Archiv für den Monat Juni 2016

IOTA/IOTATOKEN: Erste Kryptowährung ohne Blockchain startet am 11. Juli!

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IOTA-Stakeholder mussten eine gewisse Geduld und Zähigkeit in den letzten Monaten mitbringen. Während das ICO bereits vor Weihnachten abgeschlossen war, startete die Testphase erst im April und der offizielle Launch wird nun am 11. Juli erfolgen. Dabei muss man fairerweise sagen, dass  es eben nicht ganz einfach ist eine komplett neue Kryptowährung der nächsten Generation zur Serienreife zu bringen, schließlich handelt es sich bei IOTA um die erste Kryptowährung, die nicht auf eine Blockchain, sondern auf den sogenannten Tangle setzt. Zudem hatte das Team wiederholt Pech mit den GUI-Entwicklern, hier musste mehrmals ausgetauscht werden. Die Zeit verstrich allerdings nicht sinnlos, sondern Chefentwicklicher cfb nutzte die Zeit um IOTA weiter zu optimieren und das Tangle-Konzept zu verbessern. Zudem wurde in der Zeit die Homepage überarbeitet, welche wirklich eine optische Augenweide darstellt und mit vielen Informationen aufwartet.

Zum zeitlichen Ablauf: Am Freitag gab CEO David Sønstebø den definitiven Zeitplan bekannt, nachdem in den Monaten zuvor in 22 Versionen intensiv getestet wurde. Die erste Phase geht bis heute. Investoren können ihre IOTA claimen (also anfordern) und auch bekannt geben, wieviel Prozent sie der IOTA Foundation spenden möchten. Dafür steht diese optisch schöne GUI zur Verfügung:
IOTA GUI
IOTA zu starten ist damit noch komfortabler geworden. Für Neulinge hat necropaz hier eine schöne Anleitung mit Screenshots parat. Ab dem morgigen Donnerstag dann sind Transaktionen möglich, diese Zwischenzeit bis zum Launch soll dazu dienen, dass sich die Benutzer mit IOTA vertraut machen können und auch die vorbörslichen Käufe abgewickelt werden (Käufer von mir bitte melden!). Faktisch ist IOTA dann gestartet, allerdings entscheidet sich in der Zeit bis zum 11. Juli auch, ob die benötigten 5% aller IOTA für die Foundation zusammen kommen. Spenden sind wichtig, damit das Team bei der Stange bleibt und IOTA weiterentwickelt wird. Ohne Foundation droht das Projekt bereits nach Wochen auf der Strecke zu bleiben, das Team hat bereits indirekt mit Abwanderung zu einem großen Techkonzern gedroht, falls die 5% Spenden nicht zusammen kommen. Ich bin deshalb zuversichtlich, dass die IOTA-Investoren die Weitsicht besitzen, für die Foundation ausreichend Mittel zur Verfügung zu stellen. Die Entwicklung der Foundation-Spenden kann hier nachverfolgt werden.

Ist die Klippe mit der Foundation umschifft (Hauptproblem Trittbrettfahrerei), steht dem Start zum 11. Juli nichts mehr im Wege. Danach wird es auch nur kurze Zeit dauern, bis IOTA an den Altcoinbörsen gehandelt werden kann. David wird den Start mit weiteren Neuigkeiten unterfüttern. So soll es auch Informationen zu Jinn* geben. Noch ein Einwurf, für die vielen neuen Leser, hier findet ihr eine Zusammenfassung über IOTA und Jinn, die auf wenigen Zeilen, die wichtigsten Informationen zusammenfasst.

Fazit: Für mich ist es sehr schwer hier nicht in Euphorie auszubrechen und einigermaßen neutral zu berichten. Ich bitte um Verzeihung. IOTA ist für mich in vielerlei Hinsicht ein Meilenstein. Der erste Kryptowährung der dritten Generation, ohne Blockchain, dafür mit einem Tangle, welcher gebührenfreie Microzahlungen zulässt, Quantencomputer-Resistent, speziell designed für den Wachtsumsmarkt Internet-der-Dinge (IOT). Mit der eventuellen Option zusammen mit dem Prozessor JINN eine Revolution bei Computerprozessoren auszulösen (Ternärer Computer). Schon eines der oben genannten Fakten ist bahnbrechend. Die Kombination des Ganzen, lässt für mich nur einen Schluss zu: IOTA ist das ICO des Jahres 2016 und hat großes Potential dazu, mit einer dreistelligen Millionenmarktkapitalisierung, ganz, ganz vorne mitzuspielen. Und es ist mir eine Ehre, meine Leser, von den frühesten Anfängen bis hierher, so nahe beim Ziel, begleitet zu haben und selbstverständlich auch in Zukunft weiter zu begleiten!

