Schlagwort-Archive: Altcoin

OpenLedger: Schnäppchenjagd bei Incent und Blockpay

Das Altcoingeschäft ist extrem kurzlebig. Zwischen Hype und dem Vergessen liegen oft nur wenige Wochen. Das eröffnet Chancen, wenn man seine Hausaufgaben gemacht hat. Ich möchte heute auf zwei Werte eingehen, welche bei OpenLedger gehandelt werden. OpenLedger ist eine Börse, welche direkt über die Bitshares-Blockchain läuft. Dadurch hat man kein Gegenparteirisiko bei Transaktionen, da diese direkt über die Blockchain gesettled werden. Allerdings ist die Liquidität grausam niedrig, es gibt kaum Käufer und nur ein Gesamtvolumen von einigen Bitcoin täglich. Zudem ist die Börse nicht sehr benutzerfreundlich und das Handling benötigt gute Nerven. Für geduldige Käufer, sind das aber sehr interessante Bedingungen. Ich habe zwei Werte herausgepickt, welche ich für sehr interessant halte:

Incent
incent
Über das Incent ICO hatte ich bereits im September gebloggt. Incent ist eine sogenannte Appcoin und läuft als Token auf der Waves-Blockchain. Das ICO war erfolgreich und es konnten bis Ende November über 1‘000 Bitcoin und 832‘000 Waves eingesammelt werden, was damals rund 1 Million Dollar entsprach. Der ICO-Preis betrug in den ersten 24 Stunden 10‘000 Satoshi, der Preis stieg dann bis zum Ende der Zeichnungsmethode auf 16‘667 an. Es gab allerdings einige Investoren, die mit einem Blockdiscount weniger als die ersten ICO-Investoren zahlen mussten. Incent hat das Ziel eine Art Treuprämienplattform als App zu bauen, welche blockchainbasiert ist. Also ganz grob gesagt eine Art Blockchain-Payback-Karte, nur halt als Smartphone-App. Die erste Version soll im 2. Quartal heraus kommen. Es gibt bereits interessierte Händler welche dieses System in der Praxis einsetzen wollen. Wichtig zu wissen ist, dass diese Geschäfte die Incent zum festgesetzten Preis von 20‘000 Satoshi erwerben müssen, wenn sie ihren Kunden Prämien gewähren wollen. Incent muss diese Token für die Händler über den freien Markt besorgen (sofern der Kurs bei unter 20‘000 Satoshi liegt) hat aber auch das Recht noch einmal die gleiche Anzahl an Tokens zu erschaffen, wie an der ICO ausgegeben wurden. Aber eben zu mindestens 20‘000 Satoshi und nur wenn zu diesem Preis keine Incent auf dem freien Markt erworben werden können. Nun haben wir aber die Situation, dass Incent noch nicht fertig entwickelt worden ist und erst im 2. Quartal starten wird. Zusätzlich wird Incent aktuell an keiner grösseren Börse gelistet. Aktuell kosten die Incent-Token nur rund 5000 Satoshi bei OpenLedger, also rund 50% unter dem ersten ICO-Preis und nur rund ¼ des Preises, welchen Händler für Incent später bezahlen müssen bzw. Incent von der Börse später zurückgekauft werden. Das hat mit der Ungeduld von Investoren zu tun und auch damit, dass durch die ICO-Signatur-Kampagne viele geschenkte Coins verscherbelt werden, ohne Rücksicht auf irgendwelche Preisbarrieren. Die Chance für mittelfristige Investoren! Wer sich zu Preisen von unter 10‘000 Satoshi eindeckt, sollte später noch viel Freude an seinen Incent haben, da ich davon ausgehe, dass sich der Kurs im zweiten Quartal in Richtung des Händlerpreises von 20‘000 Satoshi entwickeln werden wird. Als ich diesen Beitrag begann war Incent nur bei OpenLedger gelistet. In den letzten Tagen sind noch Cryptopia, Liqui und Tidex hinzugekommen, welche aber ebenfalls nicht sehr liquide sind und dem Kurs auch nicht helfen konnten. Aktuell ist die Liquidität bei Cryptopia allerdings besser als bei OpenLedger.

Blockpay
block_pay_s_cafe_homescreen
Bei Blockpay handelt es sich um einen Zahlungsanbieter für Händler. Die Idee ist, dass Kunden bei Geschäften welche Blockpay unterstützen mit jeder gängigen digitalen Währung bezahlen können, also nicht nur Bitcoin, sondern auch Ethereum und andere Altcoins. Dazu benötigen die Händler lediglich eine App, zudem ist Blockpay mit dem Odoo-System voll kompatibel welches bei vielen Händlern Verwendung findet. Das Bild oben zeigt ein schönes Beispiel, wie Blockpay in der Praxis als Zahlungssystem Verwendung finden könnte. Hier im Detail:
blockpay
Blockpay wird sogar in die Richtung weiterentwickelt, dass es praktisch auf allen Hardware-Geräten laufen soll und sogar in Richtung Microzahlungen und IOT Verwendung finden soll. Die Münchener Firma führte im Sommer ein kleines Pre-ICO durch um eine Anschubfinanzierung für die ersten Monate zu erhalten. Von den 100‘000‘000 Blockpay-Token wurden 6‘500‘000 für das Pre-ICO angeboten und zwar mit einem Rabatt von bis 42% auf den regulären Preis von 0.0005 Bitcoin oder eben 50’000 Satoshi. Die Investoren zahlten also mindestens 28’800 Satoshi je Token. Das Marketing lief auf Sparflamme, so dass nicht einmal sämtliche Token von Investoren erworben wurden. Selbst ich verpasste dieses Pre-ICO, obwohl ich gerne daran teilgenommen hätte. Blockpay läuft über die Bitshares BlockChain, so dass die Coin schnell auf OpenLedger angeboten wurde. Aber auch hier das gleiche Bild wie bei Incent, das Interesse verflachte, Investoren versuchen auszusteigen, ohne Käufernachfrage. Ein reiner Verkaufsmarkt entstand, ohne nennenswerte Nachfrage bröckelte der Kurs immer weiter ab, auf aktuell unter 15’000 Satoshi je Token. Nun ist Blockpay aber gerade einmal am Beginn des Weges. Das richtige ICO soll im Frühjahr erfolgen und auch entsprechend mit Marketingmassnahmen unterstützt werden. Blockpay hat zum Beispiel nun eine Community-Managerin eingestellt um das ICO professionell zu begleiten. Zusätzlich wird das Unternehmen auf einer „World Tour“ sein Geschäftsmodell auf fast allen Kontinenten erläutern. Und es ist wichtig zu erläutern, dass der Preis auf jeden Fall höher sein sollte als 30’000 Satoshi. Die späteren Investoren müssen ja mehr zahlen als die Pre-ICO-Investoren, sonst würde das Projekt an Glaubwürdigkeit einbüssen. Es ist also sehr sehr wahrscheinlich, dass bei der offiziellen ICO-Ankündigung bei OpenLedger bis zum ICO-Kurs leergekauft wird. Hierzu sind nur wenige Bitcoin erforderlich. Faktor 2 ist also auf jeden Fall drin für heutige Investoren und das bereits innerhalb weniger Monate.

