Altcoinbärenmarkt zu Ende: Jetzt wird es spannend!

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Der Bitcoin kennt aktuell kein Halten mehr. Im Moment ist er so teuer wie eine Unze Gold. Das war noch niemals der Fall. Interessant ist, dass nun endlich die Bewegung eingesetzt hat, auf welche die Altcoinvestoren mehrere Monate warten mussten: Altcoins outperformen heute den Bitcoin, der Bärenmarkt ist damit ganz offiziell zu Ende. Nun ist das Tal der Tränen (in EUR oder Dollar gerechnet war es eh kein Problem) bei den Altcoins endlich durchschritten. Es wird ein spannendes Jahr werden, das zeichnet sich jetzt ab. Der aktuell parabolische Anstieg beim Bitcoin (heute über 120 Dollar höher) wird zu rasanten Rücksetzern führen, bei denen zusätzliches Geld in die Altcoins strömen wird. Zudem wird die Medienberichterstattung über den Bitcoin und Kryptowährungen weiter zunehmen. Die Medien werden morgen voll von Vergleichen zwischen Gold und Bitcoin sein. Die aktuelle Kryptowährungshausse verspricht deshalb diejenige von 2013/2014 weit in den Schatten zu stellen. Meine aktuellen Favoriten sind Ethereum, Lisk, Nxt, Waves, Byteball, Europecoin und Ardor. Der Monero ist mir fast zu gut gelaufen; Litecoin lebt nur von seiner Vergangenheit. Dash erscheint mir gegenüber Monero im Hintertreffen zu sein und Ethereum Classic (ETC) hat meiner Ansicht nach keine Chance gegenüber Ethereum (ETH) und taugt nur als Tradingvehikel.

Viel Erfolg an den Märkten!

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in die oben genannten Kryptowährungen selbst investiert.

Das Altcoinjahr 2016 geht durchwachsen zu Ende

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Das Jahr 2016 wird Altcoininvestoren als irrwitzige Achterbahnfahrt in Erinnerung bleiben. Hatten wir es zunächst mit extrem starken Bullenmarkt zu tun, welcher sogar die Jahresendrallye von 2013 in den Schatten stellte, kam Mitte des Jahres die Wende. Stand die Altcoinrallye 2013 noch unter der Speerspitze von Litecoin, war der diesjährige Bullenmarkt und der anschliessende Niedergang ganz klar von Ethereum geprägt. Die Wende kam mit dem missglückten DAO, welcher zwar im Endeffekt für die Investoren doch relativ schadlos abgewickelt wurde, allerdings führten die anschliessenden Hardforks dazu, dass Ethereum aus der Spur geriert und damit die Hauptantriebsfeder des Altcoinbullenmarkts. Insbesondere in der zweiten Jahreshälfte führte dann der Kursanstieg des Bitcoin, welcher in einem neuen EUR-Allzeithoch gipfelte, zum weiteren Niedergang der Altcoins. Hier spiegelt sich ein grosser Unterschied zum Bärenmarkt 2014/2015 wieder, als Bitcoin und Altcoins gemeinsam in den Sog nach unten gerissen wurden. Auch die unglaubliche Masse an ICOs, welche am Altcoinmarkt trotz durchwachsender Qualität in den Markt gedrückt wurden, führte zu weiteren Kursverlusten. Der klassische ICO-Schweinezyklus, welchen wir in kleinerer Form auch im Jahr 2014 erleben durften. Zuletzt gingen auch die Handelsvolumen an den Altcoinbörsen stark zurück. Die Bitcoin-Dominanz bei der Marktkapitalisierung stieg auf 87.5%.

Also schlechte Aussichten für 2017 bei Altcoins? Ich denke nicht! Die nächste Konsolidierung beim Bitcoin folgt bestimmt. Die nächste Debatte um Blocksizes oder Segregated Witness mit grosser Sicherheit auch. Das wird zu Umschichtungen aus dem Bitcoin in Altcoins führen. Als zusätzlicher Effekt werden durch den starken Kursanstieg bei Bitcoins viele Neu-Investoren gewonnen, von denen sich der eine oder andere nach erfolgreicher Bitcoin-Investition auch mit Altcoins auseinandersetzen wird. Dadurch wird eine neue Generation von Investoren gewonnen werden. Zusätzlich gibt es auch im Bärenmarkt interessante und spannende Leuchtturmprojekte, welche über ein gutes Chance/Risikoprofil verfügen. Denken wir an die Gratis-Verteilung von Byteball welche im Jahr 2017 weiter fortgesetzt werden wird (90% werden noch verteilt, erst 10% sind am 25. Dezember verteilt worden). Auch stehen mit Tezos und irgendwann vielleicht sogar eMunie interessante ICOs in den Startlöchern. Das Altcoinjahr 2017 dürfte also dennoch vielversprechend werden!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen guten Rutsch ins neue Jahr, viel Glück, Erfolg und Gesundheit!

Bitcoin unterm Weihnachtsbaum

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Weihnachten rückt näher und damit auch die Möglichkeit für Bitcoin-spezifische Geschenke. Die Kollegen vom BTC-Echo haben hier bereits einige interessante Vorschläge. Ich möchte dazu noch eine spannende Ergänzung machen nämlich Bitcoin-Münzen der BTCC Mint. Die in China beheimatete BTCC wurde bereits im Jahr 2011 gegründet und ist eine der ältesten Bitcoin-Börsen der Welt. Die Firma mint auch und bietet seit kurzer Zeit Münzen an, welche mit selbst geminten Bitcoin geladen sind. Ich bin seit längerer Zeit Fan von Bitcoin-Münzen. Allerdings ist die Auswahl recht mager. Casascius hat die Produktion von Bitcoin-Münzen bereits 2013 eingestellt. Lealana bietet nur noch Coins an die „unfunded“ sind, also vom Käufer selbst geladen werden müssen. Zudem sind die Aufpreise happig. Mit den Denarium Coins bin ich nie so richtig warm geworden und auch dort ist die Auswahl relativ mager.

