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BitcoinDark [BTCD]: Umtausch in Komodo + Bonus nun möglich

Komodo ICO
Über das ICO von Komodo und den damit verbundenen Umtausch von BitcoinDark [BTCD] in Komodo habe ich am 19. September berichtet. Die damals präferierte Strategie war, den BitcoinDark bei Kursen von unter 0.0042 BTC zu erwerben und dann wegen des Bonus für den Swap in Komodo ausgelösten Anstieg bei über 0.005 BTC zu verkaufen innerhalb von wenigen Wochen. Das ICO von Komodo war mit über 2600 Bitcoin ein großer Erfolg, dann brach allerdings der Altcoinbärenmarkt mit voller Wucht herein, welcher in Verbindung mit dem starken Bitcoinanstieg den Preis von BitcoinDark lediglich stagnieren liess. Zudem kam es zu einer Verschiebung des Umtauschs, so dass viele Investoren nicht geneigt waren, die wochenlange Hängepartie beim BitcoinDark mitzumachen, während sie das Kapital für andere Zwecke einsetzen wollten. Heute stehen wir preislich beim BitcoinDark immerhin bei 0.0043 BTC, wobei wir zwischenzeitlich auch wesentlich tiefer notierten.

Die Konditionen zum Umtausch in Komodo sind nun bekannt und sie fielen noch etwas besser aus, als anfänglich von mir erwartet. Das hat durch zahlreiche kombinierte Boni zu tun. So beträgt die „Kaufkraft“ eines BitcoinDark nun aktuell 0.0065 BTC am Komodo-ICO. Also ein stattlicher Aufpreis zum aktuellen Börsenkurs. Und es kommt noch besser: Wer seine BitcoinDark in Komodo umtauscht erhält zusätzlich noch sogenannte „Revenue Asset Shares“. Auf diese Ref-Shares gehen nämlich die bisherigen Anteile des BitcoinDark an den Cashflow-Strömen von James Kryptoimperium über – hier noch einmal grafisch veranschaulicht:

das-jamesempire

In diesen Rev-Shares werden die bisherigen Dividenden-Erträge von BitcoinDark gebündelt. Am Interessantesten dürfte der 5% Anteil an Supernet sein. Rev-Shares gibt es aber nur für Investoren, welche ihre BitcoinDark bis zum 15. Januar über die ICO-Webseite in Komodo umtauschen, es bleibt also nicht mehr viel Zeit! Dazu ist ein Transfer von der Börse nötig (sofern man das Wallet nicht installiert hat) auf die ICO-Webseite. Wie das genau funktioniert wird sehr anschaulich hier erklärt. Wer seine BTCD bei Poloniex oder Bittrex lässt, geht definitiv leer aus. Zwar erhalten auch Investoren Ref-Shares, welche den BitcoinDark tatsächlich über eine eigene Wallet laufen lassen, davon rate ich aber ab, da sich hier bereits Zerfallserscheinungen zeigen (oft funktionsunfähig) und mittelfristig das BitcoinDark-Netzwerk mangels Entwicklerkapazität (alles bei Komodo) wohl ganz den Geist aufgeben wird.

Investoren haben dann noch die Möglichkeit ab dem 15. Januar entsprechende Notary Nodes zu wählen für Komodo. Diese „Super-Nodes“ verzahnen die Komodo-Blockchain mit der Bitcoin-Blockchain und sollten deshalb rund um die Uhr auf guten Rechnern/Servern laufen. Im Gegenzug gibt es stattliche „Miningerträge“ für diese Notare. Sie sind unschlüssig wen Sie wählen sollen? Ich unterstütze die Bewerbungen von rnr und kolo. Details dazu, mit vielen Zusatzinformationen, sind hier zu finden.

Die Komodo-Token werden dann über die ICO-Webseite am 31. Januar verteilt. Es ist sehr gut, dass hier bereits ein Datum feststeht, das macht eine Verschiebung etwas weniger wahrscheinlich. Geduld sollten Komodo-Investoren aber dennoch mitbringen, es wird mit Sicherheit einige Wochen gehen, bevor Komodo an einer Mainstreambörse gelistet ist.

Fazit: Wer etwas Geduld mitbringt dem rate ich dazu, seine BitcoinDark in Komodo umzutauschen. Der Umtauschkurs mit einer Kaufkraft von 0.0065 BTC beinhaltet eine erhebliche Sicherheitsmarge zum aktuellen Börsenkurs von BitcoinDark von lediglich 0.0043 BTC. Zusätzlich erhalten Investoren bis zum 15. Januar die sogenannten Revenue Asset Shares, welche Kurzfristinvestoren dann schnell zu Geld machen können und längerfristig orientierte als Dividendenanlage halten können. Selbst Spekulanten, die nicht von einem dauerhaften Erfolg von Komodo ausgehen, sind mit einem Umtausch und späteren Verkauf an der Börse, wohl besser bedient. Dazu ist allerdings etwas Geduld nötig, wer Bitcoin benötigt, weil er zum Beispiel an der nächsten Byteball-Distribution Mitte Februar teilnehmen möchte, sollte nicht umtauschen, da von einer Kapitalbindung ohne Handelsmöglichkeit bis mindestens März, ausgegangen werden sollte. Wer umtauscht immobilisiert sein Kapital für diesen Zeitraum, dessen sollte man sich bewusst sein. Auch muss ich zugeben, dass ich mittel- bis langfristig nicht daran glaube, dass sich Komodo tatsächlich in der Spitze der Kryptowährungen etablieren kann.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in die oben genannten Kryptowährungen selbst investiert.

 

Das Altcoinjahr 2016 geht durchwachsen zu Ende

wasserglas
Das Jahr 2016 wird Altcoininvestoren als irrwitzige Achterbahnfahrt in Erinnerung bleiben. Hatten wir es zunächst mit extrem starken Bullenmarkt zu tun, welcher sogar die Jahresendrallye von 2013 in den Schatten stellte, kam Mitte des Jahres die Wende. Stand die Altcoinrallye 2013 noch unter der Speerspitze von Litecoin, war der diesjährige Bullenmarkt und der anschliessende Niedergang ganz klar von Ethereum geprägt. Die Wende kam mit dem missglückten DAO, welcher zwar im Endeffekt für die Investoren doch relativ schadlos abgewickelt wurde, allerdings führten die anschliessenden Hardforks dazu, dass Ethereum aus der Spur geriert und damit die Hauptantriebsfeder des Altcoinbullenmarkts. Insbesondere in der zweiten Jahreshälfte führte dann der Kursanstieg des Bitcoin, welcher in einem neuen EUR-Allzeithoch gipfelte, zum weiteren Niedergang der Altcoins. Hier spiegelt sich ein grosser Unterschied zum Bärenmarkt 2014/2015 wieder, als Bitcoin und Altcoins gemeinsam in den Sog nach unten gerissen wurden. Auch die unglaubliche Masse an ICOs, welche am Altcoinmarkt trotz durchwachsender Qualität in den Markt gedrückt wurden, führte zu weiteren Kursverlusten. Der klassische ICO-Schweinezyklus, welchen wir in kleinerer Form auch im Jahr 2014 erleben durften. Zuletzt gingen auch die Handelsvolumen an den Altcoinbörsen stark zurück. Die Bitcoin-Dominanz bei der Marktkapitalisierung stieg auf 87.5%.