Wichtig ist bei beiden Werten: Streng limitiert vorgehen. Das geringe Volumen nötigt Investoren einige Tage Geduld ab. Aber diese Geduld sollte sich entsprechend auszahlen. Bei beiden Werten gibt es ungeduldige Wale, welche sich einen Schluck zuviel aus der ICO-Pulle gegönnt haben und dankbar sind für Volumen auf der Käuferseite, damit sie ihren Anteil ermässigen können. Die Ungeduld der Verkäufer von heute ermöglicht die Profite von Morgen der Käufer!

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in die oben genannten Kryptowährungen selbst investiert.

Update IOTA/IOTATOKEN: Android-Wallet, Light-Wallet und Foundation

iota_logo

Ein kleines Update zu IOTA. Neben einer Light-Wallet, welche IOTA bereits viel benutzerfreundlicher gemacht hat, gibt es seit heute ein Android-Wallet. IOTA kann nun also problemlos auf vielen Smartphones und Tablets genutzt werden, allerdings nicht bei Apple iOS Geräten. Ganz einfach bei Google Play downloaden:
whatsapp-image-2017-02-08-at-20-37-09

Hier noch ein Blogbeitrag dazu in Verbindung mit einem tollen Video, in welchem die wichtigsten Funktionen zu sehen sind.

Das Entwicklerteam hat einen sehr guten Job gemacht! Ich rufe deshalb zu Spenden auf, da diese Arbeit weitgehend unentgeltlich erfolgte:
Bitcoin: 1MyCJP3yZtSJ3bMVEoQRPSY3D6Ev7CTvzo
IOTA: DBPECSH9YLSSTQDGERUHJBBJTKVUDBMTJLG9WPHBINGHIFOSJMDJLARTVOXXWEFQJLLBINOHCZGYFSMUEXWPPMTOFW

Auch der Handel mit IOTA wurde erleichtert. Es gibt nun einen Chatbot um IOTA über Slack zu handeln und es wurden so bereits über 200 Transaktionen im Gegenwert von über 200’000 Euro abgewickelt. Wer genaueres wissen will und IOTA kaufen oder verkaufen will, hier geht es zum Handel über den Chatbot: https://iotatangle.slack.com/messages/trading/

Heute fand noch ein Hackathon im Office der IOTA-Foundation in Berlin statt unter dem Motto „Hacking.Law: Connecting Law and Code.“
IOTA beteiligte sich zudem am Hackathon im Cryptovalley von Thomson Reuters in Zug Ende Januar. Diese Veranstaltungen helfen IOTA einem breiteren Publikum bekannt zu machen und Entwicklungen on top anzustoßen. Die Adresse der IOTA-Foundation ist übrigens die Schlüterstr. 55 in 10629 Berlin. Man kann IOTA also im weitesten Sinne als deutsches Kryptoprojekt bezeichnen.

Zum Börsenlisting und zum sogenannten BigDeal gibt es noch keine Neuigkeiten. Zuerst soll die Foundation rechtlich korrekt in Berlin registriert werden. Allerdings wurde die Zeit auch genutzt um IOTA technisch zu verbessern sowie die IOTA-Foundation mit Starmitgliedern aus der Fintech-Branche zu bestücken, so dass hier tatsächlich versucht wird einen möglichst großen Einfluss bei zukünftigen IOT-Projekten zu gewinnen. Insbesondere Carsten Stöcker, Chris Skinner und Per Lind sind klingende Namen. Hier sind sämtliche Details zur IOTA-Foundation. Mit Carsten Stöcker hätte man evtl. Zugriff auf Projekte wie diese hier, bei dem zum Beispiel auch die UBS und Daimler beteiligt sind. Es ist ein überragender Erfolg für das IOTA-Team ein derartiges „Fintech-Allstar-Team“ für die Foundation gewinnen zu können. Das kann man nicht hoch genug einschätzen und gibt dem ganzen Projekt einen sehr optimistischen Ausblick für die kommenden Monate!

Noch in eigener Sache: Teilweise schon über ein Jahr halte ich treuhänderisch von Käufern bei mir erworbene IOTA. Langsam wird es wirklich Zeit diese IOTA bei mir abzurufen. Die Light-Wallet ist auch leicht zu benutzen. Am sichersten sind die IOTA in eurer eigenen Wallet. Auch ich bin nicht unsterblich und gegen einen „Bus-Event“ immun. Also bitte aus eigenem Interesse bei mir melden und eure IOTA bei mir abholen.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in die oben genannten Kryptowährungen selbst investiert.

Komodo mit sehr gutem Börsendebüt: Jetzt Gewinne mitnehmen

Komodo

Zuletzt hatte ich ja am 11. Januar über die BitcoinDark/Komodo Spekulation geschrieben. Die damalige Idee war die BitcoinDark umzutauschen um damit zunächst einmal mit einem Umtauschpremium Komodo zu erhalten + noch zusätzliche Rev-Shares, welche einen Anteil aus den Erträgen von Supernet und Co. verbriefen. Nur drei Wochen später lässt sich feststellen, dass diese Strategie richtig war. Der Zeitplan wurde (überraschend) eingehalten, die Komodo wurden Ende Januar zugeteilt und können seit dem Wochenende auch über cryptox.pl gehandelt werden. Damit begann der Börsenhandel sogar noch früher als erwartet, ich ging nicht vor März von einer Handelbarkeit aus. Die Börse ist zwar klein und neu, ich halte sie aber für seriös; auch bei Byteball leistete diese Börse Pionierarbeit. Momentan gibt es immer mal wieder mit der Stabiltiät des Clients Probleme, zudem gab es auch einen kleineren Bug in der Blockchain. Diese Anlaufschwierigkeiten konnten aber weitgehend behoben werden. Wie man den Iguana-Client installiert wird hier im Detail beschrieben.

