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BitcoinDark [BTCD]: Umtausch in Komodo + Bonus nun möglich

Komodo ICO
Über das ICO von Komodo und den damit verbundenen Umtausch von BitcoinDark [BTCD] in Komodo habe ich am 19. September berichtet. Die damals präferierte Strategie war, den BitcoinDark bei Kursen von unter 0.0042 BTC zu erwerben und dann wegen des Bonus für den Swap in Komodo ausgelösten Anstieg bei über 0.005 BTC zu verkaufen innerhalb von wenigen Wochen. Das ICO von Komodo war mit über 2600 Bitcoin ein großer Erfolg, dann brach allerdings der Altcoinbärenmarkt mit voller Wucht herein, welcher in Verbindung mit dem starken Bitcoinanstieg den Preis von BitcoinDark lediglich stagnieren liess. Zudem kam es zu einer Verschiebung des Umtauschs, so dass viele Investoren nicht geneigt waren, die wochenlange Hängepartie beim BitcoinDark mitzumachen, während sie das Kapital für andere Zwecke einsetzen wollten. Heute stehen wir preislich beim BitcoinDark immerhin bei 0.0043 BTC, wobei wir zwischenzeitlich auch wesentlich tiefer notierten.

Die Konditionen zum Umtausch in Komodo sind nun bekannt und sie fielen noch etwas besser aus, als anfänglich von mir erwartet. Das hat durch zahlreiche kombinierte Boni zu tun. So beträgt die „Kaufkraft“ eines BitcoinDark nun aktuell 0.0065 BTC am Komodo-ICO. Also ein stattlicher Aufpreis zum aktuellen Börsenkurs. Und es kommt noch besser: Wer seine BitcoinDark in Komodo umtauscht erhält zusätzlich noch sogenannte „Revenue Asset Shares“. Auf diese Ref-Shares gehen nämlich die bisherigen Anteile des BitcoinDark an den Cashflow-Strömen von James Kryptoimperium über – hier noch einmal grafisch veranschaulicht:

das-jamesempire

In diesen Rev-Shares werden die bisherigen Dividenden-Erträge von BitcoinDark gebündelt. Am Interessantesten dürfte der 5% Anteil an Supernet sein. Rev-Shares gibt es aber nur für Investoren, welche ihre BitcoinDark bis zum 15. Januar über die ICO-Webseite in Komodo umtauschen, es bleibt also nicht mehr viel Zeit! Dazu ist ein Transfer von der Börse nötig (sofern man das Wallet nicht installiert hat) auf die ICO-Webseite. Wie das genau funktioniert wird sehr anschaulich hier erklärt. Wer seine BTCD bei Poloniex oder Bittrex lässt, geht definitiv leer aus. Zwar erhalten auch Investoren Ref-Shares, welche den BitcoinDark tatsächlich über eine eigene Wallet laufen lassen, davon rate ich aber ab, da sich hier bereits Zerfallserscheinungen zeigen (oft funktionsunfähig) und mittelfristig das BitcoinDark-Netzwerk mangels Entwicklerkapazität (alles bei Komodo) wohl ganz den Geist aufgeben wird.

Investoren haben dann noch die Möglichkeit ab dem 15. Januar entsprechende Notary Nodes zu wählen für Komodo. Diese „Super-Nodes“ verzahnen die Komodo-Blockchain mit der Bitcoin-Blockchain und sollten deshalb rund um die Uhr auf guten Rechnern/Servern laufen. Im Gegenzug gibt es stattliche „Miningerträge“ für diese Notare. Sie sind unschlüssig wen Sie wählen sollen? Ich unterstütze die Bewerbungen von rnr und kolo. Details dazu, mit vielen Zusatzinformationen, sind hier zu finden.

Die Komodo-Token werden dann über die ICO-Webseite am 31. Januar verteilt. Es ist sehr gut, dass hier bereits ein Datum feststeht, das macht eine Verschiebung etwas weniger wahrscheinlich. Geduld sollten Komodo-Investoren aber dennoch mitbringen, es wird mit Sicherheit einige Wochen gehen, bevor Komodo an einer Mainstreambörse gelistet ist.

Fazit: Wer etwas Geduld mitbringt dem rate ich dazu, seine BitcoinDark in Komodo umzutauschen. Der Umtauschkurs mit einer Kaufkraft von 0.0065 BTC beinhaltet eine erhebliche Sicherheitsmarge zum aktuellen Börsenkurs von BitcoinDark von lediglich 0.0043 BTC. Zusätzlich erhalten Investoren bis zum 15. Januar die sogenannten Revenue Asset Shares, welche Kurzfristinvestoren dann schnell zu Geld machen können und längerfristig orientierte als Dividendenanlage halten können. Selbst Spekulanten, die nicht von einem dauerhaften Erfolg von Komodo ausgehen, sind mit einem Umtausch und späteren Verkauf an der Börse, wohl besser bedient. Dazu ist allerdings etwas Geduld nötig, wer Bitcoin benötigt, weil er zum Beispiel an der nächsten Byteball-Distribution Mitte Februar teilnehmen möchte, sollte nicht umtauschen, da von einer Kapitalbindung ohne Handelsmöglichkeit bis mindestens März, ausgegangen werden sollte. Wer umtauscht immobilisiert sein Kapital für diesen Zeitraum, dessen sollte man sich bewusst sein. Auch muss ich zugeben, dass ich mittel- bis langfristig nicht daran glaube, dass sich Komodo tatsächlich in der Spitze der Kryptowährungen etablieren kann.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in die oben genannten Kryptowährungen selbst investiert.

