Archiv für den Monat März 2016

WAVES-ICO im Detail: Zeichnen oder nicht?

ip.bitcointalk.org
Ich bin ja bereits am 19. März auf das ICO (Börsengang) von WAVES eingegangen. Für das Nxt-Konkurrenzprojekt sind nun die ICO-Details verfügbar. Und diese führten sofort für ein Lächeln bei mir, da die ICO nahezu 1:1 eine Kopie von Lisk darstellt. Die Macher von WAVES dachten sich wohl, gehen wir auf Nummer sicher und orientieren uns einfach am extrem erfolgreichen Lisk-Börsengang. Selbst die Zahl der Coins, Bounties usw. stimmt genau mit dem Lisk-Börsengang überein:

Es gibt 100 Millionen Coins. Davon können 85 Millionen Token bei der ICO erworben werden. 15 Millionen sind für Bounties, Marketing, Strategische Partner und für das Entwicklerteam reserviert. Ab dem 12. April können dann die 85 Millionen WAVES-Token gezeichnet werden. Es gibt nur am 12. April einen Erstzeichnerbonus von +20%, vom 13. April bis 30. April gibt es 10% Bonus, zwischen dem 1. und 15. Mai gibt es 5% Bonus und bis zum 31. Mai kann ohne Bonus gezeichnet werden. Die ICO-Zeit erstreckt sich also über das stolze Zeitfenster von sieben Wochen.

Ich selbst halte WAVES für sehr vielversprechend. Das Team ist mit Sasha Ivanov, (Coinomat), Kushti und James exzellent besetzt. Es gräbt zwei Projekten das Wasser ab: Nxt, deren relativ erfolgreiche Asset-Exchange angegriffen und als führende Asset-Exchange für Kleinprojekte abgelöst werden soll. Und eMunie (noch nicht gestartet), welche mit einfacher Bedienung den typischen Online-Banking-Kunden gewinnen wollen, die bisher noch nichts mit Kryptos zu tun haben. Für eMunie wird ein erfolgreicher Start nach WAVES noch einmal schwieriger werden.

Zeichnen oder Nicht? Noch vor wenigen Wochen hätte ich die klare Anweisung gegeben, unbedingt am 12. April zu zeichnen um die 20% Startbonus zu erhalten. Dies hat sich nach dem Mega-Erfolg von Lisk geändert. Ich habe nämlich die Befürchtung, auch auf Grund der sehr langen Zeichnungsdauer von sieben Wochen, dass dieses Projekt ZUVIEL an Bitcoin erhalten könnte während der Zeichnungsphase, so dass für Erstzeichner kein vernünftiger Return mehr drin liegt (trotz 20% Bonus). Und nicht vergessen: Dieses Projekt wird von genialen Leuten gemacht, die aber nicht unbedingt dafür bekannt sind schnell und pünktlich zu liefern (das gilt vor allem für James). Auch wenn der Lite-Client zum Ende der ICO angekündigt wurde, würde ich nicht unbedingt darauf setzen. Evtl. hat man eine Kapitalbindungsdauer von einigen Monaten bis zum Herbst. Zeit, in der man zum Beispiel seine Bitcoin bei Zinsraten von rund 0.1% und mehr pro Tag bei Poloniex anlegen könnte und ebenfalls einen netten Return mit weniger Risiko hätte.

Vielleicht möchten sie sich deshalb an meiner Taktik orientieren: Ich werde abwarten bis zum 31. Mai, wenige Stunden vor dem Ende der ICO. Sollten bis dahin unter 10’000 Bitcoin investiert worden sein, werde ich zeichnen. Ist es mehr, werde ich auf eine Zeichnung verzichten. Mit dieser Taktik sieht das Chancen/Risiko-Verhältnis für den Investor am Besten aus. Zudem lässt sich in dieser Zeit noch zusätzlich verfolgen, wie die Entwicklung des Lite-Client aussieht und wie sich das Team in diesem Zeitraum präsentiert hat. Das Urteil wird auf jeden Fall klarer ausfallen als sieben Wochen zuvor.

