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Update IOTA/IOTATOKEN: Android-Wallet, Light-Wallet und Foundation

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Ein kleines Update zu IOTA. Neben einer Light-Wallet, welche IOTA bereits viel benutzerfreundlicher gemacht hat, gibt es seit heute ein Android-Wallet. IOTA kann nun also problemlos auf vielen Smartphones und Tablets genutzt werden, allerdings nicht bei Apple iOS Geräten. Ganz einfach bei Google Play downloaden:
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Hier noch ein Blogbeitrag dazu in Verbindung mit einem tollen Video, in welchem die wichtigsten Funktionen zu sehen sind.

Das Entwicklerteam hat einen sehr guten Job gemacht! Ich rufe deshalb zu Spenden auf, da diese Arbeit weitgehend unentgeltlich erfolgte:
Bitcoin: 1MyCJP3yZtSJ3bMVEoQRPSY3D6Ev7CTvzo
IOTA: DBPECSH9YLSSTQDGERUHJBBJTKVUDBMTJLG9WPHBINGHIFOSJMDJLARTVOXXWEFQJLLBINOHCZGYFSMUEXWPPMTOFW

Auch der Handel mit IOTA wurde erleichtert. Es gibt nun einen Chatbot um IOTA über Slack zu handeln und es wurden so bereits über 200 Transaktionen im Gegenwert von über 200’000 Euro abgewickelt. Wer genaueres wissen will und IOTA kaufen oder verkaufen will, hier geht es zum Handel über den Chatbot: https://iotatangle.slack.com/messages/trading/

Heute fand noch ein Hackathon im Office der IOTA-Foundation in Berlin statt unter dem Motto „Hacking.Law: Connecting Law and Code.“
IOTA beteiligte sich zudem am Hackathon im Cryptovalley von Thomson Reuters in Zug Ende Januar. Diese Veranstaltungen helfen IOTA einem breiteren Publikum bekannt zu machen und Entwicklungen on top anzustoßen. Die Adresse der IOTA-Foundation ist übrigens die Schlüterstr. 55 in 10629 Berlin. Man kann IOTA also im weitesten Sinne als deutsches Kryptoprojekt bezeichnen.

Zum Börsenlisting und zum sogenannten BigDeal gibt es noch keine Neuigkeiten. Zuerst soll die Foundation rechtlich korrekt in Berlin registriert werden. Allerdings wurde die Zeit auch genutzt um IOTA technisch zu verbessern sowie die IOTA-Foundation mit Starmitgliedern aus der Fintech-Branche zu bestücken, so dass hier tatsächlich versucht wird einen möglichst großen Einfluss bei zukünftigen IOT-Projekten zu gewinnen. Insbesondere Carsten Stöcker, Chris Skinner und Per Lind sind klingende Namen. Hier sind sämtliche Details zur IOTA-Foundation. Mit Carsten Stöcker hätte man evtl. Zugriff auf Projekte wie diese hier, bei dem zum Beispiel auch die UBS und Daimler beteiligt sind. Es ist ein überragender Erfolg für das IOTA-Team ein derartiges „Fintech-Allstar-Team“ für die Foundation gewinnen zu können. Das kann man nicht hoch genug einschätzen und gibt dem ganzen Projekt einen sehr optimistischen Ausblick für die kommenden Monate!

Noch in eigener Sache: Teilweise schon über ein Jahr halte ich treuhänderisch von Käufern bei mir erworbene IOTA. Langsam wird es wirklich Zeit diese IOTA bei mir abzurufen. Die Light-Wallet ist auch leicht zu benutzen. Am sichersten sind die IOTA in eurer eigenen Wallet. Auch ich bin nicht unsterblich und gegen einen „Bus-Event“ immun. Also bitte aus eigenem Interesse bei mir melden und eure IOTA bei mir abholen.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in die oben genannten Kryptowährungen selbst investiert.

Byteball mit glanzvollem Start!

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Eigentlich wollte ich bereits vor Weihnachten ein Update zu Byteball veröffentlichen, aber leider war ich dazu zeitlich nicht mehr in der Lage. Ich habe mich ja bereits mehrmals zu Byteball geäussert. Nochmal das Wichtigste in Kürze: Byteball ist eine neue Kryptowährung der dritten Generation, also ohne Blockchain, stattdessen mit einem DAG-Graph. Im weitesten Sinne vergleichbar mit IOTA, wobei Byteball ein gänzlich anderes Modell verfolgt und hier auch Fees bei Transaktionen fällig werden. Hier noch ein Blog-Beitrag welcher die wichtigsten Unterschiede zwischen IOTA und Byteball verdeutlicht. Am 25. Dezember war es dann soweit und 10% aller Byteball wurden gratis verteilt. Investoren mussten lediglich ihre Bitcoin-Adresse verlinken, was Cryptkeeper hier sehr benutzerfreundlich beschrieben hat. Cryptkeeper hat sich generell sehr positiv hervorgetan hier um das 1-Entwickler-Projekt von Tony zu unterstützen.

Für Altcoininvestoren ist es immer die beste aller Welten wenn eine Coin gratis verteilt wird. Freilich musste man Bitcoin besitzen, sonst gab es keine Gratis-Byteball. Diese Ausschüttung hat problemlos funktioniert. Jeder Teilnehmer hat nicht nur Byteball erhalten sondern auch noch Blackbyte, welche in der selben Wallet verwahrt werden. Zwei auf einen Streich, das hat man selten! Byteball stellt dabei das Equivalent zum Bitcoin dar und die Transaktionen lassen sich über den DAG-Graph teilweise zurückverfolgen (wie bei Bitcoin über die Blockchain), Blackbytes sind Coins für private, anonymisierte Zahlungen. Diese Transaktionen werden nicht im DAG gespeichert, sondern nur in den Userdaten der Wallets. Daher müssen sich immer zwei User mit ihren Wallets verbinden, um zu handeln. Die Blackbytes sind wie Bytes mit eingebautem Mixer, nicht von außen zu verfolgen. Man kann diese in etwa mit dem Monero vergleichen. Auf Grund dieser Besonderheit können aktuell nur Byteball auf Kryptobörsen gehandelt werden und keine Blackbytes. Dies soll auch so bleiben, da ein Börsenhandel die Anonymitätsfunktion von Blackbyte teilweise aushebeln würde. Es ist allerdings eine InApp-Börse geplant innerhalb des Byteball-Netzwerks.

Grosse Diskussionen gab und gibt es deswegen, weil Byteball proportional an die jeweils gelinkten Bitcoinguthaben verteilt wurde. Wer 10 Bitcoin in seiner Wallet hatte bekam proportional 10x mehr als jemand der nur 1 Bitcoin in seiner Wallet hatte. Die ganz grossen Profiteure der Ausschüttung wurden damit auch die erfolgreichen ICOs der letzten Monate, welche ihre Berge an Bitcoin dazu nutzen um an der Byteball Verteilung mitzumachen. Dazu gehörten zum Beispiel Lisk, Waves und ICONOMI. Lisk alleine kontrolliert aktuell über 10% aller Bytes und Blackbytes. ICONOMI nur unwesentlich weniger. Waves hat sich jedoch dazu entschlossen seine Byteball „zu dumpen“ und wird so bei zukünftigen Ausschüttungen nur noch eine geringe Rolle spielen. Bei künftigen Ausschüttungen wird nämlich die Anzahl der Bytes ein deutlich gewichtigerer Faktor sein als die gelinkten Bitcoin.