 

Der Bitcoin und ZCash wirbeln die Altcoinmärkte durcheinander

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Die letzten Tage verliefen für Altcoininvestoren relativ enttäuschend. Fast jede Altcoin büßte einen Kurswert zwischen 20-40% innerhalb von nur einer Woche ein. Ein heftiger Crash welcher zwei Ursachen hatte:

Der Bitcoin hat seine Hausse wieder aufgenommen und notiert seit gestern wieder über der 700 Dollar Marke. Es hat sich in den letzten zwei Jahren gezeigt, dass starke Bitcoin-Anstiege immer zu überproportionalen Kursverlusten am Altcoinmarkt führen. Gründe für den Anstieg sind meiner Ansicht nach Mittelzuflüsse aus China, auf Grund der dortigen Währungskursverluste gegenüber dem Dollar, sowie die Veröffentlichung von Bitcoin Core 0.13.1, welches eine Aktivierung von Segregated Witness beinhaltet. Kurz gesagt ist dies ein großer Schritt in die richtige Richtung, da SegWit die effektive Blocksize um rund 80% erhöhen kann, wodurch dieses Nadelöhr zumindest geweitet werden kann.

Ein weiterer Grund ist, dass der Fokus auf ZCash andere Coins in den Schatten gestellt hat.  ZCash ist ja die lang erwartete anonyme Währung  mit neuer kryptographischer Technik. So sieht dort jede Coin exakt gleich aus wie die andere und ermöglicht so umfassende Fungibilität und Anonymität. Ich habe bisher über ZCash nicht berichtet, da ich keine Investitionschance für Normalinvestoren sah. ZCash konnte ja lediglich gemint werden ab Freitag und startet ganz langsam mit wenigen Coins pro Tag. Das führte dann zu verrückten Szenen, da sich viele tausend Investoren um wenige Coins „prügelten“. So notierte ZCash im Hoch bei über 50’000 Euro je Coin. Ein absurdes aber sehr lustiges Spektakel, so frage ich mich, wie Leute auf die Idee kommen derartige Beträge auszugeben. ZCash hat insbesondere die Anoncoins wie Monero und Dash belastet, denen ein starker Gegenspieler erwachsen ist. Insgesamt betrachtet, sehe ich Anoncoins eher als Nische und ich glaube nicht, dass ZCash in den nächsten Jahren Bitcoin auch nur ansatzweise gefährden kann.

Fazit: Insgesamt bin ich weiterhin sehr bullish für den Altcoinmarkt. Sobald Bitcoin konsolidiert, und das deutet sich aktuell bei knapp über 700 Dollar an, werden die Altcoinmärkte überproportional profitieren. Auch die Berichterstattung über ZCash wird helfen. Selten wurde soviel über Bitcoin und Altcoins berichtet wie in den letzten Tagen. Es lassen sich nun sogar auch Bitcoin an allen Schweizer Fahrkartenautomaten der Bahn kaufen. Und zwar nicht alle, aber eben viele Bitcoinkäufer, beschäftigen sich, nachdem sie sich mit dem Bitcoin auseinandergesetzt haben, auch mit Altcoins. Die nächsten Monate dürften deshalb noch einmal sehr spannend und gewinnbringend für Altcoininvestoren werden. Der Bullenmarkt ist noch nicht vorbei! Noch lange nicht!

Komodo ICO macht BitcoinDark [BTCD] hochinteressant

komodo
James aka jl777 gehört für mich zu den schlausten Köpfen der Kryptoszene, verfügt aber dennoch nicht über einen weitreichenden Bekanntheitsgrad. Das liegt daran, dass sich James sehr lange auf die Nxt-Umwelt konzentriert hat, welche seit 2013 zwar Erfolg hatte, aber in einer Nische blieb und von großen Teilen der Kryptocommunity nicht beachtet wurde. Das Krypto-Konglomerat welches er in dieser Zeit geschaffen hat sucht seines Gleichen und ist für außenstehende schwer zu durchschauen. Hier nur einmal ein Ausschnitt davon:
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Hier ein Statement von James zum aktuellen Stand. Es scheint unglaublich, dass eine einzelne Person in derart viele Kryptoprojekte involviert ist. Es gibt deshalb auch viele Kritiker, welche James für einen Projekthopper halten, der viele Projekte beginnt aber nur wenige bis zum Schluss sauber durchzieht, optisch derart veranschaulicht:
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Die Wahrheit liegt sicher irgendwo in der Mitte. Fakt ist auf jeden Fall, der Mann hat revolutionäre Ideen und er hat in der Vergangenheit auch bewiesen, dass er diese Ideen als verantwortlicher Programmierer in die Tat umsetzen kann. Was mir bei James auch gefällt, dass er eine hervorragende Aussenkommunikation hat und wirklich versucht Kritik sachlich und argumentativ zu widerlegen.

Kommen wir zum ICO von Komodo: Bei Komodo handelt es lediglich um ein cleveres Re-branding von BitcoinDark. Im weitesten Sinne eine Vorgehensweise wie sie bei Lisk gewählt worden war, als Crypti quasi wiederbelebt wurde. Das hat bei Lisk ja auch ausserordentlich gut funktioniert. Den BitcoinDark gibt bereits seit dem Juli 2014. Er sollte insgesamt Features enthalten wie eine Blockchain-Asset-Exchange zudem eine „Pegged Asset Exchange“ (PAX) bei dem auch Fiatwährungen und Rohstoffe über die Blockchain gehandelt werden können. Es gab zudem regelmässige Dividenden, da der BitcoinDark an Teilen von James Kryptoimperium beteiligt ist (siehe in der Graphik oben). Es zeigte sich aber nach zwei Jahren, dass der BitcoinDark keine nennenswerte Community gewinnen konnte und auch für eine Weiterentwicklung kein Geld vorhanden war. Deshalb erfolgt jetzt das ICO als Komodo. Der Zeitpunkt für den Entschluss ist gut gewählt, nahezu jedes ICO erhält 1 Million Dollar und mehr aktuell. Und die Versprechungen sind gewaltig, Komodo soll ein ganz grosser Schritt nach vorne werden. Zunächst einmal anonyme Transaktionen welche ähnlich funktionieren sollen wie bei Zcash. Dazu wird ein Fork von Zcash erstellt welches zu diesem Zeitpunkt ja ready sein soll. Aber das ist noch nicht alles, Komodo soll durch den sogenannten Delayed Proof of Work (dPoW) Konsensus-Mechanismus mit Notarnodes (Notary Nodes) in der Lage sein die Komodo POS-Blockchain mit der Bitcoin-Blockchain zu verzahnen, wodurch Komodos Blockchain direkt durch den grossen Bruder Bitcoin geschützt werden soll. Komodo verspricht also anonyme Transaktionen welche aber genau so sicher sind wie Bitcoinzahlungen. Aber noch ist es nicht soweit, die Entwicklung braucht Zeit und Geld. Deshalb jetzt das ICO.