Lisk: Megaerfolg mit über 14’000 Bitcoin beim ICO

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Als ich vor sieben Wochen Lisk-CEO Max Kordek zum Börsengang/ICO interviewte, da ahnten wohl weder er noch ich was folgen würde. Die Mischung aus exzellentem Timing (Ethereum-Höhenflug) gepaart mit hervorragend inszenierter Marketing-Kampagne auf verschiedensten Kanälen, sorgte dafür, dass Lisk eines der erfolgreichsten Coin-ICOs aller Zeiten wurde. So konnten Max und Oli rund 14’009 Bitcoin einsammeln und 80% der Vorgänger-Coin Crypti. Das bedeutet nicht weniger als die zweiterfolgreichste Coin-Emission nach Ethereum. Ein unglaublicher Siegeszug und ich bin stolz darauf, diese Geschichte bereits seit den allerfrühesten Anfängen begleitet zu haben.

Wie geht es weiter? Am 11. April soll es losgehen. Ich rechne damit, dass das Timing eingehalten werden kann, da Lisk auf einer recht sicheren und erprobten technischen Basis sitzt, welche sich bereits zwei Jahre in der Praxis bewährt hat. Die ersten Börsennotierungen sollten dann binnen weniger Tage nach dem Start erfolgen. Selbstverständlich wird Lisk bei Poloniex gelistet werden. Max weiß was er zu tun hat: Er hat bereits einen weiteren Mann als Community-Manager eingestellt. Es geht jetzt in diesen ersten Wochen darum die Marktkapitalisierung auf jeden Fall über dem hohen ICO-Niveau zu halten. Ich vermute auch, er wird sich für den 11. April noch gute Neuigkeiten aufheben, um den Kurs beim Start zu unterstützen.

Der Erfolg von Lisk ist auf der anderen Seite natürlich eine Niederlage für Kurzfristspekulanten: Ich gehe von einer Marktkapitalisierung von 8 Millionen Dollar zum Start aus, so dass Investoren zwar einen ordentlichen Return erhalten, aber natürlich nicht Faktor 3,4 oder 10 einfahren, wie es zum Teil bei anderen ICOs der Fall war. Für den Langfristerfolg ist sehr wichtig, dass viele Praxisanwendungen in Form von Dapps (dezentrale Applikationen) folgen werden. Max hat sich als Marketinggenie erwiesen, nun muss das Team aber beweisen, ob sie auch bei der technischen Weiterentwicklung und Praxisanwendungen diesen Erfolg wiederholen können.

An alle noch existierenden Crypti-Halter: Vorsicht, die Coin hatte schon nach dem Abgang von Max und Oli Probleme mit der Blockchain. Ich vermute Crypti wird im Laufe des Jahres implodieren wegen zu wenigen Nodes. Die Kursgewinne an Poloniex werden vermutlich nicht von Dauer sein, Crypti ist technisch in großer Gefahr!

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in Lisk investiert.

IOTA / IOTATOKEN: Foundation in Gründungsphase

IOTA

Bei IOTA gibt es interessante Neuigkeiten: CEO David hat vor einer Woche die Gründung einer Foundation vorgeschlagen. Diese Foundation soll dafür sorgen, dass IOTA nicht das gleiche passiert wie vor gut zwei Jahren bei Nxt: Geniale Technik, bei der es aber keine Praxisanwendung gab und die Coin sich deshalb nie richtig durchsetzen konnte trotz des anfänglichen Hypes. Die Foundation soll genau das verhindern. Durch harte Arbeit soll der Durchbruch in der Realwelt gelingen. Personell soll sie zum Start hochkarätig besetzt sein mit allen drei IOTA-Gründern, also Come-from-Beyond, David Sønstebø und Serguei Popov. Zusätzlich noch Dominik Schiener, Krypto-Wunderkind (unter anderem Gewinner des Deloittes Hackathon 2016) und Stas Oskin, Krypto-Urgestein (Nxt und Crypti) aus Israel. Neben diesen fünf Mitgliedern soll die Foundation allen weiteren Interessierten offen stehen, die sich für die Zukunft von IOTA einsetzen wollen. Aber die Foundation muss eine wichtige Hürde nehmen: Spenden in Höhe von 50 Millionen IOTA oder 5% aller Coins. Das ist ein ambitioniertes Ziel und ich bitte meine Leser um Spendenbereitschaft um die Foundation verwirklichen zu können. Spendenwillige IOTO-Inhaber können sich hier oder hier melden.

Die Foundation genießt Priorität, zusätzlich werden aber noch weitere 25 Millionen gesammelt. Dabei geht es um „DEN DEAL“. Ein strategisch wichtiger Großinvestor mit ungeheurer Durschlagskraft, soll durch diese Investition an IOTA gebunden werden. Die Konditionen des Verkaufs werden dabei wohl eher vorteilhaft für den Käufer sein, dafür würde sich dieser wohl massiv mit seinen Ressourcen für IOTA einsetzen. David möchte aktuell noch nicht mehr verraten, erst wenn die Foundation und der Deal durchfinanziert worden sind, wird er den Schleier lüften. Den aktuellen Stand der Spenden gibt es hier zu sehen.  Die Lücke zu den insgesamt 75 Millionen sind leider noch sehr beachtlich.