Also schlechte Aussichten für 2017 bei Altcoins? Ich denke nicht! Die nächste Konsolidierung beim Bitcoin folgt bestimmt. Die nächste Debatte um Blocksizes oder Segregated Witness mit grosser Sicherheit auch. Das wird zu Umschichtungen aus dem Bitcoin in Altcoins führen. Als zusätzlicher Effekt werden durch den starken Kursanstieg bei Bitcoins viele Neu-Investoren gewonnen, von denen sich der eine oder andere nach erfolgreicher Bitcoin-Investition auch mit Altcoins auseinandersetzen wird. Dadurch wird eine neue Generation von Investoren gewonnen werden. Zusätzlich gibt es auch im Bärenmarkt interessante und spannende Leuchtturmprojekte, welche über ein gutes Chance/Risikoprofil verfügen. Denken wir an die Gratis-Verteilung von Byteball welche im Jahr 2017 weiter fortgesetzt werden wird (90% werden noch verteilt, erst 10% sind am 25. Dezember verteilt worden). Auch stehen mit Tezos und irgendwann vielleicht sogar eMunie interessante ICOs in den Startlöchern. Das Altcoinjahr 2017 dürfte also dennoch vielversprechend werden!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen guten Rutsch ins neue Jahr, viel Glück, Erfolg und Gesundheit!

Kurzfristig keine Besserung an den Altcoinmärkten

altcoinsMan kann es nicht verhehlen: Die Altcoinmärkte sind außer Tritt geraten. Die Diskrepanz zwischen Bitcoin-Gewinnen und schwachen Altcoins hält nun seit einigen Monaten an. Aktuell beträgt die Bitcoin-Dominanz 85.8%, das ist der höchste Wert seit dem Februar. Noch im Oktober lag der Wert bei 79%. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass Altcoins gegenüber dem Bitcoin um rund 27.6% verloren haben in diesen wenigen Wochen. Die Marktkapitalisierung der Altcoins sank im gleichen Zeitraum von 2.5 Milliarden Dollar auf 1.9 Milliarden Dollar. Hier ist vor allem Ethereum zu nennen, welches von Hardfork zu Hardfork taumelt. Zudem haben ICOs deutlich an Reiz verloren. Es gab zu viele davon in zu kurzer Zeit. Dadurch konnten sich auch keine nennenswerten Kursgewinne mehr entwickeln.

Kurzfristig scheint keine Besserung in Sicht. Investoren rate ich Ruhe zu bewahren und die Krise mit einer möglichst hohen prozentualen Position des Portfolios in Bitcoin auszusitzen. Dennoch bin ich weiterhin davon überzeugt, dass es sich nur um einer vorübergehende Eintrübung handelt. Der Bitcoin konnte in den letzten Monaten weitere Neu-Investoren finden. Das beweist die Anzahl von Wallets von Blockchain.info. Es bleibt dabei, dass ein Teil dieser Investoren auch Interesse am Altcoinmarkt haben wird zu einem späteren Zeitpunkt. Diese Investoren von Morgen sind die Grundlagen für die Kursgewinne bei Altcoins 2017. Dabei dürfte aber gelten, dass vor allem neue Coins profitieren. Das Rad der Geschichte dreht sich unermüdlich. Bei Altcoins gilt eben: Neue Besen kehren gut! Byteball, Tezos und IOTA stehen in den Startlöchern und werden dabei Aufmerksamkeit von bestehenden Coins absorbieren. Die durchschnittliche Performance von Altcoins hinkt der des Bitcoin hinterher. Wer aber Flexibilität zeigt und die Pferde regelmässig wechselt, kann finanziell durchaus profitieren. Lieber zu oft verkaufen als zu lange halten. Die Wahrscheinlichkeiten arbeiten bei Altcoins gegen einen, ähnlich wie im Spielcasino: „Gewinnen kann man, verlieren muss man!“ Ich verweise dabei auf ehemalige Topcoins von 2013 wie Quark, Anoncoin oder Worldcoin:
Yesterday’s Heros, but forgotten today!

Projekte wie NxtArdor zeigen, dass selbst brillante Leistungen nach einer gewissen Zeit nicht mehr vom Markt honoriert werden und zum Nischendasein bei einer Marktkapitalisierung von unter 20 Millionen verdammt sind. Enden Sie nicht als Bagholder, im Zweifel bitte bestehende Altcoinpositionen verkaufen. Dann haben sie die nötige Liquidität welche nötig ist um die 2-3 interessanten ICOs in den nächsten Monaten mitzumachen bzw. beim Byteball-Airdrop ab Weihnachten.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in die oben genannten Kryptowährungen selbst investiert.

 

IOTATOKEN: Feiert ersten Geburtstag + wichtige Updates!

IOTA

Zuletzt hatte ich im Juli über IOTA berichtet, die Kryptowährung der dritten Generation, speziell designed für das Internet der Dinge (IOT). Die Zeit geht vorüber, es ist bereits über ein Jahr her, seit die Bekanntmachung für IOTA bei Bitcointalk erfolgt ist. Das war am 21. Oktober 2015. Ich selbst habe am 15. November 2015 zum ersten Mal über IOTA berichtet. Ich war damals auch der erste welcher IOTA als erste Kryptowährung der dritten Generation bezeichnet hatte, eine Bezeichnung welche sich im Jahr 2016 immer mehr für DAG-Coins durchsetzt. Ich muss dabei zugeben, ich hätte jedes Projekt von Come-from-Beyond unterstützt, selbst wenn ich es nicht voll verstanden hätte, denken wir an seine Idee von Qubic aus dem Jahr 2012(!). Zu IOTA muss ich noch einmal feststellen, dass mir damals mehrere Killer-Kriterien ins Augen stachen. Ich zitiere aus meinem Blogbeitrag vom November 2015:
„IOTA vereinigt für mich drei sogenannte Killerkriterien:
-Echtzeit-Zahlungen
-Blockchainlose Technologie, die sehr geringe Hardwareanforderungen stellt
-Verbindung mit passender Hardware Jinn um im Billionenmarkt „Internet der Dinge“ durchzustarten“

