Archiv der Kategorie: Miners Diaries

Mining-Spaß mit HOdlcoin [HODL]

Ein Grund dafür, dass es immer noch vereinzelte Bitcoin- oder Scrypt-Miner in Deutschland gibt, ist weniger die Profitablität, sondern einfach der Spaß-Faktor. Minen macht Spaß, es ist ein schönes Männerspielzeug, ganz einfach. Wenn die Grafikkarte aufdreht und auf dem Monitor wie bei einem Auto-Tachometer die Hash-Rate erscheint, wenn der Tower nach kurzer Zeit eine große Hitze abstrahlt, das hat das schon etwas. Wenn es einem gelingt sich bei einer neuen Coin frühzeitig an die Pools zu heften und die Coins förmlich in die Wallet sprudeln, dann sind das schöne Erfolgserlebnisse.

Das Größte für einen Miner ist es ohne Pool (also die Zusammenarbeit mit anderen Minern) einen eigenen Block zu finden, also Solo-Mining zu betreiben. Diese Zeiten waren eigentlich seit Jahren vorbei, aber HOdlcoin [HODL] lässt sie wieder aufleben. Selbst ohne spezielle Miningsoftware, nur mit einem normalen Durchnittscomputer.
ip.bitcointalk.org

Zu den Fakten: HOdlcoin ist eine neue Cryptowährung welche Ende Januar startete. Sie basiert auf Bitcoin Core 11.2 weist aber bedeutende Modifikationen auf. So beträgt die Blockgröße komfortable 8 Megabyte. Gesamthaft werden 81’962’100 HODL gemint werden mit einer anfänglichen Blockgröße von 50 Coins. Durch eine hohe Verzinsung wird die Anzahl der Coins aber weit höher ausfallen. Die Coin weist einen ganz speziellen Mining-Algorithmus auf, der das Solo-Mining mit dem CPU (also den Prozessor) erleichert. Es nennt sich Pattern Search und wurde erstmals bei ProtoShares eingesetzt und wird in ähnlicher Form zum Beispiel beim Ethereum-Mining angewendet. Entwickler von HOdlcoin ist FreeTrade, welcher sich seit 2013 als CPU-Miner-Entwickler einen guten Namen gemacht hat und bereits bei Protoshares und Memorycoin dabei war. FreeTrade legt großen Wert auf ein mögliches Solo-Mining und bisher ging seine Strategie auf: Es gibt immer noch keine Pools, die Coin kann aktuell weiterhin erfolgreich mit Solo-Mining auf einem Durchschnittscomputer gemint werden. Das Minen ist dabei sehr einfach: Die Wallet herunterladen und in der Kommandozeile der Wallet (Unter Debugfenster -> Konsole) unten setgenerate true -1 eingeben:
Unbenannt