Technisches: Die GUI wird aktuell vom dritten und hoffentlich letzten Entwickler fertig gestellt. Ich erwarte hier keine Fertigstellung innerhalb der nächsten Woche, bin aber zuversichtlich was die erste oder zweite Aprilwoche angeht. In der Zwischenzeit ist es über Kommandozeilen-Eingaben bereits möglich Transaktionen zu tätigen. Wichtig ist aber zu erwähnen, dass zuerst die Beta-Phase überstanden werden muss, da in der aktuellen Frühphase die Transaktionen evtl. noch nicht 100% ankommen. CfB gibt dann „Grünes Licht“ mit dem offiziellen Release. In der Zwischenzeit hat er IOTA weiter optimiert, aktuell arbeitet er daran, dass Adressen wiederholt verwendet werden können was bisher nicht möglich gewesen war. Aktuell läuft IOTA in der Version 0.8.0. Die Verzögerung der GUI wurde also weiter sinnvoll genutzt die Technik von IOTA zu verbessern.

Der Markt: Heißgelaufen, die vorbörslichen Trades liegen jetzt meistens um die 4’000 Satoshi. Ich rate von vorbörslichen Käufen bei dieser Kurshöhe ab, wir sprechen hier von einer Markkapitalisierung von rund 17 Millionen Dollar und das ist schon heftig. Zeigt aber auch das enorme Interesse an dieser Kryptowährung. Es gab einen Großinvestor welcher wirklich mit großer Wucht hunderte Bitcoin in IOTA konvertierte, da er als Bitcoin-Investor der ersten Stunde, die Angst hätte, IOTA würde den Bitcoin ersetzen und damit seinen Bitcoin-Hort entwerten.

Wann ist der offizielle Release? 15. April – nicht, dass ich es wirklich wüsste aber das stelle ich jetzt einfach mal in den Raum.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in IOTA und JINN investiert.

Qora – Wie ein Phönix aus der Asche!

Qora

Die 2.0 Währung Qora covere ich nun bereits seit dem Oktober 2014. In diesem Zeitraum galt Qora stets als geniale Neuentwicklung mit vielen interessanten Features aber auch ohne nennenswerte Community, so dass die Marktkapitalisierung meist unter 200’000 Dollar lag und Qora somit nicht einmal in den Top 100 aller Kryptowährungen rangierte. Auch da die Coin von einem kleinen Team stets weiterentwickelt wurde und nahezu im Wochentakt neue Versionen veröffentlicht wurden oder auch die Homepage einen sehr guten Eindruck machte, hielt ich ein Comeback stets für möglich.

Nun ist der Knoten tatsächlich geplatzt! Nachdem der Kurs noch bis im Januar bei 3 Satoshi dahindümpelte, was eine Marktkapialisiung von nur 134’000 Dollar bedeutete, begann ein starker Aufwärtstrend. Zunächst wurden bis Mitte Februar die 10 Satoshi überwunden. Nach einer Konsolidierungsphase erfolgte in den vergangenen Tagen dann der ganz große Kursanstieg, welcher Qora in der Spitze auf 27 Satoshi bzw. eine Marktkapitalisierung von über 1.1 Millionen Dollar katapultierte. Der Anstieg war freilich zu schnell und in zu kurzer Zeit und ich vermute es handelte sich um einen klassischen Pump, bei dem sich über die Wochen zuvor einige Spekulanten mit Qora eingedeckt hatten um dann durch ein Hochkaufen das Abladen ihrer Positionen zu ermöglichen an sogenannte Backholder: Kleine Fische die auf dem Höhepunkt der Kurse kaufen und dann die Verluste auf dem Weg nach unten tragen. Die aktuelle Konsolidierung auf 18 Satoshi ist deshalb kein Alarmzeichen und gesund.