Seit meinem letzten Beitrag vor drei Monaten kam IOTA allerdings in relativ stürmische Gewässer. Zwar konnten sowohl die Foundation (5%) aller IOTA sowie der sogenannte BigDeal (2%) durch die Community finanziert werden, aber die Methoden welche zur Spendengenerierung durch das IOTA-Team eingesetzt wurden, waren hart am Rande der Erpressung nach dem Motto: „Spendet oder wir Forken das Projekt unter den Fittichen eines Tech-Konzerns. Ihr bleibt dann mit dem bisher Erreichten zurück…“ Dies wurde zwar nicht direkt kommuniziert aber durch die Blume mitgeteilt. Generell wurde die Community stets an der kurzen Leine gehalten. So werden Informationen nur sehr spärlich veröffentlicht und in Slack oder Bitcointalk fällt der IOTA-CEO eher durch Trollen oder sogar Beleidigungen auf. Das Community-Management ist sicherlich die Achillesverse des Projekts und hier wurde auch schon beträchtlicher Schaden angerichtet. Kein Vergleich zu Lisk oder Waves. Obwohl es gelang „Kryptowunderkind“ Dominik Schiener an Board zu holen ist deshalb die IOTA-Community trotz der bahnbrechender Technologie auch nicht sonderlich gewachsen seit dem Sommer. Ich selbst bin zum Beispiel im August abgesprungen, nachdem mir der IOTA-CEO einen einstündigen Beleidigungssturm an den Kopf knallte, anstatt sich um ein Update für die Community zu kümmern (ob sich meine Arbeit bis dahin positiv auf den ICO-Erfolg und das Community-Wachstum von IOTA auswirkte, lasse ich den geneigten Leser entscheiden…) Hinzu kamen technische Verzögerungen. So gab es zwar immer wieder neue Updates, aber 100% zufrieden mit der Skalierbarkeit war das Team nicht. Trotz eines erfolgreichen Stresstests mit vielen tausenden Transaktionen im Sommer konnte die damalige Version des Netzwerks nicht börsenfähig gemacht werden. Aktuell wurde deshalb IOTA komplett überarbeitet und ist nach gut vier Wochen Pause wieder frisch am Start. Ein Monat Pause sind schon eine Hausnummer, es war in dieser Zeit nicht möglich bereits vereinbarte Transaktionen abzuschließen.

Aber seit dem Samstag überwiegt wieder die Hoffnung für das Projekt. Dort gab der CEO wichtige Updates und Weichenstellungen bekannt. Das war wirklich beeindruckend und zeigte, dass hier trotz kaum vorhandener Umgangsformen ein kluger Kopf hinter dem Projekt steht. Man sagt ja auch über Steve Jobs, Bill Gates oder Elon Musk, dass es im zwischenmenschlichen Umgang enorm schwierige Gesellen sind/waren. So verkündete David Verbesserungen an für die neue Version 1.1. So fällt keine Beschränkung mehr an je IOTA-Adresse. Es kann nun eine unendliche Anzahl an IOTA-Token je Adresse gehalten werden. Es wird zudem einen Lite-Client geben, der für IOTA-Investoren die tägliche Anwendung wesentlich erleichtern wird ohne entsprechende Peer-Nodes suchen zu müssen bzw. lange zu syncen. Das geht soweit, dass es sogar eine IOTA-Version für Android und ios geben wird demnächst. IOTA wird also voll Smartphone-tauglich werden. Zudem kündete David weitere Kooperationen mit FinTech und IOT-Unternehmen an, die wohl sehr vielversprechend wären, allerdings noch ohne konkrete Detailinformationen. Wichtig war in diesem Zuge freilich auch, dass nun endlich der Endspurt kommt, daher die Weichenstellung für ein Börsenlisting. Es erfolgt noch ein Stresstest mit dem neuen Set-up und dann soll es wohl losgehen. Klar, zu optimistisch bin ich hier nicht, Dezember wäre wohl der frühestmögliche Termin.

Sehr gut auch die bekanntgegebenen personellen Weichenstellungen. So konnte zum Beispiel Gianluigi Davassi als weiterer Java-Entwickler gewonnen werden. Gianluigi ist ein äußerst talentierter Entwickler der zuletzt für N26 im Einsatz war, eines der bekanntesten FinTech-Unternehmen dieses Jahres (von Peter Thiel). Es schwingt natürlich auch eine kleine Hoffnung mit, ob über Gianluigi Kontakt zu Peter Thiel aufgebaut werden kann. Für die IOTA-Foundation konnte zudem noch Per Lind gewonnen werden. Lind bring einen beträchtlichen Rucksack mit sich, so war er bereits Marketing-Chef von Bang & Olufsen und war zuletzt in verschiedensten FinTech Projekten mit aktiv. Ein Experte für die Distributed Ledger Technologie (DLT). Sicher ein Mann dessen Kontakte ebenfalls weiterhelfen werden.

Wichtig für alle Investoren: Die IOTA müssen über das alte Passwort noch einmal frisch geclaimt/angefordert werden. Also eine ähnliche Aktion wie im Juli. Das ist bereits seit gestern möglich, hier sind die Details dazu. Allerdings ist das aktuell noch relativ unkomfortabel nur über Kommandozeileneingabe möglich. Ich würde jedem Investor raten zu warten, bis die GUI zur neuen Version 1.1 fertig gestellt ist oder sogar bis der Lite-Client fertig ist. Es besteht auch überhaupt kein Grund zur Eile, man hat bis zum Oktober 2017 Zeit. Und bis zum Börsenlisting vergehen mit Sicherheit noch Wochen.

Fazit: Das Glas ist freilich trotz manch negativer Umstände mehr als halbvoll. Auch ich war relativ beeindruckt von dem Update am Samstag und den Weichenstellungen für die Zukunft. Das sieht sehr durchdacht aus und es konnte auch zusätzlich hochkarätiges Personal gewonnen werden. Dominik Schiener war ja bereits ein Glücksfall für das Projekt und nun zusätzlich die Verpflichtung von Gianluigi Davassi und Per Lind, können sich mehr als sehen lassen. Wenn das IOTA-Team nun weiter macht und IOTA auch tatsächlich bei einigen IOT-Firmen platzieren kann + evtl. noch ein positives Update zum Jinn-Prozessor*, dann könnte IOTA durchaus für ordentlich Furore machen. Ich halte mittlerweile eine Marktkapitalisierung ein dreistelliger Millionenhöhe für nicht ausgeschlossen. IOTA sammelte beim ICO übrigens rund eine halbe Million Dollar ein…

*JINN ist die Hardware-Firma des IOTA-Teams. Es soll dabei ein völlig neuer Hardware-Prozessor entwickelt werden der anstatt binär (2 Werte) auf einer dreiwertigen Logik basiert (Ternärer Computer). Diese Prozessoren wären effizienter als die bisherigen binären Prozessoren und ein bedeutender Meilenstein im Internet der Dinge – und darüber hinaus. Der „Börsengang“ von JINN erfolgte im Oktober 2014 über die Nxt Asset Exchange. Der aktuelle Entwicklungsstand von JINN wird bewusst verschwiegen bis zum Börsenlisting von IOTA.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in die oben genannten Kryptowährungen selbst investiert.

Byteball: Exclusive Interview with developer tonych in English

interview

Byteball has gained a lot of attention from the Crypto Community since it was announced one month ago. Main reason is because it’s a 3rd Generation Cryptocurrency without any Blockchain based at a Direct Acyclic Graph (DAG) structure. The DAG concept was introduced by Sergio Demian Lerner in September 2015. At the moment there is with IOTA just one other crypto project based at DAG. An other reason for the great attention was, because Byteball will be distributed for free with an airdrop end of this year. There will be no ICO, you just need a Bitcoin-Wallet to participate at the distribution of Byteball.

The developer of Byteball (Anton Churyumov) was willing to answer me my questions in an interview:

Hi Anton, any words about yourself?

tonych: I founded or actively participated in a few internet businesses, some were sold, some were failures, some are still under way. In most of these businesses, I was focused primarily on the technical design and implementation. Before 2001, I was a scientist, I hold a Russian equivalent of PhD in physics and math but I abandoned science in favor of my first business project where I saw that I can produce an impact.