Schon fährt der Prozessor hoch und man mint fröhlich vor sich hin. Ich kann auf meinem  Pentium i7-4770 mehrere Blöcke täglich finden (je Block 50 Coins):
Solo-Mining Erfolg HOdlcoin
Aber das macht noch nicht den ganzen Reiz dieses Coin-Projekts aus. Spannend ist nämlich auch die riesige Verzinsung, welche die Coin in der Wallet bietet. So bietet die Coin in der Wallet einen anfänglichen Jahreszinssatz von fantastischen 4’267%. Dieser Bonus schmilzt aber innerhalb von 24 Monaten auf eine Verzinsung von 5% jährlich ab; die 5% bleiben dann auf Dauer. Sehr interessant ist ein weiteres Feature, um diese hohen Zinsen sogar noch zu steigern: Die Coin bietet Festanlagen an. Wenn man die Coins in der Wallet fixiert, bekommt man auf die üppigen Zinsen noch einen zusätzlichen Bonus. Beispielsweise für eine Festanlage von 1 Monat gibt es 25% mehr Zinsen, für 3 Monate bereits 67% und für 12 Monate den maximalen Bonus von 100%. Grafisch sieht das so aus:
Verzinsung
Die Coins sind dann aber in der Wallet blockiert (als „unreif“ gekennzeichnet“). Dafür wird man dann aber auch sehr belohnt: Wer heute eine Festanlage für ein Jahr tätigt mit 50.2 Coins erhält dafür in einem Jahr 2’153 Coins:
Wallet
Man wird also für das Halten und Festanlegen der Coins sehr belohnt, woher sich auch der Name „HOdlcoin“ ableitet. Ich habe hier rot markiert, wie der Client denn erkennt, dass man eine Festanlage abschließen möchte. Zunächst einmal muss man eine Überweisung an sich selbst tätigen. Das Spannende zeigt sich nach dem Komma, FreeTrade hat das clever programmiert. Die ersten sechs Zahlen legen die Anzahl Blöcke fest, wie lange die Festanlage laufen soll. Es gibt 561 Blöcke pro Tag, 365 Tage sind also 204’765 Blöcke. Das stellt auch das Maximum dar um einen Bonus zu erhalten. Die 89 ganz am Ende ist der Code um die Festanlage zu aktivieren, wobei einem das System wie oben ersichtlich detailliert auf die Anlagedauer und den Endwert hinweist. Deshalb oben nach dem Komma die acht Stellen 20476589. Wirklich gut gemacht, ich habe so etwas in dieser Form bisher noch nie gesehen.

Fazit: Auf Grund der üppigen Verzinsung und des speziellen Mining-Algorithmus gibt es aktuell noch keine Exchange für die Coin, da die Wallet von einem Standard-Klon stark abweicht. Die Coin macht aber auf Grund des Solo-Minings und üppigen Verzinsung wirklich viel Spaß und so sehe ich doch gewisse Erfolgsaussichten, dass wir hier ein Börsenlisting sehen werden. Zudem hat sich auch schon eine Community in Bitcointalk und Slack gebildet. Der vorbörsliche Handel ist bereits recht lebhaft, Interessierte versuchen sich jetzt bereits Coins zu sichern um über einjährige Anlagen den Einsatz mehr als zu verzwanzigfachen. Die hohen Zinsen sichern das Interesse an der Coin auch dann, wenn das Solo-Mining nicht mehr möglich ist. Dies dürfte vermutlich bereits in einigen Tagen der Fall sein, da ich damit rechne, dass sich Server-Farmen und Pools auf die Coin einstellen.

In der Zwischenzeit gilt: JUST HODL!
HODL

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in HOdlcoin investiert

Miners Diaries: ipoMiner – Der Pool für neue Coins

Meine Miningerfolge waren bisher wahrlich durchwachsen. Multipools werfen zu wenig ab (und sind langweilig) und bei neuen Coins gab es schon manche Pleite. Zudem ist es wahnsinnig zeitaufwendig geworden in Bitcointalk nach vielversprechenden neuen Coins Ausschau zu halten. Hat man dann doch eine gefunden, heisst es sich für den Pool zu registrieren, Wallet herunterladen und zum richtigen Zeitpunkt zu starten. Es wäre doch schön, diese Arbeit würde einem jemand abnehmen. Und tatsächlich gibt es da etwas: Den Multipool ipoMiner. Ich bin über diesen Thread in Bitcointalk darauf gestossen. Der Pool versucht sich an die vielversprechendsten neuen Coins zu heften um so einen deutlich höheren Ertrag zu generieren, als es ein normaler Multipool könnte. Ich hab es dann gleich einmal ausprobiert. Ich war zunächst am Sonntag Morgen sehr amüsiert, als der Pool offensichtlich die Auroacoin-Copycat Spaincoin [SPA] minte, von der ich absolut keine gute Meinung hatte. Ich muss erwähnen, dass ich dann am Sonntag den ganzen Tag unterwegs war und mich nicht um Altcoins kümmern konnte. Meine Skepsis wich aber dann einem breiten Grinsen, als ich die innerhalb von rund 18 Stunden geminten 7 Spaincoins bei CryptoRush veräusserte. Tatsächlich brachte mir der Verkauf dieser Coins mehr ein, als wenn ich mich zwei Wochen rund um die Uhr an einem Multipool dran gehängt hätte. Also gleich ein Volltreffer. Der Initiator versteht sein Handwerk, aktuell hängt er an der ECCoin dran, die zumindest rund 30% höhere Erträge als ein Multipool abliefert, wenn man von einem Verkaufspreis von 3 Satoshis ausgeht.