Die aktuellen Kurse liegen mit aktuell rund 0.00015 BTC über dem ICO-Kurs. Das Entspricht ganz grob einem BitcoinDark-Kurs-Equivalent von 0.0075 BTC, da man für einen BitcoinDark 50.21 Komodo erhielt. Wer im Herbst BitcoinDark erwarb um auf das Komodo-ICO zu spekulieren kann sich nun über einen Kursgewinn von ungefähr 85% freuen, wenn er um die 0.004 eingestiegen ist. Ich rate deshalb zu Gewinnmitnahmen, auch da ich mittelfristig nicht sonderlich von Komodo überzeugt bin. Mag sein, dass ich die Story anonyme Kryptowährung + Bitcoin-Notary-Notes -Anbindung nicht richtig verstehe oder begreife. Aber ich denke, die Hauptsache ist doch, dass sich unter dem Strich dieser Trade für mich und meine Leser wieder ausgezahlt hat… Die Rev-Shares können aktuell noch nicht zu Geld gemacht werden; all zu viel sollte man sich davon auch nicht erwarten (einige Satoshi je Rev-Share).

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in die oben genannten Kryptowährungen selbst investiert.

Monero [XMR] – Physische Münzen gratis von Lealana!

monero
Ich bin seit 2013 ja durchaus auf Lücke hier gefahren, habe also über viele nennenswerte Projekte nicht berichtet. Die Überkomplexität der Altcoinmärkte verlangt eine strenge Fokussierung bei einem derart beschränkten Zeiteinsatz wie bei mir; im besten Fall schaffe ich aktuell einen Blogbeitrag in der Woche. Der Monero kam bisher eindeutig zu kurz. Die Community ist sehr gross und stabil gewachsen in den letzten drei Jahren. Selbst Marc de Messel hat nun in Monero investiert und die Marktkapitalisierung beträgt aktuell stolze 162 mio USD (Platz 5 hinter Litecoin).

Der Produzent physischer Bitcoinmünzen Lealana hat nun auch physische Monero-Münzen im Angebot. Lealana hat den Sitz auf Hawaii und der Chef smoothie gilt als Monero-Unterstützer erster Stunde. Um sein Angebot zu bewerben hat er eine tolle Aktion gestartet: Er verschenkt 1’000 Münzen! Die Münzen sind aus Messing mit einem Nennbetrag von 5 Monero. Diese Münzen sind nicht geladen, es ist aber eine Anleitung dabei um sie zu laden + Hologramme um den Private Key abzudecken nach erfolgreicher Ladung. So sieht die Münze + Hologramm aus:
monero-2

Wer eine Münze umsonst erhalten möchte, sollte ihm lediglich eine E-Mail an die Adresse smoothie@lealana.com senden und ihm seine Adresse hinterlassen. Er versendet nur eine Münze pro Haushalt und das in unregelmässigen Abständen. Da die Münze direkt aus Hawaii versandt wird ist entsprechend mit einer gewissen Zeitdauer zu rechnen. Hier seine Worte dazu:
anforderungen
Es sollten nach meiner Schätzung noch einige 100 Münzen übrig sein, ich würde mir diese Gelegenheit an Ihrer Stelle nicht entgehen lassen! Selbst wenn man nicht vor hat die Münze mit Monero zu laden, wird sie wohl mit einem gewissen zeitlichen Abstand einen gewissen Sammlerwert entwickeln können.

Link zum Beitrag von smoothie bei Bitcointalk.org

BitcoinDark [BTCD]: Umtausch in Komodo + Bonus nun möglich

Komodo ICO
Über das ICO von Komodo und den damit verbundenen Umtausch von BitcoinDark [BTCD] in Komodo habe ich am 19. September berichtet. Die damals präferierte Strategie war, den BitcoinDark bei Kursen von unter 0.0042 BTC zu erwerben und dann wegen des Bonus für den Swap in Komodo ausgelösten Anstieg bei über 0.005 BTC zu verkaufen innerhalb von wenigen Wochen. Das ICO von Komodo war mit über 2600 Bitcoin ein großer Erfolg, dann brach allerdings der Altcoinbärenmarkt mit voller Wucht herein, welcher in Verbindung mit dem starken Bitcoinanstieg den Preis von BitcoinDark lediglich stagnieren liess. Zudem kam es zu einer Verschiebung des Umtauschs, so dass viele Investoren nicht geneigt waren, die wochenlange Hängepartie beim BitcoinDark mitzumachen, während sie das Kapital für andere Zwecke einsetzen wollten. Heute stehen wir preislich beim BitcoinDark immerhin bei 0.0043 BTC, wobei wir zwischenzeitlich auch wesentlich tiefer notierten.

Die Konditionen zum Umtausch in Komodo sind nun bekannt und sie fielen noch etwas besser aus, als anfänglich von mir erwartet. Das hat durch zahlreiche kombinierte Boni zu tun. So beträgt die „Kaufkraft“ eines BitcoinDark nun aktuell 0.0065 BTC am Komodo-ICO. Also ein stattlicher Aufpreis zum aktuellen Börsenkurs. Und es kommt noch besser: Wer seine BitcoinDark in Komodo umtauscht erhält zusätzlich noch sogenannte „Revenue Asset Shares“. Auf diese Ref-Shares gehen nämlich die bisherigen Anteile des BitcoinDark an den Cashflow-Strömen von James Kryptoimperium über – hier noch einmal grafisch veranschaulicht:

das-jamesempire

In diesen Rev-Shares werden die bisherigen Dividenden-Erträge von BitcoinDark gebündelt. Am Interessantesten dürfte der 5% Anteil an Supernet sein. Rev-Shares gibt es aber nur für Investoren, welche ihre BitcoinDark bis zum 15. Januar über die ICO-Webseite in Komodo umtauschen, es bleibt also nicht mehr viel Zeit! Dazu ist ein Transfer von der Börse nötig (sofern man das Wallet nicht installiert hat) auf die ICO-Webseite. Wie das genau funktioniert wird sehr anschaulich hier erklärt. Wer seine BTCD bei Poloniex oder Bittrex lässt, geht definitiv leer aus. Zwar erhalten auch Investoren Ref-Shares, welche den BitcoinDark tatsächlich über eine eigene Wallet laufen lassen, davon rate ich aber ab, da sich hier bereits Zerfallserscheinungen zeigen (oft funktionsunfähig) und mittelfristig das BitcoinDark-Netzwerk mangels Entwicklerkapazität (alles bei Komodo) wohl ganz den Geist aufgeben wird.