When did you start developing Byteball, is it your first Cryptoproject?

tonych: Byteball is my first cryptocurrency project. I started thinking about it in November 2014 when I saw that the blockchain design can be significantly simplified by replacing it with a DAG. I was fascinated by the cooperative democratic nature of the DAG where every new transaction implicitly secures all previous transactions by referencing their hashes. At the same time, the author of the new transaction depends on his peers to confirm the transaction, not on miners he has no control over. Once a new transaction is released into the network, it gets referenced, hence implicitly confirmed, almost immediately, and the number of direct and indirect references grows like a snowball. Snowball was the first working name of the system.

Byteball uses a Direct Acyclic Graph (DAG) structure. Was this inspired by the DAG-Coin concept of Sergio Demian Lerner?

tonych: I came to it independently. Sergio developed the DagCoin concept in 2012 but published it only in September 2015, almost a year after I began working on a similar idea.  However, the interest to the concept by one of the great minds in crypto space supported my belief that DAG is something worth working on.

In the whitepaper you mentioned also the book 1984 as BCNext did in the Nxt-Code. Is there any relation between you and him?

tonych: Don’t speculate about the relation, it is just a good book. And if BCNext is Russian, this book has a special significance for Russia.

Where do you see the biggest advantages of DAG instead of a classical Blockchain?

tonych: I see two advantages that are common for all DAG based designs. First, a new transaction starts gaining at least partial confirmations from peers almost immediately after it is published, no need to wait that a miner finds a new block. Second, DAG is inherently more scalable than blockchain. When new transactions are issued too often, the DAG just becomes wider, there is no block size limit, there is no orphaning when the interval between blocks is set too small, there is no need to consider large delay in pushing large block to peers.

There are also important advantages of the DAG design employed in Byteball. In all other cryptocurrencies, there is no guarantee that a transaction is ultimately recognized, even when it is absolutely valid according to the protocol, also reorgs are possible and transaction finality is only probabilistic. These properties look somewhat odd to ordinary users and are not compatible with the requirements of the financial sector, where certainty is expected. In Byteball, forks and reorgs are impossible by design, and every transaction attains a final confirmation, which is deterministic. This is very important advancement in crypto space which brings Byteball closer to what ordinary users and the financial sector are used to expect from money.
wallet

What are the main similarities and differences with the other DAG-like Crypto IOTA?

tonych: IOTA also uses DAG, and this is the only similarity.
Everything else is different:
– IOTA uses PoW. In Byteball, the ordering of transactions is based on main chain
– In IOTA, parts of the DAG can be orphaned. In Byteball, there is no chance of orphaning
– Byteball has transaction fees, in IOTA there are no explicit fees (but users still have to expend resources for PoW)
– In Byteball, there are deterministic criteria when a transaction becomes final. In IOTA, there are no exact criteria, it is still probabilistic
– IOTA is a single token currency with only plain payments, Byteball has multiple assets and smart contracts
– In IOTA all payments are public. In Byteball, there are assets that are transferred privately

Can you bring a nice example how Byteball could change the life of an average person in a positive way?

tonych: Byteball enables banks to issue assets that can only be moved when co-signed by the issuer (the bank). That allows banks to open bank accounts that are tracked on the Byteball database (rather than the bank’s internal database) and still follow the KYC/AML regulations that exist in the financial sector: the banks will co-sign transactions automatically once all the checks are passed.

That means that fiat-pegged bank issued assets and all other assets issued on Byteball now exist in a single common environment, the exchange happens by the two parties signing a single transaction that executes both legs of the exchange, it is instant, risk-free, and doesn’t require any third-party custodians. The environment is highly competitive, hence the exchange is affordable. The assets that users buy in exchange for bank issued money can be e.g. securities, such as bonds.  Users can also instantly send bank issued assets to each other or to merchants to pay for goods and services.

With this change, it becomes so easy for an average person to move value across multiple markets, globally, through a new type of account at a usual bank, and all the bank has to do is track this account on the Byteball decentralized database.

Delays are happening quite often for new projects,  what are the biggest challenges before you are ready to the lunch Byteball?

tonych: The biggest challenge is to get as many people as possible to know about Byteball and participate. We already have all the pre-requisites: we have this great technology that appeals to a much wider user base than any earlier cryptocurrency, and the distribution mechanism that invites every Bitcoin holder to participate without paying anything.  Despite all that, this is still a challenge for me, because I know the technology and its implications fairly well, but I’m less knowledgeable in communities and media.

Speaking about delays, it is something that can never be excluded, and apart from technical reasons which are quite common and familiar in this field, we might also have to delay the launch if we see that we are getting too few people on board, hence we don’t get the desired network effects right from the start.  In this case, there is more work to be done before we can Launch.

There have been some critic because you want to combine the distribution of Byteball with the amount of Bitcoin somebody owns at a specific address so somebody with 10 BTC will get 10x more than one with 1 BTC. Any comment on that?

tonych: Well, first of all, I want to recognize those early adopters who were first to believe in Bitcoin as the right direction in which the financial system should evolve. Second, the rules should be simple enough if we want everybody to understand the rules.  And third, the rules should be simple enough if we don’t want somebody to find loopholes that we did not foresee and game the rules in an attempt to gain an unfair advantage. If you think about it, the simplest ungameable distribution method that can be practically implemented, is the one that distributes bytes proportionally to BTC balances.

Any additional words for the German speaking community?

tonych: I do see a lot of activity in the crypto space from the German speaking community. I think it is a good sign: your financial systems are among the most advanced in the world, which together with the active demand for more open and decentralized financial services creates a good environment for the change to actually happen.

Many thanks Tony and good luck with Byteball!

More Information about Byteball:
Homepage
Bitcointalk
Whitepaper

Nächster Blogbeitrag selbstverständlich wieder auf Deutsch, keine Sorge. Aber seht es mir nach, ich hatte schlicht nicht die Zeit auf Deutsch zu übersetzen.

incent: Interessantes ICO startet am Samstag

incentwaves
Wie mein Kollege Christoph Bergmann hier sehr gut dargelegt hat, ist aktuell wieder ein ICO-Fieber zu verzeichnen. Ich bleibe dabei auf Kurs und werde im Zweifel auf Zeichnungen verzichten. ICONOMI zum Beispiel ist für mich purer Hype, ohne klares Whitepaper und Geschäftszweck. Und dafür 10 Millionen, damit könnte man manch mittelständisches Unternehmen erwerben…

Kommen wir zu einem ICO welches Morgen startet und mir wesentlich besser gefällt. Es handelt sich um incent, ein neues Projekt welches vom Bitscan-Team entwickelt wurde. incent ist für mich eines der professionellsten und attraktivsten ICOs der letzten Monate. Es handelt sich dabei um ein Projekt, welches im wesentlichen darauf abzielt Kundenkarten durch ein Blockchain-basiertes System zu ersetzen. Angeschlossene Händler bieten Rabatte an wenn man incent für die Zahlung benutzt bzw. ein Cashback in incent. Hier ein schönes Video dazu. Für den Händler rechnet sich das durch höheren Umsatz und Kundenloyalität. Für die Kunden in günstigeren Preisen. Im Gegensatz zu Paypal und Co. haben Sie aber über die incent wallet noch die zusätzlich Möglichkeit von steigenden Kursen zu partizipieren. So soll die Wallet für das Smartphone aussehen:2vgry48h