Also die eierlegende Wollmilchsau für Miner? Zunächst einmal lässt es sich für seinen Service mit 3% Fee gut bezahlen. Und man muss schon Aktivität mitbringen. Spaincoin und PiggyCoin stürzten nur Stunden nachdem ich ausstieg, wieder ziemlich böse ab. Für ECC musste ich mich zunächst auf einer komplett neuen Krytpobörse registrieren, um überhaupt einen Verkauf durchführen zu können (erst seit gestern bei CryptoRush gelistet). Und auch er wird sich wohl auch mal einen Ausrutscher erlauben, es wird nicht jeden Tag eine neue Spaincoin geben. Aber gesamthaft betrachtet übersteigen die Vorteile die Nachteile bei weitem, das muss ich klar festhalten. Es ist natürlich auch ein Vergnügen zu sehen, was er denn als nächstes in Angriff nimmt. Und er gibt im Forum bereitwillig Auskunft über seine Entscheidungen. Fazit: Wenn das so weiter geht, werde ich diesem Pool wohl für längere Zeit die Treue halten.

Miners Diaries: Pech bei pi-Coin [PI] dafür Forging-Glück bei Nxt

pi-Coin [PI] sah auf den ersten Blick sehr vielversprechend aus. Eine Scrypt-Coin, welche am Tag  der Kreiszahl pi  emittiert wurde. Zudem wurde auch die Wallet optisch etwas verschönert. Der Thread in Bitcointalk liess auf eine gewisse Professionalität der Entwickler hoffen. Mit einer Coin-Menge von 31.4 Milliarden handelte es sich um eine klassische Massencoin. Ich hängte mich über einen Pool 11 Stunden dran und konnte immerhin 340.000 Coins minen. Doch dann Begann das Schurkenstücks des Pools: Um eine Auszahlung zu tätigen, brauchte man eine E-Mail-Bestätigung. Die kam freilich nie an. Auch andere hatten das Problem. Schade um den Strom, pi-Coin [PI] ist nach diesem miesen Start für mich gestorben, zumal der Abzockpool http://pi.sumpool.com immer noch im Startthread erscheint. Ich ging dann auf Nummer sicher und wechselte wieder zum Multipool Clevermining. Langweilig und ertragsschwach zwar, aber immerhin zahlt er auch sicher in harter Bitcoin.

Zumindest bei Nxt hielt mein guter Forging-Lauf an. 6 Blöcke geforgt in vier Tagen; sehr schön. Mich haben einige Mails erreicht, wie man denn überhaupt Nxt forgen kann. Kein Problem, einfache Anleitung: Ich benutzte den Standardklienten, den man hier downloaden kann. Der Klient ist ja mittlerweile sehr einfach und innerhalb weniger Sekunden zu installieren. Dann öffnen mit dem Passwort für den Account und fertig. Einfach offen lassen, der Rest funktioniert von selbst. Allerdings sollte man schon mindestens 60.000 Stück mitbringen, besser eine sechsstellige Anzahl. Die meisten Blöcke sind noch leer, das wird sich aber ändern sobald der dezentrale Markplatz online ist (Anfang April). Deshalb freue mich auch so, dass das Forgen gut klappt mit meinen 103k, spätestens im April wird sich das dann in barer Münze auszahlen.