Die BTCC Mint hat mit ihren neuen Produkten nun Abhilfe geschaffen. Erstmals sind kleine, geladene Münzen zu akzeptablen Aufpreisen in qualitativ guter Aufmachung erhältlich. So gibt es selbst Münzen mit 0.001 BTC (aktuell rund 70 Cent). Es geht weiter mit 0.005 BTC, 0.01 BTC, 0.025 BTC, 0.1 BTC und 0.5 BTC. Diese Münzen sind in Form von Pokerchips gestaltet und sehen so aus:
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Zudem gibt es spezielle Weihnachtspakete (siehe ganz oben). Es gibt auch größere Stückelungen, die dann aus Titan anstatt aus Plastik sind. Das sind dann aber auch preislich höhere Dimensionen. Ich finde die Pokerchips deshalb ganz interessant, da sie sich als kleineres Geschenk eignen und so auch zu einer weiteren Verbreitung von Bitcoin beitragen. Der Private-Key um die Bitcoin von der Münze zu entladen und einzusetzen befindet sich unter einem Hologramm-Aufkleber auf der Rückseite:
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Für mich wirklich eine schöne Geschenkidee. Es gibt allerdings leider noch zwei Haken, die ich nicht unerwähnt lassen möchte: Im Gegensatz zur eigenen Wallet muss man hier der BTCC Mint vertrauen, dass tatsächlich keine Kopien der Private Keys der Coins vorliegen bzw. der Private Key sich auch tatsächlich unter dem Hologramm der Münze befindet und nicht vergessen wurde. Zudem werden die Coins direkt aus China versandt, was höhere Versandkosten bewirkt, verbunden mit einer gewissen Unsicherheit, wie sie vom Zoll behandelt werden.

Hier geht es zum Shop der BTCC Mint.

Kurzfristig keine Besserung an den Altcoinmärkten

altcoinsMan kann es nicht verhehlen: Die Altcoinmärkte sind außer Tritt geraten. Die Diskrepanz zwischen Bitcoin-Gewinnen und schwachen Altcoins hält nun seit einigen Monaten an. Aktuell beträgt die Bitcoin-Dominanz 85.8%, das ist der höchste Wert seit dem Februar. Noch im Oktober lag der Wert bei 79%. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass Altcoins gegenüber dem Bitcoin um rund 27.6% verloren haben in diesen wenigen Wochen. Die Marktkapitalisierung der Altcoins sank im gleichen Zeitraum von 2.5 Milliarden Dollar auf 1.9 Milliarden Dollar. Hier ist vor allem Ethereum zu nennen, welches von Hardfork zu Hardfork taumelt. Zudem haben ICOs deutlich an Reiz verloren. Es gab zu viele davon in zu kurzer Zeit. Dadurch konnten sich auch keine nennenswerten Kursgewinne mehr entwickeln.

Kurzfristig scheint keine Besserung in Sicht. Investoren rate ich Ruhe zu bewahren und die Krise mit einer möglichst hohen prozentualen Position des Portfolios in Bitcoin auszusitzen. Dennoch bin ich weiterhin davon überzeugt, dass es sich nur um einer vorübergehende Eintrübung handelt. Der Bitcoin konnte in den letzten Monaten weitere Neu-Investoren finden. Das beweist die Anzahl von Wallets von Blockchain.info. Es bleibt dabei, dass ein Teil dieser Investoren auch Interesse am Altcoinmarkt haben wird zu einem späteren Zeitpunkt. Diese Investoren von Morgen sind die Grundlagen für die Kursgewinne bei Altcoins 2017. Dabei dürfte aber gelten, dass vor allem neue Coins profitieren. Das Rad der Geschichte dreht sich unermüdlich. Bei Altcoins gilt eben: Neue Besen kehren gut! Byteball, Tezos und IOTA stehen in den Startlöchern und werden dabei Aufmerksamkeit von bestehenden Coins absorbieren. Die durchschnittliche Performance von Altcoins hinkt der des Bitcoin hinterher. Wer aber Flexibilität zeigt und die Pferde regelmässig wechselt, kann finanziell durchaus profitieren. Lieber zu oft verkaufen als zu lange halten. Die Wahrscheinlichkeiten arbeiten bei Altcoins gegen einen, ähnlich wie im Spielcasino: „Gewinnen kann man, verlieren muss man!“ Ich verweise dabei auf ehemalige Topcoins von 2013 wie Quark, Anoncoin oder Worldcoin:
Yesterday’s Heros, but forgotten today!

Projekte wie NxtArdor zeigen, dass selbst brillante Leistungen nach einer gewissen Zeit nicht mehr vom Markt honoriert werden und zum Nischendasein bei einer Marktkapitalisierung von unter 20 Millionen verdammt sind. Enden Sie nicht als Bagholder, im Zweifel bitte bestehende Altcoinpositionen verkaufen. Dann haben sie die nötige Liquidität welche nötig ist um die 2-3 interessanten ICOs in den nächsten Monaten mitzumachen bzw. beim Byteball-Airdrop ab Weihnachten.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in die oben genannten Kryptowährungen selbst investiert.

 

36 Regeln für die Kryptomärkte

die-36-kammern-der-shaolinAls mein Hauptmedium  für die Kryptomärkte hat sich in den letzten Monaten Twitter herauskristallisiert. Es ist schnell, zeitsparend und man muss sich auf das Wesentliche konzentrieren mit nur 140 Zeichen je Tweet. Aktuell veröffentliche ich Regeln, welche für das erfolgreiche Agieren an den Kryptomärkten maßgeblich sind. Darin spiegelt sich meine Erfahrung aus den letzten drei Jahren wieder. Warum 36? Als Kind der 70er ist mir natürlich der Film „Die 36 Kammern der Shaolin“ in guter Erinnerung. Der Film ist auch passend, da es sich bei den Coinmärkten um eine sehr harte Schule handelt, bei der auf die vielfältigen Gefahren mit Einsatz und Selbstdisziplin reagiert werden muss.

Die Regeln sind dabei in Twittergrösse gehalten, kurz und prägnant. Die Reihenfolge ist dabei absolut willkürlich. Los geht’s:

Kryptoregel 1: Die beste Performance bei Altcoins ist üblicherweise innerhalb eines Jahres nach der Veröffentlichung. 90% werden danach fallen und irgendwann verschwinden.

Kryptoregel 2: Als Kryptoinvestor benötigt man lediglich zwei Coinbörsen: Poloniex und Bittrex.

Kryptoregel 3: Wenn man bei Poloniex Bitcoin verleiht, sollte man Zinssätze von über 0.1% pro Tag für Bitcoin für 60 Tage einloggen. Sind die Zinsen tiefer, nur 2 Tage.

Kryptoregel 4: Möglichst bei Airdrops , Giveaways und Signaturkampagnen teilnehmen: Gratis Kapital für wenig Aufwand.

Kryptoregel 5: Niemals ausserhalb einer Exchange kaufen, wenn kein Escrow vorhanden ist. Das Risiko ist zu gross.

