgingNxt“. Der Hauptchain wird also durch die neue fNxt gebildet. Und dieser Hauptchain soll so leichtgewichtig wie möglich werden und bleiben, kann also nur noch forgen. Das bisherige Nxt ist zwar seiner Forgingfunktion beraubt, soll aber ansonsten wie bisher funktionieren. Jeder Nxt-Halter wird nach einer Hardfork dann zusätzlich im Verhältnis 1 zu 1 fNxt besitzen. Nxt sollen dann in der Zukunft jederzeit in fNxt umgetauscht werden können, falls Leute sich stärker auf das Forgen konzentrieren wollen.

Das Hauptproblem besteht nun darin, dass Nxt in der Asset-Exchange schätzungsweise einen Gegenwert von rund 20 Millionen Dollar vereint. Zum Beispiel Supernet, JINN oder LIQUID. Die Asset-Halter haben nun Angst unter die Räder zu kommen, da ihnen eben keine neue Coins zukommen, weil die Assets nur in Nxt gehandelt werden und selbst keine Nxt sind. Sie gehen also leer aus und so wird ein Abverkauf von Assets gegen Nxt erwartet, um doch fNxt zu erhalten. Zusätzliche Kursverluste werden erwartet, da sich die bisherige Marktkapitalisierung von Nxt auf die zwei Standbeine fNxt und Nxt verteilen sollte, die Assets aber weiterhin in Nxt notiert bleiben sollen. Die Asset-Halter drängen unter der Federführung von James aka jl777 (Supernet und vieles mehr) keine Revolution durchzuführen, sondern sämtliche Änderungen auf der bisherigen Basis durchzuführen (Evolution). Auch hat ein Teil der Nxt-Community die Sorge, dass die Asset Exchange Schaden nimmt und damit das bisherige Prunkstück von Nxt (Markkapitalisierung 3x höher als bei Nxt selbst) in der Bedeutungslosigkeit versinkt. Dass die Gans die goldene Eier legt einfach ohne Not geschlachtet wird.

Ryker und Jean-Luc argumentieren jedoch damit, dass nur durch die Aufspaltung neue Möglichkeiten wie Child-Chains möglich warden. Zudem könne man sich nur so der schweren Blockchain entledigen (mindestens 1 Gigabyte zusätzlich pro Jahr) und Nxt durch die neu gewonnene Leichtgewichtigkeit, weiteren Anwendungsmöglichkeiten erschliessen. Diese Child-Chains könnten eine grosse Möglichkeit darstellen, richtiges Business über den Nxt-Blockchain zu verankern. Man nährt durch diesen Schritt als Nxt der erfolgreichen Ethereum an.

Ich habe dazu eine klare Meinung:
Auf jeden Fall Revolution und Nxt 2.0. Stillstand ist der Tod bei Altcoins, man muss aktiv sein und auch dem Markt etwas bieten. Laut Ryker könnte die Blockchain von Nxt von aktuell 1.5 Gigabyte für fNxt auf rund 10 Megabyte eingedampft werden. Das gibt schon ganz neue Möglichkeiten. Ich war und bin immer ein Verfechter von Leichtgewichtigkeit. Wenn Nxt den Wechsel so durchzieht, haben wir ein leichtgewichtiges fNxt, welches man wie IOTA für das Internet-der-Dinge einsetzen kann und das bisherige Nxt bleibt weiterhin wie gewohnt erhalten. Selbst der mögliche Schaden an der Asset-Exchange wird durch die Vorteile überkompensiert. Die Altcoinmärkte reagieren nicht auf kleine Dinge, nur durch spektakuläre Aktionen, kann man sich aus der Masse der Coins hevorheben. Dass aus einer Coin zwei Coins werden stellt ein starker Kaufanreiz dar. Zusätzlich kommt bei Nxt eine Sondersituation zum Tragen, derer sich viele aktuell gar nicht bewusst sind: In circa zwei Wochen wird wohl IOTA die Beta-Phase starten und es deutet sich ein Start an, welcher den ICO-Investoren einen Return des Vielfachen ihres Einsatzes verspricht. Diese Investoren werden teilweise verkaufen und überschneiden sich oft mit der Nxt-Community. Es ist sehr wahrscheinlich, dass diese Gewinne zum Teil in Nxt investiert werden und so den Preis nach oben ziehen. Nxt konsolidiert aktuell bei unter 1800 Satoshi – das ist rund 25% niedriger als vor zwei Wochen. Ich sehe aktuell eine ausgezeichnete Kaufgelegenheit mit sehr gutem Chancen/Risiko-Verhältnis.