Miners Diaries: Holprige Ergebnisse beim Minen, dafür Glück beim Nxt forgen

Ich wurde ja von Florian Haas darum gebeten mir einmal Myriad [MYR] anzusehen. Die Coin ist insofern bemerkenswert, dass sie mit fünf verschiedenen Mining-Algorithmen gemined werden kann (Scypt, SHA256D, Qubit, Skein oder Groestl). Das ist ein sehr interessantes Merkmal, welches die Coin von klassischen Klonen abhebt. Allerdings lief der Miningprozess über den gewählten Pool recht holperig. Zwischendrin mal knapp vier Stunden Leerlauf und die Hashrate blieb immer nur so im Bereich von 500 Mh/s, also weit unter meinen Möglichkeiten. Mit diesen Problemen konnte ich lediglich 280 Coins über 12 Stunden minen. Lag es jetzt am Pool, meinen Mining-Einstellungen oder an der Sonderart der Coin? Fragen, für die ich weder Zeit und Geduld mitbrachte, zu gross ist die Anzahl der Alternativen. Ich wechselte übergangsweise auf den Multipool Clevermining über Nacht. Leider gab es auch dort Probleme mit vielen „staled Shares“, was während einiger Minuten dort immer mal wieder auftauchte, zumindest erreichte ich dort im Normalbetrieb die üblichen 670 Mh/s und ich konnte 1 mBTC herausziehen innerhalb einiger Stunden.

Zufriedenstellend lief es auch mit meinem stets offenen Nxt-Klienten beim Mining. Das schöne an Nxt ist ja, dass ich den Klienten zum Forgen zusätzlich offen haben kann, ohne dass meine Miningergebnisse mit der Grafikkarte davon negativ beeinflusst werden. Wie am Tag zuvor konnte ich gestern wieder einen Block bei Nxt forgen – schön dass sich da etwas tut. Das Nxt forgen wird sich für mich wohl in wenigen Wochen noch mehr auszahlen: Wenn die dezentrale Exchange/Marktplatz kommt, werden höhere Gebühren anfallen je Block, da automatisch die Anzahl der Transaktionen stark steigen wird (jede Transaktion kostet mindestens 1 Nxt Gebühr). Zusätzlich ist die Einführung von „Node-Coins“ geplant. Das ist eine zusätzliche Coin „on-top-of-Nxt“, die den Forgern zufliesst. Dabei gilt, je länger man forgt umso mehr Node-Coins erhält man, unabhängig von der Anzahl an Nxt, die man hält. Ein zusätzlicher Anreiz den Klienten von Nxt auf zu haben und damit das Nxt-Netzwerk zu unterstützen. Was diese Node-Coins dann wert sein werden, wird der Markt entscheiden.

Miners Diaries: Über Doge zu DNotes zu Clevermining und wieder DNotes

Ich habe ja in meinem letzten Beitrag der Miners Diaries Serie angedeutet, dass ich nicht eben sehr zufrieden war, mit den geminten Coins der letzten Tage. Ich hängte mich dann an einen Doge-Pool aus Anfängerzeiten. Leider kam meine Hashrate von rund 665 Mh/s dort nicht an (Server in Übersee?), faktisch nur rund 100 Mh/s, so dass ich bereits nach einer Stunde wieder das Weite suchte. Ich machte aus der Not dann eine Tugend, mich wieder auf DNotes zu besinnen, die mir als vergleichsweise ordentlichster Start der letzten Wochen in Erinnerung waren. Tatsächlich lohnte es sich dann mit einem zusätzlich Blockbonus von 75 Coins je Block und einem speziellen „Geburtstagsbonus“ des Pool-Betreibers, zog ich innerhalb von 21 Stunden rund 4.500 DNotes aus dem Pool. Freilich half mir dabei, dass die Gesamthashrate der Coin enorm eingebrochen war seit dem Start, so dass die DNotes regelrecht aus dem Pool zu mir in die Wallet „sprudelten“. Bei DNotes habe ich gewisse Hoffnung, dass Sie aus dem Cryptorush-Dump noch ausbrechen können, so dass meine 4.500 Stück tatsächlich zumindest einmal ein paar Dutzend Euros wert werden könnten. Ich behielt sie deshalb, anstatt sie gleich für 100 Satoshis (0.00000100 Bitcoin) zu verramschen.

