Steemit: Interessant für Blogger aber nichts für Altcoininvestoren

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Wie versprochen widme ich meinen heutigen Beitrag der Social-Media-Blockchain-Plattform Steemit. Steemit erreichte aus zwei Gründen enorm hohes Interesse in der Community. Zunächst einmal durch den nahezu beispiellosen Kursanstieg von Null auf 400 Millionen Dollar von April bis zum Juli (Aktuell immer noch 164 Millionen Dollar). Und dann auch durch die enorm hohe Vergütung von Beiträgen auf der Steemit-Plattform. So sind meine Blogger-Kollegen haufenweise zu Steemit gewechselt, wo sie oft ihre Beiträge spiegeln, und kassieren je Upvote (wie „Daumen hoch“ bei Facebook“) sehr gutes Geld in Form von mehreren Dollar. Man bekommt also Geld für erstellte Inhalte, welches bisher in dieser Höhe gar nicht möglich gewesen war. Meine Kollegen vom BTC-Echo haben das hier sehr gut und detailliert erklärt. Und hier gibt es nichts zu rütteln, das funktioniert sehr gut und bereits jetzt weist Steemit eine enorme Inhaltsfülle auf, weit über Kryptowährungen hinaus. Das ewige Dilemma des Internetschreibers meist nur Brosamen für seinen Content zu erhalten scheint mit Steemit ein Ende gefunden zu haben.

Nun kommen wir aber zur Kehrseite der Medaille. Weil: Irgendwo muss das viele Geld ja herkommen! Wie konnte Steem denn auf eine Markkapitalisierung von über 400 Millionen Dollar hochschießen? Aceofwallstreet hat in einem sehr lesenswerten Beitrag die vielen Ungereimtheiten auch zum vermeintlich fairen Start ohne Premining beschrieben. Auch diese Seite belegt, dass sich Steem weitgehend zentralisiert in der Hand einiger weniger Wale befindet. Kritiker gehen also von folgender Taktik aus: Zunächst mit wenig Volumen den Preis an den Altcoinbörsen hochschieben, indem Pakete von einem Wal zum anderen Wal verkauft werden (Vergleichbar Rubycoin und viele weitere Alts). Danach sehr grosszügig weiterverteilen (hier über Content) so dass die Plattform immer mehr Nutzer und Interesse auf sich zieht, wodurch sich auch eine gewisse Käuferschicht zu den erhöhten Preisen findet.

Und dann: Abverkaufen!

Fazit: Der letzte Abschnitt mag zu drastisch sein. Es handelt sich hier um Vermutungen, die sich auf einige Indizien stützen. Dennoch rate ich zur Vorsicht, für mich ist Steem(it)absolut kein Investment und ich gehe von weiter sinkenden Kursen aus. Anders sieht es natürlich für Blogger aus, die Plattform bietet aktuell viel Geld für den Content und das sollte man mitnehmen.