Investoren haben dann noch die Möglichkeit ab dem 15. Januar entsprechende Notary Nodes zu wählen für Komodo. Diese „Super-Nodes“ verzahnen die Komodo-Blockchain mit der Bitcoin-Blockchain und sollten deshalb rund um die Uhr auf guten Rechnern/Servern laufen. Im Gegenzug gibt es stattliche „Miningerträge“ für diese Notare. Sie sind unschlüssig wen Sie wählen sollen? Ich unterstütze die Bewerbungen von rnr und kolo. Details dazu, mit vielen Zusatzinformationen, sind hier zu finden.

Die Komodo-Token werden dann über die ICO-Webseite am 31. Januar verteilt. Es ist sehr gut, dass hier bereits ein Datum feststeht, das macht eine Verschiebung etwas weniger wahrscheinlich. Geduld sollten Komodo-Investoren aber dennoch mitbringen, es wird mit Sicherheit einige Wochen gehen, bevor Komodo an einer Mainstreambörse gelistet ist.

Fazit: Wer etwas Geduld mitbringt dem rate ich dazu, seine BitcoinDark in Komodo umzutauschen. Der Umtauschkurs mit einer Kaufkraft von 0.0065 BTC beinhaltet eine erhebliche Sicherheitsmarge zum aktuellen Börsenkurs von BitcoinDark von lediglich 0.0043 BTC. Zusätzlich erhalten Investoren bis zum 15. Januar die sogenannten Revenue Asset Shares, welche Kurzfristinvestoren dann schnell zu Geld machen können und längerfristig orientierte als Dividendenanlage halten können. Selbst Spekulanten, die nicht von einem dauerhaften Erfolg von Komodo ausgehen, sind mit einem Umtausch und späteren Verkauf an der Börse, wohl besser bedient. Dazu ist allerdings etwas Geduld nötig, wer Bitcoin benötigt, weil er zum Beispiel an der nächsten Byteball-Distribution Mitte Februar teilnehmen möchte, sollte nicht umtauschen, da von einer Kapitalbindung ohne Handelsmöglichkeit bis mindestens März, ausgegangen werden sollte. Wer umtauscht immobilisiert sein Kapital für diesen Zeitraum, dessen sollte man sich bewusst sein. Auch muss ich zugeben, dass ich mittel- bis langfristig nicht daran glaube, dass sich Komodo tatsächlich in der Spitze der Kryptowährungen etablieren kann.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in die oben genannten Kryptowährungen selbst investiert.

 

Kurzfristig keine Besserung an den Altcoinmärkten

altcoinsMan kann es nicht verhehlen: Die Altcoinmärkte sind außer Tritt geraten. Die Diskrepanz zwischen Bitcoin-Gewinnen und schwachen Altcoins hält nun seit einigen Monaten an. Aktuell beträgt die Bitcoin-Dominanz 85.8%, das ist der höchste Wert seit dem Februar. Noch im Oktober lag der Wert bei 79%. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass Altcoins gegenüber dem Bitcoin um rund 27.6% verloren haben in diesen wenigen Wochen. Die Marktkapitalisierung der Altcoins sank im gleichen Zeitraum von 2.5 Milliarden Dollar auf 1.9 Milliarden Dollar. Hier ist vor allem Ethereum zu nennen, welches von Hardfork zu Hardfork taumelt. Zudem haben ICOs deutlich an Reiz verloren. Es gab zu viele davon in zu kurzer Zeit. Dadurch konnten sich auch keine nennenswerten Kursgewinne mehr entwickeln.

Kurzfristig scheint keine Besserung in Sicht. Investoren rate ich Ruhe zu bewahren und die Krise mit einer möglichst hohen prozentualen Position des Portfolios in Bitcoin auszusitzen. Dennoch bin ich weiterhin davon überzeugt, dass es sich nur um einer vorübergehende Eintrübung handelt. Der Bitcoin konnte in den letzten Monaten weitere Neu-Investoren finden. Das beweist die Anzahl von Wallets von Blockchain.info. Es bleibt dabei, dass ein Teil dieser Investoren auch Interesse am Altcoinmarkt haben wird zu einem späteren Zeitpunkt. Diese Investoren von Morgen sind die Grundlagen für die Kursgewinne bei Altcoins 2017. Dabei dürfte aber gelten, dass vor allem neue Coins profitieren. Das Rad der Geschichte dreht sich unermüdlich. Bei Altcoins gilt eben: Neue Besen kehren gut! Byteball, Tezos und IOTA stehen in den Startlöchern und werden dabei Aufmerksamkeit von bestehenden Coins absorbieren. Die durchschnittliche Performance von Altcoins hinkt der des Bitcoin hinterher. Wer aber Flexibilität zeigt und die Pferde regelmässig wechselt, kann finanziell durchaus profitieren. Lieber zu oft verkaufen als zu lange halten. Die Wahrscheinlichkeiten arbeiten bei Altcoins gegen einen, ähnlich wie im Spielcasino: „Gewinnen kann man, verlieren muss man!“ Ich verweise dabei auf ehemalige Topcoins von 2013 wie Quark, Anoncoin oder Worldcoin:
Yesterday’s Heros, but forgotten today!