PS: Der Altcoinspekulant geht in den Urlaub und meldet sich irgendwann im März zurück.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in Nxt investiert

Airdrop (Gratiscoins) bei CYGNUS [CYG] – Nehmen wir mit!

Cygnus
Airdrops, also die Verteilung von Gratiscoins an eine gewisse Anzahl von Leuten, gehören natürlich zum Besten was einem in der Altcoinwelt passieren kann. Kein finanzieller Aufwand und trotzdem teilweiser hoher Return, wie bei Decred zum Beispiel. Nun gibt es eine neue Gelegenheit. CYGNUS heißt die Coin, welche aktuell 1’000 Teilnehmern die Möglichkeit gibt am Airdrop teilzunehmen.

Details zur Coin: Es handelt sich um eine hybride PoW/POS Coin wie zum Beispiel Emercoin. Es können nur 25.6 Millionen Coins gemint werden, also kaum mehr als bei Bitcoin oder Decred. Dafür liegt die jährliche Verzinsung in der Wallet bei stattlichen 25%. Es besteht also ein großer Anreiz die Coins in der Wallet zu lassen anstatt auf den Altcoinbörsen zu parken. Von 25.6 Millionen Coins sind 8.25% premined. Davon wird die Hälfte für Bounties und sonstige Belohnungen verwendet, die andere Hälfte in Höhe von 1’187’000 wird für die 1’000 Airdrop-Adressen auf die Seite gelegt.
Der Mining-Algorithmus ist X11, es gibt sogar bereits zwei Pools, obwohl die Coin erst zwei Tage alt ist. Das Interesse an der Coin innerhalb der Community ist sehr hoch – das erkläre ich mir mit den Nachwirkungen von Decred. Technisch gesehen nämlich gibt es ansonsten nichts weltbewegendes zu berichten. Das Mining erhält mehrere sogenannte Super-Block-Phasen mit höheren Blockrewards um die Miner bei Laune zu halten, ansonsten ein normaler Klon, welcher die Altcoinwelt mit Sicherheit nicht revolutionieren wird. Die Windows-Wallet ist sehr installationsfreundlich und funktionierte bei mir auf Anhieb (47 Connections, sehr sehr gut)

Fazit: Mitmachen natürlich! Allerdings sind die Restriktionen recht hart. Man braucht einen Bitcointalk-Account mit Member-Status, muss also schon einige Monate dabei sein und über siebzig Beiträge verfasst haben. Sind die Bedingungen erfüllt, einfach folgendes Formblatt
• Bitcointalk.org username*:
• Bitcointalk Rank*:
• Cygnus address*:
ausgefüllt an cygnus.dev senden, welcher die 1’000 Airdrop-Pakete verteilt. Jeder erhält 1’187.40 Coins. Was diese Coins wert sind wird sich bald zeigen, die Coin dürfte recht schnell bei kleineren Altcoinbörsen wie Yobit.net gelistet werden.

Disclaimer: Hinweis auf Interessenskonflikt, ich habe am Airdrop teilgenommen und bin daher in CYGNUS investiert.

eMunie mit Lebenszeichen

Bis zum November 2013 war die Kryptowährungswelt noch klein und simpel: Es gab Bitcoin und Litecoin und deren Klone, sowie leichte Abwandlungen davon wie Peercoin. Aber es gab ein Projekt welches große Aufmerksamkeit der Community auf sich zog, da es die erste Kryptowährung der zweiten Generation darstellte: eMunie. eMunie sollte die erste Kryptowährung der nächsten Generation werden, wurde bereits seit 2012 entwickelt und befand sich seit dem Juni 2013 in Betatests. Basierend auf Java und vielen damals neuen Features wie Alias-System und dezentraler Exchange. Gemint werden sollte über eine schnelle SSD-Festplatte, der Prozess wurde „Hatching“ genannt, das war wirklich revolutionär. Das alles ging etwas langsam voran, da Chef-Programmierer Dan Hughes aka Fuserleer die Zügel komplett selbst in der Hand haben wollte. Es gab ein kleines Fundraising mit den Betatestern, doch dann erfolgte im Herbst 2013 der erste Nackenschlag, ein Hacker konnte rund 900 Bitcoin erbeuten, da er in die eMunie-Server eindringen konnte. Das führte zu Unruhe bei den ersten Investoren, so dass der offizielle Launch verschoben wurde, da Dan Mittel beschaffen musste. Der zweite Nackenschlag erfolgte dann im November 2013, als wie aus dem Nichts mit Nxt die erste Krpytowährung der zweiten Generation auftauchte, noch dazu in Java programmiert wie eMunie. Dan versuchte das Going Public danach mit der Brechstange und scheiterte zuerst im Januar 2014 und dann im April 2014. Dazwischen viel Drama mit Anschuldigungen und Stress, welche einen an die Seifenopern der 80er Jahre wie Dallas und Denver-Clan erinnern ließ.

