Archiv für den Monat Februar 2016

Nxtcoin [Nxt] – Revolution oder Evolution?

Nxt
Die Nxt-Community wird derzeit durchgerüttelt wie seit dem Start vor über zwei Jahren nicht mehr. Die Emotionen schiessen hoch und es gibt erbitterte Forenschlachten. Was ist der Grund für diesen Aufruhr?  Die Nxt-Chefentwickler Jean-Luc und Ryker machten am 8. Februar einen revolutionären Vorschlag, den ich grob zusammenfasse:

Nxt soll aufgespalten werden in zwei Währungen. Das heutige Nxt wird nur noch ein Child-Chain des neuen Nxt sein genannt fNxt für „forgingNxt“. Der Hauptchain wird also durch die neue fNxt gebildet. Und dieser Hauptchain soll so leichtgewichtig wie möglich werden und bleiben, kann also nur noch forgen. Das bisherige Nxt ist zwar seiner Forgingfunktion beraubt, soll aber ansonsten wie bisher funktionieren. Jeder Nxt-Halter wird nach einer Hardfork dann zusätzlich im Verhältnis 1 zu 1 fNxt besitzen. Nxt sollen dann in der Zukunft jederzeit in fNxt umgetauscht werden können, falls Leute sich stärker auf das Forgen konzentrieren wollen.

Das Hauptproblem besteht nun darin, dass Nxt in der Asset-Exchange schätzungsweise einen Gegenwert von rund 20 Millionen Dollar vereint. Zum Beispiel Supernet, JINN oder LIQUID. Die Asset-Halter haben nun Angst unter die Räder zu kommen, da ihnen eben keine neue Coins zukommen, weil die Assets nur in Nxt gehandelt werden und selbst keine Nxt sind. Sie gehen also leer aus und so wird ein Abverkauf von Assets gegen Nxt erwartet, um doch fNxt zu erhalten. Zusätzliche Kursverluste werden erwartet, da sich die bisherige Marktkapitalisierung von Nxt auf die zwei Standbeine fNxt und Nxt verteilen sollte, die Assets aber weiterhin in Nxt notiert bleiben sollen. Die Asset-Halter drängen unter der Federführung von James aka jl777 (Supernet und vieles mehr) keine Revolution durchzuführen, sondern sämtliche Änderungen auf der bisherigen Basis durchzuführen (Evolution). Auch hat ein Teil der Nxt-Community die Sorge, dass die Asset Exchange Schaden nimmt und damit das bisherige Prunkstück von Nxt (Markkapitalisierung 3x höher als bei Nxt selbst) in der Bedeutungslosigkeit versinkt. Dass die Gans die goldene Eier legt einfach ohne Not geschlachtet wird.

Ryker und Jean-Luc argumentieren jedoch damit, dass nur durch die Aufspaltung neue Möglichkeiten wie Child-Chains möglich warden. Zudem könne man sich nur so der schweren Blockchain entledigen (mindestens 1 Gigabyte zusätzlich pro Jahr) und Nxt durch die neu gewonnene Leichtgewichtigkeit, weiteren Anwendungsmöglichkeiten erschliessen. Diese Child-Chains könnten eine grosse Möglichkeit darstellen, richtiges Business über den Nxt-Blockchain zu verankern. Man nährt durch diesen Schritt als Nxt der erfolgreichen Ethereum an.