Fazit: Ich vermute der Kurs sollte bei 15 Satoshi eine Unterstützung finden. Dort werde auch ich wieder erste Positionen erwerben, da ich bei 23 Satoshi meine Position (welche ich seit Oktober 2014 hielt) verkauft hatte. Wichtig ist, dass Qora durch den Anstieg in das Bewusstsein viele Altcoininvestoren gekommen ist, welche vorher mit der Coin nichts anfangen konnten. Wenn das Qora-Team so weitermacht und sich auch die bisher recht schmale Community weiter verbreitert, sollten mittel- bis langfristig auch Kurse über 30 Satoshi möglich sein. Hilfreich ist auch das Poloniex-Listing, da der Broker in den letzten Monaten die unangefochtene Spitzenposition aller Altcoinbörsen erringen konnte.

Drei Neuemissionen (ICOs) im Check: WAVES – PRISM – Elastic

2016 verspricht ein ICO-Jahr zu werden, insbesondere Lisk zieht die Bitcoin ja wie ein Magnet an. Heute möchte ich Ihnen drei Neuemissionen vorstellen und meine Einschätzung dazu abgeben, ob sich das Zeichnen lohnt oder man doch lieber nicht investieren sollte.

WAVES
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Die Geschichte von WAVES begann letztes Jahr, als sich in der Nxt-Community ein Auseinanderdrifften der Interessen zeigte zwischen den Chefentwicklern (Jean-Luc und Ryker) und SuperNET-Betreiber James. SuperNET war zunächst eng auf die Nxt-Platform abgestimmt und von bestimmten Grundvoraussetzungen abhängig, damit die Kompatibilität gewahrt werden würde, Jean-Luc und Ryker nahmen bei den Updates darauf aber keine Rücksicht, so dass es immer wieder zu Verstimmungen kam. Der aktuelle Konflikt um Nxt 2.0 hat ebenfalls damit zu tun, da sich die Asset-Inhaber und Emittenten übervorteilt hielten. WAVES ist also eine Reaktion unzufriedener Kreise mit Nxt. Und es ist mehr als nur ein laues Lüftchen, es verspricht ein erstzunehmender Konkurrent zu werden.

Bei Altcoinprojekten ist mir das Entwicklerteam immer wichtig. Hier haben wir mit James, Kushti und Coinomat als Projektleiter „viel Power“ dahinter. Es wird 100 Millionen WAVES-Token geben, die alle über das ICO voraussichtlich im April erworben werden können. Es wird kein Mining geben, es handelt sich wie bei Nxt um eine klassische POS-Coin. Sehr interessant erscheinen mir die Features. WAVES ist eine Coin, welche sich auf die Asset-Exchange fokussiert. Diese dezentrale Marktplatz soll auch Asset-to-Asset-Trading möglich machen. Ein Reputationssystem soll zuverlässige Händler kennzeichen. Auch das Crowdfunding soll eine wichtige Rolle einnehmen und damit in Konkurrenz zu Kickstarter treten. Es wird auch einen Lite-Klienten geben mit sehr einfacher Installation. Generell ist es das Ziel möglichst viele Anwender zu gewinnen, die bisher noch nichts mit Kryptowährungen zu tun hatten und ihnen eine Software zu bieten, die ähnlich funktioniert wie das Online-Banking ihrer Hausbank. Hier alle Features im Detail.

Fazit: Ich werde bei ICO-Start noch einmal ausführlich über WAVES berichten. Es sieht aber schwer nach einer Zeichnungsempfehlung aus. Es handelt sich um ein interessantes und ernstzunehmendes Projekt, welches wohl auch einigen Erfolg haben könnte.

 

PRISM
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Das schlimme bei PRISM ist, dass es wohl mit nahezu 100%-Sicherheit ein SCAM ist, aber ein sehr gut gemachter. Es gibt eine schöne Webseite und einen Blog zur ICO – beides sehr nah an Lisk gehalten. Aber das Whitepaper ist geklaut und auch das Bild des CEO. Eindeutiger kann man fast nicht betrügen. Das ist ein glasklarer Fall von ICO-Abzocke.

Fazit: Nicht zeichnen, Betrug!