Die ICO-Bedingungen: Das ICO beginnt am 15. Oktober, wie so oft in der Vergangenheit, wird auch hier der erste Tag vergoldet. Wer am ersten Tag investiert erhält einen Bonus von 25%. In der ersten Woche dann noch 20% und so weiter. Bis zum 20. November läuft das ICO:
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Es wird 100 Millionen Coins geben zum Start, davon sind 10 Millionen Coins für die Entwickler und Bounties reserviert. Durch Staking wird die Anzahl von Komodo im Laufe von 14 Jahren um 5% pro Jahr ansteigen auf dann 200 Millionen Coins:
bitcoindark

Kommen wir zum BitcoinDark: James macht hier den Alt-Investoren den Umtausch schmackhaft indem er ein Umtauschverhältnis von 1 BTCD = 0.00532074 BTC Kaufkraft beim ICO darlegt. Das ist ein Aufpreis auf den aktuellen Kurs von aktuell 0.0041 BTC. Leider können BitcoinDark-Investoren nicht vom Bonus profitieren. Deshalb schmilzt der Vorsprung des BitcoinDark auf 0.00425 BTC am ersten Tag, bei dem Bitcoin-Investoren ja 25% Bonus erhalten. Dann steigt der Umtauschkurs aber wieder an, da der Bonus für Bitcoin-Investoren immer geringer wird, was die vergleichbare ICO-Kaufkraft des BitcoinDark entsprechend steigert:
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Und genau das macht den BitcoinDark so attraktiv bei den aktuellen Kursen von unter 0.0042 BTC. Spätestens im November sollte er nämlich auf ein Level von über 0.0050 BTC klettern. Ich sauge mir das nicht aus den Fingern, eine ähnliche Kursbewegung war bei Crypti zu sehen beim Lisk-ICO im Frühjahr, da es zu einem Festkurs in Lisk umgetauscht werden konnte. Ein zusätzliches Schmankerl macht den den BitcoinDark sogar noch attraktiver, so hat James den BitcoinDark-Investoren versprochen, ihnen noch zusätzlich den durchschnittlichen Bonus der Bitcoin-Investoren ebenfalls zu erstatten. Das dürfte bei etwas mehr als 10% liegen, so dass die Kaufkraft von BitcoinDark beim ICO um die 0.006 BTC betragen sollte. Die genaue Zahl ist logischerweise aber erst nach dem ICO bekannt.

Für gibt für mich zwei Investitionsvarianten hier:

Variante risikoarm: BTCD bei unter 0.0042 BTC kaufen und warten sobald der Kurs bei Poloniex die 0.005 BTC durchbricht verkaufen. Dies sollte spätestens zum Ende des ICOs von Komodo der Fall sein, da potentielle ICO-Investoren dann selbst bei einem Kurs von 0.0052 BTC je BTCD günstiger in das ICO investieren als über den Bitcoin. Diese Variante kann man auch spielen wenn insgesamt nicht von Komodo überzeugt ist, zudem ist die Kapitalbindungsdauer mit maximal sieben Wochen relativ gering.

Variante risikoreich: BTCD bei unter 0.0042 BTC kaufen und beim Komodo-ICO teilnehmen, indem man die BTCD in Komodo umtauscht. Wie der Umtausch genau vonstatten geht wird das Komodo-Team nach dem ICO erläutern. Darauf hoffen, dass auch ein zusätzlicher Zeichnungsgewinn drin ist und die Komodo-Plattform ein grösserer Erfolg wird als der Vorgänger BTCD. Der Investitionshorizont wird dadurch allerdings deutlich länger, im Gegenzug profitiert man voll vom zusätzlichen ICO Bonus von etwa 10% für Komodo, bekommt also im besten Falle Komodo im Gegenwert von etwa 0.0006 BTCD je Bitcoin angedient. Der BitcoinDark soll sogar erhalten bleiben, als Vehikel welches immer noch dividendenberechtigt ist an Supernet zum Beispiel. Einige Satoshi ist dieses Konstrukt dann sicher noch wert.

Fazit: Das Komodo-ICO bietet auch für Trittbrettfahrer, die nur einen gewissen Kursgewinn mitnehmen wollen, eine interessante Alternative. Wichtig ist seine Order bei Poloniex oder Bittrex für den BitcoinDark zu limitieren und einige Tage Geduld mitzubringen, da die Liquidität bei unter 0.0042 BTC sehr dünn ausfällt. Ich persönlich halte beide Varianten für interessant und werde mir bis zuletzt offen lassen, ob ich meine erworbenen BitcoinDark zum Umtausch in Komodo andiene oder vorher über Poloniex zu Geld mache. Das Hauptrisiko ist eine Absage des ICOs oder eine Verschiebung. Das halte ich jedoch für sehr unwahrscheinlich, das Team ist ICO-erprobt. Im Zuge der bereits jetzt herrschenden Zcash-Euphorie dürfte das Komodo-ICO genug Aufmerksamkeit erhalten, so dass eine konstante Nachfrage nach dem BitcoinDark als Umtauschgut bis in den November hinein herrschen sollte und damit auch in die erwarteten Kursregionen führen dürfte.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in den oben erwähnten Kryptowährungen selbst investiert

Der Bitcoin-Hype von heute ist der Altcoin-Superboom von morgen!