Projekte wie NxtArdor zeigen, dass selbst brillante Leistungen nach einer gewissen Zeit nicht mehr vom Markt honoriert werden und zum Nischendasein bei einer Marktkapitalisierung von unter 20 Millionen verdammt sind. Enden Sie nicht als Bagholder, im Zweifel bitte bestehende Altcoinpositionen verkaufen. Dann haben sie die nötige Liquidität welche nötig ist um die 2-3 interessanten ICOs in den nächsten Monaten mitzumachen bzw. beim Byteball-Airdrop ab Weihnachten.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in die oben genannten Kryptowährungen selbst investiert.

 

Der Bitcoin und ZCash wirbeln die Altcoinmärkte durcheinander

der-dax-geht-in-die-tiefe-doch

Die letzten Tage verliefen für Altcoininvestoren relativ enttäuschend. Fast jede Altcoin büßte einen Kurswert zwischen 20-40% innerhalb von nur einer Woche ein. Ein heftiger Crash welcher zwei Ursachen hatte:

Der Bitcoin hat seine Hausse wieder aufgenommen und notiert seit gestern wieder über der 700 Dollar Marke. Es hat sich in den letzten zwei Jahren gezeigt, dass starke Bitcoin-Anstiege immer zu überproportionalen Kursverlusten am Altcoinmarkt führen. Gründe für den Anstieg sind meiner Ansicht nach Mittelzuflüsse aus China, auf Grund der dortigen Währungskursverluste gegenüber dem Dollar, sowie die Veröffentlichung von Bitcoin Core 0.13.1, welches eine Aktivierung von Segregated Witness beinhaltet. Kurz gesagt ist dies ein großer Schritt in die richtige Richtung, da SegWit die effektive Blocksize um rund 80% erhöhen kann, wodurch dieses Nadelöhr zumindest geweitet werden kann.

Ein weiterer Grund ist, dass der Fokus auf ZCash andere Coins in den Schatten gestellt hat.  ZCash ist ja die lang erwartete anonyme Währung  mit neuer kryptographischer Technik. So sieht dort jede Coin exakt gleich aus wie die andere und ermöglicht so umfassende Fungibilität und Anonymität. Ich habe bisher über ZCash nicht berichtet, da ich keine Investitionschance für Normalinvestoren sah. ZCash konnte ja lediglich gemint werden ab Freitag und startet ganz langsam mit wenigen Coins pro Tag. Das führte dann zu verrückten Szenen, da sich viele tausend Investoren um wenige Coins „prügelten“. So notierte ZCash im Hoch bei über 50’000 Euro je Coin. Ein absurdes aber sehr lustiges Spektakel, so frage ich mich, wie Leute auf die Idee kommen derartige Beträge auszugeben. ZCash hat insbesondere die Anoncoins wie Monero und Dash belastet, denen ein starker Gegenspieler erwachsen ist. Insgesamt betrachtet, sehe ich Anoncoins eher als Nische und ich glaube nicht, dass ZCash in den nächsten Jahren Bitcoin auch nur ansatzweise gefährden kann.

Fazit: Insgesamt bin ich weiterhin sehr bullish für den Altcoinmarkt. Sobald Bitcoin konsolidiert, und das deutet sich aktuell bei knapp über 700 Dollar an, werden die Altcoinmärkte überproportional profitieren. Auch die Berichterstattung über ZCash wird helfen. Selten wurde soviel über Bitcoin und Altcoins berichtet wie in den letzten Tagen. Es lassen sich nun sogar auch Bitcoin an allen Schweizer Fahrkartenautomaten der Bahn kaufen. Und zwar nicht alle, aber eben viele Bitcoinkäufer, beschäftigen sich, nachdem sie sich mit dem Bitcoin auseinandergesetzt haben, auch mit Altcoins. Die nächsten Monate dürften deshalb noch einmal sehr spannend und gewinnbringend für Altcoininvestoren werden. Der Bullenmarkt ist noch nicht vorbei! Noch lange nicht!

IOTATOKEN: Feiert ersten Geburtstag + wichtige Updates!

IOTA

Zuletzt hatte ich im Juli über IOTA berichtet, die Kryptowährung der dritten Generation, speziell designed für das Internet der Dinge (IOT). Die Zeit geht vorüber, es ist bereits über ein Jahr her, seit die Bekanntmachung für IOTA bei Bitcointalk erfolgt ist. Das war am 21. Oktober 2015. Ich selbst habe am 15. November 2015 zum ersten Mal über IOTA berichtet. Ich war damals auch der erste welcher IOTA als erste Kryptowährung der dritten Generation bezeichnet hatte, eine Bezeichnung welche sich im Jahr 2016 immer mehr für DAG-Coins durchsetzt. Ich muss dabei zugeben, ich hätte jedes Projekt von Come-from-Beyond unterstützt, selbst wenn ich es nicht voll verstanden hätte, denken wir an seine Idee von Qubic aus dem Jahr 2012(!). Zu IOTA muss ich noch einmal feststellen, dass mir damals mehrere Killer-Kriterien ins Augen stachen. Ich zitiere aus meinem Blogbeitrag vom November 2015:
„IOTA vereinigt für mich drei sogenannte Killerkriterien:
-Echtzeit-Zahlungen
-Blockchainlose Technologie, die sehr geringe Hardwareanforderungen stellt
-Verbindung mit passender Hardware Jinn um im Billionenmarkt „Internet der Dinge“ durchzustarten“

