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BitcoinDark [BTCD]: Umtausch in Komodo + Bonus nun möglich

Komodo ICO
Über das ICO von Komodo und den damit verbundenen Umtausch von BitcoinDark [BTCD] in Komodo habe ich am 19. September berichtet. Die damals präferierte Strategie war, den BitcoinDark bei Kursen von unter 0.0042 BTC zu erwerben und dann wegen des Bonus für den Swap in Komodo ausgelösten Anstieg bei über 0.005 BTC zu verkaufen innerhalb von wenigen Wochen. Das ICO von Komodo war mit über 2600 Bitcoin ein großer Erfolg, dann brach allerdings der Altcoinbärenmarkt mit voller Wucht herein, welcher in Verbindung mit dem starken Bitcoinanstieg den Preis von BitcoinDark lediglich stagnieren liess. Zudem kam es zu einer Verschiebung des Umtauschs, so dass viele Investoren nicht geneigt waren, die wochenlange Hängepartie beim BitcoinDark mitzumachen, während sie das Kapital für andere Zwecke einsetzen wollten. Heute stehen wir preislich beim BitcoinDark immerhin bei 0.0043 BTC, wobei wir zwischenzeitlich auch wesentlich tiefer notierten.

Die Konditionen zum Umtausch in Komodo sind nun bekannt und sie fielen noch etwas besser aus, als anfänglich von mir erwartet. Das hat durch zahlreiche kombinierte Boni zu tun. So beträgt die „Kaufkraft“ eines BitcoinDark nun aktuell 0.0065 BTC am Komodo-ICO. Also ein stattlicher Aufpreis zum aktuellen Börsenkurs. Und es kommt noch besser: Wer seine BitcoinDark in Komodo umtauscht erhält zusätzlich noch sogenannte „Revenue Asset Shares“. Auf diese Ref-Shares gehen nämlich die bisherigen Anteile des BitcoinDark an den Cashflow-Strömen von James Kryptoimperium über – hier noch einmal grafisch veranschaulicht:

das-jamesempire

In diesen Rev-Shares werden die bisherigen Dividenden-Erträge von BitcoinDark gebündelt. Am Interessantesten dürfte der 5% Anteil an Supernet sein. Rev-Shares gibt es aber nur für Investoren, welche ihre BitcoinDark bis zum 15. Januar über die ICO-Webseite in Komodo umtauschen, es bleibt also nicht mehr viel Zeit! Dazu ist ein Transfer von der Börse nötig (sofern man das Wallet nicht installiert hat) auf die ICO-Webseite. Wie das genau funktioniert wird sehr anschaulich hier erklärt. Wer seine BTCD bei Poloniex oder Bittrex lässt, geht definitiv leer aus. Zwar erhalten auch Investoren Ref-Shares, welche den BitcoinDark tatsächlich über eine eigene Wallet laufen lassen, davon rate ich aber ab, da sich hier bereits Zerfallserscheinungen zeigen (oft funktionsunfähig) und mittelfristig das BitcoinDark-Netzwerk mangels Entwicklerkapazität (alles bei Komodo) wohl ganz den Geist aufgeben wird.

Investoren haben dann noch die Möglichkeit ab dem 15. Januar entsprechende Notary Nodes zu wählen für Komodo. Diese „Super-Nodes“ verzahnen die Komodo-Blockchain mit der Bitcoin-Blockchain und sollten deshalb rund um die Uhr auf guten Rechnern/Servern laufen. Im Gegenzug gibt es stattliche „Miningerträge“ für diese Notare. Sie sind unschlüssig wen Sie wählen sollen? Ich unterstütze die Bewerbungen von rnr und kolo. Details dazu, mit vielen Zusatzinformationen, sind hier zu finden.

Die Komodo-Token werden dann über die ICO-Webseite am 31. Januar verteilt. Es ist sehr gut, dass hier bereits ein Datum feststeht, das macht eine Verschiebung etwas weniger wahrscheinlich. Geduld sollten Komodo-Investoren aber dennoch mitbringen, es wird mit Sicherheit einige Wochen gehen, bevor Komodo an einer Mainstreambörse gelistet ist.