Ein durchdachtes Konzept. Es gibt sogar bereits einen interessierten Händler, der incent gerne einsetzen möchte. Zudem ist die Blockchain und FinTech in aller Munde aktuell. incent könnte Kunden und Händlern dies auf bekannte Art und Weise nahe bringen. Es könnte einen gewissen „Coolnessfaktor“ bedeuten für beide Seiten, wenn man auf incent setzt anstatt einer Plastikkundenkarte, welche den Geldbeutel unnötig dick macht und eben keinerlei Diversifizierungsfaktor zur Konkurrenz bedeutet. Ein interessantes und praxistaugliches Modell in meinen Augen. Freilich befindet sich die Entwicklung erst am Anfang, das ICO wird dazu benutzt werden diese bis ins Jahr 2017 hinein zu finanzieren. Laufen wird incent auf der Waves-Plattform und dort auch handelbar sein. Ich gehe nicht von einer Beschränkung des Handels auf Waves dabei aus, auch ein Listing bei Bittrex oder Poloniex nach erfolgreichem ICO ist äußerst wahrscheinlich.

Details zum ICO: Das ICO startet Morgen für „normale Investoren“. Investoren welche Beträge von über 20 Bitcoin platzieren wollten, konnten die Token mit einem noch höheren Discount bis heute kaufen. Aber sind wir ehrlich, das sind Geldsummen, die ich keinesfalls in ein ICO investieren würde. Ich rate weiterhin dazu nur kleine Summen bei Cryptos zu investieren! Wer am ICO teilnehmen will, der sollte bis spätestens  zum 4. Oktober zu investieren. Nur bis zu diesem Zeitpunkt gibt es den vollen Rabatt in Höhe von 10’000 incent je Bitcoin, wie hier sehr gut ersichtlich ist:

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Die ICO läuft also zwei Monate und im letzten Monat bekommt man nur noch 6’000 incent je Bitcoin. Das ICO kann aber früher beendet werden, sobald 5 Millionen Dollar zusammen gekommen sind. Dieser CAP gefällt mir sehr gut, führt er doch dazu, dass nicht zu hohe Summen in das ICO fließen (wie seinerzeit bei WAVES). Mit maximal 5 Millionen Dollar Startwert hat die ICO genug Luft nach oben um die Investoren einen Kursgewinn zum Start zu bescheren. Das ICO ist zudem sehr transparent, die Summen welche hereinkommen sind hier abrufbar. Als Escrow für das ICO sind zudem noch Paul Klanschek (CEO Bitpanda)sowie Fran Strajnar  (CEO von Brave New Coin) ­bestimmt. Ähnlich wie seinerzeit bei Lisk, müssen bestimmte Bedingungen erfüllt werden, damit die Bitcoin an das Team ausbezahlt werden. So gibt es 50% der Coins, sobald die Token handelbar sind nach dem ICO. Weitere 25% sobald die grobe Infrastruktur für die App steht und weitere 25% wenn sich die Version in der Betaphase befindet. Das ist fair. Zusätzlich gibt es sogar noch eine Geld-zurück-Garantie, sofern die Coins nicht innerhalb von 90 Tagen nach dem ICO verteilt wurden. Das ist auch eine Absicherung für den Fall, wenn Waves doch nicht wie angekündigt innerhalb dieses Zeitraums starten würde. Kleiner Wehmutstropen: Nur 50% der Coins werden beim ICO verteilt, der Rest bleibt einmal zurück um die spätere Expansion zu finanzieren. Sämtliche Details zum ICO sind wirklich sehr ausführlich und dennoch übersichtlich hier zu finden. Auch das hat Vorbildcharakter. Übrigens sind später sogar Dividendenzahlungen geplant, da die incent-Tokenhalter mit 50% der Gebührenerträge beteiligt werden, welche bei jedem Kundenumsatz anfallen.

Wichtig ist noch zu erwähnen, dass ein ICO-Investment in Waves zusätzlich +5% Bonus ergibt. Es macht also Sinn wenn man in das ICO investieren will, vorher die Bitcoin über Bittrex in Waves zu tauschen und dann über die Waves zu investieren. Die dürfte auch einen bullischen Effekt auf Waves haben, der weit über die 5% hinaus gehen dürfte. Waves ist zwar schon etwas gestiegen aber immer noch bei einem Level um 0.0003 BTC

Fazit: Fassen wir noch einmal zusammen: Wir haben ein ICO welches ein spezifisches Thema abdeckt, das sowie für Konsumenten wie Händler interessant ist. Man kann das Geschäftsmodell leicht erklären, was nicht immer der Fall ist bei Kryptoprojekten. Den Ansatz über eine Smartphone-Applikation finde sehr gelungen und praxisnah. Wir haben ein gutes Team, welches auch hervorragende Aussenkommunikation leistet. Wir haben einen ersten Interessenten, welcher bereit wäre das System in die Praxis zu übernehmen. Wir haben ein ICO-Cap, das ICO kann also nicht überzeichnet werden. Wir haben Escrows und eine Geld-zurück-Garantie, wenn die Token nicht innerhalb von 90 Tagen nach dem ICO verteilt werden. Und einen attraktiven Bonus für jeden, der bis zum 4. Oktober investiert. Wir haben eine saubere Risikoaufklärung mit allen Details zum ICO. Zudem gibt es sobald es zum Praxiseinsatz kommt auch eine Erfolgsbeteiligung in Form von Dividenden. Deshalb gibt es hier eine klare Zeichnungsempfehlung von mir.

Es empfiehlt sich dabei zunächst Waves bei Bittrex zu kaufen, um den zusätzlichen 5% Bonus zu bekommen. Risikobereite Spekulanten nutzen außerdem die Gelegenheit zu einer Waves-Longposition, da die erhöhte Nachfrage an Waves um am ICO teilzunehmen den Kurs weiter beflügeln dürfte in den nächsten Wochen (+ zusätzliche Faktoren wie Mainnet und evtl. Poloniex-Listing, machen Waves generell kaufenswert zu den aktuellen Kursen bei um 0.0003 BTC).

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in den oben erwähnten Kryptowährungen selbst investiert

Firstblood ICO innerhalb von zwei Minuten ausverkauft!

maf7107booklet.inddDie gestrige Nachtschicht hatte sich für die meisten Europäer nicht ausgezahlt: Als sie um kurz vor 2:00 Uhr über Ethereum in das ICO von Firstblood.io einkaufen wollten, war es für die meisten zu spät. Nur ganz wenige hatten das Glück ihre Zeichnungs-Order innerhalb von nur 4 Blöcken zu platzieren. Neben zeitlicher Schnelligkeit war es noch nötig die Gebührenhöhe zu vervielfachen um die eigene Transaktion vor den Konkurrenten durchzubekommen. Damit hat Firstblood.io in meinen Augen einen neuen ICO-Rekord aufgestellt: 5.5 Millionen Dollar in nur zwei Minuten. Dann war das Zeichnungsfester dicht und keine Transaktion wurde mehr bestätigt. Die Zeichnung selbst verlief vollautomatisch über einen Ethereum Smart Contract. Dieser stellte automatisch ab, nachdem das Limit von 465‘313 ETH erreicht worden war. Der krumme Etherbetrag entsprach dem exakten Kurs von 5.5 Millionen Dollar beim Zeichnungsbeginn.