Ich beschloss danach eine andere Idee auszuprobieren: In Bitcointalk wurde ich auf eine interessante Multipool-Idee aufmerksam. Der Pool heisst Clevermining und hat auch Server in der EU. Der Pool sucht sich die profitabelsten Scrypt-Coins heraus und stellt dann immer automatisch um. Die Einrichtung des Pools ist kinderleicht, ich musste mich nicht einmal registrieren. Als „Worker“ im Pool muss lediglich die eigene Bitcoin-Adresse angegeben werden und der Pool schickt einem dann automatisch die Erträge bereits umgetauscht in Bitcoin. Der Service kostet allerdings 2% Gebühr. Meine Hashrate war über einen Tag auf jeden Fall konstant hoch und das Ganze hat gut funktioniert. Ich werde zukünftig, wenn gerade keine neuen vielversprechenden Coins auftauchen, diesen Pool zum „normalen Mining“ benutzen. Einfach, schnell, bequem und automatische Auszahlung der Bitcoins, was will man mehr? Naja, etwas höhere Erträge. Weil, sagen wir es offen, die 0.00313 Bitcoin nach 21 Stunden, haben mich nicht eben in Enthusiasmus versetzt. Dafür kann der Pool natürlich nichts, so sind eben aktuell die Bedingungen und sie werden wohl nicht besser werden für die Zukunft (Scrypt-ASIC-Miner!). Ich hängte mich also wieder an DNotes, deren Kurs wohl die Talsohle durchschritten hatten und immerhin innerhalb eines Tages von 100 Satoshis auf 140 Satoshis (0.00000140 BTC) gestiegen waren. Freilich braucht es für den ganz grossen Durchbruch ein Bter-, Cryptsy– oder Vircurex-Listing.

Heisenberg [Hex] lebt übrigens doch noch, die Miner haben die Weiterentwicklung der Coin in die eigene Hand genommen. Mit Breaking Bad-Kult-Rückenwind könnte es vielleicht doch noch etwas werden. Ich werde meine 750.000 (!) Coins vorerst mal weiter halten. Aktueller Kurs bei CryptoRush pendelt zwischen 1 und 2 Satoshis.

Miners Diaries: Heisenberg [HEX] Frust und zurück zu Doge

Auf dem Papier hörte sich Heisenberg [HEX] gar nicht so schlecht an. Ein Coin welche sich an der Kultserie „Breaking Bad“ orientierte, schien durchaus erfolgsversprechend. Zudem zum Start gleich ein Cryptorush-Listing. Ich beschloss die Coin deshalb zu minen. Aber Probleme im Code rissen den Kurs dann nach zwei Tagen direkt auf unter 0.00000001 BTC. Der Block Reward war wohl nicht sauber programmiert. Zudem schafften es die Entwickler noch nicht einmal das Preming zu sichern, so dass Sie auf Grund eigener Dämlichkeit leer ausgingen. Zum aktuellen Niedrigstkurs von  0.00000001 BTC gibt es keine Käufer mehr. Mit etwas Glück konnte ich gestern noch einige 10.000 für 0.00000002 BTC losschlagen.