Kryptoregel 6: Manche ICOs bieten interessante Pre-ICO-Investitionsmöglichkeiten, welche höhere Rabatte ermöglichen als zum Start des ICOs.

Kryptoregel 7: Mache nicht den Fehler Dich in Deine Coins zu verlieben: Vermutlich musst Du innerhalb weniger Monate verkaufen müssen um finanziellen Erfolg zu haben.

Kryptoregel 8: Wer nicht viel Zeit hat am Tag sollte Twitter benutzen um den Kryptomärkten folgen zu können.

Kryptoregel 9: (Cloud)-Mining ist zwar spannend, aber die Zeiten sind vorbei um hier profitabel zu sein. Die Chance Geld zu verlieren ist sehr hoch.

Kryptoregel 10: Vermeide Hype-ICOs welche regelrecht mit tausenden Bitcoin geflutet werden in Verbindung mit viel Medien-Interesse.

Kryptoregel 11: Investiere nur was Du bereit bist zu verlieren. Selbst bei guten Projekten können unvorhergesehene Ereignisse das Aus bedeuten.

Kryptoregel 12: Bereits kurz nach dem Investment sollte man eine Verkaufsstrategie entwickeln. Am Besten schriftlich verfassen.

Kryptoregel 13: Es ist besser in lediglich 3-4 gute ICOs pro Jahr zu investieren, als seine Bitcoin bei schlechteren Projekten aufs Spiel zu setzen.

Kryptoregel 14: Die besten Deals werden hinter den Kulissen gemacht. Versuche entsprechende Kontakte in der Kryptoszene zu knüpfen um Zugang zu erhalten.

Kryptoregel 15: Teile Dein Wissen mit der Community. Du wirst im Gegenzug auf Hilfe hoffen können, wenn Du sie benötigst.

Kryptoregel 16: Es gibt bei Kryptos mehr Informationen täglich, als man selbst verarbeiten kann. Fokussierung auf das Wichtige, ist deshalb das Zauberwort.

Kryptoregel 17: Die besten Coinreturns gibt es nicht durch das Trading sondern durch ICOs (siehe auch IOTA, Nxt oder Ethereum).

Kryptoregel 18: Immer die Passwörter ändern und zudem möglichst verschiedene E-Mail-Adressen verwenden im Kryptoland.

Kryptoregel 19: Mein Passwortmanager für all die verschiedenen Accounts und Wallets: Kugelschreiber + Papier.

Kryptoregel 20: Immer etwas freie Bitcoin als Liquidität bereit halten: Manche Investitionschancen verstreichen innerhalb von Minuten.

Kryptoregel 21: Das beste Marketing bringt langfristig nichts ohne gute Technologie. Hüte Dich vor Projekten von Schaumschlägern.

Kryptoregel 22: Die Sicherheit Deines Computers ist sehr wichtig: Sichere Dein System mit einer guten Firewall und vermeide Smartphone-Logins.

Kryptoregel 23: Nach einer Investition in ein Kryptoprojekt muss man regelmässig seine Hausaufgaben machen und mindestens zweimal wöchentlich den Status überprüfen.

Kryptoregel 24: Gute Projekte mit neuer Technologie brauchen Zeit nach dem ICO. Investiere nicht wenn Du zu wenig Geduld hast und nicht ein Jahr oder länger warten kannst.

Kryptoregel 25: Wenn Du Dir unsicher bist über ein Investment, investiere einfach nicht. Es gibt nahezu täglich neue Chancen im Kryptoland.

Kryptoregel 26: Du wirst zeitlich nicht dazu in der Lage sein, mehr als eine Handvoll Projekte abzudecken. Wähle weise aus und ersetze die schlechten Projekte emotionslos.

Kryptoregel 27: Es gibt einige ICOs, bei denen Investoren nur einen kleinen Teil (<50%) erwerben können. Diese ICOs bitte meiden.

Kryptoregel 28: Die Krpytomärkte sind volatil genug. Investiere nicht in Hebelkontrakte wie Futures oder Margintrading. Du wirst höchstwahrscheinlich verlieren.

Kryptoregel 29: Investiere nicht in ICOs, wenn Du den höchstmöglichen Start-Bonus nicht mehr erhalten kannst. Wenn Du zu spät bist, ist es das Risiko meistens nicht wert.

Kryptoregel 30: Auch Shitcoins können problemlos eine Marktkapitalisierung von über 50 Millionen erreichen. Aber nur kurzfristig, längerfristig wird Qualität benötigt.

Kryptoregel 31: Ist eine Kryptowährung in Kombination mit einem Multi-Level-Marketing-System, handelt es sich um einen Scam und Du wirst alles verlieren.

Kryptoregel 32: Höhere Bitcoin-Preise beeinflussen die Altcoinmärkte nur kurzfristig negativ. Längerfristig steigen Altcoins immer stärker als der BTC in einem Bullenmarkt.

Kryptoregel 33: To survive in cryptoland you need at least good English reading skills.

Kryptoregel 34: Investiere nicht in bereits gehypte Coins nach mehreren hundert Prozent Kursanstieg. Du wirst höchstwahrscheinlich als sogenannter Bagholder enden.

Kryptoregel 35: Besorge Dir für größere Bitcoinbestände unbedingt ein Hardwarewallet wie den Trezor oder arbeite mit Paperwallets.

Kryptoregel 36: Es ist völlig normal 100% Verluste zu erleiden. Diese werden aber durch einige 1000% Gewinne mehr als ausgeglichen wenn man seine Hausaufgaben macht.

Viel Erfolg!

Der Bitcoin und ZCash wirbeln die Altcoinmärkte durcheinander

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Die letzten Tage verliefen für Altcoininvestoren relativ enttäuschend. Fast jede Altcoin büßte einen Kurswert zwischen 20-40% innerhalb von nur einer Woche ein. Ein heftiger Crash welcher zwei Ursachen hatte:

Der Bitcoin hat seine Hausse wieder aufgenommen und notiert seit gestern wieder über der 700 Dollar Marke. Es hat sich in den letzten zwei Jahren gezeigt, dass starke Bitcoin-Anstiege immer zu überproportionalen Kursverlusten am Altcoinmarkt führen. Gründe für den Anstieg sind meiner Ansicht nach Mittelzuflüsse aus China, auf Grund der dortigen Währungskursverluste gegenüber dem Dollar, sowie die Veröffentlichung von Bitcoin Core 0.13.1, welches eine Aktivierung von Segregated Witness beinhaltet. Kurz gesagt ist dies ein großer Schritt in die richtige Richtung, da SegWit die effektive Blocksize um rund 80% erhöhen kann, wodurch dieses Nadelöhr zumindest geweitet werden kann.