Um was handelt es sich bei Firstblood.io denn? Ich werde nicht zu sehr ins Detail gehen, da wir ja keine Chance haben mehr haben sie zu zeichnen. Und im Nachhinein zum 4x oder 5x an einer Altcoinbörse, darauf werde ich mich nicht einlassen. Ich hatte den schnellen Ausverkauf bereits vermutet, so dass ich bewusst nicht über dieses interessante ICO gebloggt habe, da ich sonst mit vielen enttäuschten Lesern gerechnet hätte, welche sich sinnlos die Nacht auf den Montag um die Ohren geschlagen hätten. Das hatte den Grund, da bereits die chinesische Kryto-Börse yunbi sich rund 90% der Anteile gesichert hatte. Es gingen also nur noch rund 500‘000 Dollar in den freien Verkauf und innerhalb der ersten Stunde lockte noch ein Bonus von 70%, was die Nachfrage zusätzlich anheizte. Aus der sogenannten Power-Hour wurde so nur eine „Power-Minute“. Bei Firstblood handelt es sich um eine Plattform, welche E-Sport-Events über die Blockchain ermöglichen will. Ein riesiger Markt, insbesondere in Asien. Das Team stammt auch überwiegend aus Asien, was zu der für uns unglücklichen Zeichnungs-Startzeit in tiefster Nacht geführt hatte.

Fazit: Für mich zeigt sich hier, wie schnell und erfolgversprechend ICOs über Ethereum Smart Contracts durchgeführt werden können. Das war ja nicht das erste Mal, auch Digix oder der DAO zogen ja Kapital an wie ein Magnet. Für mich ist das trotz der andauernden Attacken ein sehr bullisches Signal für Ethereum (ETH). Ich weiss um weitere interessante Neuemissionen, welche in den nächsten Monaten über Ethereum Kapital sammeln wollen. Und auch hier deuten sich Millionenerfolge an. Und um an diesen Neuemissionen partizipieren zu können, braucht man Ethereum und zwar ETH – nicht Ethereum Classic. Ich stufe deshalb trotz der aktuell widrigen Umstände Ethereum von Halten auf Kaufen herauf mit einem mittelfristigen Kursziel von über 0.03 BTC, behalte meine negative Einschätzung für Ethereum Classic aber weiterhin bei.

PS: Das richtige Logo von Firstblood sieht so aus:
firstblood

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in den oben erwähnten Kryptowährungen selbst investiert

Byteball – Neue blockchainlose Währung gibt es gratis über Airdrop

byteball
Auf Byteball bin ich aufmerksam geworden, da mich der Entwickler Anton Churyumov persönlich kontaktiert hatte. Als ich dann erfuhr, dass es sich um eine neue 3.0 Währung handeln würde ohne Blockchain, war ich natürlich sofort interessiert. Sollte Byteball funktionieren, würde es dann in einer Liga wie IOTA spielen. Es handelt sich aktuell um ein 1-Mann-Projekt in das der Entwickler bereits 22 Monate Zeit investiert hätte. Das Prinzip ist ähnlich wie bei IOTA. Es gibt kein POW, kein POS und kein Mining. Stattdessen ein DAG-Design (Directed Acyclic Graph) welches bereits eine partielle Reihenfolge innerhalb der Transaktionen herstellt. Außerdem verfügt das DAG zusätzlich eine Main Chain hinzu. Der Main Chain erlaubt es, die korrekte Reihenfolge innerhalb der Transaktionen herzustellen. Die Transaktion, die früher in den Main Chain eingefügt wird gilt als maßgeblich in der Reihenfolge. Sollte es zu Double Spends kommen, gilt diejenige Version der Transaktion als gültig, die zuerst in den Main Chain eingefügt wurde, die anderen werden entsprechend ungültig und erhalten keine Bestätigung:
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Byteball ist im Gegensatz zu IOTA aber nicht gebührenfrei. Die Gebührenhöhe richtet sich nach der Größe der gespeicherten Daten. Wenn diese zum Beispiel 500 Zeichen beträgt, zahlt man genau 500 Bytes (die Währung von Byteball) als Gebühren. Die Geldmenge erhöht sich nicht und beträgt 1‘000‘000‘000‘000‘000 Bytes. Zudem soll Byteball weitere Features enthalten wie Smart Contracts, Multisig, Oracle-Function sowie verschlüsseltes Messaging. Weitere technische Details sind in deutscher Übersetzung dank Cryptkeeper hier zu finden. Das Whitepaper gibt es hier. Es gibt bereits ein Wallet, welches sogar Smartphone tauglich ist (dort mit einem speziellen Lite-Client). So sieht zum Beispiel eine Pizza-Bestellung über das Wallet aus:
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Es handelt sich hier aber noch um eine Testversion.

Byteball wird es gratis geben ohne ICO oder Crowdsale! Um eine möglichst breite Distribution zu erreichen bedient sich der Entwickler eines interessanten Verteilungsverfahren. Wenn es frühestens im November zur Emission kommt, wird man sich als Interessent mit einer seiner Bitcoinadressen registrieren können. Um zu bestätigten, dass einem diese Adresse auch gehört wird man eine kleine Testzahlung in Höhe von wenigen Satoshi an eine vom Byteball-Entwickler vorgegebene Adresse senden können. Zu einem exakt vorgegebenen Zeitpunkt wird dann eine Bestandsaufnahme gemacht und je nachdem wieviel Bitcoin man in dieser speziellen Adresse, die man bei der Registrierung angegeben hat hält, bekommt man entsprechend Byteball zugeteilt. Es sollen dabei 98% aller Bytes ausgeschüttet werden. Wer also auf dieser Adresse 10 Bitcoin gespart hat bekommt entsprechend 10x mehr als jemand der darauf nur ein Bitcoin liegen hat. Das schließt eine Mehrfachregistrierung aus, wie sie zum Beispiel bei Decred oder bei NEM auftraten, als es um die Startverteilung ging. Hauptkritikpunkt ist freilich: Die Reichen werden dadurch noch reicher. Aber es ist ein insgesamt faires und transparentes Verfahren. Es gibt sogar schon erste Bestrebungen, dass Poloniex entsprechend dem Bitcoinguthaben der Benutzer Byteball ausschüttet. Davon würden sowohl die Benutzer wie auch Poloniex profitieren (durch höhere Handelsumsätze). Genauere Details zur Verteilung stehen noch nicht fest, zuerst sollen in den nächsten Wochen weitere Tests erfolgen. Die restlichen 2% der Coins werden wie folgt verteilt: 1% für den Entwickler, so dass er nicht völlig leer ausgeht + 1% für zukünftige Nutzer, welche bei jeder Neuregistrierung einige Bytes umsonst erhalten sollen. Das sieht insgesamt erfreulich aus, in den letzten Monaten waren diese beiden Zahlen meistens so um die 15% bei den neuen Projekten (bei IOTA 7%).