Das Ganze hat mich etwas demoralisiert. Überhaupt kein Durchbruch bei irgend einer neuen Coin, die ich in den letzten zwei Wochen gemined habe. Da war selbst mein Doge-Mining profitabler – und das war sehr mies. Da sonst aktuell wirklich nichts vielversprechendes herumkrebst an neuen Coins (da sieht alles nach Pump and Dump aus), und mein Strom am Sonntag nur die Hälfte kostet, habe ich aus der Not eine Tugend gemacht und tatsächlich wieder auf Doge umgestellt. Bringt zwar wenig, aber zumindest besser als überhaupt nichts! Und schont die Nerven 😉 Ich bleibe aber am Ball, sobald ich wieder etwas vielversprechendes sehe, läuft der Miner bei einer neuen Coin mit.

Miners Diaries: Langzeitmining von BoschiCoin [BCC] und Nxt (forgen)

Seit Montag lief mein Miner bei BoschiCoin [BCC] durch. Weniger, weil ich diese Coin für das ultimative Ei des Kolumbus hielt, mit bahnbrechenden Innovationen, sondern weil ich schlicht keine anderen Coins diese Woche sah, die mich zum Minen reizten. Zudem ist es natürlich auch sehr bequem, einfach mal nichts zu tun, wenn der Pool und Miner einwandfrei laufen. Außerdem konnte ich so die Heizung in der Wohnung zurückdrehen und auch zur Wäschetrocknung war die Abluft meiner Maschine sehr geeignet 😉

Die interessante Feststellung ist, dass die Coinerträge jeden Tag wuchsen. Die Hashpower wanderte zu anderen Coins ab, wodurch meine Erträge in die Höhe schnellten. Zuletzt waren es dann über 100 Stück pro Tag. Wichtig ist, dass man dies nicht auf jede Coin verallgemeinern kann. BoschiCoin ist eine Scryptcoin, welche erst nach 420.000 Coins die Anzahl der Coins pro Block halbiert und die Schwierigkeit über die sogenannte Kimoto’s Gravity Well steuert. Ohne Kimoto’s Gravity Well, hätten sich meine Erträge nur leicht nach oben bewegt. Die Lektion daraus ist, dass wenn mal wieder eine Coin am Start ist, mit Scrypt, langer Zeit bis Blockhalbierung, keinen Anfangsminingsbonus (wie ihn zum Beispiel DNotes hatte) und Kimoto’s Gravity Well, macht es durchaus Sinn, die Coin nicht schon am Starttag, sondern erst zwei Tage später, anfangen zu minen.

Bei solchen Konstruktionen wie der heute gestarteten Heisenberg [HEX], sieht es wieder anders aus, da hier innerhalb von wenigen Tagen der Block Reward, in sich zusammen fällt. Hier muss man in den ersten Tagen mitmischen, sonst kann man es mit so wenig Hashpower wie bei mir (aktuell um 670 Mh/s), gleich bleiben lassen. Über diese Coin werde ich demnächst berichten.

In den knapp 100 Stunden in denen meinen Maschine jetzt durchläuft, hatte ich auch meinen Nxt-Account auf um zu „forgen“. Lief ebenfalls einwandfrei durch über diese Zeit. Das Nxt-Netzwerk ist mittlerweile sehr stabil, ähnliches wäre im Dezember nie vorstellbar gewesen. Und immer noch weitgehend alleine was erfolgreiche Bitcoin-Neuentwicklungen angeht.

Miners Diaries: BoschiCoin [BCC] mit sauberem Start

Gestern gab es eine interessante Neuemission, so dass ich mal wieder den Miner meines Computers startete. BoschiCoin [BCC] heißt die neue Coin, die gestern pünktlich um 22:00 Uhr gestartet ist. Sie basiert auf Scrypt und hat eine maximale Coinmenge von lediglich 52 Millionen Stück. Das Logo gefällt mir optisch sehr gut und auch die Wallet wurde leicht modifiziert (schwarz angemalt). Zudem war es ein sauberer Start ohne Pre- bzw. Insamining. Es gab mehr als 10 Pools und meiner arbeitete bereits 10 Minuten nach dem Start. Problem ist natürlich immer, dass sich viele gleichzeitig auf eine Neuemission stürzen. Die Hashpower war gigantisch, so dass für mich nur Brosamen übrig blieben. Innerhalb von 20 Stunden kam ich mit meinen rund 650 Mh/s auf nur 28 Stück. Das ist aber angesichts des Coinlimits in Ordnung. Es gibt bereits eine Exchange und auch ein Crypto Rush Listing sollte möglich sein. Für den ganz großen Durchbruch bräuchte es freilich ein Cryptsy– oder Bterlisting. Daran hab ich ehrlichgesagt aber meine Zweifel, da BoschiCoin eben nur ein Litecoin-Klon von Vielen ist und im Thread auch sehr wenig Aktivität zu verzeichnen ist…