Mein Fazit damals: „Dan droht zu einem Nikola Tesla der Kryptowährungen zu werden: Genial, aber als Geschäftsmann nicht sonderlich erfolgreich.“

Der Launch wurde abgesagt und Dan ging bis zum September diesen Jahres auf Tauchstation – ich ging ehrlich gesagt davon aus, dass das Projekt still begraben werden würde. Nun sind Dan und eMunie überraschend wieder aufgetaucht. Die Entwicklung an eMunie und das Testen ging im kleinen Kreise weiter. In einem Interview mit newsbtc.com sprach Dan darüber, was in der Zwischenzeit passierte. Um das Projekt weiter voran treiben zu können verkaufte er sein Haus und zog in eine kleinere Wohnung. Er erklärte zudem, er wäre bereits im 1. Quartal 2015 mit eMunie soweit fertig gewesen, allerdings war er mit der BlockChain-Technologie nicht zufrieden, da die Transaktionsgeschwindigkeit nicht optimal gewesen sei. Er beschloss also weite Teile neu zu programmieren, was freilich eine weitere Verzögerung mit sich brachte. Der BlockChain wurde durch das neue „Channelled Ledger Design“ ersetzt und Dan ist überzeugt davon, dass diese Entscheidung richtig war, da eMunie nun eine ähnliche Transaktions-Geschwindigkeit wie Visa aufweisen würde, nämlich um die 2000 je Sekunde. Sich mit einer Kreditkarte messen zu können ist tatsächlich eine sehr gute Performance, das schaffen die wenigsten Coins, selbst unter optimalsten Bedingungen nicht.

Wie soll es weiter gehen? Dan erwartet bereits im 1. Quartal 2016 das Going Live, begleitet von einer großen Marketingkampagne um so auch Aufmerksamkeit außerhalb der Kryptogemeinde zu erhalten. eMunie war immer als Projekt geplant welches eine große Benutzerbasis vorsah. Auf die weiteren technischen Details werde ich vor dem geplanten Börsengang noch einmal im Detail eingehen, da es für mich noch lange nicht sicher ist, ob der dritte Anlauf klappen wird. Interessant ist auch das doppelte Déjà-vu-Erlebniss für eMunie Gründer Dan: Musste er sich vor zwei Jahren Nxt geschlagen geben, als erste Kryptowährung der zweiten Generation (noch dazu ebenfalls in Java programmiert), droht er nun auf dem Feld der Schnelligkeit vom inoffiziellen Nxt-Ableger IOTA in die Schranken verwiesen zu werden. IOTA Chef-Entwickler Come-from-Beyond meldete bereits Ansprüche auf diesen Geschwindigkeitsrekord für IOTA an… Es hat sich zudem viel verändert seit 2013, es gibt neue Giganten wie Ethereum und die Zeit arbeitet deshalb eher gegen Dan und eMunie. 2016 könnte deshalb leider zwei Jahre zu spät sein…