Ich habe dazu eine klare Meinung:
Auf jeden Fall Revolution und Nxt 2.0. Stillstand ist der Tod bei Altcoins, man muss aktiv sein und auch dem Markt etwas bieten. Laut Ryker könnte die Blockchain von Nxt von aktuell 1.5 Gigabyte für fNxt auf rund 10 Megabyte eingedampft werden. Das gibt schon ganz neue Möglichkeiten. Ich war und bin immer ein Verfechter von Leichtgewichtigkeit. Wenn Nxt den Wechsel so durchzieht, haben wir ein leichtgewichtiges fNxt, welches man wie IOTA für das Internet-der-Dinge einsetzen kann und das bisherige Nxt bleibt weiterhin wie gewohnt erhalten. Selbst der mögliche Schaden an der Asset-Exchange wird durch die Vorteile überkompensiert. Die Altcoinmärkte reagieren nicht auf kleine Dinge, nur durch spektakuläre Aktionen, kann man sich aus der Masse der Coins hevorheben. Dass aus einer Coin zwei Coins werden stellt ein starker Kaufanreiz dar. Zusätzlich kommt bei Nxt eine Sondersituation zum Tragen, derer sich viele aktuell gar nicht bewusst sind: In circa zwei Wochen wird wohl IOTA die Beta-Phase starten und es deutet sich ein Start an, welcher den ICO-Investoren einen Return des Vielfachen ihres Einsatzes verspricht. Diese Investoren werden teilweise verkaufen und überschneiden sich oft mit der Nxt-Community. Es ist sehr wahrscheinlich, dass diese Gewinne zum Teil in Nxt investiert werden und so den Preis nach oben ziehen. Nxt konsolidiert aktuell bei unter 1800 Satoshi – das ist rund 25% niedriger als vor zwei Wochen. Ich sehe aktuell eine ausgezeichnete Kaufgelegenheit mit sehr gutem Chancen/Risiko-Verhältnis.

PS: Der Altcoinspekulant geht in den Urlaub und meldet sich irgendwann im März zurück.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in Nxt investiert

Airdrop (Gratiscoins) bei CYGNUS [CYG] – Nehmen wir mit!

Cygnus
Airdrops, also die Verteilung von Gratiscoins an eine gewisse Anzahl von Leuten, gehören natürlich zum Besten was einem in der Altcoinwelt passieren kann. Kein finanzieller Aufwand und trotzdem teilweiser hoher Return, wie bei Decred zum Beispiel. Nun gibt es eine neue Gelegenheit. CYGNUS heißt die Coin, welche aktuell 1’000 Teilnehmern die Möglichkeit gibt am Airdrop teilzunehmen.

Details zur Coin: Es handelt sich um eine hybride PoW/POS Coin wie zum Beispiel Emercoin. Es können nur 25.6 Millionen Coins gemint werden, also kaum mehr als bei Bitcoin oder Decred. Dafür liegt die jährliche Verzinsung in der Wallet bei stattlichen 25%. Es besteht also ein großer Anreiz die Coins in der Wallet zu lassen anstatt auf den Altcoinbörsen zu parken. Von 25.6 Millionen Coins sind 8.25% premined. Davon wird die Hälfte für Bounties und sonstige Belohnungen verwendet, die andere Hälfte in Höhe von 1’187’000 wird für die 1’000 Airdrop-Adressen auf die Seite gelegt.
Der Mining-Algorithmus ist X11, es gibt sogar bereits zwei Pools, obwohl die Coin erst zwei Tage alt ist. Das Interesse an der Coin innerhalb der Community ist sehr hoch – das erkläre ich mir mit den Nachwirkungen von Decred. Technisch gesehen nämlich gibt es ansonsten nichts weltbewegendes zu berichten. Das Mining erhält mehrere sogenannte Super-Block-Phasen mit höheren Blockrewards um die Miner bei Laune zu halten, ansonsten ein normaler Klon, welcher die Altcoinwelt mit Sicherheit nicht revolutionieren wird. Die Windows-Wallet ist sehr installationsfreundlich und funktionierte bei mir auf Anhieb (47 Connections, sehr sehr gut)

Fazit: Mitmachen natürlich! Allerdings sind die Restriktionen recht hart. Man braucht einen Bitcointalk-Account mit Member-Status, muss also schon einige Monate dabei sein und über siebzig Beiträge verfasst haben. Sind die Bedingungen erfüllt, einfach folgendes Formblatt
• Bitcointalk.org username*:
• Bitcointalk Rank*:
• Cygnus address*:
ausgefüllt an cygnus.dev senden, welcher die 1’000 Airdrop-Pakete verteilt. Jeder erhält 1’187.40 Coins. Was diese Coins wert sind wird sich bald zeigen, die Coin dürfte recht schnell bei kleineren Altcoinbörsen wie Yobit.net gelistet werden.

Disclaimer: Hinweis auf Interessenskonflikt, ich habe am Airdrop teilgenommen und bin daher in CYGNUS investiert.