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in IOTA und JINN investiert.

*JINN ist die Hardware-Firma des IOTA-Teams. Es soll dabei ein völlig neuer Hardware-Prozessor entwickelt werden der anstatt binär (2 Werte) auf einer dreiwertigen Logik basiert (Ternärer Computer). Diese Prozessoren wären effizienter als die bisherigen binären Prozessoren und ein bedeutender Meilenstein im Internet der Dinge – und darüber hinaus. Der „Börsengang“ von JINN erfolgte im Oktober 2014 über die Nxt Asset Exchange. Der aktuelle Entwicklungsstand von JINN wird bewusst verschwiegen bis zum Launch von IOTA.

Ethereum DAO wird kontrolliert abgewickelt und die Ether gesichert

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Der DAO-Hack hat gigantische Schockwellen ausgelöst und dem Ethereum-Aufwärtstrend ein jähes Ende bereitet. Dabei gab es in den Diskussionen der letzten Tage (ein wunderbarer deutschsprachiger Beitrag hier von Coinspondent Friedemann Brenneis) vor allem darum, ob man den fehlerhaften DAO „failen“ lässt, da der Angreifer ja nur den bestehenden Code genutzt hat (es war im klassischen Sinne kein Hack sondern eher ein Cheat), oder ob man den DAO-Investoren zu Hilfe eilt mit einem Soft- bzw. späteren Hardfork bei Ethereum. Das hat die Community tief gespalten und es konnte hier kein Konsens gefunden werden. Am Sonntag wurde der DAO dann erneut attackiert und es konnten erneut einige Ethereum entwendet werden. Langsam kam die Befürchtung auf, dass all das Gerede über einen Soft- oder Hardfork ja irgendwann nichts mehr bringt, wenn dem DAO an allen Ecken und Enden Ethereum entwendet werden. Als DAO-Investor dachte ich daran, dass man doch zumindest das bestehende Kapital sichern sollte, was immerhin noch gut 2/3 des ursprünglichen Investmentkapitals darstellte, gesamthaft 8.26 Millionen Ethereum. Nach der zweiten Attacke war die Bereitschaft insgesamt da, dieses Drittel des „Hackers“ abzuschreiben, wenn denn nur der Rest irgendwie gesichert werden kann. Der DAO erinnerte an eine Eisskulptur in der Sahara, mit langsamen aber sicherem dahinschmelzen…

Jetzt wurde endlich reagiert: Der DAO wird unter Federführung der Entwickler („Community-led Team“) geleert und abgewickelt auf eine sichere Ethereum-Adresse:
DAO
Das war ein wichtiger, und nach den Ereignissen am Sonntag, überfälliger Schritt. Damit ist die ganz große Brisanz aus der Sache heraus und der DAO kann ohne weitere Befürchtungen um den schwindenden inneren Wert, abgewickelt werden. Sollte es zu keinem Soft- und späteren Hardfork kommen, käme der Hacker zwar mit seiner großen Beute davon, aber die Investoren würden zumindest gesamthaft 8.26 Millionen Ethereum zurückerhalten. Nach den Schreckensnachrichten seit Freitag, dürften die meisten DAO-Investoren damit zufrieden sein, mit zwei blauen Augen davon zu kommen. Freilich ist die Diskussion über einen Soft- bzw. Hardfork bei Ethereum noch keineswegs beendet:
Soft- oder Hardfork
Auch die saubere Abwicklung der vielen tausend DAO-Investoren wird einen gewissen Aufwand erfordern.

Insgesamt ist es noch zu früh für eine abschließende Beurteilung über die möglichen zukünftigen Auswirkungen für Ethereum.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in den oben erwähnten Kryptowährungen selbst investiert

DAO-Hack Super-GAU für den DAO und Ethereum

Ethereum auf dem Rückzug

Es hatte alles so schön und gut ausgesehen. Wie erwartet zogen die Altcoinmärkte weiter an und Ethereum erreichte heute Morgen noch einen neuen Rekordkurs mit einer Marktkapitalisierung von 1.7 Milliarden Dollar. Nun liegt der Kurs um 34% zurück und der Ethereum-Bullenmarkt ist wohl nicht nur kurzfristig sondern mindestens mittelfristig zerstört. Wie konnte das geschehen? Beim DAO ist der „größte anzunehmende Unfall“ passiert. Ich zitiere von heise.de:

„Es sollte das Vorzeigeprojekt der Kryptowährung Ethereum werden: Investoren zahlten im Crowdfunding rund 11,5 Millionen Einheiten der Kryptowährung für Anteile an der ersten dezentralen autonomen Organisation, kurz DAO – einer neuen Art von Unternehmen, das nur im Form programmierter Verträge (Smart Contracts) in der Blockchain existiert und durch das Kollektiv der stimmberechtigten Anteilsinhaber gelenkt wird. Nun könnte die umgerechnet über 150 Millionen US-Dollar schwere DAO zu dem werden, was die Bitcoin-Börse Mt. Gox für den Bitcoin war.Offenbar gelang es nämlich Angreifern, einen großen Teil des DAO-Kapitals durch einen ausgenutzten Bug in eine Art Tochtergesellschaft abzuzweigen und damit dem Zugriff anderer zu entziehen. Den erst kürzlich auf die Rekordmarke von 21 US-Dollar gekletterten Ethereum-Kurs schickte das gleich mal runter auf 15 US-Dollar, der Wert der ebenfalls gehandelten DAO-Anteile halbierte sich kurzzeitig sogar.

Der Abzug des Geldes war offenbar über eine Lücke im Code der DAO möglich. Die Angreifer konnten eine „recursive call bug“ genannte Schwachstelle ausnutzen, die es erlaubt, durch eine permanent wiederholte Erzeugung von Tochter-DAOs Geld aus der Mutter-Organisation abzuziehen. Während des mehrstündigen Angriffs, der am Freitag morgen bemerkt wurde, kursierte auch ein offenbar erfolgloser Aufruf der DAO-Macher, das Netzwerk des Kryptogelds mit Minitransaktionen zu fluten. Das sollte für ein Stau bei der Transaktionsverarbeitung sorgen und die Angreifer hindern, schnell viel Geld abzuziehen. Das abgezogene Kryptogeld soll sich derzeit noch in einer Tochter-DAO befinden. Laut aktuellen Stand sollen rund 3,6 Millionen Ether gestohlen worden sein, eine Wallet wurde bereits ausgemacht.Mit dem Geld können die Angreifer fürs erste aber nichts weiter anfangen. Ein Sicherungsmechanismus erlaubt den Zugriff aufs Geld bei solchen Tochter-Entitäten erst nach 27 Tagen, wie Ethereum-Vordenker Vitalik Buterin erläuterte.

Nun wird in der Community diskutiert, wie man nach dieser Frist weiter verfahren soll. Buterin schlägt als erste Maßnahme einen Soft Fork der Ethereum-Software vor, mit dem das Netzwerk nach Ablauf der 27 Tage Transaktionen aus der DAO und ihren Töchtern als ungültig ablehnt. Danach könnte ein harter Fork folgen, der den Anteilsinhabern die Wiederinbesitznahme ihres Kryptogelds erlaubt. Wie andere Kryptowährungen ist aber auch Ethereum dezentral organisiert – das heißt, eine Mehrzahl der Miner und Miningpools müsste die Softwareänderung akzeptieren und anwenden.

Bereits vor der eigentlichen Attacke hatte es mehrfach Kritik gegeben, dass das dezentrale Vorzeigeprojekt in Chaos ausgeartet sei. Auch Angriffsszenarien wurden skizziert, die aktuell genutzte Lücke in der DAO sei sogar seit über einer Woche in der Community in Umlauf gewesen geworden, schreibt der Fachdienst Coindesk. Das volle Ausmaß des Exploits wurde wohl unterschätzt, wie das Team der Kern-Entwickler von Ethereum eingesteht.