Bitcoin zieht Altcoins hoch
Der Bitcoin marschiert nicht nur, er springt förmlich zu immer höheren Kursen! Vor fünf Stunden wurde mit 715 Dollar ein neues Zwei-Jahres-Hoch erreicht. War die Ursache das bevorstehende Halving, der Kaufdruck aus China, der vielleicht bevorstehende Brexit oder war der Bitcoin einfach reif nach längerer Seitwärtsbewegung? Vermutlich eine Mischung all dieser Gründe. Die Altcoins konnten erwartungsgemäß nur schwer mithalten und haben insgesamt betrachtet auf Bitcoin-Basis weiter an Boden verloren. Der Altcoin-Dax Coinoindex fiel unter die 700 Punkte-Marke und notiert aktuell bei 690 Punkten. Interessant ist allerdings, dass sich dieses Tendenz in den letzten 48 Stunden nicht weiter fortsetzte, trotz weiter steigender Bitcoinpreise. Altcoins scheinen also bereits ihren Boden gefunden zu haben. Die Talsole auf Bitcoin-Basis scheint durchschritten. Ich schreibe auf Bitcoin-Basis; in Dollar oder Euro gerechnet notieren Altcoins oftmals nahe ihrer Allzeithochs.

Und nun wird es interessant: Bereits heute konnte sich das Bild umkehren. Der Bitcoin stieg auf Tagesbasis knapp 6%, Ethereum und der DAO legten um 14% zu:
Bitcoin Ethereum Marktkapitalisierung
Die Situation an den Altcoinmärkten kann man aktuell mit einem Katapult vergleichen, welches voll angespannt ist und nur noch eines Auslösers bedarf. Dazu reicht zum Beispiel bereits eine leichte Abkühlung des aktuellen Bitcoin-Höhenfluges und an diesem Tag wird der breite Altcoinmarkt um mindestens 20% steigen. Der Coinoindex wird mittelfristig die Marke von 1’000 Punkten zurückerobern. Für mich ist es nur eine Frage der Zeit. Die Bitcoin-Gewinne von heute sind die Altcoin-Gewinne von morgen!

Wo sollte man sich aktuell positionieren: Als Ethereum-Bulle muss ich natürlich auf Ethereum und den DAO (faktisch ein Ethereum-Derivat) hinweisen. Beide sehe ich bei über 0.03 Bitcoin nach dem Anstieg. Vergessen wir nicht dass Ethereum neues Geld anzieht wie ein Magnet; hierzu reichen bereits die überschwänglichen Presseberichte mit denen die Massenmedien uns in den nächsten Tagen beglücken werden. Wir werden viele neue Anleger an den Märkten sehen und die meisten werden Ethereum als zweite Kryptowährung erwerben. Ebenfalls Potential sehe ich für Dash, Lisk, Counterparty, Nem, Emercoin und Factom. Auch das WAVES-ICO sollte einen guten Verlauf nehmen, allerdings werden die Zeichnungsgewinne deutlich schmaler als bei Lisk ausfallen. IOTA wird ebenfalls eine zweistellige Millionenmarktkapitalisierung erreichen, allerdings wird ein Börsenstart nicht innerhalb der nächsten zwei Wochen erwartet.

Schlechter sieht es für „yesterday’s heroes“ aus: Die typischen BTC-e Altcoins um Peercoin, Litecoin, Novacoin, Namecoin und Primecoin werden im aktuellen Altcoinboom keine entscheidende Rolle mehr spielen. Neue Besen kehren gut gilt hier leider für die „alten Alts“. Aber mit den restlichen Altcoins sollten insgesamt betrachtet deutliche Kursgewinne zu erzielen sein.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in den oben erwähnten Kryptowährungen selbst investiert

Bitcoin-Ausbruch wird dem Altcoinmarkt helfen!

Bitcoin-Bullmarket @cointelegraph 
Interessanterweise gibt es im aktuellen Krypto-Bullenmarkt auf kurzfristiger Basis eine äußerst hohe Korrelation zwischen Bitcoin-Anstiegen und Altcoin-Kursverlusten. Dies war Ende 2013 nicht der Fall, bei dem stetig steigende Bitcoin-Notierungen zu noch deutlich höheren Altcoinkursen führte. Wenn damals der Bitcoin um 3% anzog konnte man bei Litecoin eine Kursentwicklung von ungefähr 10% erwarten.

Im aktuellen Bitcoin-Bullenmarkt, der wie ein Gewitter über uns hereinbrach (fast 100 Dollar-Anstieg in der Spitze innerhalb von fünf Tagen) wurden die Altcoins allerdings ziemlich gerupft. Abzulesen am „Altcoin-Dax“ Coinoindex welcher innerhalb einer Woche um knapp 20% verlor. Nahezu zu einem Spiegelbild der Bitcoin-Preisentwicklung hat sich Ethereum entwickelt: Geht es beim Bitcoin hoch, fällt Ethereum, im Gegenzug, wenn Bitcoin verliert, steigt Ethereum. Kurzsichtige Zeitgenossen interpretieren daraus folgendes: „Der starke Bitcoin schadet den Altcoinmärkten“.
Allerdings: Nichts könnte falscher als das sein. Wichtig für Altcoins sind für mich sogenannte Leuchtfeuer. Das sind Storys und Nachrichten, die über die überschaubare Kyptoszene hinausragen und damit zumindest das Potential aufweisen, die restlichen 99.9% der Bevölkerung zu erreichen. Das war zum Beispiel der Fall als Ethereum die Markkapitalisierung von über einer Milliarde geknackt hat oder auch beim DAO (Stichwort Titelseite New York Times). Und auch der aktuelle Bitcoin-Kursanstieg schafft wieder News (Handelsblatt heute) . Und diese News bringen uns mittelfristig neue Investoren. Und das ist auch wichtig, es gibt in Deutschland vermutlich mehr Ü-Eier-Sammler, Planespotter, Synchronschwimmer oder Buddelschiff-Bauer als Altcoinvestoren.