Lisk: ICO/Börsengang mit 24 Stunden Spezialbonus

Lisk Logo
Über den Börsengang/ICO von Lisk habe ich ja bereits am 10. Februar ausführlich berichtet. Heute ging es dann los. Lisk-CEO Max Kordek hat in der Zwischenzeit kräftig die Werbetrommel gerührt. Hier ein schönes Beispiel für intelligentes Marketing im Direktvergleich mit dem Riese Ethereum. Zudem gab es klug ausgewählte Bounties, welche dazu animierten Lisk bei Twitter zu folgen, Facebook zu liken bzw. den Newsletter zu abonnieren. Insgesamt konnte so eine große Beteiligung der Community erreicht werden. Lisk erreichte innerhalb von wenigen Wochen mehr Menschen als Crypti innerhalb von 1.5 Jahren. Um noch auf der sicheren Seite zu sein („cover your ass“) hat das Lisk-Team sogar eine Anwaltskanzlei als Berater engagiert um im Minenfeld von von EU und US-Recht nicht in Schwierigkeiten zu kommen.

Das ICO begann heute etwas holperig, so gab es eine Verspätung von mehreren Stunden. Die Bedingungen sind noch ähnlich wie vor zwei Wochen angekündigt: Wer bis zum 28. Februar investiert erhält auf seine Altcoin und Bitcoin-Zeichnungen einen Bonus von 15%. Über den Partner ShapeShift kann jetzt aktuell nahezu jede Altcoin im Tausch gegen Lisk angedient werden. Als Anreiz für „very very Early Birds“ gibt es nur heute noch zusätzliche Lisk-Coins für alle Zeichner. Ein Extra-Topf von 200’000 Lisk wird auf alle Zeichner von heute verteilt. Und das hat gewirkt, es sind bereits über 400 Bitcoin innerhalb weniger Stunden herein gekommen!

Unbenannt
Max feiert das gute ICO-Ergebnis @cointelegraph

Ein unglaublicher Erfolg, ich hätte selbst ein Endresultat von 400 Bitcoin für ein tolles Ergebnis gehalten. Jetzt sieht es danach aus, dass Lisk ein Vielfaches von IOTA einnehmen wird. Da können 3’000 Bitcoin und mehr herauskommen. Crypti (XCR) können übrigens bis zum Zeichnungsende zum Fixpreis von 1300 Satoshi angedient werden, allerdings erhalten Crypti-Zeichner keinen Bonus, wobei der aktuelle Kurs von Crypti nahezu den 1300 Satoshi -15% entspricht. Eine Anleitung zur ICO mit vielen Bildern gibt es hier.

Fazit: Ich zeichne Lisk, da ich die Plattform für ausgereift halte und mir auch der Client sehr gut gefällt. Zudem hat Lisk das Potential über die Dezentralen Apps (Dapps) im Revier von Ethereum zu wildern. Allerdings sollte man nicht außer Acht lassen, dass der Return on Investment nicht so hoch ausfallen wird, wie bei kleineren ICOs. Die nahezu perfekte Marketingmaschinerie führt dazu, dass jetzt vermutlich viele 1’000 Bitcoin in Lisk fließen. Deshalb nicht zuviel erwarten, ich bin von einem gewissen Erfolg überzeugt, aber ich glaube nicht an Faktor x10 oder x20 gleich vom Start weg. Lisk muss sich zuerst beweisen,  mit den ersten Dapps, welche auch einen praktischen Nutzen haben. Das Projekt ist auf jeden Fall jetzt hervorragend durchfinanziert und auch das ist ein wichtiger Baustein für den zukünftigen Erfolg.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in Crypti und Lisk investiert.


Mojocoin: Neustart mit Börsengang/ICO

Mojocoin
Es ist bereits einige Zeit her als ich über Mojocoin berichtet habe. Das damalige Konzept sah vor, dass man über ein breites Giveaway an Bitcointalk-Mitglieder möglichst eine große Basis an Nutzern erhält. Das Problem war allerdings, dass die Coin nur über Nxt erhältlich war und so die Benutzerbasis und das Interesse deutlich eingeschränkt war. Vielen war es schlicht zu mühsam sich extra Nxt zu installieren um an die Gratis-Coins zu gelangen. Die Entwickler beschlossen deshalb das Projekt noch einmal neu zu starten. Mojocoin ist jetzt unabhängig von Nxt. Es handelt sich um eine Proof-of-Stake-Coin mit 100 Millionen Coins (Blockzeit 60 Sekunden). Die Wallet ist bereits einsatzfähig und sieht so aus:MojoWalletBild