Wie es mit der DAO nun weitergeht, muss sich in den nächsten Tagen zeigen. Ob der Hack auch über den aktuellen Kurssturz hinaus negative Konsequenzen für das Ethereum-Projekt und den damit eng verbundenen Blockchain-Hype hat, ist ebenfalls noch offen.“

Den DAO hat es nach dieser Nachricht noch stärker erwischt, aktuell liegt er um 45% zurück. Was mich fassungslos macht, ist, dass so ein Angriff überhaupt möglich war. Dass der DAO derart windschief zusammengeschustert worden war. Da ist die Abwehr des VfB Stuttgart geradezu ein Ausbund an Stabilität. Der DAO ist in seiner jetzigen Form fertig. Vermutlich kann die Transaktion durch den 27-Tage-Schutzmechanismus in Kombination mit einem Ethereum-Softfork rückgängig gemacht werden wie Vitalik Buterin hier erläutert. Danach soll es wohl eine Lösung geben, dass die DAO-Investoren ihre Ethereum aus dem DAO abziehen können und dann ist dieser DAO beerdigt und die Investoren erhalten ihre Ethereum wieder zurück – falls das alles klappt und das System nicht voher auseinanderfällt… Allerdings konterkariert dieser faktische „Bailout“ für den DAO natürlich den Anspruch, dass es sich um eine dezentrale autonome Organisation handeln soll. Der DAO hat sich weder als dezentral, noch autonom erwiesen. Zudem zeigt das schnelle Eingreifen Buterins, dass es eben doch eher ein Leader-Projekt ist und keine unabhängige Community die Fäden zieht.

Viel schlimmer als dieser vermeintliche Interessenskonflikt wirkt für mich, dass Ethereum heute unglaublich an Reputation eingebüsst hat. Lupenreine „Bitcoin-Enthusiasten“ argumentieren nun: „Seht her, so stabil wie Bitcoin ist Ethereum noch lange nicht. Das wird nichts mehr mit Ethereum…“ Und das ist das Problem, Kryptowährungen leben vor allem auch von Vertrauen. Wir haben es aktuell mit der schwersten Krise zu tun, welche Ethereum je erschütttert hat. Nun kann nämlich auch die bisher positive Medienberichterstattung kippen. Und der Bitcoin strotzt gerade vor Kraft und mit Lisk & WAVES & IOTA stehen mehrere hervorragende Altcoinprojekte bereit, Ethereum die Kronprinzenrolle streitig zu machen. Mit WINGS steht sogar ein „Ersatz-DAO“ bereit. Ich muss also meine Aussage vom Montag revidieren, aktuell spricht wenig für steigende Ethereum-Kurse, im Gegenteil, die Schockwellen dürften dazu führen, dass die Marktkapitalisierung unter 1 Milliarde abschmelzen dürfte. Ich habe deshalb heute einen Großteil meiner Ethereum verkauft.

Wichtig aber: Der generelle Aufwärtstrend für Altcoins und den Bitcoin ist dadurch nicht in Frage gestellt. Heute war zwar ein tiefroter Tag, aber insgesamt ist der Bullenmarkt stark genug um diesen Event wegzustecken.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in den oben erwähnten Kryptowährungen selbst investiert

Der Bitcoin-Hype von heute ist der Altcoin-Superboom von morgen!

Bitcoin zieht Altcoins hoch
Der Bitcoin marschiert nicht nur, er springt förmlich zu immer höheren Kursen! Vor fünf Stunden wurde mit 715 Dollar ein neues Zwei-Jahres-Hoch erreicht. War die Ursache das bevorstehende Halving, der Kaufdruck aus China, der vielleicht bevorstehende Brexit oder war der Bitcoin einfach reif nach längerer Seitwärtsbewegung? Vermutlich eine Mischung all dieser Gründe. Die Altcoins konnten erwartungsgemäß nur schwer mithalten und haben insgesamt betrachtet auf Bitcoin-Basis weiter an Boden verloren. Der Altcoin-Dax Coinoindex fiel unter die 700 Punkte-Marke und notiert aktuell bei 690 Punkten. Interessant ist allerdings, dass sich dieses Tendenz in den letzten 48 Stunden nicht weiter fortsetzte, trotz weiter steigender Bitcoinpreise. Altcoins scheinen also bereits ihren Boden gefunden zu haben. Die Talsole auf Bitcoin-Basis scheint durchschritten. Ich schreibe auf Bitcoin-Basis; in Dollar oder Euro gerechnet notieren Altcoins oftmals nahe ihrer Allzeithochs.

Und nun wird es interessant: Bereits heute konnte sich das Bild umkehren. Der Bitcoin stieg auf Tagesbasis knapp 6%, Ethereum und der DAO legten um 14% zu:
Bitcoin Ethereum Marktkapitalisierung
Die Situation an den Altcoinmärkten kann man aktuell mit einem Katapult vergleichen, welches voll angespannt ist und nur noch eines Auslösers bedarf. Dazu reicht zum Beispiel bereits eine leichte Abkühlung des aktuellen Bitcoin-Höhenfluges und an diesem Tag wird der breite Altcoinmarkt um mindestens 20% steigen. Der Coinoindex wird mittelfristig die Marke von 1’000 Punkten zurückerobern. Für mich ist es nur eine Frage der Zeit. Die Bitcoin-Gewinne von heute sind die Altcoin-Gewinne von morgen!