Ein weiterer Grund ist, dass der Fokus auf ZCash andere Coins in den Schatten gestellt hat.  ZCash ist ja die lang erwartete anonyme Währung  mit neuer kryptographischer Technik. So sieht dort jede Coin exakt gleich aus wie die andere und ermöglicht so umfassende Fungibilität und Anonymität. Ich habe bisher über ZCash nicht berichtet, da ich keine Investitionschance für Normalinvestoren sah. ZCash konnte ja lediglich gemint werden ab Freitag und startet ganz langsam mit wenigen Coins pro Tag. Das führte dann zu verrückten Szenen, da sich viele tausend Investoren um wenige Coins „prügelten“. So notierte ZCash im Hoch bei über 50’000 Euro je Coin. Ein absurdes aber sehr lustiges Spektakel, so frage ich mich, wie Leute auf die Idee kommen derartige Beträge auszugeben. ZCash hat insbesondere die Anoncoins wie Monero und Dash belastet, denen ein starker Gegenspieler erwachsen ist. Insgesamt betrachtet, sehe ich Anoncoins eher als Nische und ich glaube nicht, dass ZCash in den nächsten Jahren Bitcoin auch nur ansatzweise gefährden kann.

Fazit: Insgesamt bin ich weiterhin sehr bullish für den Altcoinmarkt. Sobald Bitcoin konsolidiert, und das deutet sich aktuell bei knapp über 700 Dollar an, werden die Altcoinmärkte überproportional profitieren. Auch die Berichterstattung über ZCash wird helfen. Selten wurde soviel über Bitcoin und Altcoins berichtet wie in den letzten Tagen. Es lassen sich nun sogar auch Bitcoin an allen Schweizer Fahrkartenautomaten der Bahn kaufen. Und zwar nicht alle, aber eben viele Bitcoinkäufer, beschäftigen sich, nachdem sie sich mit dem Bitcoin auseinandergesetzt haben, auch mit Altcoins. Die nächsten Monate dürften deshalb noch einmal sehr spannend und gewinnbringend für Altcoininvestoren werden. Der Bullenmarkt ist noch nicht vorbei! Noch lange nicht!

IOTATOKEN: Feiert ersten Geburtstag + wichtige Updates!

IOTA

Zuletzt hatte ich im Juli über IOTA berichtet, die Kryptowährung der dritten Generation, speziell designed für das Internet der Dinge (IOT). Die Zeit geht vorüber, es ist bereits über ein Jahr her, seit die Bekanntmachung für IOTA bei Bitcointalk erfolgt ist. Das war am 21. Oktober 2015. Ich selbst habe am 15. November 2015 zum ersten Mal über IOTA berichtet. Ich war damals auch der erste welcher IOTA als erste Kryptowährung der dritten Generation bezeichnet hatte, eine Bezeichnung welche sich im Jahr 2016 immer mehr für DAG-Coins durchsetzt. Ich muss dabei zugeben, ich hätte jedes Projekt von Come-from-Beyond unterstützt, selbst wenn ich es nicht voll verstanden hätte, denken wir an seine Idee von Qubic aus dem Jahr 2012(!). Zu IOTA muss ich noch einmal feststellen, dass mir damals mehrere Killer-Kriterien ins Augen stachen. Ich zitiere aus meinem Blogbeitrag vom November 2015:
„IOTA vereinigt für mich drei sogenannte Killerkriterien:
-Echtzeit-Zahlungen
-Blockchainlose Technologie, die sehr geringe Hardwareanforderungen stellt
-Verbindung mit passender Hardware Jinn um im Billionenmarkt „Internet der Dinge“ durchzustarten“

Seit meinem letzten Beitrag vor drei Monaten kam IOTA allerdings in relativ stürmische Gewässer. Zwar konnten sowohl die Foundation (5%) aller IOTA sowie der sogenannte BigDeal (2%) durch die Community finanziert werden, aber die Methoden welche zur Spendengenerierung durch das IOTA-Team eingesetzt wurden, waren hart am Rande der Erpressung nach dem Motto: „Spendet oder wir Forken das Projekt unter den Fittichen eines Tech-Konzerns. Ihr bleibt dann mit dem bisher Erreichten zurück…“ Dies wurde zwar nicht direkt kommuniziert aber durch die Blume mitgeteilt. Generell wurde die Community stets an der kurzen Leine gehalten. So werden Informationen nur sehr spärlich veröffentlicht und in Slack oder Bitcointalk fällt der IOTA-CEO eher durch Trollen oder sogar Beleidigungen auf. Das Community-Management ist sicherlich die Achillesverse des Projekts und hier wurde auch schon beträchtlicher Schaden angerichtet. Kein Vergleich zu Lisk oder Waves. Obwohl es gelang „Kryptowunderkind“ Dominik Schiener an Board zu holen ist deshalb die IOTA-Community trotz der bahnbrechender Technologie auch nicht sonderlich gewachsen seit dem Sommer. Ich selbst bin zum Beispiel im August abgesprungen, nachdem mir der IOTA-CEO einen einstündigen Beleidigungssturm an den Kopf knallte, anstatt sich um ein Update für die Community zu kümmern (ob sich meine Arbeit bis dahin positiv auf den ICO-Erfolg und das Community-Wachstum von IOTA auswirkte, lasse ich den geneigten Leser entscheiden…) Hinzu kamen technische Verzögerungen. So gab es zwar immer wieder neue Updates, aber 100% zufrieden mit der Skalierbarkeit war das Team nicht. Trotz eines erfolgreichen Stresstests mit vielen tausenden Transaktionen im Sommer konnte die damalige Version des Netzwerks nicht börsenfähig gemacht werden. Aktuell wurde deshalb IOTA komplett überarbeitet und ist nach gut vier Wochen Pause wieder frisch am Start. Ein Monat Pause sind schon eine Hausnummer, es war in dieser Zeit nicht möglich bereits vereinbarte Transaktionen abzuschließen.