Das bekannte Bild, da es sich um einen modifizierten Novacoin-Klon handelt. Technisch also aktuell anspruchslos, allerdings will das Entwicklerteam diese Basis in den nächsten Monaten noch um folgende Funktionen erweitern:
-Dezentrale Anonymität über eine Coin-Mixer-Funktion
-BTC-Cross-Send: Damit soll die Bezahlung von Bitcoin direkt über das Mojocoin-Wallet möglich werden
-Masternodes: Höhere Erträge für Masternodes
-ROKOS OS: Macht Staking auf dem Raspery Pi möglich
-Eine leichte Wallet für Electrum
-Ein Twitter-Tip-Bot

Was mir an Mojocoin gefällt ist die recht hohe Verzinsung für das Staking. Die Verzinsung startet mit 15% im ersten Jahr und nimmt danach nach und nach ab. Auch das Entwicklerteam macht Hoffnung, da es nicht ihr erstes Coinprojekt ist. EBK1000 hat bereits Bitzcoin entwickelt und deshalb Erfahrung. Auch die Webseite ist sehr professionell und das Twitter-Marketing aktiv.

Wie funktioniert der Börsengang/ICO? Das ist recht simpel. Man muss lediglich den Client herunterladen (hier) und dann seine Mojo-Adresse in dieses Formblatt eintragen. Man erhält dann eine Bitcoin-Adresse und kann den Wunschbetrag senden, mindestens aber 0.01 Bitcoin (rund 4 Euro). Die 70 Millionen Coins, welche beim ICO verkauft werden, werden kann auf die Investoren je nach Bitcoin-Anteil verteilt (wie bei IOTA oder Nxt). Man weiß also zum Investitionszeitpunkt noch nicht, wieviele Coins man erhält. Es hängt davon ab wieviel Bitcoin insgesamt investiert werden. Dazu ein Beispiel: Sollten 70 Bitcoin zusammen kommen, erhält jeder, der 0.1 Bitcoin investiert 100’000 Coins. Der aktuelle Stand wird schön auf der Homepage veranschaulicht. Wer noch Coins von der „alten“ Mojocoin hält, welche auf der Nxt-Asset-Exchange notiert sind, erhält zudem entsprechend „neue“ Coins. Dazu einfach EBK1000 kontaktieren und ihm die Nxt-Adresse und neue Mojocoin-Adresse mitteilen.

Zeichnen oder nicht? Mojocoin ist ein kleines Projekt, welches aber sehr gut gemanaged ist und bisher äußerst professionell aufgetreten ist. Es wird die Kryptowelt nicht ändern, aber das Sentiment ist aktuell sehr positiv was ICOs and Altcoins angeht. Ich gehe von einem gewissen Erfolg aus und werde selbst zeichnen. Ich würde den Einsatz aber limitieren auf einen Betrag zwischen 0.1 und 0.01 Bitcoin. Selbst mit 0.01 Bitcoin erhält man mindestens 34’482 Coins.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in Mojocoin investiert.

IOTATOKEN / IOTA – Update vor der Beta-Phase

IOTA elektrisiert weiterhin die Altcoin-Märkte. Ich wüsste seit Ethereum keine Neuemission, die ein derartiges Interesse in der Altcoin-Community hervorgerufen hat. Und weit über die Community hinaus, schliesslich soll IOTA nicht weniger als der Baustein des Internet der Dinge sein. Stas Oskin aus der IOTA-Community hat am 28. Januar auf einer IOT-Konferenz in Israel bereits Präsenz gezeigt und IOTA dort vorgestellt. Ziel ist es, dass IOTA-Community Mitglieder weltweit an IOT-Konferenzen teilnehmen und damit den Bekanntheitsgrad erhöhen. Es wird viel diskutiert über praktische Anwendungsmöglichkeiten. Diese sind praktisch endlos, auf Grund der niedrigen Hardware-Anforderungen und der gebührenfreien Transaktionen.