Und das Spiel beginnt dann oft wie folgt: Zaghafte Investition in Bitcoin. Nach einigen Wochen dann erste Versuche mit der ersten Altcoin (früher Litecoin, heute Ethereum). Nach einiger Zeit dann größere und breitere Investitionen in den Altcoinmarkt. Das ist natürlich ein Musterbeispiel, viele bleiben beim Bitcoin „hängen“. Wichtig ist mir aber dabei folgendes: Aktuell haben alle Altcoins zusammen eine Markkaptialisierung von 2.1 Milliarden Dollar. Der aktuelle Bitcoin-Hype wird den Effekt haben, dass wir hier in wenigen Monaten bereits bei 3.0 Milliarden Dollar stehen werden. Die Verluste innerhalb der letzten Tage sind die Kursgewinne von morgen! Der aktuelle Cryptobullenmarkt ist weiterhin völlig intakt und wird den Investoren noch viel Freude bereiten.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in Bitcoin, Ethereum und den DAO investiert

Götterdämmerung: Ethereum triumphiert – Bitcoin wankt

Ethereum Banner @Cointelegraph.com

Der Siegeszug von Ethereum nimmt kein Ende: Gehörte die Coin bereits seit Dezember zu den großen Gewinnern, konnte Ethereum Ende Januar an Litecoin vorbeiziehen. Damals brachte Ethereum die stattliche Marktkapitalisierung von 170 Millionen Dollar auf die Waage. Wer hätte damals gedacht, dass dieser Anstieg noch steiler werden würde? Nahezu ohne jeden Rücksetzer oder nur den Hauch einer Konsolidierung schießt Ethereum heute auf eine Marktkapitalisierung von 950 Millionen Dollar, die Milliarde fest im Visier. Ein Ether kostet aktuell 12.25 Dollar. Nur um die Dimensionen zu verdeutlichen: Der Kurs war vor zwei Monaten noch bei unter einem Dollar. Was wir aktuell erleben wird nicht nur Altcoin-Geschichte schreiben. Litecoin war zwar im November 2013 noch etwas höher (kurzzeitig eine Milliarde Dollar), damals war aber ein Bitcoin-Bullenmarkt. Hier ist es umgekehrt: Ethereum steigt weil enorm viel Geld aus dem Bitcoin in Ethereum umgeschichtet wird. Der Bitcoin schwächelt momentan. Und auf einmal ist der Abstand gar nicht mehr so massiv: Aktuell ist der Bitcoin nur noch gut das Sechsfache von Ethereum wert. Das ist der geringste Vorsprung, welcher er einer Altcoin gegenüber je hatte. Ethereum ist zudem die erste Altcoin, der es gelingt, massiv frische Gelder zu gewinnen, die vorher nicht in der Kryptolandschaft investiert waren. Ethereum hat mit Vitalik Buterin ein Gesicht:

Vitalik Buterin @Cointelegraph.com
Vitalik Buterin @Cointelegraph.com

Ein Gesicht welches die Medien lieben, während der Bitcoin zurzeit nur durch den Streit wegen der Blocksize Schlagzeilen macht. Aktuell sieht der Bitcoin gegenüber Ethereum ziemlich alt aus.

Aber wie heißt es so schön: „Nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird.“ Ethereum hat aktuell noch nicht die Infrastruktur, welcher der Bitcoin aufweist. Fast jede Großstadt hat Bitcoin-Automaten und es gibt viele Akzeptanzstellen. Zudem darf man bei aller Euphorie nicht vergessen, dass das Ethereum-Team im Januar mit Gavin Wood, einen ihrer bisherigen Hauptprogrammierer verloren hat. Auch ist bei Ethereum noch vieles nicht verwirklicht, was versprochen wurde. Die Visionen von Vitalik Buterin sind groß, es fehlt aber größtenteils noch die Praxisumsetzung. Wichtig auch zu erwähnen, dass Ethereum gegenüber dem Bitcoin eine relativ große Inflation aufweist. Ethereum weist eben kein festes Coinlimit auf, durch den Umstieg auf Proof-of-Stake wird sich der Anteil von Ethereum jedes Jahr weiter erhöhen, während beim Bitcoin bei 21 Millionen definitiv Schluss sein wird.

Und nicht zu vergessen: Ethereum ist wie Bitcoin eine klassische Blockchain-Coin. Was ist aber, wenn die Zukunft von Coins ohne Blockchain dominiert wird, wie jetzt z.B. mit IOTA ein Vertreter an den Start geht? Für mich ist IOTA deshalb die erste 3.0 Coin.
Vieles ist noch offen, es bleibt auf jeden Fall spannend. Vielleicht sogar spannender als in den verrückten Monaten um den Jahreswechsel 2013/14.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in Ethereum und IOTA investiert.

Nxtcoin [Nxt] – Revolution oder Evolution?