 

Elastic – Der dezentrale Supercomputer

Während PRISM versucht auf der Lisk-Welle mitzureiten, ist bei Elastic eher Maidsafe das Vorbild. So soll Elastic wie ein dezentraler Supercomputer funktionieren über die Cloud. Jeder, der sich die Software herunterlädt stellt Rechenleistung zur Verfügung. Diese kann dann von anderer Seite gemietet werden und man erhält dafür als Belohnung Elastic-Coins. Hier ein schönes Video dazu. Was mir zu schaffen macht ist die Geschichte der Coin und das Entwickler-Setup. So wurde die Coin von einem gewissen „Lionel Keys“ vorgestellt, der dann auch das Crowdfunding startete und damit begann Bitcoin einzusammeln. Er gab dann aber schnell auf, da das Projekt wohl nicht funktioniert oder aber er hatte einen Betrug vor und bekam kalte Füße. Er übergab das Projekt zu Evil Knieval, der das Projekt unter gleichem Namen fortführte und auch das Crowdsale weiterlaufen ließ. Aktuell ist Lannister der Chefentwickler, kommuniziert aber sehr spärlich. Auch diese Aussagen gefallen mir nicht, hier ist niemand mehr wirklich verantwortlich:

„The Elastic Project is a loose formation of developers. As such, nobody can speak with authority in the name of the Elastic network. The entire development takes place on GitHub (using the push and pull process) and everyone is entitled to contribute. There is no company nor is there a single person behind the Elastic Project.“

Fazit: Der Fall hier ist längst nicht so klar wie bei PRISM. Mir ist das Setup zu dürftig, es fehlt an Verantwortlichkeiten und auch die Geschichte spricht nicht für das Projekt. Ich halte das Projekt nicht unbedingt für einen Scam, aber ich halte die Erfolgsaussichten für relativ mager. Ich würde deshalb das Risiko einer Zeichnung nicht eingehen.

Bitcoin verdienen mit dem Bitcointalk-Account

Altcoininvestoren haben prinzipiell gerne folgendes Problem: Viele Investitionsmöglichkeiten führen oft zu einem äußerst geringen Bestand an verfügbaren Bitcoin. Und es stellt eben doch für viele eine psychologische Hürde dar, dann Euro gegen Bitcoin einzutauschen. Ich möchte Ihnen deshalb heute eine Variante vorstellen, wie sie zuverlässig aber in kleinen Schritten, Bitcoin verdienen können mit einem Bitcointalk-Account.
Am Anfang steht zunächst einmal die Registrierung bei Bitcointalk. Dies empfiehlt sich generell, da Bitcointalk immer noch das Zentrum der Bit- und Altcoinszene darstellt. Dann kann es schon losgehen:

Langzeit-Signatur-Kampagne

An einer Langzeit-Signatur-Kampagne beteiligt sich mit Sicherheit ein Drittel der Benutzer. Dabei vermietet man die Signatur seines Accounts an einen Anbieter. Dazu gibt es hier eine schöne Übersichtsseite. Allerdings: Aller Anfang ist schwer. So richtet sich der Ertrag nach Seniorität des Teilnehmers. Ein Senior Member erhält z.B. bei der YoBit-Kampagne 30’000 Satoshi je Beitrag und ein Junior nur 7’000. Dies hängt auch damit zusammen, dass jeder zusätzlicher Rang mehr Platz in der Signatur ermöglicht. Größere Werbefläche: Mehr Geld.

Beispiel YoBit-Signatur-Kampagne
Beispiel YoBit-Signatur-Kampagne

Coin-Unterstützungs-Signatur-Kampagne
Neue Coins müssen bei über 600 existierenden Altcoins etwas unternehmen um aus der Masse herauszustechen. Deshalb gibt es bei neuen Coins, vor allem wenn ein ICO durchgeführt wird, oft attraktive Prämien, wenn man in seiner Signatur die Werbung für die Coin übernimmt. Die Bezahlung erfolgt allerdings normalerweise nicht in Bitcoin sondern in der entsprechenden Altcoin. Lisk war hier ein Beispiel in den letzten Wochen. Schön hier, dass nicht unterschieden wurde zwischen neuen Mitgliedern und Veteranen. Jeder bekommt hier gleich viel:

Lisk-Signatur-Kampagne
Lisk-Signatur-Kampagne

Fazit: Beide Varianten können Sinn machen. Reich werden tut man davon allerdings nicht. Als Junior sind es nur wenige Cent je Beitrag. Zudem kann das Image im Forum leiden, es gibt doch einige Foristen welche Signatur-Kampagnen-Teilnehmer des Spamings verdächtigen und als Wendehälse, sofern sie immer einmal verschiedene Coins unterstützen. Wer etwas aktiver ist, dem rate ich deshalb zu folgendem Vorgehen: Ein offizieller Account für seriöse Postings ohne Signatur-Kampagne bzw. nur mit der Coin, welche man wirklich als Nr. 1 über Monate unterstützt. Ein zusätzlicher Account für Signatur-Kampagnen. Noch ein kleiner Tipp um den Status des Accounts zu pflegen: Mindestens zweiwöchentlich einloggen und wenn möglich innerhalb von zweiwöchigen Intervallen 14 Postings – so wächst der Status des Accounts am schnellsten.