Hier sind die Details zur zweiten Ausschüttung am 11. Februar: Es gibt erneut Gratis-Byteball für alle Bitcoinhalter. Allerdings jetzt nur noch fix 0.0625 GB (also 62.5 Millionen Stück) je gehaltenem Bitcoin + 0.13194 GB Blackbyte (also 131.94 Millionen Stück). Das hört sich nach viel an ist aber ungefähr 20x weniger als bei der ersten Ausschüttung. Allerdings profitieren bei dieser Ausschüttung nicht nur Bitcoinhalter sondern auch Byteball-Investoren: Sie erhalten +10% auf Ihre Bestände. Wer also 10 GB hält hat nach dem 11. Februar 11 GB. Weitere Ausschüttungen sollen nach dem Muster alle vier Wochen erfolgen. Massgeblich für die Ausschüttung ist die Anzahl an Byteball in der Wallet. Blackbytes spielen keine Rolle, da die Anzahl in der Wallet nicht bekannt ist wegen der Anonymitätsfunktion. Die genauen Details finden sich hier.

Warum ich für Byteball eine gewisse Begeisterung hege ist, dass Tony es geschafft hat eine Art „iPhone“ für DAG-Coins zu bauen. Tony hat eine Wallet gebaut die man herunterlädt installiert und intuitiv bedienen kann. Es funktioniert und es ist super einfach. Er entwickelt das System immer weiter, hat vor kurzem in der Version noch eine nette Chat-Funktion eingebaut. Er hat den Termin für das Release eingehalten zu Weihnachten und ist für seine Community da wenn Fragen da sind. Alles wirkt aus einem Guss, nicht das typische Altcoinchaos.

Aktuell ist Byteball nur auf der kleinen Börse https://cryptox.pl gelistet. Allerdings habe ich diese Börse bereits mehrmals selbst ausprobiert und man kann hier problemlos Byteball kaufen und verkaufen:

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Wie immer gilt: Am besten nach jedem Handel die Byteball gleich ins eigene Wallet transferieren. Wer frische Byteball auf seine Börse zugekauft hat sollte auf jeden Fall kontrollieren, ob seine Adressen auch alle über den Bot registriert sind. Sonst gibt es für diese „frischen Byteballs“ keine zusätzlichen Blackbytes bei der Ausschüttung. Wie das genau geht wird hier erklärt.

Fazit: Byteball bringt enorm viel Potential mit, vor allem jetzt zu Beginn der Verteilung. Es gibt aber auch Risiken, da das Projekt aktuell voll abhängig von Entwickler Tony ist. Entwicklungspotential besteht auch bei der Community, welche deutlich grösser und aktiver sein könnte. Dafür dass Byteball so revolutionär ist, konnte es bisher im Verhältnis noch nicht genug Multiplikatoren gewinnen, welche das Projekt aktiv unterstützen. Zudem wird die ungleiche Verteilung bei Byteball ein Streitpunkt bleiben und auch eine stetige Gefahr für Abverkäufe. Momentan ist das System zudem noch nicht voll dezentralisiert, da die sogenannten Witnesses (mindestens 12) welche die DAG-Transaktionen bestätigen, aktuell alle noch von Entwickler Tony bereitgestellt werden. Es darf auch nicht vergessen werden, dass immer noch 90% der Coins von Tony kontrolliert werden, da sie erst noch ausgeschüttet werden. Man muss aktuell Tony vertrauen, ich tue das auch, es wird aber ein Hindernis sein auf dem Weg nach oben, bis alle Coins dann auch wirklich verteilt sind. Insgesamt betrachtet ist das Chancen/Risiko-Verhältnis bei den aktuellen Kursen aber noch sehr günstig und ich rate zu Zukäufen bei Kursen von unter 0.06 GBYTE/BTC, insbesondere vor der Ausschüttung neuer Byteball am 11. Februar. Wer zum Beispiel 10 GB Byteball (ein GB = 1000’000’000) kauft, hat nach der Ausschüttung 11 GB Byteball + zusätzlich auch noch 2.166 GB Blackbyte. Und in einem Monat kommen da noch einmal 10% oben drauf. Und wenn man das Spielchen weiter spielt und bis zum Schluss der Ausschüttungen durchhält, hat man seinen Bestand vervielfacht. Schon ein stabiler Kurs reicht dann aus, um einen Return von mehreren 100% zu erzielen. Und wer nicht unbedingt zukaufen will, sollte doch zumindest die Option nutzen seine vorhandenen Bitcoins für die Gratisverteilung anzumelden. Das ist in wenigen Minuten erledigt.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in die oben genannten Kryptowährungen selbst investiert.

 

Kurzfristig keine Besserung an den Altcoinmärkten

altcoinsMan kann es nicht verhehlen: Die Altcoinmärkte sind außer Tritt geraten. Die Diskrepanz zwischen Bitcoin-Gewinnen und schwachen Altcoins hält nun seit einigen Monaten an. Aktuell beträgt die Bitcoin-Dominanz 85.8%, das ist der höchste Wert seit dem Februar. Noch im Oktober lag der Wert bei 79%. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass Altcoins gegenüber dem Bitcoin um rund 27.6% verloren haben in diesen wenigen Wochen. Die Marktkapitalisierung der Altcoins sank im gleichen Zeitraum von 2.5 Milliarden Dollar auf 1.9 Milliarden Dollar. Hier ist vor allem Ethereum zu nennen, welches von Hardfork zu Hardfork taumelt. Zudem haben ICOs deutlich an Reiz verloren. Es gab zu viele davon in zu kurzer Zeit. Dadurch konnten sich auch keine nennenswerten Kursgewinne mehr entwickeln.

Kurzfristig scheint keine Besserung in Sicht. Investoren rate ich Ruhe zu bewahren und die Krise mit einer möglichst hohen prozentualen Position des Portfolios in Bitcoin auszusitzen. Dennoch bin ich weiterhin davon überzeugt, dass es sich nur um einer vorübergehende Eintrübung handelt. Der Bitcoin konnte in den letzten Monaten weitere Neu-Investoren finden. Das beweist die Anzahl von Wallets von Blockchain.info. Es bleibt dabei, dass ein Teil dieser Investoren auch Interesse am Altcoinmarkt haben wird zu einem späteren Zeitpunkt. Diese Investoren von Morgen sind die Grundlagen für die Kursgewinne bei Altcoins 2017. Dabei dürfte aber gelten, dass vor allem neue Coins profitieren. Das Rad der Geschichte dreht sich unermüdlich. Bei Altcoins gilt eben: Neue Besen kehren gut! Byteball, Tezos und IOTA stehen in den Startlöchern und werden dabei Aufmerksamkeit von bestehenden Coins absorbieren. Die durchschnittliche Performance von Altcoins hinkt der des Bitcoin hinterher. Wer aber Flexibilität zeigt und die Pferde regelmässig wechselt, kann finanziell durchaus profitieren. Lieber zu oft verkaufen als zu lange halten. Die Wahrscheinlichkeiten arbeiten bei Altcoins gegen einen, ähnlich wie im Spielcasino: „Gewinnen kann man, verlieren muss man!“ Ich verweise dabei auf ehemalige Topcoins von 2013 wie Quark, Anoncoin oder Worldcoin:
Yesterday’s Heros, but forgotten today!

Projekte wie NxtArdor zeigen, dass selbst brillante Leistungen nach einer gewissen Zeit nicht mehr vom Markt honoriert werden und zum Nischendasein bei einer Marktkapitalisierung von unter 20 Millionen verdammt sind. Enden Sie nicht als Bagholder, im Zweifel bitte bestehende Altcoinpositionen verkaufen. Dann haben sie die nötige Liquidität welche nötig ist um die 2-3 interessanten ICOs in den nächsten Monaten mitzumachen bzw. beim Byteball-Airdrop ab Weihnachten.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in die oben genannten Kryptowährungen selbst investiert.