Aber seit dem Samstag überwiegt wieder die Hoffnung für das Projekt. Dort gab der CEO wichtige Updates und Weichenstellungen bekannt. Das war wirklich beeindruckend und zeigte, dass hier trotz kaum vorhandener Umgangsformen ein kluger Kopf hinter dem Projekt steht. Man sagt ja auch über Steve Jobs, Bill Gates oder Elon Musk, dass es im zwischenmenschlichen Umgang enorm schwierige Gesellen sind/waren. So verkündete David Verbesserungen an für die neue Version 1.1. So fällt keine Beschränkung mehr an je IOTA-Adresse. Es kann nun eine unendliche Anzahl an IOTA-Token je Adresse gehalten werden. Es wird zudem einen Lite-Client geben, der für IOTA-Investoren die tägliche Anwendung wesentlich erleichtern wird ohne entsprechende Peer-Nodes suchen zu müssen bzw. lange zu syncen. Das geht soweit, dass es sogar eine IOTA-Version für Android und ios geben wird demnächst. IOTA wird also voll Smartphone-tauglich werden. Zudem kündete David weitere Kooperationen mit FinTech und IOT-Unternehmen an, die wohl sehr vielversprechend wären, allerdings noch ohne konkrete Detailinformationen. Wichtig war in diesem Zuge freilich auch, dass nun endlich der Endspurt kommt, daher die Weichenstellung für ein Börsenlisting. Es erfolgt noch ein Stresstest mit dem neuen Set-up und dann soll es wohl losgehen. Klar, zu optimistisch bin ich hier nicht, Dezember wäre wohl der frühestmögliche Termin.

Sehr gut auch die bekanntgegebenen personellen Weichenstellungen. So konnte zum Beispiel Gianluigi Davassi als weiterer Java-Entwickler gewonnen werden. Gianluigi ist ein äußerst talentierter Entwickler der zuletzt für N26 im Einsatz war, eines der bekanntesten FinTech-Unternehmen dieses Jahres (von Peter Thiel). Es schwingt natürlich auch eine kleine Hoffnung mit, ob über Gianluigi Kontakt zu Peter Thiel aufgebaut werden kann. Für die IOTA-Foundation konnte zudem noch Per Lind gewonnen werden. Lind bring einen beträchtlichen Rucksack mit sich, so war er bereits Marketing-Chef von Bang & Olufsen und war zuletzt in verschiedensten FinTech Projekten mit aktiv. Ein Experte für die Distributed Ledger Technologie (DLT). Sicher ein Mann dessen Kontakte ebenfalls weiterhelfen werden.

Wichtig für alle Investoren: Die IOTA müssen über das alte Passwort noch einmal frisch geclaimt/angefordert werden. Also eine ähnliche Aktion wie im Juli. Das ist bereits seit gestern möglich, hier sind die Details dazu. Allerdings ist das aktuell noch relativ unkomfortabel nur über Kommandozeileneingabe möglich. Ich würde jedem Investor raten zu warten, bis die GUI zur neuen Version 1.1 fertig gestellt ist oder sogar bis der Lite-Client fertig ist. Es besteht auch überhaupt kein Grund zur Eile, man hat bis zum Oktober 2017 Zeit. Und bis zum Börsenlisting vergehen mit Sicherheit noch Wochen.

Fazit: Das Glas ist freilich trotz manch negativer Umstände mehr als halbvoll. Auch ich war relativ beeindruckt von dem Update am Samstag und den Weichenstellungen für die Zukunft. Das sieht sehr durchdacht aus und es konnte auch zusätzlich hochkarätiges Personal gewonnen werden. Dominik Schiener war ja bereits ein Glücksfall für das Projekt und nun zusätzlich die Verpflichtung von Gianluigi Davassi und Per Lind, können sich mehr als sehen lassen. Wenn das IOTA-Team nun weiter macht und IOTA auch tatsächlich bei einigen IOT-Firmen platzieren kann + evtl. noch ein positives Update zum Jinn-Prozessor*, dann könnte IOTA durchaus für ordentlich Furore machen. Ich halte mittlerweile eine Marktkapitalisierung ein dreistelliger Millionenhöhe für nicht ausgeschlossen. IOTA sammelte beim ICO übrigens rund eine halbe Million Dollar ein…

*JINN ist die Hardware-Firma des IOTA-Teams. Es soll dabei ein völlig neuer Hardware-Prozessor entwickelt werden der anstatt binär (2 Werte) auf einer dreiwertigen Logik basiert (Ternärer Computer). Diese Prozessoren wären effizienter als die bisherigen binären Prozessoren und ein bedeutender Meilenstein im Internet der Dinge – und darüber hinaus. Der „Börsengang“ von JINN erfolgte im Oktober 2014 über die Nxt Asset Exchange. Der aktuelle Entwicklungsstand von JINN wird bewusst verschwiegen bis zum Börsenlisting von IOTA.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in die oben genannten Kryptowährungen selbst investiert.

Warnung vor OneCoin, Avalon Life, Swisscoin, Giracoin und Lara

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Mein Artikel über OneCoin hat hohe Wellen geschlagen und wird bis heute im Netz zitiert. Auch mein Kollege Christoph Bergmann hat sich hier sehr verdient gemacht um über OneCoin aufzuklären. Oder hier noch ein lesenswerter Beitrag aus der „Neue Zürcher Zeitung. Das Dilemma ist, dass sich der Altcoinmarkt seit dem letzten Jahr ungefähr vervierfacht hat während sich der Bitcoinpreis verdoppelte. Der Gewinn der legitimen Kryptowährungen hat zu einer bisher beispiellosen Berichterstattung in den Medien geführt. Und diese Medienberichterstattung hat auch dazu geführt, dass OneCoin weiter krakenartig gewachsen ist. Es gibt kaum etwas was mir aktuell schwerer auf dem Magen liegt in der Kryptowelt als die tausenden von Kleinanlegern, welche weitgehend ahnungslos in das System OneCoin investieren. Am 1. Oktober zum Beispiel waren 8’500 Besucher in Bangkok in Thailand dabei, als die Coinanzahl verdoppelt wurde und scheinbar auf eine neue Blockchain umgestellt wurde.
Das Video welches die vermeintlich neue Blockchain darstellen sollte, stellte sich dann aber als abgekupfert heraus:
OneCoin
Bruce Fenton, Gründer der Bitcoin Foundation, hat folgende Meinung zu OneCoin:
„Es ist nur ein Fake-Video was sie gezeigt haben. Selbst eine Blockchain würde nichts bedeuten. Es sichert nicht den Gegenwert.“
In einem anderen Artikel meint Fenton:
„OneCoin zeigt einen willkürlichen Wert für fiktive Token, die keinen tatsächlichen Gegenwert an einer großen Altcoinbörse oder im freien Markt oder mit unabhängigen Wertmessverfahren haben. Wir bitten darum, dass gegen OneCoin auf Grund der Verletzung bestehender Gesetze Untersuchungen angestellt werden und eine entsprechende Warnung an potentielle Investoren herausgegeben wird.“
Außerdem meint Fenton:
„Wenn OneCoin kollabiert und tausende ihr Geld verlieren werden, dann werden die staatlichen Regulatoren alle Kryptowährnungen kollektiv verantwortlich machen.“

Genau das ist der Punkt. OneCoin hat jetzt eine Größe erreicht, so dass ein Hochgehen wohl selbst in Deutschland abertausende Geschädigte hinterlassen würde und dieses Ereignis wohl selbst in der Tagesschau Erwähnung finden würde. Die dann einsetzende negative Berichterstattung würde sämtliche Kryptowährungen delegitimieren. Gesetzliche Maßnahmen gegen Bitcoin & Co. wären dann so gut wie sicher. Es ist zu hoffen, dass dieser Spuk bald ein Ende hat.