Nxt
Die Nxt-Community wird derzeit durchgerüttelt wie seit dem Start vor über zwei Jahren nicht mehr. Die Emotionen schiessen hoch und es gibt erbitterte Forenschlachten. Was ist der Grund für diesen Aufruhr?  Die Nxt-Chefentwickler Jean-Luc und Ryker machten am 8. Februar einen revolutionären Vorschlag, den ich grob zusammenfasse:

Nxt soll aufgespalten werden in zwei Währungen. Das heutige Nxt wird nur noch ein Child-Chain des neuen Nxt sein genannt fNxt für „forgingNxt“. Der Hauptchain wird also durch die neue fNxt gebildet. Und dieser Hauptchain soll so leichtgewichtig wie möglich werden und bleiben, kann also nur noch forgen. Das bisherige Nxt ist zwar seiner Forgingfunktion beraubt, soll aber ansonsten wie bisher funktionieren. Jeder Nxt-Halter wird nach einer Hardfork dann zusätzlich im Verhältnis 1 zu 1 fNxt besitzen. Nxt sollen dann in der Zukunft jederzeit in fNxt umgetauscht werden können, falls Leute sich stärker auf das Forgen konzentrieren wollen.

Das Hauptproblem besteht nun darin, dass Nxt in der Asset-Exchange schätzungsweise einen Gegenwert von rund 20 Millionen Dollar vereint. Zum Beispiel Supernet, JINN oder LIQUID. Die Asset-Halter haben nun Angst unter die Räder zu kommen, da ihnen eben keine neue Coins zukommen, weil die Assets nur in Nxt gehandelt werden und selbst keine Nxt sind. Sie gehen also leer aus und so wird ein Abverkauf von Assets gegen Nxt erwartet, um doch fNxt zu erhalten. Zusätzliche Kursverluste werden erwartet, da sich die bisherige Marktkapitalisierung von Nxt auf die zwei Standbeine fNxt und Nxt verteilen sollte, die Assets aber weiterhin in Nxt notiert bleiben sollen. Die Asset-Halter drängen unter der Federführung von James aka jl777 (Supernet und vieles mehr) keine Revolution durchzuführen, sondern sämtliche Änderungen auf der bisherigen Basis durchzuführen (Evolution). Auch hat ein Teil der Nxt-Community die Sorge, dass die Asset Exchange Schaden nimmt und damit das bisherige Prunkstück von Nxt (Markkapitalisierung 3x höher als bei Nxt selbst) in der Bedeutungslosigkeit versinkt. Dass die Gans die goldene Eier legt einfach ohne Not geschlachtet wird.

Ryker und Jean-Luc argumentieren jedoch damit, dass nur durch die Aufspaltung neue Möglichkeiten wie Child-Chains möglich warden. Zudem könne man sich nur so der schweren Blockchain entledigen (mindestens 1 Gigabyte zusätzlich pro Jahr) und Nxt durch die neu gewonnene Leichtgewichtigkeit, weiteren Anwendungsmöglichkeiten erschliessen. Diese Child-Chains könnten eine grosse Möglichkeit darstellen, richtiges Business über den Nxt-Blockchain zu verankern. Man nährt durch diesen Schritt als Nxt der erfolgreichen Ethereum an.

Ich habe dazu eine klare Meinung:
Auf jeden Fall Revolution und Nxt 2.0. Stillstand ist der Tod bei Altcoins, man muss aktiv sein und auch dem Markt etwas bieten. Laut Ryker könnte die Blockchain von Nxt von aktuell 1.5 Gigabyte für fNxt auf rund 10 Megabyte eingedampft werden. Das gibt schon ganz neue Möglichkeiten. Ich war und bin immer ein Verfechter von Leichtgewichtigkeit. Wenn Nxt den Wechsel so durchzieht, haben wir ein leichtgewichtiges fNxt, welches man wie IOTA für das Internet-der-Dinge einsetzen kann und das bisherige Nxt bleibt weiterhin wie gewohnt erhalten. Selbst der mögliche Schaden an der Asset-Exchange wird durch die Vorteile überkompensiert. Die Altcoinmärkte reagieren nicht auf kleine Dinge, nur durch spektakuläre Aktionen, kann man sich aus der Masse der Coins hevorheben. Dass aus einer Coin zwei Coins werden stellt ein starker Kaufanreiz dar. Zusätzlich kommt bei Nxt eine Sondersituation zum Tragen, derer sich viele aktuell gar nicht bewusst sind: In circa zwei Wochen wird wohl IOTA die Beta-Phase starten und es deutet sich ein Start an, welcher den ICO-Investoren einen Return des Vielfachen ihres Einsatzes verspricht. Diese Investoren werden teilweise verkaufen und überschneiden sich oft mit der Nxt-Community. Es ist sehr wahrscheinlich, dass diese Gewinne zum Teil in Nxt investiert werden und so den Preis nach oben ziehen. Nxt konsolidiert aktuell bei unter 1800 Satoshi – das ist rund 25% niedriger als vor zwei Wochen. Ich sehe aktuell eine ausgezeichnete Kaufgelegenheit mit sehr gutem Chancen/Risiko-Verhältnis.

PS: Der Altcoinspekulant geht in den Urlaub und meldet sich irgendwann im März zurück.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in Nxt investiert

[EMC] Emercoin – Partnerschaft mit Microsoft

Emercoin ist einer der Highflyer der letzten Wochen. Zeit sich diese Coin im Detail anzusehen.
Emercoin
Die Entwicklung begann ganz unspektakulär, mitten im letzten Altcoinbullenmarkt vor zwei Jahren. Emercoin war damals lediglich ein weiteres Bitcoinderivat, als Codebasis dienten Namecoin und Peercoin. Die Verzinsung (Minting) in der Wallet liegt bei 6% pro Jahr, das liegt deutlich über der Rate von Peercoin mit 1%. Aber Hand aufs Herz, die Verzinsung ist nicht wirklich das schlagende Argument dafür, sich Emercoin ins Portfolio zu holen.