Seit meinem letzten Beitrag vor drei Monaten kam IOTA allerdings in relativ stürmische Gewässer. Zwar konnten sowohl die Foundation (5%) aller IOTA sowie der sogenannte BigDeal (2%) durch die Community finanziert werden, aber die Methoden welche zur Spendengenerierung durch das IOTA-Team eingesetzt wurden, waren hart am Rande der Erpressung nach dem Motto: „Spendet oder wir Forken das Projekt unter den Fittichen eines Tech-Konzerns. Ihr bleibt dann mit dem bisher Erreichten zurück…“ Dies wurde zwar nicht direkt kommuniziert aber durch die Blume mitgeteilt. Generell wurde die Community stets an der kurzen Leine gehalten. So werden Informationen nur sehr spärlich veröffentlicht und in Slack oder Bitcointalk fällt der IOTA-CEO eher durch Trollen oder sogar Beleidigungen auf. Das Community-Management ist sicherlich die Achillesverse des Projekts und hier wurde auch schon beträchtlicher Schaden angerichtet. Kein Vergleich zu Lisk oder Waves. Obwohl es gelang „Kryptowunderkind“ Dominik Schiener an Board zu holen ist deshalb die IOTA-Community trotz der bahnbrechender Technologie auch nicht sonderlich gewachsen seit dem Sommer. Ich selbst bin zum Beispiel im August abgesprungen, nachdem mir der IOTA-CEO einen einstündigen Beleidigungssturm an den Kopf knallte, anstatt sich um ein Update für die Community zu kümmern (ob sich meine Arbeit bis dahin positiv auf den ICO-Erfolg und das Community-Wachstum von IOTA auswirkte, lasse ich den geneigten Leser entscheiden…) Hinzu kamen technische Verzögerungen. So gab es zwar immer wieder neue Updates, aber 100% zufrieden mit der Skalierbarkeit war das Team nicht. Trotz eines erfolgreichen Stresstests mit vielen tausenden Transaktionen im Sommer konnte die damalige Version des Netzwerks nicht börsenfähig gemacht werden. Aktuell wurde deshalb IOTA komplett überarbeitet und ist nach gut vier Wochen Pause wieder frisch am Start. Ein Monat Pause sind schon eine Hausnummer, es war in dieser Zeit nicht möglich bereits vereinbarte Transaktionen abzuschließen.

Aber seit dem Samstag überwiegt wieder die Hoffnung für das Projekt. Dort gab der CEO wichtige Updates und Weichenstellungen bekannt. Das war wirklich beeindruckend und zeigte, dass hier trotz kaum vorhandener Umgangsformen ein kluger Kopf hinter dem Projekt steht. Man sagt ja auch über Steve Jobs, Bill Gates oder Elon Musk, dass es im zwischenmenschlichen Umgang enorm schwierige Gesellen sind/waren. So verkündete David Verbesserungen an für die neue Version 1.1. So fällt keine Beschränkung mehr an je IOTA-Adresse. Es kann nun eine unendliche Anzahl an IOTA-Token je Adresse gehalten werden. Es wird zudem einen Lite-Client geben, der für IOTA-Investoren die tägliche Anwendung wesentlich erleichtern wird ohne entsprechende Peer-Nodes suchen zu müssen bzw. lange zu syncen. Das geht soweit, dass es sogar eine IOTA-Version für Android und ios geben wird demnächst. IOTA wird also voll Smartphone-tauglich werden. Zudem kündete David weitere Kooperationen mit FinTech und IOT-Unternehmen an, die wohl sehr vielversprechend wären, allerdings noch ohne konkrete Detailinformationen. Wichtig war in diesem Zuge freilich auch, dass nun endlich der Endspurt kommt, daher die Weichenstellung für ein Börsenlisting. Es erfolgt noch ein Stresstest mit dem neuen Set-up und dann soll es wohl losgehen. Klar, zu optimistisch bin ich hier nicht, Dezember wäre wohl der frühestmögliche Termin.

Sehr gut auch die bekanntgegebenen personellen Weichenstellungen. So konnte zum Beispiel Gianluigi Davassi als weiterer Java-Entwickler gewonnen werden. Gianluigi ist ein äußerst talentierter Entwickler der zuletzt für N26 im Einsatz war, eines der bekanntesten FinTech-Unternehmen dieses Jahres (von Peter Thiel). Es schwingt natürlich auch eine kleine Hoffnung mit, ob über Gianluigi Kontakt zu Peter Thiel aufgebaut werden kann. Für die IOTA-Foundation konnte zudem noch Per Lind gewonnen werden. Lind bring einen beträchtlichen Rucksack mit sich, so war er bereits Marketing-Chef von Bang & Olufsen und war zuletzt in verschiedensten FinTech Projekten mit aktiv. Ein Experte für die Distributed Ledger Technologie (DLT). Sicher ein Mann dessen Kontakte ebenfalls weiterhelfen werden.

Wichtig für alle Investoren: Die IOTA müssen über das alte Passwort noch einmal frisch geclaimt/angefordert werden. Also eine ähnliche Aktion wie im Juli. Das ist bereits seit gestern möglich, hier sind die Details dazu. Allerdings ist das aktuell noch relativ unkomfortabel nur über Kommandozeileneingabe möglich. Ich würde jedem Investor raten zu warten, bis die GUI zur neuen Version 1.1 fertig gestellt ist oder sogar bis der Lite-Client fertig ist. Es besteht auch überhaupt kein Grund zur Eile, man hat bis zum Oktober 2017 Zeit. Und bis zum Börsenlisting vergehen mit Sicherheit noch Wochen.

Fazit: Das Glas ist freilich trotz manch negativer Umstände mehr als halbvoll. Auch ich war relativ beeindruckt von dem Update am Samstag und den Weichenstellungen für die Zukunft. Das sieht sehr durchdacht aus und es konnte auch zusätzlich hochkarätiges Personal gewonnen werden. Dominik Schiener war ja bereits ein Glücksfall für das Projekt und nun zusätzlich die Verpflichtung von Gianluigi Davassi und Per Lind, können sich mehr als sehen lassen. Wenn das IOTA-Team nun weiter macht und IOTA auch tatsächlich bei einigen IOT-Firmen platzieren kann + evtl. noch ein positives Update zum Jinn-Prozessor*, dann könnte IOTA durchaus für ordentlich Furore machen. Ich halte mittlerweile eine Marktkapitalisierung ein dreistelliger Millionenhöhe für nicht ausgeschlossen. IOTA sammelte beim ICO übrigens rund eine halbe Million Dollar ein…

*JINN ist die Hardware-Firma des IOTA-Teams. Es soll dabei ein völlig neuer Hardware-Prozessor entwickelt werden der anstatt binär (2 Werte) auf einer dreiwertigen Logik basiert (Ternärer Computer). Diese Prozessoren wären effizienter als die bisherigen binären Prozessoren und ein bedeutender Meilenstein im Internet der Dinge – und darüber hinaus. Der „Börsengang“ von JINN erfolgte im Oktober 2014 über die Nxt Asset Exchange. Der aktuelle Entwicklungsstand von JINN wird bewusst verschwiegen bis zum Börsenlisting von IOTA.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in die oben genannten Kryptowährungen selbst investiert.