Wo sollte man sich aktuell positionieren: Als Ethereum-Bulle muss ich natürlich auf Ethereum und den DAO (faktisch ein Ethereum-Derivat) hinweisen. Beide sehe ich bei über 0.03 Bitcoin nach dem Anstieg. Vergessen wir nicht dass Ethereum neues Geld anzieht wie ein Magnet; hierzu reichen bereits die überschwänglichen Presseberichte mit denen die Massenmedien uns in den nächsten Tagen beglücken werden. Wir werden viele neue Anleger an den Märkten sehen und die meisten werden Ethereum als zweite Kryptowährung erwerben. Ebenfalls Potential sehe ich für Dash, Lisk, Counterparty, Nem, Emercoin und Factom. Auch das WAVES-ICO sollte einen guten Verlauf nehmen, allerdings werden die Zeichnungsgewinne deutlich schmaler als bei Lisk ausfallen. IOTA wird ebenfalls eine zweistellige Millionenmarktkapitalisierung erreichen, allerdings wird ein Börsenstart nicht innerhalb der nächsten zwei Wochen erwartet.

Schlechter sieht es für „yesterday’s heroes“ aus: Die typischen BTC-e Altcoins um Peercoin, Litecoin, Novacoin, Namecoin und Primecoin werden im aktuellen Altcoinboom keine entscheidende Rolle mehr spielen. Neue Besen kehren gut gilt hier leider für die „alten Alts“. Aber mit den restlichen Altcoins sollten insgesamt betrachtet deutliche Kursgewinne zu erzielen sein.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in den oben erwähnten Kryptowährungen selbst investiert

Die Bitcoin-Kreditkarte Wirex im Praxistest

Bitcoin Kreditkarte neu
Trotz des aktuellen Bitcoin-Booms, ist die Zahl der Akzeptanzstellen im Zahlungsverkehr überschaubar geblieben. Aber es gibt eine alternative Möglichkeit seine Bitcoin über einen kleinen Umweg doch noch bei Zahlungen des täglichen Bedarfs einzusetzen: Ich selbst bin im Januar diesen Jahres auf das Angebot von Wirex aufmerksam geworden. Damals hieß das Unternehmen noch e-coin und hat mittlerweile ein „rebranding“ durchgeführt. Das Angebot ist schnell erklärt: Wirex bietet Prepaid-Kreditkarten von Mastercard an, die man mit Bitcoin aufladen kann. Dabei werden Pfund, Dollar und Euro unterstützt. Die Plastikkarte kostet einmalig 17 Dollar und kann auch per Bitcoin bezahlt werden. Es gibt die Möglichkeit die Kreditkarte ohne Plastik zu erhalten, also rein virtuell als Nummer. Das kostet nur 3 Dollar, schränkt die Verwendungsmöglichkeiten der Karte aber auf das Internet ein. Ich selbst habe mir die Plastikkarte für 17 Dollar gegönnt. Eine Woche nach der Bestellung traf die Karte aus Großbritannien ein. Und ich muss sagen es funktioniert recht gut. So benutze ich die Karte gelegentlich für Einkäufe oder im Internet. Auch an Geldautomaten konnte ich Abhebungen durchführen und die Kosten lagen dabei bei vertretbaren 2 bis 4 Euro je Transaktion. Es traten nie Akzeptanzprobleme auf; wo Mastercard akzeptiert wird, kann auch diese Karte genutzt werden. Wichtig ist allerdings, die Karte im Voraus zu laden. Die Bitcoin müssen beim Einsatz bereits vom Benutzer konvertiert worden sein in die entsprechende Währung der Karte (EUR zum Beispiel). Die Konvertierung der Bitcoin in EUR ist dabei offiziell kostenlos, der Kurs liegt allerdings erfahrungsgemäß circa 1-2% unter den letzten Preisen bei bitcoin.de. Hier ein Beispiel für einen Umtausch von Bitcoin in Euro:
Kartenladung
Soweit zu den Vorteilen.