Altcoin-Dax Coinoindex überwindet magische 1’000 Punkte Grenze

Die Stärke des aktuellen Altcoin-Bullenmarktes zeigt sich messbar in den massiven Kursgewinnen des „Altcoin-Dax“ Coinoindex. Beim Coinoindex handelt es sich um einen passiven Altcoin-Investmentfonds, der gleichgewichtet in die Top 20 aller Altcoins nach Marktkapitalisierung investiert. Der Ethereum-Effekt hatte also nur zu einem kleinen Teil (5%) zu den massiven Kursgewinnen beigetragen. Innerhalb von nur drei Monaten legte der Coinoindex um 118% von 457 Punkte auf aktuell exakt 1’000 Punkte zu. Was für eine Performance!
Coinoindex
Neben Überflieger Ethereum haben auch andere Schwergewichte maßgeblich zu diesem Anstieg beigetragen. MaidSafe stieg in diesem Zeitraum zum Beispiel um über 600%; NEM um atemberaubende 850%.

Woran man merkt, dass die erste Phase des Bullenmarktes abgeschlossen ist, wurde mir klar, als ich mir auf eine Leseranfrage hin in dieser Woche, sehr, sehr schwer tat, einige Altcoins aus dem Ärmel zu schütteln, die noch deutliches Kurspotential aufweisen. Eine MaidSafe wird eben nicht mehr 600% in den nächsten drei Monaten einfahren genauso wie NEM wohl demnächst konsolidieren wird. Die Zeit der ganz leichten Gewinne, in der seit Dezember praktisch jede Altcoin einen positiven Return geliefert hat, neigt sich leider dem Ende zu.

Wo sehe ich in den nächsten Monaten noch weiteres Potential? Hier meine Top 5:
Ethereum: Dauerbrenner, es fließt hier richtig, richtig viel frisches Geld herein von außerhalb des Marktes. Ethereum steht aktuell singulär da, so eine Altcoin gab es noch niemals zuvor.
IOTA: Börsengang wohl erst Anfang April. Gewinnmitnahmen von „Altaktionären“ könnten zu Kaufopportunitäten in den ersten Tagen führen (falls Marktkapitalisierung bei unter 10 Millionen USD).
Nxt: Wegen Nxt 2.0 und da Nxt vom aktuellen Bullenmarkt bisher kaum profitieren konnte.
Counterparty: Hochentwickeltes Protokoll mit guter Asset Exchange.
Qora: Die Entwickler sind dort sehr fleißig und die Marktkapitalisierung liegt bei unter einer Million.

Richtig Geld verdient werden dürfte auch weiterhin mit ICOs, also Börsengänge von neuen Coins. IOTA hat hier als Eisbrecher fungiert, vorbörslich liegen dort die Kurse um 2’500% über den Zeichnungskursen der Altaktionäre. Lisk konnte vom positiven Sentiment bereits massiv profitieren und über 3’000 Bitcoin einsammeln (es werden noch mehr werden). Mir sind alleine noch zwei weitere Großkaliber ICOs bekannt, denen ich viel zutraue und ich hier auch vorstellen werde.

Die nächsten Monate werden sehr spannend werden am Altcoinmarkt. Und vermutlich auch weiterhin sehr ertragreich! Ich bleibe am Ball!

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in Ethereum, IOTA, Lisk, Nxt und Qora investiert.

IOTATOKEN/IOTA: Kursfeuerwerk dank Microsoft-Kooperation

IOTA Logo

IOTA kletterte seit dem 29. Februar in neue Sphären, nachdem Microsoft bekannt gab, dass IOTA nun ebenfalls bei ihrem Blockchain-Service-Angebot Azure aufgenommen worden ist. Auch die Art der Ankündigung ist denkwürdig, IOTA wird in den höchsten Tönen als bahnbrechende neue Technologie gelobt. Die Aufnahme erfolgte auch sehr früh, sämtliche anderen Coins welche bei Azure dabei sind, waren vor der Aufnahme mindestens ein Jahr am Start (wie Ethereum, Emercoin oder Factom). Microsoft hat den Code von IOTA mit Sicherheit genau unter die Lupe genommen und sauber getestet, sonst wäre diese Aufnahme zu diesem Zeitpunkt nicht möglich gewesen. Hut ab vorm IOTA-Team, welche diesen Deal eingefädelt haben. Das erleichert es nun auch andere Firmen im Bereich Internet-der-Dinge bezüglich der Nutzung von IOTA zu überzeugen. Fleißige Community-Mitglieder haben bereits Kontakt zu den wichtigsten IOT-Firmen aufgenommen und teilweise gab es schon sehr vielversprechendes Feedback (von AnyBridge M2M zum Beispiel).

