IOTATOKEN: Erfolgreicher Launch, aber erneute Verschiebung des Börsengangs

IOTA BANNER

Nach einer kleinen Sommerpause melde ich mich wieder zurück. Ich werde mich selbstverständlich auch wieder anderen Kryptoprojekten widmen, aber heute wird mein Thema wieder IOTA sein, die erste Kryptowährung ohne Blockchain, sondern mit einem Tangle. Vor einer Woche war es soweit und das „Mainnet“ ging live. Die Spannung innerhalb der Szene war sehr gross, wird das Tangle-Konzept funktionieren? Nach einer Woche kann man das bestätigen. Der Client lässt sich sehr einfach installieren. Bei mir war nur 1 Klick notwendig; allerdings ist es wichtig vorher Java auf die aktuellste Version zu bringen. Danach ist es wichtig sich noch mindestens 7-10 aktive „Nachbar-Nodes“ zu suchen (hier gut möglich) und diese im Client manuell zu erfassen. Die gute Nachricht ist, dass dies mit der nächsten Version nicht mehr nötig ist und vollautomatisch geschieht. Danach lädt IOTA den Tangle herunter und es kann kurz darauf schon los gehen.

Transaktionen sind möglich und das Netzwerk läuft. Aktuell kann es aber notwendig sein, eine Transaktion ein zweites Mal zu versenden. Ich versuche das in „Non-Tech-Worten“ zu erklären: Der Tangle funktioniert nicht wie eine Blockchain, welche eher wie „Stein auf Stein“ aufgebaut ist (ein Block auf dem anderen). Der Tangle ist eher wie ein Netz. Und diesem Netz fehlt aktuell noch eine gewisse Engmaschigkeit, so dass immer einmal wieder Transaktionen „herausfallen“. Das bedeutet nicht dass die IOTA verloren sind, sondern lediglich die Transaktion mit 0% bestätigt wurde und noch einmal versandt werden muss. Das Gute ist allerdings, dass diese Engmaschigkeit mit jedem zusätzlichen Node besser wird. Auch die Transaktionszeiten werden geringer. Chefentwickler Come-from-Beyond schätzt, dass bereits 1000 Nodes ausreichen um einen hinreichend soliden Tangle zu gewährleisten. Aktuell sind es wohl circa 200 Nodes. Schon diese 200 Nodes reichen immerhin dafür aus, dass 88% der Transaktionen direkt bestätigt werden. 12% allerdings benötigen einen zweiten Anlauf. Und deshalb auch ein grosser Anreiz für IOTA-Halter, selbst einen Node aufzusetzen (Anleitungen dazu sind hier und hier zu finden). Die IOTA-Halter haben es selbst in der Hand IOTA engmaschiger zu knüpfen und damit auch den Weg zum Börsenhandel bei Poloniex und Bittrex zu ebnen!

Nach einer Woche intensiven Testens hier noch einige Tipps:
-Die aktuelle Version kann man hier herunterladen. Die nächste Version liegt bereits in der Enwicklerversion vor, wird aber vermutlich noch bit Mitte der Woche dauern, bis sie inklusive GUI verfügbar ist
-Man erhöht die Chancen auf erfolgreiche Transaktionen signifikant, wenn man mindestens 15 Minuten Pause lässt bis zur nächsten Transaktion (wird besser werden mit 1000 Nodes)
-Am einfachsten ist es die 7-10 benötigten Nodes hier zu erhalten (einfach fragen).
-Bitte regelmässig die Nodes kontrollieren unter „Tools“, „View Neigbors Activity“. Sind hier welche dabei mit 0 bei „seen transactions“ tut man gut daran diese heraus zu löschen, da sonst insgesamt die Performance des eigenen IOTA Client leidet (wird mit der nächsten Version automatisch passieren). Entsprechend durch neue Nodes ersetzen wenn es weniger als sieben Stück sind.
-Adressen zum Empfang nur einmal benutzen. Wer also eine Zahlung erhalten hat, sollte für einen erneuten Zahlungsempfang eine zweite Adresse generieren. Das hat Sicherheitsgründe.
-Wer eine Million IOTA zum Testen braucht, einfach mich kontaktieren und mir eine Adresse schicken, ich spende die gerne. Es ist wichtig die Community aufzubauen und zusätzliche Nodes zu gewinnen.

Bei der Foundation kann man aktuell noch kein grünes Licht geben. Aktuell sind erst 89% zusammen. Zumindest hat das IOTA-Team die Finanzierung der Foundation bis zum 25. Juli verlängert. So können auch Leute spenden, die bisher noch nicht die Gelegenheit hatten IOTA zu installieren oder ihre IOTA nur aus zweiter Hand gekauft haben. Die Finanzierung der Foundation ist sehr wichtig, scheitert sie, bliebe die Community dann im Extremfall zurück mit dem bisherigen Set-up von IOTA, ohne Weiterentwicklungen. Eine Altcoin, welche dann schnell in der Versenkung verschwinden würde, ohne technischen Support, ohne die Anbindung an JINN und vermutlich auch ohne Möglichkeit im IOT-Bereich Fuss zu fassen. Es würde wohl schwer werden ohne Come-from-Beyond IOTA funktionstüchtig zu erhalten. Ich hoffe und appelliere an das Verantwortungsbewusstsein aller IOTA-Halter, hier in einem kleinen Kraftakt die finanzielle Basis für die Foundation zu legen. Was passieren wird, wenn die Founding-Rate irgendwo zwischen 90-100% liegen bleibt, mag ich nicht vorherzusagen.

Auch zum Big Deal gibt es News. Hier sollen ja grosse Tech-Konzerne an IOTA beteiligt werden. Es gibt hier zwei Kandidaten. Das ist in sofern eine Neuigkeit, da bisher nicht bekannt war, dass es sich sogar um zwei Kandidaten handelt. Einer der beiden ist ein Big Player aus Asien. Auch hier soll die Finanzierung bis zum 25. Juli erfolgen. Hierzu wurde ebenfalls eine separate Homepage erstellt welche hier abrufbar ist. Hier werden noch einmal 83 TI eingesammelt, was rund 3% aller IOTA entspricht. Auch hier handelt es sich nun um komplette Spenden. Das ist der Preis dafür diese wichtigen Ankeraktionäre an Board zu haben. Es wird einen Verkaufserklös geben, der wird aber komplett der IOTA-Foundation zufliessen. Schafft man es diese beiden strategischen Partner an Bord zu holen, wird das IOTA das Potential auf eine höhere Marktkapitalisierung bescheren und Zugriff für viele IOT-Anwendungen direkt vom Hersteller – selbst ohne funktionierenden JINN-Prozessor. Also, jetzt noch einmal auf die Zähne beißen und spenden, nur so kann IOTA in kurzer Zeit sein volles Potential entfalten.

Ein möglicher Börsenhandel wäre dann ab dem 25. Juli möglich, sofern der aktuelle Zeitplan eingehalten werden kann. Es bleibt also spannend bei IOTA und ich bleibe bei diesem Projekt selbstverständlich weiter am Ball!

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in IOTA und JINN investiert.

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