Firstblood ICO innerhalb von zwei Minuten ausverkauft!

maf7107booklet.inddDie gestrige Nachtschicht hatte sich für die meisten Europäer nicht ausgezahlt: Als sie um kurz vor 2:00 Uhr über Ethereum in das ICO von Firstblood.io einkaufen wollten, war es für die meisten zu spät. Nur ganz wenige hatten das Glück ihre Zeichnungs-Order innerhalb von nur 4 Blöcken zu platzieren. Neben zeitlicher Schnelligkeit war es noch nötig die Gebührenhöhe zu vervielfachen um die eigene Transaktion vor den Konkurrenten durchzubekommen. Damit hat Firstblood.io in meinen Augen einen neuen ICO-Rekord aufgestellt: 5.5 Millionen Dollar in nur zwei Minuten. Dann war das Zeichnungsfester dicht und keine Transaktion wurde mehr bestätigt. Die Zeichnung selbst verlief vollautomatisch über einen Ethereum Smart Contract. Dieser stellte automatisch ab, nachdem das Limit von 465‘313 ETH erreicht worden war. Der krumme Etherbetrag entsprach dem exakten Kurs von 5.5 Millionen Dollar beim Zeichnungsbeginn.

Um was handelt es sich bei Firstblood.io denn? Ich werde nicht zu sehr ins Detail gehen, da wir ja keine Chance haben mehr haben sie zu zeichnen. Und im Nachhinein zum 4x oder 5x an einer Altcoinbörse, darauf werde ich mich nicht einlassen. Ich hatte den schnellen Ausverkauf bereits vermutet, so dass ich bewusst nicht über dieses interessante ICO gebloggt habe, da ich sonst mit vielen enttäuschten Lesern gerechnet hätte, welche sich sinnlos die Nacht auf den Montag um die Ohren geschlagen hätten. Das hatte den Grund, da bereits die chinesische Kryto-Börse yunbi sich rund 90% der Anteile gesichert hatte. Es gingen also nur noch rund 500‘000 Dollar in den freien Verkauf und innerhalb der ersten Stunde lockte noch ein Bonus von 70%, was die Nachfrage zusätzlich anheizte. Aus der sogenannten Power-Hour wurde so nur eine „Power-Minute“. Bei Firstblood handelt es sich um eine Plattform, welche E-Sport-Events über die Blockchain ermöglichen will. Ein riesiger Markt, insbesondere in Asien. Das Team stammt auch überwiegend aus Asien, was zu der für uns unglücklichen Zeichnungs-Startzeit in tiefster Nacht geführt hatte.

Fazit: Für mich zeigt sich hier, wie schnell und erfolgversprechend ICOs über Ethereum Smart Contracts durchgeführt werden können. Das war ja nicht das erste Mal, auch Digix oder der DAO zogen ja Kapital an wie ein Magnet. Für mich ist das trotz der andauernden Attacken ein sehr bullisches Signal für Ethereum (ETH). Ich weiss um weitere interessante Neuemissionen, welche in den nächsten Monaten über Ethereum Kapital sammeln wollen. Und auch hier deuten sich Millionenerfolge an. Und um an diesen Neuemissionen partizipieren zu können, braucht man Ethereum und zwar ETH – nicht Ethereum Classic. Ich stufe deshalb trotz der aktuell widrigen Umstände Ethereum von Halten auf Kaufen herauf mit einem mittelfristigen Kursziel von über 0.03 BTC, behalte meine negative Einschätzung für Ethereum Classic aber weiterhin bei.

PS: Das richtige Logo von Firstblood sieht so aus:
firstblood

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in den oben erwähnten Kryptowährungen selbst investiert

Komodo ICO macht BitcoinDark [BTCD] hochinteressant

komodo
James aka jl777 gehört für mich zu den schlausten Köpfen der Kryptoszene, verfügt aber dennoch nicht über einen weitreichenden Bekanntheitsgrad. Das liegt daran, dass sich James sehr lange auf die Nxt-Umwelt konzentriert hat, welche seit 2013 zwar Erfolg hatte, aber in einer Nische blieb und von großen Teilen der Kryptocommunity nicht beachtet wurde. Das Krypto-Konglomerat welches er in dieser Zeit geschaffen hat sucht seines Gleichen und ist für außenstehende schwer zu durchschauen. Hier nur einmal ein Ausschnitt davon:
das-jamesempire
Hier ein Statement von James zum aktuellen Stand. Es scheint unglaublich, dass eine einzelne Person in derart viele Kryptoprojekte involviert ist. Es gibt deshalb auch viele Kritiker, welche James für einen Projekthopper halten, der viele Projekte beginnt aber nur wenige bis zum Schluss sauber durchzieht, optisch derart veranschaulicht:
strip-side-project-650-finalenglish
Die Wahrheit liegt sicher irgendwo in der Mitte. Fakt ist auf jeden Fall, der Mann hat revolutionäre Ideen und er hat in der Vergangenheit auch bewiesen, dass er diese Ideen als verantwortlicher Programmierer in die Tat umsetzen kann. Was mir bei James auch gefällt, dass er eine hervorragende Aussenkommunikation hat und wirklich versucht Kritik sachlich und argumentativ zu widerlegen.

Kommen wir zum ICO von Komodo: Bei Komodo handelt es lediglich um ein cleveres Re-branding von BitcoinDark. Im weitesten Sinne eine Vorgehensweise wie sie bei Lisk gewählt worden war, als Crypti quasi wiederbelebt wurde. Das hat bei Lisk ja auch ausserordentlich gut funktioniert. Den BitcoinDark gibt bereits seit dem Juli 2014. Er sollte insgesamt Features enthalten wie eine Blockchain-Asset-Exchange zudem eine „Pegged Asset Exchange“ (PAX) bei dem auch Fiatwährungen und Rohstoffe über die Blockchain gehandelt werden können. Es gab zudem regelmässige Dividenden, da der BitcoinDark an Teilen von James Kryptoimperium beteiligt ist (siehe in der Graphik oben). Es zeigte sich aber nach zwei Jahren, dass der BitcoinDark keine nennenswerte Community gewinnen konnte und auch für eine Weiterentwicklung kein Geld vorhanden war. Deshalb erfolgt jetzt das ICO als Komodo. Der Zeitpunkt für den Entschluss ist gut gewählt, nahezu jedes ICO erhält 1 Million Dollar und mehr aktuell. Und die Versprechungen sind gewaltig, Komodo soll ein ganz grosser Schritt nach vorne werden. Zunächst einmal anonyme Transaktionen welche ähnlich funktionieren sollen wie bei Zcash. Dazu wird ein Fork von Zcash erstellt welches zu diesem Zeitpunkt ja ready sein soll. Aber das ist noch nicht alles, Komodo soll durch den sogenannten Delayed Proof of Work (dPoW) Konsensus-Mechanismus mit Notarnodes (Notary Nodes) in der Lage sein die Komodo POS-Blockchain mit der Bitcoin-Blockchain zu verzahnen, wodurch Komodos Blockchain direkt durch den grossen Bruder Bitcoin geschützt werden soll. Komodo verspricht also anonyme Transaktionen welche aber genau so sicher sind wie Bitcoinzahlungen. Aber noch ist es nicht soweit, die Entwicklung braucht Zeit und Geld. Deshalb jetzt das ICO.