Der vorbörsliche IOTA-Handel nahm durch diese Neuigkeiten große Fahrt auf. Dies wurde auch deshalb möglich, da Chef-Entwickler Come-from-Beyond sich dazu bereit erklärte, komplette Acounts aus dem Genesis-Block heraus von Verkäufern an Käufer zu übertragen, so dass ein korrekter Eigentumstransfer selbst ohne Börsenhandel möglich wurde. Aktuell haben sich die Preise auf ungefähr 2’000 Satoshi eingependelt (bei einem Startpreis von 130 Satoshi). Der Service von Come-from-Beyond ist gestern auch ausglaufen, da heute der definitive Genesis-Block erstellt worden ist. Jetzt müssen sich Käufer wieder auf „den guten Namen“ des Verkäufers verlassen, also damit, dass er sich bereit erklärt ihnen die verkauften IOTA zu liefern, wenn die Beta-Phase beginnt.

Bei der Benutzeroberfläche (GUI), gilt leider weiterhin: „Was schief gehen kann, geht auch schief.“ Hier die ganze Geschichte: Im Dezember beschloss die Community, anstatt einer robusten aber recht häßlichen GUI, welcher Come-from-Beyond selbst gebaut hatte, diese Arbeit an Profis auszulagern. Auch CEO David war der Meinung: „Der erste Eindruck zählt“. Also wurde diese Aufgabe an eine bekannte Softwarefirma in San Francisco übergeben (www.creativeda.sh). Dort kam das GUI-Projekt gut voran – bis deren Chefentwickler kündigte. Die ganze Firma war auf der Expertise dieses Mannes aufgebaut, so dass David den Auftrag dort abzog und des Projekt einem anderen Entwickler übergab. Auch dieser Mann (Dan Warfel) hatte eine gute Reputation und versprach schnellstmögliche Fertigstellung bis Mitte Februar. Seither jedoch legt er ein Verhalten an den Tag wie der von Jesse Eisenberg verkörperte Mark Zuckerberg im Film „The Social Network“, als er den Winklevoss-Zwillingen verspricht ihnen die Benutzeroberfläche für ihr soziales Netzwerk zu bauen, aber stattdessen auf Tauchstation ging bzw. unglaubwürdige Ausreden mailt. Der Stand von heute ist, dass Dan zu 90% fertig mit der GUI sei. Allerdings würde selbst eine sofortige Lieferung der GUI nicht direkt zum Beta-Release führen, da die GUI von Come-from-Beyond vorher noch getestet werden muss. Nach den Tests erfolgt dann die Verknüpfung der GUI mit IOTA (Front- mit Backend), was auch einigen Arbeitsaufwand bedeutet. Erst wenn diese Kombination getestet worden ist, kann ein Beta-Release erfolgen. Also mindestens eine Woche, eher nach länger. Ich habe intern bereits für einen Plan B plädiert, eine einfache GUI für die Startphase, was aber nicht auf Begeisterung von CEO David stiess. Wir werden sehen, wie es hier weiter geht.

Ganz wichtig ist aber die Feststellung, dass die Probleme mit der GUI, keine Probleme mit der Funktionalität von der Kryptowährung IOTA bedeuten. Die GUI ist nur die schöne Optik, wichtig ist das sogenannte Backend. Und genau das ist für Microsoft und IOT-Anwender entscheidend. IOTA wurde in den letzten Wochen von Come-from-Beyond stetig weiterentwickelt. Er wusste die zusätzliche Zeit sehr gut zu nutzen. So gab es am Mittwoch das Release zur Version 0.5.1. Hier gab es dann auch am Donnerstag den ersten erfolgreichen Test einer Transaktion ohne Gebühren, ein bedeutender Meilenstein. Zusätzlich wurde für die bessere Kommunikation innerhalb der Community wurde jetzt ein Forum eröffnet, welches bereits rege genutzt wird: http://forum.iotatoken.com