 

IOTATOKEN: Feiert ersten Geburtstag + wichtige Updates!

IOTA

Zuletzt hatte ich im Juli über IOTA berichtet, die Kryptowährung der dritten Generation, speziell designed für das Internet der Dinge (IOT). Die Zeit geht vorüber, es ist bereits über ein Jahr her, seit die Bekanntmachung für IOTA bei Bitcointalk erfolgt ist. Das war am 21. Oktober 2015. Ich selbst habe am 15. November 2015 zum ersten Mal über IOTA berichtet. Ich war damals auch der erste welcher IOTA als erste Kryptowährung der dritten Generation bezeichnet hatte, eine Bezeichnung welche sich im Jahr 2016 immer mehr für DAG-Coins durchsetzt. Ich muss dabei zugeben, ich hätte jedes Projekt von Come-from-Beyond unterstützt, selbst wenn ich es nicht voll verstanden hätte, denken wir an seine Idee von Qubic aus dem Jahr 2012(!). Zu IOTA muss ich noch einmal feststellen, dass mir damals mehrere Killer-Kriterien ins Augen stachen. Ich zitiere aus meinem Blogbeitrag vom November 2015:
„IOTA vereinigt für mich drei sogenannte Killerkriterien:
-Echtzeit-Zahlungen
-Blockchainlose Technologie, die sehr geringe Hardwareanforderungen stellt
-Verbindung mit passender Hardware Jinn um im Billionenmarkt „Internet der Dinge“ durchzustarten“

Seit meinem letzten Beitrag vor drei Monaten kam IOTA allerdings in relativ stürmische Gewässer. Zwar konnten sowohl die Foundation (5%) aller IOTA sowie der sogenannte BigDeal (2%) durch die Community finanziert werden, aber die Methoden welche zur Spendengenerierung durch das IOTA-Team eingesetzt wurden, waren hart am Rande der Erpressung nach dem Motto: „Spendet oder wir Forken das Projekt unter den Fittichen eines Tech-Konzerns. Ihr bleibt dann mit dem bisher Erreichten zurück…“ Dies wurde zwar nicht direkt kommuniziert aber durch die Blume mitgeteilt. Generell wurde die Community stets an der kurzen Leine gehalten. So werden Informationen nur sehr spärlich veröffentlicht und in Slack oder Bitcointalk fällt der IOTA-CEO eher durch Trollen oder sogar Beleidigungen auf. Das Community-Management ist sicherlich die Achillesverse des Projekts und hier wurde auch schon beträchtlicher Schaden angerichtet. Kein Vergleich zu Lisk oder Waves. Obwohl es gelang „Kryptowunderkind“ Dominik Schiener an Board zu holen ist deshalb die IOTA-Community trotz der bahnbrechender Technologie auch nicht sonderlich gewachsen seit dem Sommer. Ich selbst bin zum Beispiel im August abgesprungen, nachdem mir der IOTA-CEO einen einstündigen Beleidigungssturm an den Kopf knallte, anstatt sich um ein Update für die Community zu kümmern (ob sich meine Arbeit bis dahin positiv auf den ICO-Erfolg und das Community-Wachstum von IOTA auswirkte, lasse ich den geneigten Leser entscheiden…) Hinzu kamen technische Verzögerungen. So gab es zwar immer wieder neue Updates, aber 100% zufrieden mit der Skalierbarkeit war das Team nicht. Trotz eines erfolgreichen Stresstests mit vielen tausenden Transaktionen im Sommer konnte die damalige Version des Netzwerks nicht börsenfähig gemacht werden. Aktuell wurde deshalb IOTA komplett überarbeitet und ist nach gut vier Wochen Pause wieder frisch am Start. Ein Monat Pause sind schon eine Hausnummer, es war in dieser Zeit nicht möglich bereits vereinbarte Transaktionen abzuschließen.

Aber seit dem Samstag überwiegt wieder die Hoffnung für das Projekt. Dort gab der CEO wichtige Updates und Weichenstellungen bekannt. Das war wirklich beeindruckend und zeigte, dass hier trotz kaum vorhandener Umgangsformen ein kluger Kopf hinter dem Projekt steht. Man sagt ja auch über Steve Jobs, Bill Gates oder Elon Musk, dass es im zwischenmenschlichen Umgang enorm schwierige Gesellen sind/waren. So verkündete David Verbesserungen an für die neue Version 1.1. So fällt keine Beschränkung mehr an je IOTA-Adresse. Es kann nun eine unendliche Anzahl an IOTA-Token je Adresse gehalten werden. Es wird zudem einen Lite-Client geben, der für IOTA-Investoren die tägliche Anwendung wesentlich erleichtern wird ohne entsprechende Peer-Nodes suchen zu müssen bzw. lange zu syncen. Das geht soweit, dass es sogar eine IOTA-Version für Android und ios geben wird demnächst. IOTA wird also voll Smartphone-tauglich werden. Zudem kündete David weitere Kooperationen mit FinTech und IOT-Unternehmen an, die wohl sehr vielversprechend wären, allerdings noch ohne konkrete Detailinformationen. Wichtig war in diesem Zuge freilich auch, dass nun endlich der Endspurt kommt, daher die Weichenstellung für ein Börsenlisting. Es erfolgt noch ein Stresstest mit dem neuen Set-up und dann soll es wohl losgehen. Klar, zu optimistisch bin ich hier nicht, Dezember wäre wohl der frühestmögliche Termin.

Sehr gut auch die bekanntgegebenen personellen Weichenstellungen. So konnte zum Beispiel Gianluigi Davassi als weiterer Java-Entwickler gewonnen werden. Gianluigi ist ein äußerst talentierter Entwickler der zuletzt für N26 im Einsatz war, eines der bekanntesten FinTech-Unternehmen dieses Jahres (von Peter Thiel). Es schwingt natürlich auch eine kleine Hoffnung mit, ob über Gianluigi Kontakt zu Peter Thiel aufgebaut werden kann. Für die IOTA-Foundation konnte zudem noch Per Lind gewonnen werden. Lind bring einen beträchtlichen Rucksack mit sich, so war er bereits Marketing-Chef von Bang & Olufsen und war zuletzt in verschiedensten FinTech Projekten mit aktiv. Ein Experte für die Distributed Ledger Technologie (DLT). Sicher ein Mann dessen Kontakte ebenfalls weiterhelfen werden.

Wichtig für alle Investoren: Die IOTA müssen über das alte Passwort noch einmal frisch geclaimt/angefordert werden. Also eine ähnliche Aktion wie im Juli. Das ist bereits seit gestern möglich, hier sind die Details dazu. Allerdings ist das aktuell noch relativ unkomfortabel nur über Kommandozeileneingabe möglich. Ich würde jedem Investor raten zu warten, bis die GUI zur neuen Version 1.1 fertig gestellt ist oder sogar bis der Lite-Client fertig ist. Es besteht auch überhaupt kein Grund zur Eile, man hat bis zum Oktober 2017 Zeit. Und bis zum Börsenlisting vergehen mit Sicherheit noch Wochen.