2 Jahre Nxt – Kryptowährung der 2. Generation

Nxt gibt es nun seit über 2 Jahren. Schon der Start wurde zur Altcoinlegende: Der bis heute inkognito gebliebene Gründer BCNext sammelte ab dem 28. September 2013 innerhalb von zwei Monaten 21 Bitcoins ein. Am 24. November 2013 wurde der erste Block der Blockchain veröffentlicht, der sogenannte Genesis-Block. Eine Milliarde Nxt wurden dabei an die 73 Startinvestoren verteilt (nicht jeder wollte gleich mit 1 Bitcoin einsteigen, Viele investierten nur einige Satoshis). BCNext zog sich nach getanem Werk bereits nach wenigen Monaten zurück, was ihn zu einer ähnlich mystisch-legendären Figur wie Satoshi Nakamoto (Bitcoin-Gründer) werden liess. Es gibt Stimmen, welche davon ausgehen, dass BCNext mit Satoshi Nakamoto identisch sei – wir werden es wohl nie erfahren. Die Coin wurde in den ersten Monaten massgeblich von den Chefentwicklern Jean-Luc und Come-from-Beyond weiterentwickelt, aber auch von einer überaus engagierten Community. Was Nxt besonders macht ist, dass es tatsächlich den ersten gelungenen Versuch darstellt den Bitcoin durch eine dezentrale Kryptowährung der zweiten Generation zu ergänzen bzw. sogar zu ersetzen. Was ebenfalls passte war das Timing: Nxt erschien gerade als der Altcoinmarkt einen Superbullenmarkt erlebte, welcher die Marktkapitalisierung vieler Altcoins innerhalb von wenigen Wochen mehr als verzehnfachte. Bei Nxt führte das dann dazu, dass ein Investor welcher Ende Oktober 2013 1 Bitcoin (damaliger Wert 160 Euro) an BCNext überwies dafür über 47 Millionen Nxt erhielt. Diese waren nur wenige Wochen später über 3 Millionen Euro wert! Vom Tellerwäscher zum Millionär, dank Altcoins! Dies führte dann aber auch zu viel Neid und zu einer starken Polarisierung der Kryptogemeinde. Kaum eine Altcoin wurde so geliebt aber auch so bekämpft wie Nxt. Generell geht die Tendenz dazu, dass viele „Bitcoiner“, welche schon viele Jahre dabei sind und auch selbst Bitcoin- oder Altcoins minten, die „neureichen Nxter“ ablehnen, während Viele, die erst während des grossen Bitcoin- und Altcoinbooms 2013 hinzu kamen und nie selbst gemint hatten, Nxt unterstützen.

Die Fortschritte welche innerhalb der letzten zwei Jahre auf der Nxt-Plattform erzielt wurden sind bedeutend. Es ist viel mehr als eine Kryptowährung, es ist ein komplexes Ökosystem entstanden, implementiert wurden unter anderem: Asset Exchange mit handelbaren Kryptoaktien, welche auch Dividenden ausschütten (Beispiele siehe hier), ein Marktplatz mit vielfältigen digitalen aber auch physischen Gütern (neben Silber, Computerspielen und Hardware wird selbst Traumdeuten angeboten), Private Nachrichten, die auch verschlüsselt werden können, ein Voting-System oder selbst die Möglichkeit Nxt als Basis für eine eigene Kryptowährung zu benutzen. Was mir sehr gut gefällt ist, dass das Forgen (bei Bitcoin würde man Minen sagen) verbessert wurde. Beim Forgen erhält man aus den Blöcken, welche circa alle zwei Minuten im System anfallen, die Gebühr pro Block. Diese Gebühr kommt zustande aus den Transaktionen in NXT welche üblicherweise mindestens 1 NXT Transaktionsgebühr kosten. Forgen funktioniert dabei ähnlich wie ein Lossystem: Je mehr Lose man hat umso eher gewinnt man die Lotterie, in dem Fall den Block. Üblicherweise bekommt also ein Konto welches 10 Millionen Nxt aufweist, 1000x mehr Blöcke als ein Konto welches nur 10‘000 Nxt aufweist. Das führte früher natürlich zu Frust bei den „Kleinanlegern“. Kaum ein kleiner Investor konnte sinnvoll Forgen, da „die Wale“ die Blöcke abstaubten. Nun hat sich zweierlei geändert: Die Blöcke sind voller geworden, da es sehr viel mehr Nxt-Transaktionen gibt. Im Schnitt lassen sich zwischen 2-3 Nxt je Block verdienen. Und man kann nun selbst sein Guthaben an einen grossen, aktiven Account für eine bestimmte Zeitdauer verleasen/verleihen. Dies ist bequem möglich über den offiziellen Nxt-Klienten. Dafür bekommt man anteilsmässig den Ertrag, ein ähnliches Konzept wie es bei Miningpools der Fall ist bei klassischen Coins. Ein Risiko besteht nicht, das Guthaben kann vom anderen Account nicht entwendet warden, man hat weiterhin vollen Zugriff darauf. Mehr Informationen hier. Und das ist nicht alles, es soll noch viel mehr kommen!