Wichtig ist, dass die Enwickler sehr aktiv waren in den vergangenen 25 Monaten das Coinprojekt weiter voranzubringen. So gibt es mittlerweile acht Services welche die Coin abdeckt (manches freilich nur „aufgebohrt“ von Namecoin):
1. EMC/SSH – Sicheres Shell Management System speziell für Administratoren
2. EMC/DNS – Unzensiertes Domain Name System (peering mit OpenNIC)
3. EMC/LNX– Dezentralisiertes Pay-per-Klick Netzwerk für Werbung
4. EMC/SSL – System für  passwortfreie Autorisierung für das Internet
5. Info/Card – Speicherung für elektronische Visitenkarten mit EMCSSL
6. EMC/TTS – Speicherung  digitaler Zeitstempel direkt im Blockchain
7. MAGNET – Distributed Torrent Tracker für Internet-File-Sharing
8. EMC/DPO – Digitaler Proof of Ownership for physische und digitale Güter und Services

Oleg Khovayko, der Chef-Entwickler von Emercoin hat folgende Vision: „Hauptunterschied von Emercoin zu anderen Kryptowährungen ist, dass wir den Blockchain nicht nur für Zahlungen nutzen. Für uns ist Emercoin eine technologische Plattform für verteilte, zensurfreie and skalierbare Dienstleistungen. Wir haben also eine Vielzahl unterschiedlicher Services on top dem Blockchain von Emercoin entwickelt, welche sehr hilfreich für viele Firmen und Privatpersonen sind.“

Es gibt zweifellos viele Altcoins, welche interessante Services anbieten. Oft scheitert es dann aber in der praktischen Verwendung  und hier kann Emercoin auf ganzer Linie punkten. So schaffte es Emercoin eine Partnerschaft mit Microsoft einzugehen, so dass sie unter Microsoft Azure gemeinsam „Blockchain als Service“ anbieten. Am 28. Januar erfolgte dann zudem die Bekanntmachung, dass First Bitcoin Capital die Services von Emercoin aktiv bewerben wird, so dass es für mich nur eine Zeitfrage ist, bis weitere Geschäftskunden gewonnen werden können. Zudem ist in Emercoins Blockchain ein Transaktions-Optimierer implementiert, wodurch die Blockgröße um rund 5 bis 10% geringer ausfällt also ohne den Optimierer. Diese Lösung könnte etwas Druck vom Bitcoin-Kessel nehmen, sollte sie dort implementiert werden. Oder um es mit den Worten von Emercoin-Pressechef Jason Cassidy auszudrücken: „Die nicht endende Blockgrößen-Debatte ist immer noch weit entfernt davon einen Konsens zu finden. Da vieles darauf hindeutet, dass die Community sich Richtung Bitcoin Classic bewegt (also aktuell keine Erhöhung der Blockgröße), könnte die Implementierung von Emercoins Transaktions-Optimierer dem Bitcoin-Netzwerk und Blockchain wieder die Luft zum Atmen geben für schnellere Transaktionen und Zahlungen.“

Fazit: Emercoin sieht sehr vielversprechend aus. Was bisher noch fehlt ist eine breite Community, da der „Unterbau“ mit der schnellen Kursentwicklung nicht mithalten konnte. Zudem sieht der Client aus wie zu Anfangszeiten – also bis auf das Logo exakt gleich wie jeder x-beliebige Klon. Das ist ziemlich lieblos und nach über zwei Jahren hätte man hier durchaus etwas machen können. Zum Beispiel die oben genannte Funktionen direkt über den Client zu verlinken, anstatt hier Kommandozeilen-Eingaben zu setzen wie zu Opas Zeiten…
Aktuell ist die Coin nur bei Altcoinbörsen gelistet, die nicht das ganz große Volumen haben (wie zum Beispiel Bittrex). Das sehe ich aus der Investorenperspektive aber eher von Vorteil, da viele Käufer sich nicht die Mühe machen, auch einen Account bei kleineren Altcoinbörsen anzulegen. Dies führt dann dazu, dass ein Listing bei Poloniex zum Beispiel, zu weiterer Nachfrage führen sollte, da so neue Käuferschichten erschlossen werden können. Der Kurs ist leider nicht mehr ganz billig und liegt bereits bei 0.20 Dollar je EMC, was eine Marktkapitalisierung von 7.3 Millionen Dollar bedeutet. Weitere gute Nachrichten oder aber ein Listing bei Poloniex, können durchaus dazu beitragen die Marktkapitalisierung über einen zweistelligen Millionenbetrag zu hieven. Ich spreche deshalb eine spekulative Kaufempfehlung aus, trotz der genannten Schwächen. Ab einer Marktkapitalisierung im zweistelligen Millionenbereich sollten aber Gewinnmitnahmen erfolgen.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in Emercoin investiert

Hohe Zinsen auf Bitcoin beim Altcoinbroker Poloniex

Die letzten Tage haben den Bitcoin ordentlich durchgeschüttelt und zu großen Kursbewegungen geführt. Aber man kann aus solchen Entwicklungen auch einen Nutzen für sich ziehen. Altcoins konnten erheblich von den Spannungen profitieren. Und die hohe Volatilität erleichterte das Trading zum Beispiel. Ich habe über den Altcoinbroker Poloniex schon öfter berichtet, da er der momentan beste Broker ist. Viele Trader nutzen dort das Margin-Trading: Sie sind so von ihren Fähigkeiten überzeugt, dass sie zusätzlich zu ihrem Guthaben auf Kredit spekulieren. So ist es bei Poloniex zum Beispiel möglich, dass Sie mit einem Guthaben von vier Bitcoin trotzdem bis zu zehn Bitcoin traden können. Die restlichen sechs Bitcoin können Sie ausleihen. Sie nehmen also ein Kredit in Höhe von sechs Bitcoin auf. Ich rate allerdings von Margin-Trading ab, das Coin-Traden ist auch ohne den Einsatz von Kredit schon spekulativ genug!