Fazit: Das Glas ist freilich trotz manch negativer Umstände mehr als halbvoll. Auch ich war relativ beeindruckt von dem Update am Samstag und den Weichenstellungen für die Zukunft. Das sieht sehr durchdacht aus und es konnte auch zusätzlich hochkarätiges Personal gewonnen werden. Dominik Schiener war ja bereits ein Glücksfall für das Projekt und nun zusätzlich die Verpflichtung von Gianluigi Davassi und Per Lind, können sich mehr als sehen lassen. Wenn das IOTA-Team nun weiter macht und IOTA auch tatsächlich bei einigen IOT-Firmen platzieren kann + evtl. noch ein positives Update zum Jinn-Prozessor*, dann könnte IOTA durchaus für ordentlich Furore machen. Ich halte mittlerweile eine Marktkapitalisierung ein dreistelliger Millionenhöhe für nicht ausgeschlossen. IOTA sammelte beim ICO übrigens rund eine halbe Million Dollar ein…

*JINN ist die Hardware-Firma des IOTA-Teams. Es soll dabei ein völlig neuer Hardware-Prozessor entwickelt werden der anstatt binär (2 Werte) auf einer dreiwertigen Logik basiert (Ternärer Computer). Diese Prozessoren wären effizienter als die bisherigen binären Prozessoren und ein bedeutender Meilenstein im Internet der Dinge – und darüber hinaus. Der „Börsengang“ von JINN erfolgte im Oktober 2014 über die Nxt Asset Exchange. Der aktuelle Entwicklungsstand von JINN wird bewusst verschwiegen bis zum Börsenlisting von IOTA.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in die oben genannten Kryptowährungen selbst investiert.

Byteball: Exclusive Interview with developer tonych in English

interview

Byteball has gained a lot of attention from the Crypto Community since it was announced one month ago. Main reason is because it’s a 3rd Generation Cryptocurrency without any Blockchain based at a Direct Acyclic Graph (DAG) structure. The DAG concept was introduced by Sergio Demian Lerner in September 2015. At the moment there is with IOTA just one other crypto project based at DAG. An other reason for the great attention was, because Byteball will be distributed for free with an airdrop end of this year. There will be no ICO, you just need a Bitcoin-Wallet to participate at the distribution of Byteball.

The developer of Byteball (Anton Churyumov) was willing to answer me my questions in an interview:

Hi Anton, any words about yourself?

tonych: I founded or actively participated in a few internet businesses, some were sold, some were failures, some are still under way. In most of these businesses, I was focused primarily on the technical design and implementation. Before 2001, I was a scientist, I hold a Russian equivalent of PhD in physics and math but I abandoned science in favor of my first business project where I saw that I can produce an impact.

When did you start developing Byteball, is it your first Cryptoproject?

tonych: Byteball is my first cryptocurrency project. I started thinking about it in November 2014 when I saw that the blockchain design can be significantly simplified by replacing it with a DAG. I was fascinated by the cooperative democratic nature of the DAG where every new transaction implicitly secures all previous transactions by referencing their hashes. At the same time, the author of the new transaction depends on his peers to confirm the transaction, not on miners he has no control over. Once a new transaction is released into the network, it gets referenced, hence implicitly confirmed, almost immediately, and the number of direct and indirect references grows like a snowball. Snowball was the first working name of the system.

Byteball uses a Direct Acyclic Graph (DAG) structure. Was this inspired by the DAG-Coin concept of Sergio Demian Lerner?

tonych: I came to it independently. Sergio developed the DagCoin concept in 2012 but published it only in September 2015, almost a year after I began working on a similar idea.  However, the interest to the concept by one of the great minds in crypto space supported my belief that DAG is something worth working on.

In the whitepaper you mentioned also the book 1984 as BCNext did in the Nxt-Code. Is there any relation between you and him?

tonych: Don’t speculate about the relation, it is just a good book. And if BCNext is Russian, this book has a special significance for Russia.

Where do you see the biggest advantages of DAG instead of a classical Blockchain?

tonych: I see two advantages that are common for all DAG based designs. First, a new transaction starts gaining at least partial confirmations from peers almost immediately after it is published, no need to wait that a miner finds a new block. Second, DAG is inherently more scalable than blockchain. When new transactions are issued too often, the DAG just becomes wider, there is no block size limit, there is no orphaning when the interval between blocks is set too small, there is no need to consider large delay in pushing large block to peers.

There are also important advantages of the DAG design employed in Byteball. In all other cryptocurrencies, there is no guarantee that a transaction is ultimately recognized, even when it is absolutely valid according to the protocol, also reorgs are possible and transaction finality is only probabilistic. These properties look somewhat odd to ordinary users and are not compatible with the requirements of the financial sector, where certainty is expected. In Byteball, forks and reorgs are impossible by design, and every transaction attains a final confirmation, which is deterministic. This is very important advancement in crypto space which brings Byteball closer to what ordinary users and the financial sector are used to expect from money.
wallet

What are the main similarities and differences with the other DAG-like Crypto IOTA?

tonych: IOTA also uses DAG, and this is the only similarity.
Everything else is different:
– IOTA uses PoW. In Byteball, the ordering of transactions is based on main chain
– In IOTA, parts of the DAG can be orphaned. In Byteball, there is no chance of orphaning
– Byteball has transaction fees, in IOTA there are no explicit fees (but users still have to expend resources for PoW)
– In Byteball, there are deterministic criteria when a transaction becomes final. In IOTA, there are no exact criteria, it is still probabilistic
– IOTA is a single token currency with only plain payments, Byteball has multiple assets and smart contracts
– In IOTA all payments are public. In Byteball, there are assets that are transferred privately

Can you bring a nice example how Byteball could change the life of an average person in a positive way?

tonych: Byteball enables banks to issue assets that can only be moved when co-signed by the issuer (the bank). That allows banks to open bank accounts that are tracked on the Byteball database (rather than the bank’s internal database) and still follow the KYC/AML regulations that exist in the financial sector: the banks will co-sign transactions automatically once all the checks are passed.

That means that fiat-pegged bank issued assets and all other assets issued on Byteball now exist in a single common environment, the exchange happens by the two parties signing a single transaction that executes both legs of the exchange, it is instant, risk-free, and doesn’t require any third-party custodians. The environment is highly competitive, hence the exchange is affordable. The assets that users buy in exchange for bank issued money can be e.g. securities, such as bonds.  Users can also instantly send bank issued assets to each other or to merchants to pay for goods and services.

With this change, it becomes so easy for an average person to move value across multiple markets, globally, through a new type of account at a usual bank, and all the bank has to do is track this account on the Byteball decentralized database.

Delays are happening quite often for new projects,  what are the biggest challenges before you are ready to the lunch Byteball?

tonych: The biggest challenge is to get as many people as possible to know about Byteball and participate. We already have all the pre-requisites: we have this great technology that appeals to a much wider user base than any earlier cryptocurrency, and the distribution mechanism that invites every Bitcoin holder to participate without paying anything.  Despite all that, this is still a challenge for me, because I know the technology and its implications fairly well, but I’m less knowledgeable in communities and media.

Speaking about delays, it is something that can never be excluded, and apart from technical reasons which are quite common and familiar in this field, we might also have to delay the launch if we see that we are getting too few people on board, hence we don’t get the desired network effects right from the start.  In this case, there is more work to be done before we can Launch.

There have been some critic because you want to combine the distribution of Byteball with the amount of Bitcoin somebody owns at a specific address so somebody with 10 BTC will get 10x more than one with 1 BTC. Any comment on that?

tonych: Well, first of all, I want to recognize those early adopters who were first to believe in Bitcoin as the right direction in which the financial system should evolve. Second, the rules should be simple enough if we want everybody to understand the rules.  And third, the rules should be simple enough if we don’t want somebody to find loopholes that we did not foresee and game the rules in an attempt to gain an unfair advantage. If you think about it, the simplest ungameable distribution method that can be practically implemented, is the one that distributes bytes proportionally to BTC balances.