Swisscoin
Der „Erfolg“ von OneCoin hat bereits zu Nachahmern geführt. Der bisher bekannteste ist Swisscoin. Swisscoin hat mit der Schweiz ungefähr soviel zu tun wie mit einer seriösen Kryptowährung… Aber der Name soll wohl Seriosität ausstrahlen. Die „Währung“ startete erst dieses Jahr hat aber schon einigen Wirbel verursacht. Es handelt sich weitgehend um eine OneCoin-Kopie. Selbst die Stiftung Warentest warnt hier schon. Ironie bei der Geschichte ist dabei, dass OneCoiner mit Argumenten welche auch gegen OneCoin sprechen gegen Swisscoin vorgehen.

Giracoin
Auch Giracoin ist wie Swisscoin und OneCoin als klassisches Multi-Level-Marketing-System aufgebaut. Giracoin ist das jüngste dieser Produkte und startete erst vor einigen Wochen. Weitere Worte werde ich mir hier sparen denn: Kennst du eine, kennst du alle!

Wer noch mehr Informationen zu diesen „dynamischen Drei“ möchte, bitte hier lesen. LeinertConsult hat das hervorragend zusammengefasst.

Lara with me
Lara löste sich zum Glück bereits letzte Woche auf, also bevor der Schaden all zu groß werden konnte. Lara machte sich erst gar nicht die Mühe ein MLM-Schema zu zeigen. Es war ein klassisches Ponzi. Lara versprach pro Tag 3% Verzinsung auf Bitcoin-Einzahlungen. Also fast 100% Zinsen im Monat! Investitionen fanden ohne Papiere über das Chat-Programm Telegramm statt. Lara kam wohl aus Russland und versprach, dass dieser Telegramm-Trading-Bot Gewinne aus Private-Equity-Investitionen machte. Das Schema startete im Juni, die Webseite ist aber seit dem 9. Oktober nicht mehr zu erreichen. Detaillierte Informationen zu Lara sind hier zu finden.

Avalon Life
Avalon Life möchte nicht mit den oben genannten in den selben Topf gesteckt werden. Wobei, tun Sie sich selbst den gefallen und geben Sie einmal „Avalon Life“ in Google ein und vergleichen Sie die Suchergebnisse mit den „Fantastic 4“ von oben… Oder schauen Sie sich die Matrix an wie man daran verdient weitere „Investoren“ für Avalon zu finden:
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Bei Avalon Life wird es zudem exotisch: Im schönen Costa Rica (wer erinnert sich nicht an das WM-Auftaktspiel 2006 mit dem Traumtor von Philipp Lahm) existieren angeblich zwei Kryptowährungs-Mining-Anlagen. Hier sollen ganz ökologisch mit Solarstrom Kryptos gemint werden, vor allem die Altcoin Dash (früher Darkcoin). „Halt!“ sagen Sie, auch in Costa Rica scheint Nachts keine Sonne, die teure Mining Hardware sollte doch 24h am Tag laufen um überhaupt die Chance auf Rentabilität zu haben? Keine Sorge, hier springt dann die Geothermie-Anlage ein, welche zuverlässig auch in der Nacht Strom liefert. Hier bleiben die Umwelt und das Gewissen selbstverständlich sauber! Mit südamerikanischen Ökostrom lassen sich die chinesischen Kohlestrom-Miner tatsächlich ausstechen? Selbstverständlich, wenn man über eigens entwickelte Dash-ASIC-Mining-Hardware verfügt, womit die anderen Miner klar abgehängt werden und die Profitabilität über Jahre hinweg sichergestellt werden wird. Mit Sicherheit! Der CEO von Avalon Life Tom Koller hat zudem eine illustre Vergangenheit, so mischte er in der Vergangenheit schon bei Monavie, FGXpress und Capricoin mit.

Der Blog behindmlm meint zu Avalon Life: “Avalon Life appears to be set up like your typical MLM cryptocurrency opportunity. Affiliates will invest large sums of money and in exchange receive a relatively worthless cryptocurrency coin, no doubt touted to be bigger and better than bitcoin.” Dem habe ich nichts hinzuzufügen.

Wichtig: Bei allen oben genannten Statements habe ich mich kürzer und defensiver ausgedrückt als ich normalerweise tun würde. Es wird nämlich gerne sehr dünnhäutig auf Kritik reagiert mit der Schützenhilfe von Abmahnanwälten.

Byteball: Exclusive Interview with developer tonych in English

interview

Byteball has gained a lot of attention from the Crypto Community since it was announced one month ago. Main reason is because it’s a 3rd Generation Cryptocurrency without any Blockchain based at a Direct Acyclic Graph (DAG) structure. The DAG concept was introduced by Sergio Demian Lerner in September 2015. At the moment there is with IOTA just one other crypto project based at DAG. An other reason for the great attention was, because Byteball will be distributed for free with an airdrop end of this year. There will be no ICO, you just need a Bitcoin-Wallet to participate at the distribution of Byteball.

The developer of Byteball (Anton Churyumov) was willing to answer me my questions in an interview:

Hi Anton, any words about yourself?

tonych: I founded or actively participated in a few internet businesses, some were sold, some were failures, some are still under way. In most of these businesses, I was focused primarily on the technical design and implementation. Before 2001, I was a scientist, I hold a Russian equivalent of PhD in physics and math but I abandoned science in favor of my first business project where I saw that I can produce an impact.

When did you start developing Byteball, is it your first Cryptoproject?

tonych: Byteball is my first cryptocurrency project. I started thinking about it in November 2014 when I saw that the blockchain design can be significantly simplified by replacing it with a DAG. I was fascinated by the cooperative democratic nature of the DAG where every new transaction implicitly secures all previous transactions by referencing their hashes. At the same time, the author of the new transaction depends on his peers to confirm the transaction, not on miners he has no control over. Once a new transaction is released into the network, it gets referenced, hence implicitly confirmed, almost immediately, and the number of direct and indirect references grows like a snowball. Snowball was the first working name of the system.