Zusammengefasst kann man sagen, dass Nxt mehr als eine Kryptowährung ist, es ist ein komplexes Ökosystem geworden. Nur der Preis spielt nicht mehr mit, aktuell ist der Kurs auf den tiefsten Stand seit Dezember 2013 gerutscht mit einer Marktkapitalisierung von nur noch 6.3 mio. Dollar, das ist ein Kursverlust von 94% seit dem Hoch. Über den Kursverfall werde ich demnächst in einem separaten Beitrag posten. Sie können Nxt unter anderem beim Altcoinbroker Bter.com erwerben.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in Nxt investiert (Nxt:  12368267767575329807)

Nextcoin [Nxt] mit großen Fortschritten

Seit knapp einen halben Jahr steht Nxt bei mir im Fokus der Berichterstattung. Ich war von Anfang an beeindruckt davon, dass es sich um eine komplette Neuentwicklung handelte und das ich – als technischer Laie mit einem Uralt-Laptop – das System innerhalb weniger Minuten zum Laufen bekam. Es hat sich bei Nxt viel getan in den letzten Wochen. Der dezentrale Markplatz -das „Nxt-Ebay“ – wurde diese Woche lanciert und er funktioniert! Es gibt bereits einige Assets welche die über die Nxt-Plattform gekauft werden können. So hat zum Beispiel Anon136 seinen Silberhandel geöffnet und verteilt hier sogar gratis Silber an Bitcointalk-Mitglieder. Spezielle Silberbarren im Nxt-Design sollen folgen. Der dezentrale Marktplatz ermöglicht es sogar aktienähnliche Instrumente mit regelmässigen Dividendenzahlungen zu emittieren. Oder auch Spenden oder Crowdfunding-Initiativen. Weitere Informationen zum dezentralen Markplatz in diesem Video oder auf der hervorragenden deutschen Nxt-Webseite: www.nextcoin.de mit einer sehr aktiven deutschen Community mit eigenem Forum.

Auch auf Klienten-Ebene, also der Benutzeroberfläche, wurden grosse Fortschritte erzielt. Für jeden ist etwas dabei und die Software ist mittlerweile kinderleicht und mit wenigen Mausklicks zu installieren. Auch hier gibt es eine spzielle Webseite: www.nxtclient.org. Mir gefällt der neue Standardklient sehr gut.

Diese positive Entwicklung hat sich auch im Kurs niedergeschlagen: Nachdem Nxt, im Zug des Altcoin-Bärenmarktes kräftig unter die Räder gekommen war, konnte der Kurs in den letzten Tagen um 50% anziehen. Immerhin knapp 0.00008 Bitcoin beträgt der Preis aktuell, was aber nur rund 2.5 Eurocent entspricht. Das entspricht einer Marktkapitalisierung von 35 Millionen Dollar. Ich behalte meine Einschätzung bei, dass ich Nxt für die vielversprechendste 2.0 Kryptowährung halte mit weiter erheblichen Kurspotential! Aus 0.00008 BTC können durchaus 0.0008 BTC oder mehr werden!

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in Nxt investiert (Nxt:  12368267767575329807)

eMunie: Erneute Probleme mit dem Open Beta 1.5

eMunie muss seit den letzten Wochen einen Nackenschlag nach dem anderen einstecken. Irgendwann ist ja mal gut, ich wollte eigentlich recht wohlwollend über das Open Beta 1.5 berichten, welches ich in den letzten Tagen testen konnte. Es gibt ja nicht soviel 2.0 Währungen „developed from scratch“ wie es so schön heisst. Aber auch die Version 1.5 war grausamst verbuggt. So hängt sich das Beta 1.5 ständig auf, lässt sich nicht sauber syncronisieren und auch „Stores“ in der Exchange lassen sich nicht aufsetzen. Die Konsequenz: Das Ganze wird noch einmal verschoben, Dan muss die Bugs fixen.