Any additional words for the German speaking community?

tonych: I do see a lot of activity in the crypto space from the German speaking community. I think it is a good sign: your financial systems are among the most advanced in the world, which together with the active demand for more open and decentralized financial services creates a good environment for the change to actually happen.

Many thanks Tony and good luck with Byteball!

More Information about Byteball:
Homepage
Bitcointalk
Whitepaper

Nächster Blogbeitrag selbstverständlich wieder auf Deutsch, keine Sorge. Aber seht es mir nach, ich hatte schlicht nicht die Zeit auf Deutsch zu übersetzen.

Byteball – Neue blockchainlose Währung gibt es gratis über Airdrop

byteball
Auf Byteball bin ich aufmerksam geworden, da mich der Entwickler Anton Churyumov persönlich kontaktiert hatte. Als ich dann erfuhr, dass es sich um eine neue 3.0 Währung handeln würde ohne Blockchain, war ich natürlich sofort interessiert. Sollte Byteball funktionieren, würde es dann in einer Liga wie IOTA spielen. Es handelt sich aktuell um ein 1-Mann-Projekt in das der Entwickler bereits 22 Monate Zeit investiert hätte. Das Prinzip ist ähnlich wie bei IOTA. Es gibt kein POW, kein POS und kein Mining. Stattdessen ein DAG-Design (Directed Acyclic Graph) welches bereits eine partielle Reihenfolge innerhalb der Transaktionen herstellt. Außerdem verfügt das DAG zusätzlich eine Main Chain hinzu. Der Main Chain erlaubt es, die korrekte Reihenfolge innerhalb der Transaktionen herzustellen. Die Transaktion, die früher in den Main Chain eingefügt wird gilt als maßgeblich in der Reihenfolge. Sollte es zu Double Spends kommen, gilt diejenige Version der Transaktion als gültig, die zuerst in den Main Chain eingefügt wurde, die anderen werden entsprechend ungültig und erhalten keine Bestätigung:
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Byteball ist im Gegensatz zu IOTA aber nicht gebührenfrei. Die Gebührenhöhe richtet sich nach der Größe der gespeicherten Daten. Wenn diese zum Beispiel 500 Zeichen beträgt, zahlt man genau 500 Bytes (die Währung von Byteball) als Gebühren. Die Geldmenge erhöht sich nicht und beträgt 1‘000‘000‘000‘000‘000 Bytes. Zudem soll Byteball weitere Features enthalten wie Smart Contracts, Multisig, Oracle-Function sowie verschlüsseltes Messaging. Weitere technische Details sind in deutscher Übersetzung dank Cryptkeeper hier zu finden. Das Whitepaper gibt es hier. Es gibt bereits ein Wallet, welches sogar Smartphone tauglich ist (dort mit einem speziellen Lite-Client). So sieht zum Beispiel eine Pizza-Bestellung über das Wallet aus:
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Es handelt sich hier aber noch um eine Testversion.

Byteball wird es gratis geben ohne ICO oder Crowdsale! Um eine möglichst breite Distribution zu erreichen bedient sich der Entwickler eines interessanten Verteilungsverfahren. Wenn es frühestens im November zur Emission kommt, wird man sich als Interessent mit einer seiner Bitcoinadressen registrieren können. Um zu bestätigten, dass einem diese Adresse auch gehört wird man eine kleine Testzahlung in Höhe von wenigen Satoshi an eine vom Byteball-Entwickler vorgegebene Adresse senden können. Zu einem exakt vorgegebenen Zeitpunkt wird dann eine Bestandsaufnahme gemacht und je nachdem wieviel Bitcoin man in dieser speziellen Adresse, die man bei der Registrierung angegeben hat hält, bekommt man entsprechend Byteball zugeteilt. Es sollen dabei 98% aller Bytes ausgeschüttet werden. Wer also auf dieser Adresse 10 Bitcoin gespart hat bekommt entsprechend 10x mehr als jemand der darauf nur ein Bitcoin liegen hat. Das schließt eine Mehrfachregistrierung aus, wie sie zum Beispiel bei Decred oder bei NEM auftraten, als es um die Startverteilung ging. Hauptkritikpunkt ist freilich: Die Reichen werden dadurch noch reicher. Aber es ist ein insgesamt faires und transparentes Verfahren. Es gibt sogar schon erste Bestrebungen, dass Poloniex entsprechend dem Bitcoinguthaben der Benutzer Byteball ausschüttet. Davon würden sowohl die Benutzer wie auch Poloniex profitieren (durch höhere Handelsumsätze). Genauere Details zur Verteilung stehen noch nicht fest, zuerst sollen in den nächsten Wochen weitere Tests erfolgen. Die restlichen 2% der Coins werden wie folgt verteilt: 1% für den Entwickler, so dass er nicht völlig leer ausgeht + 1% für zukünftige Nutzer, welche bei jeder Neuregistrierung einige Bytes umsonst erhalten sollen. Das sieht insgesamt erfreulich aus, in den letzten Monaten waren diese beiden Zahlen meistens so um die 15% bei den neuen Projekten (bei IOTA 7%).

Fazit:
Es gibt hier keine Diskussion, man kann nur gewinnen und nicht verlieren. Eine schöne Gelegenheit für die vielen Altcoininvestoren, welche das IOTA-ICO verpasst haben. Hauptgefahr ist dass die teilnehmenden Bitcoin-Adressen irgendwie attackiert werden sollen. Aber wenn man auf seinen Private Key aufpasst ist das für mich ein nicht sehr wahrscheinliches Szenario. Ich halte den Entwickler für ehrlich und auch fähig, wenn ich die vergangenen Wochen revue passieren lasse. Es dürfte sich dabei um eine interessante Figur der Kryptoszene handeln, welche hier anonym auftritt. Im Whitepaper wird mehrmals auf das Buch 1984 Bezug genommen. Dies könnte auf BCNext hindeuten und wäre freilich eine Riesensensation, wenn er quasi so nebenbei seine wahre Identität enthüllen würde, nach über dreijährigem Versteckspiel. Mich wundert, dass ich bisher der einzige bin, der dies in Erwägung zieht. Ich werde weiter über das Projekt berichten, selbstverständlich auch um auf die Details zur Verteilung hinzuweisen, so dass Ihnen diese Gelegenheit nicht entgehen wird!

IOTATOKEN: Erfolgreicher Launch, aber erneute Verschiebung des Börsengangs

IOTA BANNER

Nach einer kleinen Sommerpause melde ich mich wieder zurück. Ich werde mich selbstverständlich auch wieder anderen Kryptoprojekten widmen, aber heute wird mein Thema wieder IOTA sein, die erste Kryptowährung ohne Blockchain, sondern mit einem Tangle. Vor einer Woche war es soweit und das „Mainnet“ ging live. Die Spannung innerhalb der Szene war sehr gross, wird das Tangle-Konzept funktionieren? Nach einer Woche kann man das bestätigen. Der Client lässt sich sehr einfach installieren. Bei mir war nur 1 Klick notwendig; allerdings ist es wichtig vorher Java auf die aktuellste Version zu bringen. Danach ist es wichtig sich noch mindestens 7-10 aktive „Nachbar-Nodes“ zu suchen (hier gut möglich) und diese im Client manuell zu erfassen. Die gute Nachricht ist, dass dies mit der nächsten Version nicht mehr nötig ist und vollautomatisch geschieht. Danach lädt IOTA den Tangle herunter und es kann kurz darauf schon los gehen.