Aber die Margin-Trader sind auf eine Gegenseite angewiesen: Der Kredit muss von irgend jemand bereit gestellt werden. Deshalb bietet Poloniex auch Lending an. Das bedeutet, dass es möglich ist sein Bitcoin-Guthaben den Tradern zur Verfügung zu stellen und dafür Zinsen zu erhalten. Die Kreditlaufzeit beträgt dabei 2-60 Tage, allerdings ist es den Tradern jederzeit erlaubt vorzeitig zurückzuzahlen. Die Zinsen werden auf Tagesbasis berechnet, sind also höher als es auf den ersten Blick erscheint. Meist lag der Zinssatz um 4% auf das Jahr hochgerechnet. Also bei circa 0.011% täglich. Nun haben die Verwerfungen am Markt dazu geführt, dass die Margin-Trader sehr hungrig nach Kredit waren. Die Märkte waren aber komplett ausgetrocknet. Und da es sich um einen freien Markt handelt sind die Zinsen schnell gestiegen. Sehr schnell und sehr hoch! Am Samstag wurden kurzzeitig 0.5% pro Tag bezahlt. Aufs Jahr gerechnet ein Zinssatz von 180 Prozent! Aktuell werden immer noch 0.198% bezahlt, was 71.3% Jahreszins entspricht. Poloniex übernimmt dabei alle Risiken, man kann also kein Geld verlieren, wenn der Trader sich verspekuliert. Poloniex nimmt dafür eine Gebühr von 15% der Zinssumme. Aktuell  werden also netto ungefähr 60.5% Jahreszins bezahlt. Immer noch sehr, sehr lohnenswert!

„Waaas, so hohe Zinsen, wo ist der Haken?“ sagen Sie jetzt. Nun ja, zunächst einmal können die Trader jederzeit den Kredit zurückzahlen. Die maximale Kreditdauer sind 60 Tage, daher ist es wahrscheinlich, dass es ab diesem Zeitpunkt (oder schon früher) wieder Zinssätze um 0.011% gelten. Weil die Lage beim Bitcoin wird sich wieder normalisieren, es wird nicht immer solche Chaostage wie am Freitag/Samstag geben. Das ist aber für mich nicht das Hauptproblem. Ich könnte mit 4% Jahreszins für Bitcoin sehr gut leben. Das größte Problem habe ich allerdings damit, dass man gezwungen ist sein Kapital beim Broker zu lassen. Und nahezu jeder Broker (denken Sie an Cryptsy) wurde gehackt. Poloniex gilt als relativ sicher aktuell, aber dafür gibt es keine Garantie – auch Poloniex wurde 2014 bereits gehackt. So verlockend die aktuell hohen Zinsen auch sind, setzen Sie deshalb maximal ein Drittel ihres Coin-Kapitals ein, um sich bei Poloniex als „Banker“ zu betätigen.

Coinimal.com bietet Bitcoin-Einkäufe bei Amazon.de

Heute möchte ich über ein deutschsprachiges Bitcoin-Startup berichten: Coinimal.com:
Teacher Panda

Die Coinimal GmbH ist ein österreichisches Unternehmen, welches sich auf den An- und Verkauf von Bitcoin und Altcoins spezialisiert hat. Es wurde im Oktober 2014 von Paul Klanschek (auch als TwinWinNerD bekannt), Christian Trummer und Eric Demuth gegründet. Was den An- und Verkauf von Bitcoin angeht, finde ich Coinimal.com eine sehr gute Ergänzung zum Marktplatz Bitcoin.de. Während bei Bitcoin.de noch viel von Privatmann zu Privatmann geht, mit entsprechenden zeitlichen Verzögerungen (ein ähnliches Prinzip wie Ebay früher funktionierte), erwirbt man bei Coinimal.com die Bitcoin direkt von der Firma. Dazu kann man verschiedenste Zahlungsmethoden auswählen, zum Beispiel SEPA, Sofortüberweisung, Paypal, Giropay usw. Die Kurse sind dafür zwar oft einen Tick schlechter als bei Bitcoin.de, dafür erhält man die Bitcoin dann bei Sofortüberweisung nur Sekunden nach Kaufabschluss und gerät nicht in Gefahr, dass sich ein Kauf zeitlich verzögert oder gänzlich scheitert. Aber das nicht alles: Auch Altcoins kann man bequem über diese Zahlungsmethoden erwerben, so dass man sich nicht an die unsicheren Kryptobörsen wagen muss. Aktuell können so Nxt und Ethereum gekauft warden.

Coinimal verkauft nicht nur Kryptowährungen sondern bietet auch einen bequemen Ankaufservice für Nxt oder Bitcoin an. Man kann sich den Verkaufserlös direkt überweisen lassen oder per PayPal erhalten. Bei kleineren Verkaufsbeträgen ist zudem eine Offenlegung von persönlichen Daten nicht nötig. Neu hinzu gekommen ist nun eine Kooperation mit Amazon.de. Coinimal bietet den gebührenfreien Umtausch von Bitcoin oder Nxt in Amazon.de-Gutscheine an. Dies ist ein in Europa bislang einmaliger Service, bietet er doch die Möglichkeit, ohne irgendwelche Reibungsverluste, mit Nxt oder Bitcoin alles bei Amazon.de zu erwerben.

Aber das ist noch nicht alles, die Jungunternehmer (U 30) betreiben auch den ersten Bitcoin-Automat (ATM) in Wien, an dem Bitcoin bequem mit Bargeld erworben werden können (bis 250 Euro ohne Registrierung).