Miners Diaries: Thorcoin [THOR] mit GUI Miner Resistant

Eigentlich sollte die Überschrift heißen: Thorcoin [THOR] mit ASIC Resistant. Thorcoin kam gestern heraus und ist ein Scrypt Jane Hybrid. Mit dieser Technik bleiben die großen ASIC-Miner automatisch ausgesperrt. Das führt automatisch zu einer gerechteren Verteilung der Coins. Ich fand das sehr interessant und wollte ebenfalls mitmischen. Die Mining-Pools glichen optisch 1 zu 1 den Miningpools normaler Scrypt Coins. Allerdings stellte sich dann heraus, dass mein GUI-Miner ebenfalls nicht akzeptiert wird. Der Mining-Prozess starte zwar, aber meine Shares wurden nicht akzeptiert (invalid). Tatsächlich hätte ich hier eine spezielle Mining-Software für Scrypt Jane anwenden müssen. Wieder etwas dazugelernt. Ich werde gelegentlich die Scrypt Jane Miner mal testen. Scrypt Jane könnte ein Weg sein, dass kleine Miner „überleben“ können, wenn dieses Jahr der ganz große ASIC-Scyrpt-Miner-Boom losgeht. Aktuell haben Scrypt Jane Coins auch einen sehr guten Ruf in der Community und werden eher unterstützt, als der 100ste Scrypt-Litecoin-Klon.

Miners Diaries: Rubycoin [RUBY] mit gutem Start

Meine Mining-Erfahrungen waren ja durchaus gemischt in den letzten Tagen. Gestern Abend startete ich mit Rubycoin [RUBY]. Rubycoin hat lediglich eine Gesamtmenge von 60 Millionen Coins und basiert auf Scrypt. Eine Coinmenge unter Litecoin-Niveau fand ich schon einmal sehr interessant. Irgendwie gingen mir die ganzen Aber-Milliarden-Coins langsam auf die Nerven. Das schöne war auch, dass der Start glatt über die Bühne ging und auch mein Mining-Pool gut mitmachte. Problemlos konnte ich mit Hashraten um 670 Mh/s minen bei Hashrapid (der Gewohnheit halber). Mittlerweile gibt es 17 Pools. Schön war auch, dass ich nicht dafür bestraft wurde, dass ich zeitlich erst mit einer Stunde Verzögerung das Minen startete. Die ersten 500 Blöcke hatten nur 50 Coins, erst danach ging es auf 500 Coins je Block hoch. Innerhalb von 24 Stunden kam ich immerhin auf 23 Coins. Ich finde das angesichts des niedrigen Coinlimits und meiner geringen Hash Rate in Ordnung. Zudem herrscht im Thread richtig Leben, so dass die Coin wohl genug Aufmerksamkeit generiert um evtl. eine gewisse Akzeptanz zu erreichen. Helfen können da sicher auch grosszügige Giveaways mit den 2% Premining, eine Strategie die DNotes auch recht erfolgreich durchgezogen hat. Nach einem Tag ein CryptoRush-Listing, ist auf jeden Fall schon mal ein gutes Zeichen. Und auch die Wallet funktioniert einwandfrei (sogar auf Deutsch). Schön, dass es hier mal wieder reibungslos und einfach geklappt hat.