Zur Verzögerung: Nachdem die erste von Come-from-Beyond entwickelte GUI-Benutzeroberfläche Ende Dezember verworfen wurde, hat David (Iotatoken) diese Aufgabe an Profis ausgelagert (Software-Firma in San Francisco). Das ist typisch, dass Programmierer von Programmen nicht unbedingt schöne GUIs bauen. Schon bei Nxt wurde die GUI nicht von BCNext gebaut. Eigentlich wäre die GUI fertig gewesen Anfang Februar , aber David wollte noch einmal Änderungen, da er mit dem Design nicht ganz zufrieden war. Im Gegensatz zu den Jungs von Decred teilt David – wie ich auch – die Meinung, dass das erste Erscheinungsbild entscheidend ist um die Leute von einem Produkt zu überzeugen.
Letzte Woche hat David dann das neue Design abgesegnet. Die GUI soll in den nächsten Tagen fertig gestellt und übergeben werden. Come-from-Beyond wird dann aber einige Zeit dazu benötigen, die GUI zu überprüfen. Wenn dort alles in Ordnung ist, werden noch eine Tage vergehen um die GUI und das IOTA-Backend miteinander sauber zu verbinden. Das wird dann ebenfalls noch einige Tage getestet werden auf Bugs und Flaws. Come-from-Beyond ist sehr zuversichtlich, dass dies schnell über die Bühne geht. Er hat die zusätzliche Zeit seit Dezember benutzt um IOTA noch besser und sicherer zu machen. Die Zeit wurde also gut genutzt. Nach dem Test erfolgt die Beta-Phase bei der IOTA bereits schon richtig gehandelt werden kann (wie Nxt im Dezember 2013 zum Beispiel). In der Beta-Phase ist die Zahlungsfunktion bereits aktiviert, andere Funktionen wie Pruning und Multisignature folgen dann in den Wochen darauf. Aus den genannten Gründen vermute ich, dass die Beta-Phase frühestens in zwei Wochen beginnt, gehe aber im Gegenzug davon aus, dass es keine nennenswerten weiteren Verzögerungen gibt.

Im vorbörslichen Handel auf der Nxt-Asset-Exchange wurden zuletzt unter hohen Umsätzen Preise von 450 Nxt für 1000 IOTA bezahlt, sie sind aber bereits ausverkauft. Der Marktkurs könnte also noch höher liegen, da sich zu diesem Preis aktuell keine Verkäufer mehr finden. Nur noch einmal um diesen Hype zu verdeutlichen: Aktueller Kurs 920 Satoshi, Zuteilungskurs für die „Early-Bird-Investoren“ (mit 15% Bonus) bei 116 Satoshi. Das ist eine Verachtfachung! Und das muss noch lange nicht das Ende der Fahnenstange darstellen, da dies nur eine Markkapitalisierung von circa 4 Millionen Euro bedeutet. Sollte IOTA tatsächlich funktionieren und die gefüllten Erwartungen erfüllen, sehe ich den Preis eher im zweistelligen Millionenbereich. Aber das ist aktuell noch Zukunftsmusik. Zunächst muss IOTA beweisen, dass dieses neue Prinzip des Tangles anstatt der Blockchain funktioniert.

IOTA

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in IOTA und JINN investiert.

MaidSafeCoin: Was steckt hinter dem starken Kursanstieg?

MaidSafe Logo

MaidSafeCoin ist der Gewinner der letzten Tage. Lag die Marktkapitalisierung vor einer Woche noch bei 9.2 Millionen Dollar bei einem Kurs von 5’400 Satoshi, konnte der Wert zulegen auf aktuell 21.4 Millionen Dollar Marktkapitalisierung und einem Preis von 11’500 Satoshi. MaidSafe konnte so auf Platz 7 der Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen vorstossen. Dafür gibt es Gründe, das letzte Update der Entwickler zeigt ein gutes Vorankommen des Projekts.