Byteball uses a Direct Acyclic Graph (DAG) structure. Was this inspired by the DAG-Coin concept of Sergio Demian Lerner?

tonych: I came to it independently. Sergio developed the DagCoin concept in 2012 but published it only in September 2015, almost a year after I began working on a similar idea.  However, the interest to the concept by one of the great minds in crypto space supported my belief that DAG is something worth working on.

In the whitepaper you mentioned also the book 1984 as BCNext did in the Nxt-Code. Is there any relation between you and him?

tonych: Don’t speculate about the relation, it is just a good book. And if BCNext is Russian, this book has a special significance for Russia.

Where do you see the biggest advantages of DAG instead of a classical Blockchain?

tonych: I see two advantages that are common for all DAG based designs. First, a new transaction starts gaining at least partial confirmations from peers almost immediately after it is published, no need to wait that a miner finds a new block. Second, DAG is inherently more scalable than blockchain. When new transactions are issued too often, the DAG just becomes wider, there is no block size limit, there is no orphaning when the interval between blocks is set too small, there is no need to consider large delay in pushing large block to peers.

There are also important advantages of the DAG design employed in Byteball. In all other cryptocurrencies, there is no guarantee that a transaction is ultimately recognized, even when it is absolutely valid according to the protocol, also reorgs are possible and transaction finality is only probabilistic. These properties look somewhat odd to ordinary users and are not compatible with the requirements of the financial sector, where certainty is expected. In Byteball, forks and reorgs are impossible by design, and every transaction attains a final confirmation, which is deterministic. This is very important advancement in crypto space which brings Byteball closer to what ordinary users and the financial sector are used to expect from money.
wallet

What are the main similarities and differences with the other DAG-like Crypto IOTA?

tonych: IOTA also uses DAG, and this is the only similarity.
Everything else is different:
– IOTA uses PoW. In Byteball, the ordering of transactions is based on main chain
– In IOTA, parts of the DAG can be orphaned. In Byteball, there is no chance of orphaning
– Byteball has transaction fees, in IOTA there are no explicit fees (but users still have to expend resources for PoW)
– In Byteball, there are deterministic criteria when a transaction becomes final. In IOTA, there are no exact criteria, it is still probabilistic
– IOTA is a single token currency with only plain payments, Byteball has multiple assets and smart contracts
– In IOTA all payments are public. In Byteball, there are assets that are transferred privately

Can you bring a nice example how Byteball could change the life of an average person in a positive way?

tonych: Byteball enables banks to issue assets that can only be moved when co-signed by the issuer (the bank). That allows banks to open bank accounts that are tracked on the Byteball database (rather than the bank’s internal database) and still follow the KYC/AML regulations that exist in the financial sector: the banks will co-sign transactions automatically once all the checks are passed.

That means that fiat-pegged bank issued assets and all other assets issued on Byteball now exist in a single common environment, the exchange happens by the two parties signing a single transaction that executes both legs of the exchange, it is instant, risk-free, and doesn’t require any third-party custodians. The environment is highly competitive, hence the exchange is affordable. The assets that users buy in exchange for bank issued money can be e.g. securities, such as bonds.  Users can also instantly send bank issued assets to each other or to merchants to pay for goods and services.

With this change, it becomes so easy for an average person to move value across multiple markets, globally, through a new type of account at a usual bank, and all the bank has to do is track this account on the Byteball decentralized database.

Delays are happening quite often for new projects,  what are the biggest challenges before you are ready to the lunch Byteball?

tonych: The biggest challenge is to get as many people as possible to know about Byteball and participate. We already have all the pre-requisites: we have this great technology that appeals to a much wider user base than any earlier cryptocurrency, and the distribution mechanism that invites every Bitcoin holder to participate without paying anything.  Despite all that, this is still a challenge for me, because I know the technology and its implications fairly well, but I’m less knowledgeable in communities and media.

Speaking about delays, it is something that can never be excluded, and apart from technical reasons which are quite common and familiar in this field, we might also have to delay the launch if we see that we are getting too few people on board, hence we don’t get the desired network effects right from the start.  In this case, there is more work to be done before we can Launch.

There have been some critic because you want to combine the distribution of Byteball with the amount of Bitcoin somebody owns at a specific address so somebody with 10 BTC will get 10x more than one with 1 BTC. Any comment on that?

tonych: Well, first of all, I want to recognize those early adopters who were first to believe in Bitcoin as the right direction in which the financial system should evolve. Second, the rules should be simple enough if we want everybody to understand the rules.  And third, the rules should be simple enough if we don’t want somebody to find loopholes that we did not foresee and game the rules in an attempt to gain an unfair advantage. If you think about it, the simplest ungameable distribution method that can be practically implemented, is the one that distributes bytes proportionally to BTC balances.

Any additional words for the German speaking community?

tonych: I do see a lot of activity in the crypto space from the German speaking community. I think it is a good sign: your financial systems are among the most advanced in the world, which together with the active demand for more open and decentralized financial services creates a good environment for the change to actually happen.

Many thanks Tony and good luck with Byteball!

More Information about Byteball:
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Whitepaper

Nächster Blogbeitrag selbstverständlich wieder auf Deutsch, keine Sorge. Aber seht es mir nach, ich hatte schlicht nicht die Zeit auf Deutsch zu übersetzen.

incent: Interessantes ICO startet am Samstag

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Wie mein Kollege Christoph Bergmann hier sehr gut dargelegt hat, ist aktuell wieder ein ICO-Fieber zu verzeichnen. Ich bleibe dabei auf Kurs und werde im Zweifel auf Zeichnungen verzichten. ICONOMI zum Beispiel ist für mich purer Hype, ohne klares Whitepaper und Geschäftszweck. Und dafür 10 Millionen, damit könnte man manch mittelständisches Unternehmen erwerben…

Kommen wir zu einem ICO welches Morgen startet und mir wesentlich besser gefällt. Es handelt sich um incent, ein neues Projekt welches vom Bitscan-Team entwickelt wurde. incent ist für mich eines der professionellsten und attraktivsten ICOs der letzten Monate. Es handelt sich dabei um ein Projekt, welches im wesentlichen darauf abzielt Kundenkarten durch ein Blockchain-basiertes System zu ersetzen. Angeschlossene Händler bieten Rabatte an wenn man incent für die Zahlung benutzt bzw. ein Cashback in incent. Hier ein schönes Video dazu. Für den Händler rechnet sich das durch höheren Umsatz und Kundenloyalität. Für die Kunden in günstigeren Preisen. Im Gegensatz zu Paypal und Co. haben Sie aber über die incent wallet noch die zusätzlich Möglichkeit von steigenden Kursen zu partizipieren. So soll die Wallet für das Smartphone aussehen:2vgry48h