Hauptkonkurrent Nxt ist das schon weit Voraus: In wenigen Tagen soll bereits der dezentrale Marktplatz starten. Sollte Dan die Probleme bei eMunie noch in den Griff bekommen, könnte es bereits zu spät sein…

Die Tragik von eMunie

Warum habe ich denn so lange nichts über das vielversprechende Projekt eMunie geschrieben? Ganz einfach, es gab nichts zu schreiben. Der Open-Beta-Test ist wirklich ein Trauerspiel. Bereits seit Anfang Februar versucht Dan hier ein sauberes Open Beta zu liefern und immer wieder musste die Zeitleiste nach hinten verschoben werden. Die erste Version war furchtbar verbuggt. Ich hatte sie Mitte Februar getestet und weder das Faucet funktionierte oder der Mining-Prozess (genannt Hatchen). Ich habe nicht darüber gebloggt weil ich nicht weiter auf Dan und eMunie herumhacken wollte und zudem eine schnelle Behebung der Probleme versprochen wurde. Seitdem wird der Zeitplan für den nächsten Open-Beta-Test wöchentlich um eine Woche verschoben. Genau wie ich Dan immer eingeschätzt habe: Ein genialer Programmierer, eine Autodidakt, sicher eine Koryphäe seiner Arbeit. Aber kein Teamplayer. Er will das Ding alleine durchziehen, dabei verkennt er, dass der Wind sich an den Kryptomärkten gedreht hat. Die Zeit der One-Man-Shows ist vorbei, die Szene hat wenig Zeit und Geduld. Man investiert gutes Geld und erwartet dafür eine professionelle Arbeit. Hätte er eMunie Ende November an den Markt gebracht, wäre er jetzt Multimillionär. Nun hat er den Grossteil seiner Community verloren und das Interesse der übrigen Kryptoszene hält sich auch deutlich in Grenzen. In Bitcointalk war eMunie bis Ende 2013 die grosse Hoffnung, jetzt findet es kaum noch Erwähnung. Es ist bereits vor dem Start ein Relikt der Vergangenheit.

Wie will Dan mit seiner One-Man-Show Innovationen integrieren? Bei anderen Kryptoprojekten arbeitet ein ganzer Stab fähiger Entwickler an neuen Features. Dan will immer alles selber machen. Und das führt dann zu diesen unglaublichen Verzögerungen und Bugs. Dazu kamen die internen Querelen und die Rechtsformänderung, worüber ich bereits vor zwei Monaten berichtet habe. Nicht falsch verstehen: Ich werde eMunie eine faire Chance geben und das Beta erneut testen, wenn es denn mal fertig ist. Aber mein Gefühl ist einfach, dass Dan nicht in der Lage ist, zeitnah das Ding weiter voran zu bringen. Der dezentrale Marktplatz wird ja vorerst zu Beginn keine Rolle spielen. Wie will eMunie dann aber den Rückstand zu anderen 2.0 Kryptowährungen aufholen, welche diese Funktion in Kürze einbauen werden? Dan droht zu einem Nikola Tesla der Kryptowährungen zu werden: Genial, aber als Geschäftsmann nicht sonderlich erfolgreich.

Net-Coin.de zur Talfahrt der Kryptowährungen

Auf Wunsch von Frank von Net-Coin.de, veröffentliche ich gerne seinen Beitrag zur aktuellen Talfahrt der Kryptowährungen:

„Es ist derzeit ein Trauerspiel, bei der Entwicklung bzw. beim Downgrade der Cryptocoins zuzuschauen. Am besten, man macht seinen Rechner für ein Jahr aus und schaut dann, was aus dem Investment geworden ist.
Ich bin grundsätzlich ein langfristiger Anleger und möchte mich in dem neuen Markt der Cryptocoins möglichst früh positionieren. Trotz des derzeitigen massiven Rückschlags befinden wir uns erst am Anfang der Cryptocoin-Entwicklung. Doch die derzeitige Crypto-Coin-Flut macht auf jedem Fall den Markt kaputt und spricht nicht gerade für Seriosität. Die Altcoin-Schwemme überflutet unser Denken und Handeln, weil keiner mehr weiß, in was er investieren soll. Es gibt einfach zu viele virtuelle Währungen.
Die heutige Coin-Community rennt mittlerweile einfach jedem x-beliebigen Altcoin hinter. Die Nutzer wollen nur kurz die Gewinne mitnehmen und weiterziehen. Das verschreckt viele Neulinge, die bei Kurssprüngen erst spät einsteigen und so jedes mal viel von ihrem eingesetzten Kapital verbrennen. Jedes neue Investment ist also nur von kurzer Dauer, der ganze Markt ist sehr unberechenbar geworden.
Seit Anfang November 2013 bin ich dabei und bin mit QRK sozusagen groß geworden. Mitte Dezember hatte ich mich von 10 auf über 100 Bitcoins (zum damaligen Kurs von knapp 1000 Euro) hochspekuliert, ohne mein eingesetztes Kapital zu erhöhen. Nun bin ich wieder unten bei 30, zum Kurs von knapp 400 Euro. Hätte ich damals alles wieder in BTC getauscht, hätte ich heute wenigstens noch 100 BTC.
Doch leider sind die Altcoins stärker gefallen als der Bitcoin. Und so sind mir viele Gewinne in den letzten Wochen wieder vom stagnierenden Markt aufgefressen worden. Und dass, obwohl ich von QRK in NXT gewechselt habe. Das wäre einem guten Altcoin-Trader sicher nicht passiert, obwohl die ja auch nur mit Wasser kochen. Und im nachhinein sind wir immer alle schlauer.
Aber selbst 100 BTCs wären auch erst mal nur heiße Luft, wenn sie nicht ausgecashed sind. Und selbst dann kann einem ein möglicher Euro- oder Dollar-Crash in den Rücken fallen und alles Kapital verbrennen. Der Markt ist heutzutage unüberschaubar und unberechenbar geworden. Alles ist völlig ver-rückt und ver-dreht, sozusagen Neu-sprech in Reinform. Edelmetalle dümpeln seit Jahren nur noch vor sich hin, obwohl diese die einzig wirkliche Währung sind, Aktien genießen Höhenflüge in einem Markt ohne Fundamentaldaten, die Staaten drucken Fiatgeld bis zum Erbrechen, alles ist nur noch reine Spekulation und der Laden kann uns schon Morgen um die Ohren fliegen.
Egal, hätte, wäre, wenn gibt es nicht. Es zählt einzig das langfristige Ergebnis. Und so sieht es bei mir aus, dass ich dem Treiben erst mal weiter zuschaue. Sollte der BTC unter 100 gehen, werde ich anfangen, nachzukaufen. Wenn nicht, dann sitze ich eine Erholung aus. Denn diese wird kommen, die Frage ist nur, wann. Trading ist eine Kunst für sich und für mich absolut viel zu kompliziert und zu stressig. Hin und her macht bei mir auf jedem Fall die Taschen leer.
Trading-Spekulation ist auch absolut nicht meine Intention. Ich will investieren, sozusagen einen Samen (im neuen Crypto-Gebiet) pflanzen und in ein paar Jahren abernten. Was zwischenzeitlich geschieht, soll mir egal sein. Dass das junge Pflänzchen auch eingehen kann oder nur wenige Früchte trägt, darüber bin ich mir bewusst. Der heutige Markt ist so schnelllebig geworden, wie das Denken der heutigen Menschen. Heute ist das hip, morgen das. Keiner weiß, ob es den Bitcoin in 10 Jahren noch gibt. Vielleicht ist ja dann NXT der King der Cryptowährungen, wer weiß das schon.
Wir brauchen auf jedem Fall wieder mehr Stabilität und Vertrauen im Markt, sonst wird das erst mal nichts mit steigenden Kursen.
In diesem Sinne viele Grüße
Frank at www.net-coin.de

Net-Coin.de: Informationsportal für Bitcoin und Altcoins

Ich möchte Sie heute auf eine praktische deutschsprachige Informationsseite zum Thema Bitcoin und Altcoins hinweisen: Net-coin.de. Die besondere Stärke der Seite liegt darin, dass alle relevanten Links zu Bitcoin und Altcoins aufgeführt sind. Internetseiten, Foren, Kurse und die verschiedenen Altcoinbörsen zum Beispiel. Insbesondere für Anfänger finde ich es sehr praktisch, da sie mit dieser Seite Zugriff auf praktisch alle relevanten Seiten bei Kryptowährungen haben. Ergänzt wird die Seite noch durch interessante Zitate aus der Kryptowelt (ganz unten zu finden). Ich kann die Seite auf jeden Fall weiter empfehlen.