Fazit: Wer etwas Geduld mitbringt dem rate ich dazu, seine BitcoinDark in Komodo umzutauschen. Der Umtauschkurs mit einer Kaufkraft von 0.0065 BTC beinhaltet eine erhebliche Sicherheitsmarge zum aktuellen Börsenkurs von BitcoinDark von lediglich 0.0043 BTC. Zusätzlich erhalten Investoren bis zum 15. Januar die sogenannten Revenue Asset Shares, welche Kurzfristinvestoren dann schnell zu Geld machen können und längerfristig orientierte als Dividendenanlage halten können. Selbst Spekulanten, die nicht von einem dauerhaften Erfolg von Komodo ausgehen, sind mit einem Umtausch und späteren Verkauf an der Börse, wohl besser bedient. Dazu ist allerdings etwas Geduld nötig, wer Bitcoin benötigt, weil er zum Beispiel an der nächsten Byteball-Distribution Mitte Februar teilnehmen möchte, sollte nicht umtauschen, da von einer Kapitalbindung ohne Handelsmöglichkeit bis mindestens März, ausgegangen werden sollte. Wer umtauscht immobilisiert sein Kapital für diesen Zeitraum, dessen sollte man sich bewusst sein. Auch muss ich zugeben, dass ich mittel- bis langfristig nicht daran glaube, dass sich Komodo tatsächlich in der Spitze der Kryptowährungen etablieren kann.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in die oben genannten Kryptowährungen selbst investiert.

 

Komodo ICO macht BitcoinDark [BTCD] hochinteressant

komodo
James aka jl777 gehört für mich zu den schlausten Köpfen der Kryptoszene, verfügt aber dennoch nicht über einen weitreichenden Bekanntheitsgrad. Das liegt daran, dass sich James sehr lange auf die Nxt-Umwelt konzentriert hat, welche seit 2013 zwar Erfolg hatte, aber in einer Nische blieb und von großen Teilen der Kryptocommunity nicht beachtet wurde. Das Krypto-Konglomerat welches er in dieser Zeit geschaffen hat sucht seines Gleichen und ist für außenstehende schwer zu durchschauen. Hier nur einmal ein Ausschnitt davon:
das-jamesempire
Hier ein Statement von James zum aktuellen Stand. Es scheint unglaublich, dass eine einzelne Person in derart viele Kryptoprojekte involviert ist. Es gibt deshalb auch viele Kritiker, welche James für einen Projekthopper halten, der viele Projekte beginnt aber nur wenige bis zum Schluss sauber durchzieht, optisch derart veranschaulicht:
strip-side-project-650-finalenglish
Die Wahrheit liegt sicher irgendwo in der Mitte. Fakt ist auf jeden Fall, der Mann hat revolutionäre Ideen und er hat in der Vergangenheit auch bewiesen, dass er diese Ideen als verantwortlicher Programmierer in die Tat umsetzen kann. Was mir bei James auch gefällt, dass er eine hervorragende Aussenkommunikation hat und wirklich versucht Kritik sachlich und argumentativ zu widerlegen.

Kommen wir zum ICO von Komodo: Bei Komodo handelt es lediglich um ein cleveres Re-branding von BitcoinDark. Im weitesten Sinne eine Vorgehensweise wie sie bei Lisk gewählt worden war, als Crypti quasi wiederbelebt wurde. Das hat bei Lisk ja auch ausserordentlich gut funktioniert. Den BitcoinDark gibt bereits seit dem Juli 2014. Er sollte insgesamt Features enthalten wie eine Blockchain-Asset-Exchange zudem eine „Pegged Asset Exchange“ (PAX) bei dem auch Fiatwährungen und Rohstoffe über die Blockchain gehandelt werden können. Es gab zudem regelmässige Dividenden, da der BitcoinDark an Teilen von James Kryptoimperium beteiligt ist (siehe in der Graphik oben). Es zeigte sich aber nach zwei Jahren, dass der BitcoinDark keine nennenswerte Community gewinnen konnte und auch für eine Weiterentwicklung kein Geld vorhanden war. Deshalb erfolgt jetzt das ICO als Komodo. Der Zeitpunkt für den Entschluss ist gut gewählt, nahezu jedes ICO erhält 1 Million Dollar und mehr aktuell. Und die Versprechungen sind gewaltig, Komodo soll ein ganz grosser Schritt nach vorne werden. Zunächst einmal anonyme Transaktionen welche ähnlich funktionieren sollen wie bei Zcash. Dazu wird ein Fork von Zcash erstellt welches zu diesem Zeitpunkt ja ready sein soll. Aber das ist noch nicht alles, Komodo soll durch den sogenannten Delayed Proof of Work (dPoW) Konsensus-Mechanismus mit Notarnodes (Notary Nodes) in der Lage sein die Komodo POS-Blockchain mit der Bitcoin-Blockchain zu verzahnen, wodurch Komodos Blockchain direkt durch den grossen Bruder Bitcoin geschützt werden soll. Komodo verspricht also anonyme Transaktionen welche aber genau so sicher sind wie Bitcoinzahlungen. Aber noch ist es nicht soweit, die Entwicklung braucht Zeit und Geld. Deshalb jetzt das ICO.