Fazit:
Es gibt hier keine Diskussion, man kann nur gewinnen und nicht verlieren. Eine schöne Gelegenheit für die vielen Altcoininvestoren, welche das IOTA-ICO verpasst haben. Hauptgefahr ist dass die teilnehmenden Bitcoin-Adressen irgendwie attackiert werden sollen. Aber wenn man auf seinen Private Key aufpasst ist das für mich ein nicht sehr wahrscheinliches Szenario. Ich halte den Entwickler für ehrlich und auch fähig, wenn ich die vergangenen Wochen revue passieren lasse. Es dürfte sich dabei um eine interessante Figur der Kryptoszene handeln, welche hier anonym auftritt. Im Whitepaper wird mehrmals auf das Buch 1984 Bezug genommen. Dies könnte auf BCNext hindeuten und wäre freilich eine Riesensensation, wenn er quasi so nebenbei seine wahre Identität enthüllen würde, nach über dreijährigem Versteckspiel. Mich wundert, dass ich bisher der einzige bin, der dies in Erwägung zieht. Ich werde weiter über das Projekt berichten, selbstverständlich auch um auf die Details zur Verteilung hinzuweisen, so dass Ihnen diese Gelegenheit nicht entgehen wird!

Komodo ICO macht BitcoinDark [BTCD] hochinteressant

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James aka jl777 gehört für mich zu den schlausten Köpfen der Kryptoszene, verfügt aber dennoch nicht über einen weitreichenden Bekanntheitsgrad. Das liegt daran, dass sich James sehr lange auf die Nxt-Umwelt konzentriert hat, welche seit 2013 zwar Erfolg hatte, aber in einer Nische blieb und von großen Teilen der Kryptocommunity nicht beachtet wurde. Das Krypto-Konglomerat welches er in dieser Zeit geschaffen hat sucht seines Gleichen und ist für außenstehende schwer zu durchschauen. Hier nur einmal ein Ausschnitt davon:
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Hier ein Statement von James zum aktuellen Stand. Es scheint unglaublich, dass eine einzelne Person in derart viele Kryptoprojekte involviert ist. Es gibt deshalb auch viele Kritiker, welche James für einen Projekthopper halten, der viele Projekte beginnt aber nur wenige bis zum Schluss sauber durchzieht, optisch derart veranschaulicht:
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Die Wahrheit liegt sicher irgendwo in der Mitte. Fakt ist auf jeden Fall, der Mann hat revolutionäre Ideen und er hat in der Vergangenheit auch bewiesen, dass er diese Ideen als verantwortlicher Programmierer in die Tat umsetzen kann. Was mir bei James auch gefällt, dass er eine hervorragende Aussenkommunikation hat und wirklich versucht Kritik sachlich und argumentativ zu widerlegen.

Kommen wir zum ICO von Komodo: Bei Komodo handelt es lediglich um ein cleveres Re-branding von BitcoinDark. Im weitesten Sinne eine Vorgehensweise wie sie bei Lisk gewählt worden war, als Crypti quasi wiederbelebt wurde. Das hat bei Lisk ja auch ausserordentlich gut funktioniert. Den BitcoinDark gibt bereits seit dem Juli 2014. Er sollte insgesamt Features enthalten wie eine Blockchain-Asset-Exchange zudem eine „Pegged Asset Exchange“ (PAX) bei dem auch Fiatwährungen und Rohstoffe über die Blockchain gehandelt werden können. Es gab zudem regelmässige Dividenden, da der BitcoinDark an Teilen von James Kryptoimperium beteiligt ist (siehe in der Graphik oben). Es zeigte sich aber nach zwei Jahren, dass der BitcoinDark keine nennenswerte Community gewinnen konnte und auch für eine Weiterentwicklung kein Geld vorhanden war. Deshalb erfolgt jetzt das ICO als Komodo. Der Zeitpunkt für den Entschluss ist gut gewählt, nahezu jedes ICO erhält 1 Million Dollar und mehr aktuell. Und die Versprechungen sind gewaltig, Komodo soll ein ganz grosser Schritt nach vorne werden. Zunächst einmal anonyme Transaktionen welche ähnlich funktionieren sollen wie bei Zcash. Dazu wird ein Fork von Zcash erstellt welches zu diesem Zeitpunkt ja ready sein soll. Aber das ist noch nicht alles, Komodo soll durch den sogenannten Delayed Proof of Work (dPoW) Konsensus-Mechanismus mit Notarnodes (Notary Nodes) in der Lage sein die Komodo POS-Blockchain mit der Bitcoin-Blockchain zu verzahnen, wodurch Komodos Blockchain direkt durch den grossen Bruder Bitcoin geschützt werden soll. Komodo verspricht also anonyme Transaktionen welche aber genau so sicher sind wie Bitcoinzahlungen. Aber noch ist es nicht soweit, die Entwicklung braucht Zeit und Geld. Deshalb jetzt das ICO.

Die ICO-Bedingungen: Das ICO beginnt am 15. Oktober, wie so oft in der Vergangenheit, wird auch hier der erste Tag vergoldet. Wer am ersten Tag investiert erhält einen Bonus von 25%. In der ersten Woche dann noch 20% und so weiter. Bis zum 20. November läuft das ICO:
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Es wird 100 Millionen Coins geben zum Start, davon sind 10 Millionen Coins für die Entwickler und Bounties reserviert. Durch Staking wird die Anzahl von Komodo im Laufe von 14 Jahren um 5% pro Jahr ansteigen auf dann 200 Millionen Coins:
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Kommen wir zum BitcoinDark: James macht hier den Alt-Investoren den Umtausch schmackhaft indem er ein Umtauschverhältnis von 1 BTCD = 0.00532074 BTC Kaufkraft beim ICO darlegt. Das ist ein Aufpreis auf den aktuellen Kurs von aktuell 0.0041 BTC. Leider können BitcoinDark-Investoren nicht vom Bonus profitieren. Deshalb schmilzt der Vorsprung des BitcoinDark auf 0.00425 BTC am ersten Tag, bei dem Bitcoin-Investoren ja 25% Bonus erhalten. Dann steigt der Umtauschkurs aber wieder an, da der Bonus für Bitcoin-Investoren immer geringer wird, was die vergleichbare ICO-Kaufkraft des BitcoinDark entsprechend steigert:
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Und genau das macht den BitcoinDark so attraktiv bei den aktuellen Kursen von unter 0.0042 BTC. Spätestens im November sollte er nämlich auf ein Level von über 0.0050 BTC klettern. Ich sauge mir das nicht aus den Fingern, eine ähnliche Kursbewegung war bei Crypti zu sehen beim Lisk-ICO im Frühjahr, da es zu einem Festkurs in Lisk umgetauscht werden konnte. Ein zusätzliches Schmankerl macht den den BitcoinDark sogar noch attraktiver, so hat James den BitcoinDark-Investoren versprochen, ihnen noch zusätzlich den durchschnittlichen Bonus der Bitcoin-Investoren ebenfalls zu erstatten. Das dürfte bei etwas mehr als 10% liegen, so dass die Kaufkraft von BitcoinDark beim ICO um die 0.006 BTC betragen sollte. Die genaue Zahl ist logischerweise aber erst nach dem ICO bekannt.