Transaktionen sind möglich und das Netzwerk läuft. Aktuell kann es aber notwendig sein, eine Transaktion ein zweites Mal zu versenden. Ich versuche das in „Non-Tech-Worten“ zu erklären: Der Tangle funktioniert nicht wie eine Blockchain, welche eher wie „Stein auf Stein“ aufgebaut ist (ein Block auf dem anderen). Der Tangle ist eher wie ein Netz. Und diesem Netz fehlt aktuell noch eine gewisse Engmaschigkeit, so dass immer einmal wieder Transaktionen „herausfallen“. Das bedeutet nicht dass die IOTA verloren sind, sondern lediglich die Transaktion mit 0% bestätigt wurde und noch einmal versandt werden muss. Das Gute ist allerdings, dass diese Engmaschigkeit mit jedem zusätzlichen Node besser wird. Auch die Transaktionszeiten werden geringer. Chefentwickler Come-from-Beyond schätzt, dass bereits 1000 Nodes ausreichen um einen hinreichend soliden Tangle zu gewährleisten. Aktuell sind es wohl circa 200 Nodes. Schon diese 200 Nodes reichen immerhin dafür aus, dass 88% der Transaktionen direkt bestätigt werden. 12% allerdings benötigen einen zweiten Anlauf. Und deshalb auch ein grosser Anreiz für IOTA-Halter, selbst einen Node aufzusetzen (Anleitungen dazu sind hier und hier zu finden). Die IOTA-Halter haben es selbst in der Hand IOTA engmaschiger zu knüpfen und damit auch den Weg zum Börsenhandel bei Poloniex und Bittrex zu ebnen!

Nach einer Woche intensiven Testens hier noch einige Tipps:
-Die aktuelle Version kann man hier herunterladen. Die nächste Version liegt bereits in der Enwicklerversion vor, wird aber vermutlich noch bit Mitte der Woche dauern, bis sie inklusive GUI verfügbar ist
-Man erhöht die Chancen auf erfolgreiche Transaktionen signifikant, wenn man mindestens 15 Minuten Pause lässt bis zur nächsten Transaktion (wird besser werden mit 1000 Nodes)
-Am einfachsten ist es die 7-10 benötigten Nodes hier zu erhalten (einfach fragen).
-Bitte regelmässig die Nodes kontrollieren unter „Tools“, „View Neigbors Activity“. Sind hier welche dabei mit 0 bei „seen transactions“ tut man gut daran diese heraus zu löschen, da sonst insgesamt die Performance des eigenen IOTA Client leidet (wird mit der nächsten Version automatisch passieren). Entsprechend durch neue Nodes ersetzen wenn es weniger als sieben Stück sind.
-Adressen zum Empfang nur einmal benutzen. Wer also eine Zahlung erhalten hat, sollte für einen erneuten Zahlungsempfang eine zweite Adresse generieren. Das hat Sicherheitsgründe.
-Wer eine Million IOTA zum Testen braucht, einfach mich kontaktieren und mir eine Adresse schicken, ich spende die gerne. Es ist wichtig die Community aufzubauen und zusätzliche Nodes zu gewinnen.

Bei der Foundation kann man aktuell noch kein grünes Licht geben. Aktuell sind erst 89% zusammen. Zumindest hat das IOTA-Team die Finanzierung der Foundation bis zum 25. Juli verlängert. So können auch Leute spenden, die bisher noch nicht die Gelegenheit hatten IOTA zu installieren oder ihre IOTA nur aus zweiter Hand gekauft haben. Die Finanzierung der Foundation ist sehr wichtig, scheitert sie, bliebe die Community dann im Extremfall zurück mit dem bisherigen Set-up von IOTA, ohne Weiterentwicklungen. Eine Altcoin, welche dann schnell in der Versenkung verschwinden würde, ohne technischen Support, ohne die Anbindung an JINN und vermutlich auch ohne Möglichkeit im IOT-Bereich Fuss zu fassen. Es würde wohl schwer werden ohne Come-from-Beyond IOTA funktionstüchtig zu erhalten. Ich hoffe und appelliere an das Verantwortungsbewusstsein aller IOTA-Halter, hier in einem kleinen Kraftakt die finanzielle Basis für die Foundation zu legen. Was passieren wird, wenn die Founding-Rate irgendwo zwischen 90-100% liegen bleibt, mag ich nicht vorherzusagen.

Auch zum Big Deal gibt es News. Hier sollen ja grosse Tech-Konzerne an IOTA beteiligt werden. Es gibt hier zwei Kandidaten. Das ist in sofern eine Neuigkeit, da bisher nicht bekannt war, dass es sich sogar um zwei Kandidaten handelt. Einer der beiden ist ein Big Player aus Asien. Auch hier soll die Finanzierung bis zum 25. Juli erfolgen. Hierzu wurde ebenfalls eine separate Homepage erstellt welche hier abrufbar ist. Hier werden noch einmal 83 TI eingesammelt, was rund 3% aller IOTA entspricht. Auch hier handelt es sich nun um komplette Spenden. Das ist der Preis dafür diese wichtigen Ankeraktionäre an Board zu haben. Es wird einen Verkaufserklös geben, der wird aber komplett der IOTA-Foundation zufliessen. Schafft man es diese beiden strategischen Partner an Bord zu holen, wird das IOTA das Potential auf eine höhere Marktkapitalisierung bescheren und Zugriff für viele IOT-Anwendungen direkt vom Hersteller – selbst ohne funktionierenden JINN-Prozessor. Also, jetzt noch einmal auf die Zähne beißen und spenden, nur so kann IOTA in kurzer Zeit sein volles Potential entfalten.

Ein möglicher Börsenhandel wäre dann ab dem 25. Juli möglich, sofern der aktuelle Zeitplan eingehalten werden kann. Es bleibt also spannend bei IOTA und ich bleibe bei diesem Projekt selbstverständlich weiter am Ball!

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in IOTA und JINN investiert.

IOTA/IOTATOKEN: Erste Kryptowährung ohne Blockchain startet am 11. Juli!

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IOTA-Stakeholder mussten eine gewisse Geduld und Zähigkeit in den letzten Monaten mitbringen. Während das ICO bereits vor Weihnachten abgeschlossen war, startete die Testphase erst im April und der offizielle Launch wird nun am 11. Juli erfolgen. Dabei muss man fairerweise sagen, dass  es eben nicht ganz einfach ist eine komplett neue Kryptowährung der nächsten Generation zur Serienreife zu bringen, schließlich handelt es sich bei IOTA um die erste Kryptowährung, die nicht auf eine Blockchain, sondern auf den sogenannten Tangle setzt. Zudem hatte das Team wiederholt Pech mit den GUI-Entwicklern, hier musste mehrmals ausgetauscht werden. Die Zeit verstrich allerdings nicht sinnlos, sondern Chefentwicklicher cfb nutzte die Zeit um IOTA weiter zu optimieren und das Tangle-Konzept zu verbessern. Zudem wurde in der Zeit die Homepage überarbeitet, welche wirklich eine optische Augenweide darstellt und mit vielen Informationen aufwartet.