Die ICO-Bedingungen: Das ICO beginnt am 15. Oktober, wie so oft in der Vergangenheit, wird auch hier der erste Tag vergoldet. Wer am ersten Tag investiert erhält einen Bonus von 25%. In der ersten Woche dann noch 20% und so weiter. Bis zum 20. November läuft das ICO:
ico-bonus
Es wird 100 Millionen Coins geben zum Start, davon sind 10 Millionen Coins für die Entwickler und Bounties reserviert. Durch Staking wird die Anzahl von Komodo im Laufe von 14 Jahren um 5% pro Jahr ansteigen auf dann 200 Millionen Coins:
bitcoindark

Kommen wir zum BitcoinDark: James macht hier den Alt-Investoren den Umtausch schmackhaft indem er ein Umtauschverhältnis von 1 BTCD = 0.00532074 BTC Kaufkraft beim ICO darlegt. Das ist ein Aufpreis auf den aktuellen Kurs von aktuell 0.0041 BTC. Leider können BitcoinDark-Investoren nicht vom Bonus profitieren. Deshalb schmilzt der Vorsprung des BitcoinDark auf 0.00425 BTC am ersten Tag, bei dem Bitcoin-Investoren ja 25% Bonus erhalten. Dann steigt der Umtauschkurs aber wieder an, da der Bonus für Bitcoin-Investoren immer geringer wird, was die vergleichbare ICO-Kaufkraft des BitcoinDark entsprechend steigert:
bonuses

Und genau das macht den BitcoinDark so attraktiv bei den aktuellen Kursen von unter 0.0042 BTC. Spätestens im November sollte er nämlich auf ein Level von über 0.0050 BTC klettern. Ich sauge mir das nicht aus den Fingern, eine ähnliche Kursbewegung war bei Crypti zu sehen beim Lisk-ICO im Frühjahr, da es zu einem Festkurs in Lisk umgetauscht werden konnte. Ein zusätzliches Schmankerl macht den den BitcoinDark sogar noch attraktiver, so hat James den BitcoinDark-Investoren versprochen, ihnen noch zusätzlich den durchschnittlichen Bonus der Bitcoin-Investoren ebenfalls zu erstatten. Das dürfte bei etwas mehr als 10% liegen, so dass die Kaufkraft von BitcoinDark beim ICO um die 0.006 BTC betragen sollte. Die genaue Zahl ist logischerweise aber erst nach dem ICO bekannt.

Für gibt für mich zwei Investitionsvarianten hier:

Variante risikoarm: BTCD bei unter 0.0042 BTC kaufen und warten sobald der Kurs bei Poloniex die 0.005 BTC durchbricht verkaufen. Dies sollte spätestens zum Ende des ICOs von Komodo der Fall sein, da potentielle ICO-Investoren dann selbst bei einem Kurs von 0.0052 BTC je BTCD günstiger in das ICO investieren als über den Bitcoin. Diese Variante kann man auch spielen wenn insgesamt nicht von Komodo überzeugt ist, zudem ist die Kapitalbindungsdauer mit maximal sieben Wochen relativ gering.

Variante risikoreich: BTCD bei unter 0.0042 BTC kaufen und beim Komodo-ICO teilnehmen, indem man die BTCD in Komodo umtauscht. Wie der Umtausch genau vonstatten geht wird das Komodo-Team nach dem ICO erläutern. Darauf hoffen, dass auch ein zusätzlicher Zeichnungsgewinn drin ist und die Komodo-Plattform ein grösserer Erfolg wird als der Vorgänger BTCD. Der Investitionshorizont wird dadurch allerdings deutlich länger, im Gegenzug profitiert man voll vom zusätzlichen ICO Bonus von etwa 10% für Komodo, bekommt also im besten Falle Komodo im Gegenwert von etwa 0.0006 BTCD je Bitcoin angedient. Der BitcoinDark soll sogar erhalten bleiben, als Vehikel welches immer noch dividendenberechtigt ist an Supernet zum Beispiel. Einige Satoshi ist dieses Konstrukt dann sicher noch wert.