Für gibt für mich zwei Investitionsvarianten hier:

Variante risikoarm: BTCD bei unter 0.0042 BTC kaufen und warten sobald der Kurs bei Poloniex die 0.005 BTC durchbricht verkaufen. Dies sollte spätestens zum Ende des ICOs von Komodo der Fall sein, da potentielle ICO-Investoren dann selbst bei einem Kurs von 0.0052 BTC je BTCD günstiger in das ICO investieren als über den Bitcoin. Diese Variante kann man auch spielen wenn insgesamt nicht von Komodo überzeugt ist, zudem ist die Kapitalbindungsdauer mit maximal sieben Wochen relativ gering.

Variante risikoreich: BTCD bei unter 0.0042 BTC kaufen und beim Komodo-ICO teilnehmen, indem man die BTCD in Komodo umtauscht. Wie der Umtausch genau vonstatten geht wird das Komodo-Team nach dem ICO erläutern. Darauf hoffen, dass auch ein zusätzlicher Zeichnungsgewinn drin ist und die Komodo-Plattform ein grösserer Erfolg wird als der Vorgänger BTCD. Der Investitionshorizont wird dadurch allerdings deutlich länger, im Gegenzug profitiert man voll vom zusätzlichen ICO Bonus von etwa 10% für Komodo, bekommt also im besten Falle Komodo im Gegenwert von etwa 0.0006 BTCD je Bitcoin angedient. Der BitcoinDark soll sogar erhalten bleiben, als Vehikel welches immer noch dividendenberechtigt ist an Supernet zum Beispiel. Einige Satoshi ist dieses Konstrukt dann sicher noch wert.

Fazit: Das Komodo-ICO bietet auch für Trittbrettfahrer, die nur einen gewissen Kursgewinn mitnehmen wollen, eine interessante Alternative. Wichtig ist seine Order bei Poloniex oder Bittrex für den BitcoinDark zu limitieren und einige Tage Geduld mitzubringen, da die Liquidität bei unter 0.0042 BTC sehr dünn ausfällt. Ich persönlich halte beide Varianten für interessant und werde mir bis zuletzt offen lassen, ob ich meine erworbenen BitcoinDark zum Umtausch in Komodo andiene oder vorher über Poloniex zu Geld mache. Das Hauptrisiko ist eine Absage des ICOs oder eine Verschiebung. Das halte ich jedoch für sehr unwahrscheinlich, das Team ist ICO-erprobt. Im Zuge der bereits jetzt herrschenden Zcash-Euphorie dürfte das Komodo-ICO genug Aufmerksamkeit erhalten, so dass eine konstante Nachfrage nach dem BitcoinDark als Umtauschgut bis in den November hinein herrschen sollte und damit auch in die erwarteten Kursregionen führen dürfte.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in den oben erwähnten Kryptowährungen selbst investiert

Lykke – Premium ICO zum Premium Preis

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Heute begann das ICO für Lykke. Bei Lykke handelt es um ein in Zürich ansässiges Unternehmen, welches eine dezentrale blockchain-basierende Handelsplattform betreibt. Bei Lykke können zum Beispiel Fiat-Währungen (wie der EUR, Dollar oder YEN) und Kryptowährungen (Bitcoin, Ether, Steem und Ripple) gehandelt werden, die Transaktionen werden dann über die Blockchain gesettled und sind dadurch dezentralisiert. Zusätzlich können eigene Kryptowährungen und sogenannte Colored Coins erstellt werden. Auch kreditgehebelte Investitionen (Leverage) sollen möglich werden in der Zukunft. Zudem sieht die Plattform das Potential als Marketmaker bei sämtlichen digitalen Assets in den nächsten Jahren aufzusteigen. Also Funktionen zu übernehmen wie sie Waves verspricht oder die aktuelle Nxt-Asset-Exchange, inklusive Crowdfunding.

Beim ICO können bis zum 10. Oktober bis zu 30 Millionen Lykke Coins erworben werden zum Preis von 5 Rappen je Stück (0.05 CHF). Insgesamt können so Lykke im Gegenwert von 1.5 Millionen CHF erworben werden:
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Investitionen sind auch in Ethereum oder Bitcoin möglich, es müssen keine CHF investiert werden. Das Geld wird dazu verwendet die nächsten 6-8 Monate des Unternehmens zu finanzieren. Das Unternehmen hat aktuell 15 Angestellte und ist deshalb auf frisches Betriebskapital angewiesen. Danach soll es zu einem weiteren ICO kommen, zu einem (hoffentlich) höheren Preis. Zumindest soll die bestehende Anzahl von Lykke Coins dafür nicht erhöht werden, so dass es zu keinem Verwässerungseffekt kommt. Hier die ICO-Bedingungen im Detail.

Es handelt sich dabei bereits um die zweite ICO, es gab ein kleines Offering im März diesen Jahres (zuvor noch eine Finanzierungsrunde mit sogenannten Angel Investors). Damals wurden noch 1.4 Rappen je Lykke verlangt, heutige Investoren müssen also nach einem halben Jahr bereits das 3.5x auf den Tisch legen. Besonders schwer im Magen liegt mir die Bewertung. 64 Millionen CHF liegt der aktuelle ICO-Preis zu Grunde. Das ist sehr, sehr viel. Im Gegenzug bekommt man aber auch sehr viel geboten. Die Lykke-App als Handelsplattform existiert bereits. Um beim ICO Teilzunehmen muss man sie herunterladen und kann darauf dann auch einen Blick werfen. Das sieht schon sehr gut aus muss man sagen:
Lykke @fintechnews.ch
Das ist keine Vaporware, richtig gut gemacht auch wenn noch nicht sämtliche geplante Funktionen verfügbar sind. Dies ist auch kein Wunder, der Gründer Richard Olsen hat bereits mit der FX-Trading-Plattform Oanda Furore gemacht. Lykke soll das Oanda auf Blockchain-Basis werden. Im Team ist unter anderem David Siegel und im Advisory Board Kryptolegende Nick Szabo. Das sind schon starke Ausrufezeichen!

Fazit: Ich habe zwar einige Lykke erworben, dies hat vor allem mit meinem beruflichen Hintergrund zu tun. Es handelt sich bei Lykke nicht um eine klassische Coin, sondern um eine Unternehmensbeteiligung ähnlich einer Aktie. Insgesamt ist die Bewertung sehr hoch und Investoren müssen sich darüber im Klaren sein, dass Lykke tatsächlich den grossen Durchbruch beim digitalen Handel erringen muss, um einen positiven ROI zu erzielen. Lykke muss in diese enorme Bewertung eigentlich noch hineinwachsen, es ist keineswegs ausgemacht, ob dies gelingen wird. Lykke muss zu einem der erfolgreichsten FinTech-Start-ups werden, um diese hohe Bewertung zu untermauern zu können. Freilich ist in der aktuellen FinTech-Euphorie durchaus möglich, dass der Kurs trotzdem nach oben ausbricht oder Lykke wie die Fidorbank von einem grossen Konzern mit Übernahmeprämie geschluckt wird, aber das wäre mir insgesamt als Investitionsgrundlage zu dünn. Zumindest startet der Handel bei diesem ICO sehr rasch, Lykke soll unmittelbar nach dem ICO noch im Oktober handelbar sein. Da die Lykke Handelsplattform bereits besteht ist diese Aussage sicher als realistisch einzustufen.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in den oben erwähnten Kryptowährungen selbst investiert