Was für ein Projekt, wovon redet er da? Dazu muss ich etwas weiter ausholen. MaidSafe startete im April 2014 als ICO über das Mastercoin-Protokoll. Es wurden aber Bitcoin eingesammelt und es kamen innerhalb weniger Stunden über sechs Millionen Dollar an Bitcoin rein, was MaidSafe zusammen mit Ethereum, zu den erfolgreichen „Altcoin-Börsengängen“ überhaupt macht (denken wir daran, dass IOTA gerade einmal eine knappe halbe Million innerhalb eines Monats zusammen brachte). Der Erfolg des Börsengangs vor knapp zwei Jahren hatte seinen Grund: MaidSafe verspricht nicht weniger als die komplette Dezentralisierung des Internets. MaidSafe-CEO David Irvine arbeitet bereits seit 2006 an der Idee. MaidSafeCoins sollen als Brücke dienen dieses Ziel zu erreichen, genannt SAFE-Network. SAFE bedeutet: Secure Access For Everyone. Dieses Netzwerk soll über Peer-to-Peer das Internet komplett umkrempeln. Es braucht keine Server oder Datencenter mehr. Die Rechner sind über das SAFE-Network miteinander verbunden und stellen dafür Festplattenkapazität und Rechenleistung bereit. Dieser Service nennt sich Vault. Die jeweiligen Benutzerdaten sind dabei kryptografisch verschlüsselt, über die einzelnen Vaults verteilt und können nur vom Eigentümer genutzt werden. Eine Art Festplatten-Blockchain. Jetzt kommt der Clou: Jeder der Rechnerkapazität bereitstellt indem er beim SAFE-Network mitmacht, soll als Kompensation sogenannte Safe-Coins erhalten. Dieser Prozess nennt sich nicht Mining sondern Farming. Mit diesen Coins kann man im SAFE-Netzwerk zusätzliche Leistungen einkaufen.
@libre.life
Safe-Coins gibt es aber noch gar nicht! Aktuell wird am SAFE-Netzwerk immer noch gearbeitet. MaidSafeCoins sind als Token gedacht, die, sobald das Netzwerk läuft, im Verhältnis 1 zu 1 gegen Safe-Coins umgetauscht werden können. MaidSafeCoins sind also nur Gutscheine in der Hoffnung in der Zukunft etwas dafür zu kriegen. Und genau das ist der Punkt, an dem mir das Projekt etwas zu vage ist. Ich kann mir Safe-Coins als Investition sicher vorstellen, aber vorher hätte ich gerne das Netzwerk am Laufen und eine gewisse Benutzerbasis. Auch bin ich insgesamt nicht so zuversichtlich, dass das SAFE-Network tatsächlich eine ernsthafte Alternative zu Amazon, Google, Facebook und Co. darstellen kann. Viele nehmen doch das Stehlen von Daten durch die Internet-Giganten und Geheimdienste einfach achselzuckend hin. Deshalb kann ich keine Kaufempfehlung für MaidSafeCoins abgeben, obwohl sich hinter der Idee viel mehr als eine klassische Altcoin verbirgt. Es ist die Idee den Benutzern die Kontrolle über ihre Daten zurückzugeben und das ist höchst ehrenwert. Und wer daran glaubt und dem dies nicht zu vage ist wie mir, der kann die Coin auf Poloniex erwerben.


Europecoin [ERC]: Interview mit CEO Matthias Klees

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Europecoin gehört zu den Coins mit dem professionellsten Online-Auftritt und wird von Matthias Klees aus Bochum geleitet. Es freut mich, dass er sich die Zeit für ein Interview mit mir genommen hat.

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Hallo Matthias, vielleicht zuerst ein paar Worte zu Dir

Matthias:
Gerne, ich wohne in Bochum, Deutschland und bin seit elf Jahren selbstständig mit der Internetmarketing Agentur „Szenekonzept“. Ich begann im Januar 2014 mich an das Thema Bitcoin ranzutasten, um dann eine Woche später zum Kopfsprung anzusetzen. Die Folge waren jetzt zwei Jahre PC -solationshaft und ein zeitweise frustrierter Hund. Ich gründete dann vier wochen später mit Freunden die Firma Transfair und nahm mit 12 Terahash (das war vor zwei Jahren unglaublich viel) das Mining auf. Vier Monate später stellten wir die ersten zwei Two-Way Robocoin ATMS in Europa auf. Nachdem die BAFIN (Bankenaufsicht) uns im August 2014 den Hahn abdrehte, startete ich alleine nochmal. Durch Spekulieren war ich auch als erster beim Europecoin dabei, so zahlte ich das erste Mal Lehrgeld. Aus dem Marketing kommend stellte sich sehr früh das Gefühl ein, einiges besser machen zu können, aber zuerst heuerte ich gegen Bezahlung als Marketing Leiter bei ETHANCOIN an (noch recht naiv, was das Beurteilen von Geschäftspartnern aus der Szene betraf) so lobte ich den Coin begeistert innerhalb von 6 Wochen von 7 Satoshi auf 120 Satoshi, was den Rest des Teams dazu veranlasste, auszucashen und zu verschwinden. Ich beschloss einen Coin zu machen und seinen Erfolg nie wieder von irgend etwas anderem abhängen zu lassen als von mir selbst. Im Moment maintaine ich den Europecoin und betreibe mit zwei Freunden ein Cloudmining Startup staisybit.com