Zum zeitlichen Ablauf: Am Freitag gab CEO David Sønstebø den definitiven Zeitplan bekannt, nachdem in den Monaten zuvor in 22 Versionen intensiv getestet wurde. Die erste Phase geht bis heute. Investoren können ihre IOTA claimen (also anfordern) und auch bekannt geben, wieviel Prozent sie der IOTA Foundation spenden möchten. Dafür steht diese optisch schöne GUI zur Verfügung:
IOTA GUI
IOTA zu starten ist damit noch komfortabler geworden. Für Neulinge hat necropaz hier eine schöne Anleitung mit Screenshots parat. Ab dem morgigen Donnerstag dann sind Transaktionen möglich, diese Zwischenzeit bis zum Launch soll dazu dienen, dass sich die Benutzer mit IOTA vertraut machen können und auch die vorbörslichen Käufe abgewickelt werden (Käufer von mir bitte melden!). Faktisch ist IOTA dann gestartet, allerdings entscheidet sich in der Zeit bis zum 11. Juli auch, ob die benötigten 5% aller IOTA für die Foundation zusammen kommen. Spenden sind wichtig, damit das Team bei der Stange bleibt und IOTA weiterentwickelt wird. Ohne Foundation droht das Projekt bereits nach Wochen auf der Strecke zu bleiben, das Team hat bereits indirekt mit Abwanderung zu einem großen Techkonzern gedroht, falls die 5% Spenden nicht zusammen kommen. Ich bin deshalb zuversichtlich, dass die IOTA-Investoren die Weitsicht besitzen, für die Foundation ausreichend Mittel zur Verfügung zu stellen. Die Entwicklung der Foundation-Spenden kann hier nachverfolgt werden.

Ist die Klippe mit der Foundation umschifft (Hauptproblem Trittbrettfahrerei), steht dem Start zum 11. Juli nichts mehr im Wege. Danach wird es auch nur kurze Zeit dauern, bis IOTA an den Altcoinbörsen gehandelt werden kann. David wird den Start mit weiteren Neuigkeiten unterfüttern. So soll es auch Informationen zu Jinn* geben. Noch ein Einwurf, für die vielen neuen Leser, hier findet ihr eine Zusammenfassung über IOTA und Jinn, die auf wenigen Zeilen, die wichtigsten Informationen zusammenfasst.

Fazit: Für mich ist es sehr schwer hier nicht in Euphorie auszubrechen und einigermaßen neutral zu berichten. Ich bitte um Verzeihung. IOTA ist für mich in vielerlei Hinsicht ein Meilenstein. Der erste Kryptowährung der dritten Generation, ohne Blockchain, dafür mit einem Tangle, welcher gebührenfreie Microzahlungen zulässt, Quantencomputer-Resistent, speziell designed für den Wachtsumsmarkt Internet-der-Dinge (IOT). Mit der eventuellen Option zusammen mit dem Prozessor JINN eine Revolution bei Computerprozessoren auszulösen (Ternärer Computer). Schon eines der oben genannten Fakten ist bahnbrechend. Die Kombination des Ganzen, lässt für mich nur einen Schluss zu: IOTA ist das ICO des Jahres 2016 und hat großes Potential dazu, mit einer dreistelligen Millionenmarktkapitalisierung, ganz, ganz vorne mitzuspielen. Und es ist mir eine Ehre, meine Leser, von den frühesten Anfängen bis hierher, so nahe beim Ziel, begleitet zu haben und selbstverständlich auch in Zukunft weiter zu begleiten!

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in IOTA und JINN investiert.

*JINN ist die Hardware-Firma des IOTA-Teams. Es soll dabei ein völlig neuer Hardware-Prozessor entwickelt werden der anstatt binär (2 Werte) auf einer dreiwertigen Logik basiert (Ternärer Computer). Diese Prozessoren wären effizienter als die bisherigen binären Prozessoren und ein bedeutender Meilenstein im Internet der Dinge – und darüber hinaus. Der „Börsengang“ von JINN erfolgte im Oktober 2014 über die Nxt Asset Exchange. Der aktuelle Entwicklungsstand von JINN wird bewusst verschwiegen bis zum Launch von IOTA.

DAO-Hack Super-GAU für den DAO und Ethereum

Ethereum auf dem Rückzug

Es hatte alles so schön und gut ausgesehen. Wie erwartet zogen die Altcoinmärkte weiter an und Ethereum erreichte heute Morgen noch einen neuen Rekordkurs mit einer Marktkapitalisierung von 1.7 Milliarden Dollar. Nun liegt der Kurs um 34% zurück und der Ethereum-Bullenmarkt ist wohl nicht nur kurzfristig sondern mindestens mittelfristig zerstört. Wie konnte das geschehen? Beim DAO ist der „größte anzunehmende Unfall“ passiert. Ich zitiere von heise.de:

„Es sollte das Vorzeigeprojekt der Kryptowährung Ethereum werden: Investoren zahlten im Crowdfunding rund 11,5 Millionen Einheiten der Kryptowährung für Anteile an der ersten dezentralen autonomen Organisation, kurz DAO – einer neuen Art von Unternehmen, das nur im Form programmierter Verträge (Smart Contracts) in der Blockchain existiert und durch das Kollektiv der stimmberechtigten Anteilsinhaber gelenkt wird. Nun könnte die umgerechnet über 150 Millionen US-Dollar schwere DAO zu dem werden, was die Bitcoin-Börse Mt. Gox für den Bitcoin war.Offenbar gelang es nämlich Angreifern, einen großen Teil des DAO-Kapitals durch einen ausgenutzten Bug in eine Art Tochtergesellschaft abzuzweigen und damit dem Zugriff anderer zu entziehen. Den erst kürzlich auf die Rekordmarke von 21 US-Dollar gekletterten Ethereum-Kurs schickte das gleich mal runter auf 15 US-Dollar, der Wert der ebenfalls gehandelten DAO-Anteile halbierte sich kurzzeitig sogar.

Der Abzug des Geldes war offenbar über eine Lücke im Code der DAO möglich. Die Angreifer konnten eine „recursive call bug“ genannte Schwachstelle ausnutzen, die es erlaubt, durch eine permanent wiederholte Erzeugung von Tochter-DAOs Geld aus der Mutter-Organisation abzuziehen. Während des mehrstündigen Angriffs, der am Freitag morgen bemerkt wurde, kursierte auch ein offenbar erfolgloser Aufruf der DAO-Macher, das Netzwerk des Kryptogelds mit Minitransaktionen zu fluten. Das sollte für ein Stau bei der Transaktionsverarbeitung sorgen und die Angreifer hindern, schnell viel Geld abzuziehen. Das abgezogene Kryptogeld soll sich derzeit noch in einer Tochter-DAO befinden. Laut aktuellen Stand sollen rund 3,6 Millionen Ether gestohlen worden sein, eine Wallet wurde bereits ausgemacht.Mit dem Geld können die Angreifer fürs erste aber nichts weiter anfangen. Ein Sicherungsmechanismus erlaubt den Zugriff aufs Geld bei solchen Tochter-Entitäten erst nach 27 Tagen, wie Ethereum-Vordenker Vitalik Buterin erläuterte.

Nun wird in der Community diskutiert, wie man nach dieser Frist weiter verfahren soll. Buterin schlägt als erste Maßnahme einen Soft Fork der Ethereum-Software vor, mit dem das Netzwerk nach Ablauf der 27 Tage Transaktionen aus der DAO und ihren Töchtern als ungültig ablehnt. Danach könnte ein harter Fork folgen, der den Anteilsinhabern die Wiederinbesitznahme ihres Kryptogelds erlaubt. Wie andere Kryptowährungen ist aber auch Ethereum dezentral organisiert – das heißt, eine Mehrzahl der Miner und Miningpools müsste die Softwareänderung akzeptieren und anwenden.