Fazit: Das Komodo-ICO bietet auch für Trittbrettfahrer, die nur einen gewissen Kursgewinn mitnehmen wollen, eine interessante Alternative. Wichtig ist seine Order bei Poloniex oder Bittrex für den BitcoinDark zu limitieren und einige Tage Geduld mitzubringen, da die Liquidität bei unter 0.0042 BTC sehr dünn ausfällt. Ich persönlich halte beide Varianten für interessant und werde mir bis zuletzt offen lassen, ob ich meine erworbenen BitcoinDark zum Umtausch in Komodo andiene oder vorher über Poloniex zu Geld mache. Das Hauptrisiko ist eine Absage des ICOs oder eine Verschiebung. Das halte ich jedoch für sehr unwahrscheinlich, das Team ist ICO-erprobt. Im Zuge der bereits jetzt herrschenden Zcash-Euphorie dürfte das Komodo-ICO genug Aufmerksamkeit erhalten, so dass eine konstante Nachfrage nach dem BitcoinDark als Umtauschgut bis in den November hinein herrschen sollte und damit auch in die erwarteten Kursregionen führen dürfte.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in den oben erwähnten Kryptowährungen selbst investiert

WAVES ICO: Megaerfolg mit über 30’000 Bitcoin

Waves ICO
Ich habe am 30. März ja bereits über das WAVES-ICO berichtet. Das ICO erwies sich als Megaerfolg. Insbesondere in den letzten Stunden vor Ende der Zeichnungsfrist am vergangenen Dienstag, kamen noch einmal rund 15’000 Bitcoin herein, so dass am Schluss sagenhafte 30’000 Bitcoin zu Buche standen. Dabei muss bedacht werden, dass bereits Lisk mit 14’000 Bitcoin ein unfassbarer Erfolg war, da sind die 30’000 Bitcoin von WAVES geradezu astronomisch. Sasha Ivanov und sein Team können sich wirklich die Hände reiben. Man muss auch wirklich sagen, dass sie ihre Hausaufgaben während des ICOs gemacht haben. Das Marketing war sehr professionell und auch mit technischen Updates wurde nicht gegeizt. Man konnte sich der Berichterstattung über WAVES in den vergangenen acht Wochen nicht entziehen. Sie waren auf allen Kanäle präsent. Die Zusammenarbeit mit Mycelium war ein echter Coup. Zudem war der Zeichnungsprozess an sich sehr einfach, so dass dies keine Hürde für weniger versierte Investoren darstellte. Auch die von mir befürchtete Zeitverzögerung trat bisher noch nicht ein. Im Gegenteil: Das Team hat einen klaren Zeitplan kommuniziert, bereits am 14. Juni soll der Börsenstart erfolgen. Alles in allem hat das Team wirklich überhaupt keine Fehler gemacht und durch die interessanten Bounties (Copy Paste von Lisk…) auch die Community aktiviert. Also alles gut?

Aus Investorensicht sieht es leider freilich etwas anders aus. 30’000 Bitcoin sind mit dem aktuellen Kurs von 577 USD eine Marktkapitalisierung von 17.3 Millionen Dollar. Das wäre bereits Platz 12 in der Kryptomarktkapitalisierung. Die Luft für weitere Kursgewinne zum Börsenstart wird hier schon recht dünn. Was bereits hoch bewertet ist, kann logischerweise nicht mehr so stark steigen. Der Juni könnte sich zudem als gefährlicher Monat für Altcoins erweisen, da der Bitcoinbullenmarkt ungebrochen stark ist und so die Kursentwicklung von Altcoins kurzfristig dämpft. Nach dem großen Erfolg von Lisk gehe ich bei WAVES allerdings zumindest von moderaten Kursgewinnen aus und einer Markkapitalisierung von über 25 Millionen Dollar zum Start – sofern das Team keine Fehler begeht und das Börsenlisting glatt über die Bühne geht.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in WAVES investiert

WAVES-ICO im Detail: Zeichnen oder nicht?

ip.bitcointalk.org
Ich bin ja bereits am 19. März auf das ICO (Börsengang) von WAVES eingegangen. Für das Nxt-Konkurrenzprojekt sind nun die ICO-Details verfügbar. Und diese führten sofort für ein Lächeln bei mir, da die ICO nahezu 1:1 eine Kopie von Lisk darstellt. Die Macher von WAVES dachten sich wohl, gehen wir auf Nummer sicher und orientieren uns einfach am extrem erfolgreichen Lisk-Börsengang. Selbst die Zahl der Coins, Bounties usw. stimmt genau mit dem Lisk-Börsengang überein:

Es gibt 100 Millionen Coins. Davon können 85 Millionen Token bei der ICO erworben werden. 15 Millionen sind für Bounties, Marketing, Strategische Partner und für das Entwicklerteam reserviert. Ab dem 12. April können dann die 85 Millionen WAVES-Token gezeichnet werden. Es gibt nur am 12. April einen Erstzeichnerbonus von +20%, vom 13. April bis 30. April gibt es 10% Bonus, zwischen dem 1. und 15. Mai gibt es 5% Bonus und bis zum 31. Mai kann ohne Bonus gezeichnet werden. Die ICO-Zeit erstreckt sich also über das stolze Zeitfenster von sieben Wochen.

Ich selbst halte WAVES für sehr vielversprechend. Das Team ist mit Sasha Ivanov, (Coinomat), Kushti und James exzellent besetzt. Es gräbt zwei Projekten das Wasser ab: Nxt, deren relativ erfolgreiche Asset-Exchange angegriffen und als führende Asset-Exchange für Kleinprojekte abgelöst werden soll. Und eMunie (noch nicht gestartet), welche mit einfacher Bedienung den typischen Online-Banking-Kunden gewinnen wollen, die bisher noch nichts mit Kryptos zu tun haben. Für eMunie wird ein erfolgreicher Start nach WAVES noch einmal schwieriger werden.

Zeichnen oder Nicht? Noch vor wenigen Wochen hätte ich die klare Anweisung gegeben, unbedingt am 12. April zu zeichnen um die 20% Startbonus zu erhalten. Dies hat sich nach dem Mega-Erfolg von Lisk geändert. Ich habe nämlich die Befürchtung, auch auf Grund der sehr langen Zeichnungsdauer von sieben Wochen, dass dieses Projekt ZUVIEL an Bitcoin erhalten könnte während der Zeichnungsphase, so dass für Erstzeichner kein vernünftiger Return mehr drin liegt (trotz 20% Bonus). Und nicht vergessen: Dieses Projekt wird von genialen Leuten gemacht, die aber nicht unbedingt dafür bekannt sind schnell und pünktlich zu liefern (das gilt vor allem für James). Auch wenn der Lite-Client zum Ende der ICO angekündigt wurde, würde ich nicht unbedingt darauf setzen. Evtl. hat man eine Kapitalbindungsdauer von einigen Monaten bis zum Herbst. Zeit, in der man zum Beispiel seine Bitcoin bei Zinsraten von rund 0.1% und mehr pro Tag bei Poloniex anlegen könnte und ebenfalls einen netten Return mit weniger Risiko hätte.

Vielleicht möchten sie sich deshalb an meiner Taktik orientieren: Ich werde abwarten bis zum 31. Mai, wenige Stunden vor dem Ende der ICO. Sollten bis dahin unter 10’000 Bitcoin investiert worden sein, werde ich zeichnen. Ist es mehr, werde ich auf eine Zeichnung verzichten. Mit dieser Taktik sieht das Chancen/Risiko-Verhältnis für den Investor am Besten aus. Zudem lässt sich in dieser Zeit noch zusätzlich verfolgen, wie die Entwicklung des Lite-Client aussieht und wie sich das Team in diesem Zeitraum präsentiert hat. Das Urteil wird auf jeden Fall klarer ausfallen als sieben Wochen zuvor.

Drei Neuemissionen (ICOs) im Check: WAVES – PRISM – Elastic

2016 verspricht ein ICO-Jahr zu werden, insbesondere Lisk zieht die Bitcoin ja wie ein Magnet an. Heute möchte ich Ihnen drei Neuemissionen vorstellen und meine Einschätzung dazu abgeben, ob sich das Zeichnen lohnt oder man doch lieber nicht investieren sollte.