Die ICO-Bedingungen: Das ICO beginnt am 15. Oktober, wie so oft in der Vergangenheit, wird auch hier der erste Tag vergoldet. Wer am ersten Tag investiert erhält einen Bonus von 25%. In der ersten Woche dann noch 20% und so weiter. Bis zum 20. November läuft das ICO:
ico-bonus
Es wird 100 Millionen Coins geben zum Start, davon sind 10 Millionen Coins für die Entwickler und Bounties reserviert. Durch Staking wird die Anzahl von Komodo im Laufe von 14 Jahren um 5% pro Jahr ansteigen auf dann 200 Millionen Coins:
bitcoindark

Kommen wir zum BitcoinDark: James macht hier den Alt-Investoren den Umtausch schmackhaft indem er ein Umtauschverhältnis von 1 BTCD = 0.00532074 BTC Kaufkraft beim ICO darlegt. Das ist ein Aufpreis auf den aktuellen Kurs von aktuell 0.0041 BTC. Leider können BitcoinDark-Investoren nicht vom Bonus profitieren. Deshalb schmilzt der Vorsprung des BitcoinDark auf 0.00425 BTC am ersten Tag, bei dem Bitcoin-Investoren ja 25% Bonus erhalten. Dann steigt der Umtauschkurs aber wieder an, da der Bonus für Bitcoin-Investoren immer geringer wird, was die vergleichbare ICO-Kaufkraft des BitcoinDark entsprechend steigert:
bonuses

Und genau das macht den BitcoinDark so attraktiv bei den aktuellen Kursen von unter 0.0042 BTC. Spätestens im November sollte er nämlich auf ein Level von über 0.0050 BTC klettern. Ich sauge mir das nicht aus den Fingern, eine ähnliche Kursbewegung war bei Crypti zu sehen beim Lisk-ICO im Frühjahr, da es zu einem Festkurs in Lisk umgetauscht werden konnte. Ein zusätzliches Schmankerl macht den den BitcoinDark sogar noch attraktiver, so hat James den BitcoinDark-Investoren versprochen, ihnen noch zusätzlich den durchschnittlichen Bonus der Bitcoin-Investoren ebenfalls zu erstatten. Das dürfte bei etwas mehr als 10% liegen, so dass die Kaufkraft von BitcoinDark beim ICO um die 0.006 BTC betragen sollte. Die genaue Zahl ist logischerweise aber erst nach dem ICO bekannt.

Für gibt für mich zwei Investitionsvarianten hier:

Variante risikoarm: BTCD bei unter 0.0042 BTC kaufen und warten sobald der Kurs bei Poloniex die 0.005 BTC durchbricht verkaufen. Dies sollte spätestens zum Ende des ICOs von Komodo der Fall sein, da potentielle ICO-Investoren dann selbst bei einem Kurs von 0.0052 BTC je BTCD günstiger in das ICO investieren als über den Bitcoin. Diese Variante kann man auch spielen wenn insgesamt nicht von Komodo überzeugt ist, zudem ist die Kapitalbindungsdauer mit maximal sieben Wochen relativ gering.

Variante risikoreich: BTCD bei unter 0.0042 BTC kaufen und beim Komodo-ICO teilnehmen, indem man die BTCD in Komodo umtauscht. Wie der Umtausch genau vonstatten geht wird das Komodo-Team nach dem ICO erläutern. Darauf hoffen, dass auch ein zusätzlicher Zeichnungsgewinn drin ist und die Komodo-Plattform ein grösserer Erfolg wird als der Vorgänger BTCD. Der Investitionshorizont wird dadurch allerdings deutlich länger, im Gegenzug profitiert man voll vom zusätzlichen ICO Bonus von etwa 10% für Komodo, bekommt also im besten Falle Komodo im Gegenwert von etwa 0.0006 BTCD je Bitcoin angedient. Der BitcoinDark soll sogar erhalten bleiben, als Vehikel welches immer noch dividendenberechtigt ist an Supernet zum Beispiel. Einige Satoshi ist dieses Konstrukt dann sicher noch wert.

Fazit: Das Komodo-ICO bietet auch für Trittbrettfahrer, die nur einen gewissen Kursgewinn mitnehmen wollen, eine interessante Alternative. Wichtig ist seine Order bei Poloniex oder Bittrex für den BitcoinDark zu limitieren und einige Tage Geduld mitzubringen, da die Liquidität bei unter 0.0042 BTC sehr dünn ausfällt. Ich persönlich halte beide Varianten für interessant und werde mir bis zuletzt offen lassen, ob ich meine erworbenen BitcoinDark zum Umtausch in Komodo andiene oder vorher über Poloniex zu Geld mache. Das Hauptrisiko ist eine Absage des ICOs oder eine Verschiebung. Das halte ich jedoch für sehr unwahrscheinlich, das Team ist ICO-erprobt. Im Zuge der bereits jetzt herrschenden Zcash-Euphorie dürfte das Komodo-ICO genug Aufmerksamkeit erhalten, so dass eine konstante Nachfrage nach dem BitcoinDark als Umtauschgut bis in den November hinein herrschen sollte und damit auch in die erwarteten Kursregionen führen dürfte.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in den oben erwähnten Kryptowährungen selbst investiert