Ein durchdachtes Konzept. Es gibt sogar bereits einen interessierten Händler, der incent gerne einsetzen möchte. Zudem ist die Blockchain und FinTech in aller Munde aktuell. incent könnte Kunden und Händlern dies auf bekannte Art und Weise nahe bringen. Es könnte einen gewissen „Coolnessfaktor“ bedeuten für beide Seiten, wenn man auf incent setzt anstatt einer Plastikkundenkarte, welche den Geldbeutel unnötig dick macht und eben keinerlei Diversifizierungsfaktor zur Konkurrenz bedeutet. Ein interessantes und praxistaugliches Modell in meinen Augen. Freilich befindet sich die Entwicklung erst am Anfang, das ICO wird dazu benutzt werden diese bis ins Jahr 2017 hinein zu finanzieren. Laufen wird incent auf der Waves-Plattform und dort auch handelbar sein. Ich gehe nicht von einer Beschränkung des Handels auf Waves dabei aus, auch ein Listing bei Bittrex oder Poloniex nach erfolgreichem ICO ist äußerst wahrscheinlich.

Details zum ICO: Das ICO startet Morgen für „normale Investoren“. Investoren welche Beträge von über 20 Bitcoin platzieren wollten, konnten die Token mit einem noch höheren Discount bis heute kaufen. Aber sind wir ehrlich, das sind Geldsummen, die ich keinesfalls in ein ICO investieren würde. Ich rate weiterhin dazu nur kleine Summen bei Cryptos zu investieren! Wer am ICO teilnehmen will, der sollte bis spätestens  zum 4. Oktober zu investieren. Nur bis zu diesem Zeitpunkt gibt es den vollen Rabatt in Höhe von 10’000 incent je Bitcoin, wie hier sehr gut ersichtlich ist:

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Die ICO läuft also zwei Monate und im letzten Monat bekommt man nur noch 6’000 incent je Bitcoin. Das ICO kann aber früher beendet werden, sobald 5 Millionen Dollar zusammen gekommen sind. Dieser CAP gefällt mir sehr gut, führt er doch dazu, dass nicht zu hohe Summen in das ICO fließen (wie seinerzeit bei WAVES). Mit maximal 5 Millionen Dollar Startwert hat die ICO genug Luft nach oben um die Investoren einen Kursgewinn zum Start zu bescheren. Das ICO ist zudem sehr transparent, die Summen welche hereinkommen sind hier abrufbar. Als Escrow für das ICO sind zudem noch Paul Klanschek (CEO Bitpanda)sowie Fran Strajnar  (CEO von Brave New Coin) ­bestimmt. Ähnlich wie seinerzeit bei Lisk, müssen bestimmte Bedingungen erfüllt werden, damit die Bitcoin an das Team ausbezahlt werden. So gibt es 50% der Coins, sobald die Token handelbar sind nach dem ICO. Weitere 25% sobald die grobe Infrastruktur für die App steht und weitere 25% wenn sich die Version in der Betaphase befindet. Das ist fair. Zusätzlich gibt es sogar noch eine Geld-zurück-Garantie, sofern die Coins nicht innerhalb von 90 Tagen nach dem ICO verteilt wurden. Das ist auch eine Absicherung für den Fall, wenn Waves doch nicht wie angekündigt innerhalb dieses Zeitraums starten würde. Kleiner Wehmutstropen: Nur 50% der Coins werden beim ICO verteilt, der Rest bleibt einmal zurück um die spätere Expansion zu finanzieren. Sämtliche Details zum ICO sind wirklich sehr ausführlich und dennoch übersichtlich hier zu finden. Auch das hat Vorbildcharakter. Übrigens sind später sogar Dividendenzahlungen geplant, da die incent-Tokenhalter mit 50% der Gebührenerträge beteiligt werden, welche bei jedem Kundenumsatz anfallen.

Wichtig ist noch zu erwähnen, dass ein ICO-Investment in Waves zusätzlich +5% Bonus ergibt. Es macht also Sinn wenn man in das ICO investieren will, vorher die Bitcoin über Bittrex in Waves zu tauschen und dann über die Waves zu investieren. Die dürfte auch einen bullischen Effekt auf Waves haben, der weit über die 5% hinaus gehen dürfte. Waves ist zwar schon etwas gestiegen aber immer noch bei einem Level um 0.0003 BTC

Fazit: Fassen wir noch einmal zusammen: Wir haben ein ICO welches ein spezifisches Thema abdeckt, das sowie für Konsumenten wie Händler interessant ist. Man kann das Geschäftsmodell leicht erklären, was nicht immer der Fall ist bei Kryptoprojekten. Den Ansatz über eine Smartphone-Applikation finde sehr gelungen und praxisnah. Wir haben ein gutes Team, welches auch hervorragende Aussenkommunikation leistet. Wir haben einen ersten Interessenten, welcher bereit wäre das System in die Praxis zu übernehmen. Wir haben ein ICO-Cap, das ICO kann also nicht überzeichnet werden. Wir haben Escrows und eine Geld-zurück-Garantie, wenn die Token nicht innerhalb von 90 Tagen nach dem ICO verteilt werden. Und einen attraktiven Bonus für jeden, der bis zum 4. Oktober investiert. Wir haben eine saubere Risikoaufklärung mit allen Details zum ICO. Zudem gibt es sobald es zum Praxiseinsatz kommt auch eine Erfolgsbeteiligung in Form von Dividenden. Deshalb gibt es hier eine klare Zeichnungsempfehlung von mir.

Es empfiehlt sich dabei zunächst Waves bei Bittrex zu kaufen, um den zusätzlichen 5% Bonus zu bekommen. Risikobereite Spekulanten nutzen außerdem die Gelegenheit zu einer Waves-Longposition, da die erhöhte Nachfrage an Waves um am ICO teilzunehmen den Kurs weiter beflügeln dürfte in den nächsten Wochen (+ zusätzliche Faktoren wie Mainnet und evtl. Poloniex-Listing, machen Waves generell kaufenswert zu den aktuellen Kursen bei um 0.0003 BTC).

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in den oben erwähnten Kryptowährungen selbst investiert