WAVES
waves
Die Geschichte von WAVES begann letztes Jahr, als sich in der Nxt-Community ein Auseinanderdrifften der Interessen zeigte zwischen den Chefentwicklern (Jean-Luc und Ryker) und SuperNET-Betreiber James. SuperNET war zunächst eng auf die Nxt-Platform abgestimmt und von bestimmten Grundvoraussetzungen abhängig, damit die Kompatibilität gewahrt werden würde, Jean-Luc und Ryker nahmen bei den Updates darauf aber keine Rücksicht, so dass es immer wieder zu Verstimmungen kam. Der aktuelle Konflikt um Nxt 2.0 hat ebenfalls damit zu tun, da sich die Asset-Inhaber und Emittenten übervorteilt hielten. WAVES ist also eine Reaktion unzufriedener Kreise mit Nxt. Und es ist mehr als nur ein laues Lüftchen, es verspricht ein erstzunehmender Konkurrent zu werden.

Bei Altcoinprojekten ist mir das Entwicklerteam immer wichtig. Hier haben wir mit James, Kushti und Coinomat als Projektleiter „viel Power“ dahinter. Es wird 100 Millionen WAVES-Token geben, die alle über das ICO voraussichtlich im April erworben werden können. Es wird kein Mining geben, es handelt sich wie bei Nxt um eine klassische POS-Coin. Sehr interessant erscheinen mir die Features. WAVES ist eine Coin, welche sich auf die Asset-Exchange fokussiert. Diese dezentrale Marktplatz soll auch Asset-to-Asset-Trading möglich machen. Ein Reputationssystem soll zuverlässige Händler kennzeichen. Auch das Crowdfunding soll eine wichtige Rolle einnehmen und damit in Konkurrenz zu Kickstarter treten. Es wird auch einen Lite-Klienten geben mit sehr einfacher Installation. Generell ist es das Ziel möglichst viele Anwender zu gewinnen, die bisher noch nichts mit Kryptowährungen zu tun hatten und ihnen eine Software zu bieten, die ähnlich funktioniert wie das Online-Banking ihrer Hausbank. Hier alle Features im Detail.

Fazit: Ich werde bei ICO-Start noch einmal ausführlich über WAVES berichten. Es sieht aber schwer nach einer Zeichnungsempfehlung aus. Es handelt sich um ein interessantes und ernstzunehmendes Projekt, welches wohl auch einigen Erfolg haben könnte.

 

PRISM
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Das schlimme bei PRISM ist, dass es wohl mit nahezu 100%-Sicherheit ein SCAM ist, aber ein sehr gut gemachter. Es gibt eine schöne Webseite und einen Blog zur ICO – beides sehr nah an Lisk gehalten. Aber das Whitepaper ist geklaut und auch das Bild des CEO. Eindeutiger kann man fast nicht betrügen. Das ist ein glasklarer Fall von ICO-Abzocke.

Fazit: Nicht zeichnen, Betrug!

 

Elastic – Der dezentrale Supercomputer

Während PRISM versucht auf der Lisk-Welle mitzureiten, ist bei Elastic eher Maidsafe das Vorbild. So soll Elastic wie ein dezentraler Supercomputer funktionieren über die Cloud. Jeder, der sich die Software herunterlädt stellt Rechenleistung zur Verfügung. Diese kann dann von anderer Seite gemietet werden und man erhält dafür als Belohnung Elastic-Coins. Hier ein schönes Video dazu. Was mir zu schaffen macht ist die Geschichte der Coin und das Entwickler-Setup. So wurde die Coin von einem gewissen „Lionel Keys“ vorgestellt, der dann auch das Crowdfunding startete und damit begann Bitcoin einzusammeln. Er gab dann aber schnell auf, da das Projekt wohl nicht funktioniert oder aber er hatte einen Betrug vor und bekam kalte Füße. Er übergab das Projekt zu Evil Knieval, der das Projekt unter gleichem Namen fortführte und auch das Crowdsale weiterlaufen ließ. Aktuell ist Lannister der Chefentwickler, kommuniziert aber sehr spärlich. Auch diese Aussagen gefallen mir nicht, hier ist niemand mehr wirklich verantwortlich:

„The Elastic Project is a loose formation of developers. As such, nobody can speak with authority in the name of the Elastic network. The entire development takes place on GitHub (using the push and pull process) and everyone is entitled to contribute. There is no company nor is there a single person behind the Elastic Project.“

Fazit: Der Fall hier ist längst nicht so klar wie bei PRISM. Mir ist das Setup zu dürftig, es fehlt an Verantwortlichkeiten und auch die Geschichte spricht nicht für das Projekt. Ich halte das Projekt nicht unbedingt für einen Scam, aber ich halte die Erfolgsaussichten für relativ mager. Ich würde deshalb das Risiko einer Zeichnung nicht eingehen.