Bereits vor der eigentlichen Attacke hatte es mehrfach Kritik gegeben, dass das dezentrale Vorzeigeprojekt in Chaos ausgeartet sei. Auch Angriffsszenarien wurden skizziert, die aktuell genutzte Lücke in der DAO sei sogar seit über einer Woche in der Community in Umlauf gewesen geworden, schreibt der Fachdienst Coindesk. Das volle Ausmaß des Exploits wurde wohl unterschätzt, wie das Team der Kern-Entwickler von Ethereum eingesteht.

Wie es mit der DAO nun weitergeht, muss sich in den nächsten Tagen zeigen. Ob der Hack auch über den aktuellen Kurssturz hinaus negative Konsequenzen für das Ethereum-Projekt und den damit eng verbundenen Blockchain-Hype hat, ist ebenfalls noch offen.“

Den DAO hat es nach dieser Nachricht noch stärker erwischt, aktuell liegt er um 45% zurück. Was mich fassungslos macht, ist, dass so ein Angriff überhaupt möglich war. Dass der DAO derart windschief zusammengeschustert worden war. Da ist die Abwehr des VfB Stuttgart geradezu ein Ausbund an Stabilität. Der DAO ist in seiner jetzigen Form fertig. Vermutlich kann die Transaktion durch den 27-Tage-Schutzmechanismus in Kombination mit einem Ethereum-Softfork rückgängig gemacht werden wie Vitalik Buterin hier erläutert. Danach soll es wohl eine Lösung geben, dass die DAO-Investoren ihre Ethereum aus dem DAO abziehen können und dann ist dieser DAO beerdigt und die Investoren erhalten ihre Ethereum wieder zurück – falls das alles klappt und das System nicht voher auseinanderfällt… Allerdings konterkariert dieser faktische „Bailout“ für den DAO natürlich den Anspruch, dass es sich um eine dezentrale autonome Organisation handeln soll. Der DAO hat sich weder als dezentral, noch autonom erwiesen. Zudem zeigt das schnelle Eingreifen Buterins, dass es eben doch eher ein Leader-Projekt ist und keine unabhängige Community die Fäden zieht.

Viel schlimmer als dieser vermeintliche Interessenskonflikt wirkt für mich, dass Ethereum heute unglaublich an Reputation eingebüsst hat. Lupenreine „Bitcoin-Enthusiasten“ argumentieren nun: „Seht her, so stabil wie Bitcoin ist Ethereum noch lange nicht. Das wird nichts mehr mit Ethereum…“ Und das ist das Problem, Kryptowährungen leben vor allem auch von Vertrauen. Wir haben es aktuell mit der schwersten Krise zu tun, welche Ethereum je erschütttert hat. Nun kann nämlich auch die bisher positive Medienberichterstattung kippen. Und der Bitcoin strotzt gerade vor Kraft und mit Lisk & WAVES & IOTA stehen mehrere hervorragende Altcoinprojekte bereit, Ethereum die Kronprinzenrolle streitig zu machen. Mit WINGS steht sogar ein „Ersatz-DAO“ bereit. Ich muss also meine Aussage vom Montag revidieren, aktuell spricht wenig für steigende Ethereum-Kurse, im Gegenteil, die Schockwellen dürften dazu führen, dass die Marktkapitalisierung unter 1 Milliarde abschmelzen dürfte. Ich habe deshalb heute einen Großteil meiner Ethereum verkauft.

Wichtig aber: Der generelle Aufwärtstrend für Altcoins und den Bitcoin ist dadurch nicht in Frage gestellt. Heute war zwar ein tiefroter Tag, aber insgesamt ist der Bullenmarkt stark genug um diesen Event wegzustecken.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in den oben erwähnten Kryptowährungen selbst investiert

Der Bitcoin-Hype von heute ist der Altcoin-Superboom von morgen!

Bitcoin zieht Altcoins hoch
Der Bitcoin marschiert nicht nur, er springt förmlich zu immer höheren Kursen! Vor fünf Stunden wurde mit 715 Dollar ein neues Zwei-Jahres-Hoch erreicht. War die Ursache das bevorstehende Halving, der Kaufdruck aus China, der vielleicht bevorstehende Brexit oder war der Bitcoin einfach reif nach längerer Seitwärtsbewegung? Vermutlich eine Mischung all dieser Gründe. Die Altcoins konnten erwartungsgemäß nur schwer mithalten und haben insgesamt betrachtet auf Bitcoin-Basis weiter an Boden verloren. Der Altcoin-Dax Coinoindex fiel unter die 700 Punkte-Marke und notiert aktuell bei 690 Punkten. Interessant ist allerdings, dass sich dieses Tendenz in den letzten 48 Stunden nicht weiter fortsetzte, trotz weiter steigender Bitcoinpreise. Altcoins scheinen also bereits ihren Boden gefunden zu haben. Die Talsole auf Bitcoin-Basis scheint durchschritten. Ich schreibe auf Bitcoin-Basis; in Dollar oder Euro gerechnet notieren Altcoins oftmals nahe ihrer Allzeithochs.

Und nun wird es interessant: Bereits heute konnte sich das Bild umkehren. Der Bitcoin stieg auf Tagesbasis knapp 6%, Ethereum und der DAO legten um 14% zu:
Bitcoin Ethereum Marktkapitalisierung
Die Situation an den Altcoinmärkten kann man aktuell mit einem Katapult vergleichen, welches voll angespannt ist und nur noch eines Auslösers bedarf. Dazu reicht zum Beispiel bereits eine leichte Abkühlung des aktuellen Bitcoin-Höhenfluges und an diesem Tag wird der breite Altcoinmarkt um mindestens 20% steigen. Der Coinoindex wird mittelfristig die Marke von 1’000 Punkten zurückerobern. Für mich ist es nur eine Frage der Zeit. Die Bitcoin-Gewinne von heute sind die Altcoin-Gewinne von morgen!

Wo sollte man sich aktuell positionieren: Als Ethereum-Bulle muss ich natürlich auf Ethereum und den DAO (faktisch ein Ethereum-Derivat) hinweisen. Beide sehe ich bei über 0.03 Bitcoin nach dem Anstieg. Vergessen wir nicht dass Ethereum neues Geld anzieht wie ein Magnet; hierzu reichen bereits die überschwänglichen Presseberichte mit denen die Massenmedien uns in den nächsten Tagen beglücken werden. Wir werden viele neue Anleger an den Märkten sehen und die meisten werden Ethereum als zweite Kryptowährung erwerben. Ebenfalls Potential sehe ich für Dash, Lisk, Counterparty, Nem, Emercoin und Factom. Auch das WAVES-ICO sollte einen guten Verlauf nehmen, allerdings werden die Zeichnungsgewinne deutlich schmaler als bei Lisk ausfallen. IOTA wird ebenfalls eine zweistellige Millionenmarktkapitalisierung erreichen, allerdings wird ein Börsenstart nicht innerhalb der nächsten zwei Wochen erwartet.

Schlechter sieht es für „yesterday’s heroes“ aus: Die typischen BTC-e Altcoins um Peercoin, Litecoin, Novacoin, Namecoin und Primecoin werden im aktuellen Altcoinboom keine entscheidende Rolle mehr spielen. Neue Besen kehren gut gilt hier leider für die „alten Alts“. Aber mit den restlichen Altcoins sollten insgesamt betrachtet deutliche Kursgewinne zu erzielen sein.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in den oben erwähnten Kryptowährungen selbst investiert