Kommen wir zu den Nachteilen: Um die Karte voll nutzen zu können sollte eine vollständige Indentifizierung vorliegen über Ausweis/Reisepass + Adressnachweis. Diese müssen über Scans hochgeladen werden und man muss eine gute Woche warten, bis man „Grünes Licht“ erhält. Man agiert also nicht anonym. Zudem kann es bei starken Bitcoin-Kursschwankungen zu Schwierigkeiten dabei kommen, Bitcoin in EUR zu verwandeln. So setzte Wirex letzte Woche Montag-Dienstag den Service ganz aus und liess danach einige Tage das Umtauschlimit bei 500 Euro pro Tag anstatt beim 2’500 Euro Limit. Ebenfalls von Nachteil finde ich, dass die Bitcoin zuerst in EUR umgewechselt werden müssen um die Karte nutzen zu können. Praktischer wäre eine Instead-Transaktions-Funktion, ohne diesen Zwischenschritt, insbesondere in Zeiten steigender Bitcoinpreise. Auch kann ich keine Aussage dazu treffen wie seriös die Bank Wave Crest Holdings Limited, welche die Mastercard ausstellt, deshalb vermeide ich es wirklich grössere Summen auf die Prepaid-Karte zu überweisen bzw. auf die zugehörige Bitcoin-Wallet.

Fazit: Das Angebot ist nicht perfekt, aber für meine Zwecke relativ gut brauchbar. Was mich letztendlich überzeugt hat sind die niedrigen Gebührensätze, so nutzt man die Karte weitestgehend transaktionskostenfrei und selbst die Gebühren an Geldautomaten fallen sehr human aus. Ich würde aber vermeiden die Karte wirklich mit großen Summen zu laden, sondern nur bei Bedarf. Wer sich für die Karte interessiert kann sie hier bestellen – mit Ref-Link von mir, aber ich denke ich habe hier ehrlich und objektiv berichtet.

WAVES ICO: Megaerfolg mit über 30’000 Bitcoin

Waves ICO
Ich habe am 30. März ja bereits über das WAVES-ICO berichtet. Das ICO erwies sich als Megaerfolg. Insbesondere in den letzten Stunden vor Ende der Zeichnungsfrist am vergangenen Dienstag, kamen noch einmal rund 15’000 Bitcoin herein, so dass am Schluss sagenhafte 30’000 Bitcoin zu Buche standen. Dabei muss bedacht werden, dass bereits Lisk mit 14’000 Bitcoin ein unfassbarer Erfolg war, da sind die 30’000 Bitcoin von WAVES geradezu astronomisch. Sasha Ivanov und sein Team können sich wirklich die Hände reiben. Man muss auch wirklich sagen, dass sie ihre Hausaufgaben während des ICOs gemacht haben. Das Marketing war sehr professionell und auch mit technischen Updates wurde nicht gegeizt. Man konnte sich der Berichterstattung über WAVES in den vergangenen acht Wochen nicht entziehen. Sie waren auf allen Kanäle präsent. Die Zusammenarbeit mit Mycelium war ein echter Coup. Zudem war der Zeichnungsprozess an sich sehr einfach, so dass dies keine Hürde für weniger versierte Investoren darstellte. Auch die von mir befürchtete Zeitverzögerung trat bisher noch nicht ein. Im Gegenteil: Das Team hat einen klaren Zeitplan kommuniziert, bereits am 14. Juni soll der Börsenstart erfolgen. Alles in allem hat das Team wirklich überhaupt keine Fehler gemacht und durch die interessanten Bounties (Copy Paste von Lisk…) auch die Community aktiviert. Also alles gut?

Aus Investorensicht sieht es leider freilich etwas anders aus. 30’000 Bitcoin sind mit dem aktuellen Kurs von 577 USD eine Marktkapitalisierung von 17.3 Millionen Dollar. Das wäre bereits Platz 12 in der Kryptomarktkapitalisierung. Die Luft für weitere Kursgewinne zum Börsenstart wird hier schon recht dünn. Was bereits hoch bewertet ist, kann logischerweise nicht mehr so stark steigen. Der Juni könnte sich zudem als gefährlicher Monat für Altcoins erweisen, da der Bitcoinbullenmarkt ungebrochen stark ist und so die Kursentwicklung von Altcoins kurzfristig dämpft. Nach dem großen Erfolg von Lisk gehe ich bei WAVES allerdings zumindest von moderaten Kursgewinnen aus und einer Markkapitalisierung von über 25 Millionen Dollar zum Start – sofern das Team keine Fehler begeht und das Börsenlisting glatt über die Bühne geht.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in WAVES investiert