Fazit: Ich bin ja bei IOTA Pionier und habe die Coin stets als erste Kryptowährung der dritten Generation gesehen. Diese Ansicht schält sich nun langsam am Markt heraus. IOTA hat in vielfacher Hinsicht das Potential einer der wichtigsten Altcoins des Jahres zu werden. Ich gehe deshalb von einer zweistelligen Millionen-Marktkapitalisierung zum Start aus und damit einer Platzierung in den Top 10 der Kryptowährungen – noch vor Nxt. Nur heißt es für Investoren noch etwas Geduld mitzubringen, vermutlich wird die Hängepartie um die GUI noch mindestens zwei Wochen anhalten. Aber diese Geduld wird sich wohl auszahlen, so wie sich die Wartezeit seit dem Crowdsale im Dezember insgesamt sehr positiv für die Investoren gestaltet hat.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in IOTA investiert.

Götterdämmerung: Ethereum triumphiert – Bitcoin wankt

Ethereum Banner @Cointelegraph.com

Der Siegeszug von Ethereum nimmt kein Ende: Gehörte die Coin bereits seit Dezember zu den großen Gewinnern, konnte Ethereum Ende Januar an Litecoin vorbeiziehen. Damals brachte Ethereum die stattliche Marktkapitalisierung von 170 Millionen Dollar auf die Waage. Wer hätte damals gedacht, dass dieser Anstieg noch steiler werden würde? Nahezu ohne jeden Rücksetzer oder nur den Hauch einer Konsolidierung schießt Ethereum heute auf eine Marktkapitalisierung von 950 Millionen Dollar, die Milliarde fest im Visier. Ein Ether kostet aktuell 12.25 Dollar. Nur um die Dimensionen zu verdeutlichen: Der Kurs war vor zwei Monaten noch bei unter einem Dollar. Was wir aktuell erleben wird nicht nur Altcoin-Geschichte schreiben. Litecoin war zwar im November 2013 noch etwas höher (kurzzeitig eine Milliarde Dollar), damals war aber ein Bitcoin-Bullenmarkt. Hier ist es umgekehrt: Ethereum steigt weil enorm viel Geld aus dem Bitcoin in Ethereum umgeschichtet wird. Der Bitcoin schwächelt momentan. Und auf einmal ist der Abstand gar nicht mehr so massiv: Aktuell ist der Bitcoin nur noch gut das Sechsfache von Ethereum wert. Das ist der geringste Vorsprung, welcher er einer Altcoin gegenüber je hatte. Ethereum ist zudem die erste Altcoin, der es gelingt, massiv frische Gelder zu gewinnen, die vorher nicht in der Kryptolandschaft investiert waren. Ethereum hat mit Vitalik Buterin ein Gesicht:

Vitalik Buterin @Cointelegraph.com
Vitalik Buterin @Cointelegraph.com

Ein Gesicht welches die Medien lieben, während der Bitcoin zurzeit nur durch den Streit wegen der Blocksize Schlagzeilen macht. Aktuell sieht der Bitcoin gegenüber Ethereum ziemlich alt aus.

Aber wie heißt es so schön: „Nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird.“ Ethereum hat aktuell noch nicht die Infrastruktur, welcher der Bitcoin aufweist. Fast jede Großstadt hat Bitcoin-Automaten und es gibt viele Akzeptanzstellen. Zudem darf man bei aller Euphorie nicht vergessen, dass das Ethereum-Team im Januar mit Gavin Wood, einen ihrer bisherigen Hauptprogrammierer verloren hat. Auch ist bei Ethereum noch vieles nicht verwirklicht, was versprochen wurde. Die Visionen von Vitalik Buterin sind groß, es fehlt aber größtenteils noch die Praxisumsetzung. Wichtig auch zu erwähnen, dass Ethereum gegenüber dem Bitcoin eine relativ große Inflation aufweist. Ethereum weist eben kein festes Coinlimit auf, durch den Umstieg auf Proof-of-Stake wird sich der Anteil von Ethereum jedes Jahr weiter erhöhen, während beim Bitcoin bei 21 Millionen definitiv Schluss sein wird.

Und nicht zu vergessen: Ethereum ist wie Bitcoin eine klassische Blockchain-Coin. Was ist aber, wenn die Zukunft von Coins ohne Blockchain dominiert wird, wie jetzt z.B. mit IOTA ein Vertreter an den Start geht? Für mich ist IOTA deshalb die erste 3.0 Coin.
Vieles ist noch offen, es bleibt auf jeden Fall spannend. Vielleicht sogar spannender als in den verrückten Monaten um den Jahreswechsel 2013/14.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in Ethereum und IOTA investiert.