Europecoin hat bewegte Zeiten hinter sich. Könntest Du meinen Lesern die Geschichte dieser Coin erläutern und auch erklären, was Dich inspiriert hat in das Projekt einzusteigen?

Matthias: Europecoin war einer der grössten Scams des Jahres 2014 mit einem Copy-and-Past Peercoin Klon, wie er uninteressanter gar nicht hätte sein können. Er wurde bis zum Ende der Miningphase hochgelobt und dann verschwand der „Entwickler“. Danach war der Coin sechs Monate tot. Ich berate seit fünf Jahren Mitglieder des Europäischen Parlaments zu Sozialen Entwicklungen und zu Marketing Trends im Internet. Meine Erfahrungen haben schon lange den Wunsch aufkommen lassen, meine dort gewonnenen Beziehungen dafür einzusetzen, etwas zu ändern. So beschloss ich eine Organisation aufzubauen, die Grassroots Lobbyisten nach Brüssel sendet um dort als Lobby für Dezentralisierung und Krypto-Währungen gegen das Corporate Establishment einzusetzen. Darüber hinaus hatte ich die Idee ein Blockchain basierendes Lobbycontrol System zu etablieren (mehr in der Roadmap) und als Anschauungs-Objekt anstatt eines Theorie-Models einen Coin ins Rennen zu schicken, der schon von der Bevölkerung im Alltag genutzt wird. Den gibt es aber noch nicht. Da wir in Zeiten leben, wo man Energievergeudung vermeiden sollte, beschloss ich statt einen neuen Coin minen zu lassen, ein paar betrogene Menschen zu retten, indem ich entgegen aller Ratschläge das Europecoin Netzwerk reboote und den Coin übernahm. Was danach geschah würde jetzt jeden Rahmen eines Blogeintrages sprengen. Wer Lust auf einen Krimi hat, dem empfehle ich einen Blick auf das Bitcoingarden Blog zu werfen, die haben unsere Geschichte in drei Artikeln gut dokumentiert.


Bist Du alleiniger Entwickler oder gibt es noch andere Teammitglieder?


Matthias:
Ich war schon ein beschissener Programmierer als ich den Job vor zwölf Jahren an den Nagel gehängt habe. Dehalb waren meine ersten beiden Walletupdates eher ein zweifelhafter Versuch. Zum Glück lernte ich Alberto kennen, der mit mir auch Staisybit gegründet hat und diesen Service selbst geschrieben hat. Er ist einer der Topentwickler dieser Szene, hat V-POS erfunden und seine Handschrift steckt in Projekten wie FUELCOIN, FLY-COIN, SECURITY COIN und vielen mehr. Er wohnt in Italien und ist aus Begeisterung an unserer Sache dem Team beigetreten. Seitdem sind noch zwei Entwickler, die nicht genannt werden möchten zur Hilfe gekommen. Das dritte feste Teammitglied ist Steve a.k. Methamorphin, ein Mitglied das ebenso fanatisch bei der Sache ist, wie ich und mit dem ich mittlerweile eine Firm agegründet habe, von der ihr bald noch oft hören werdet.

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Es gibt ja hunderte Coins mittlerweile, was unterscheidet Europecoin von anderen Coins?

Matthias: Abgesehen davon , dass ich überzeugt bin, dass unsere nach über einem Jahr ungebremste Motivation ein Feature für sich ist, sind wir eigentlich kein „Single Feature“ Coin, bei dem das so leicht zu sagen ist. Aber genau das ist, glaube ich, die Besonderheit unseres Coins. Denn ich meine mit „ganzheitlichem“ Ansatz alles Andere als versprengtes, konzeptloses Aneinanderreihen von Features. Ich habe im Dezember eine umfangreiche Roadmap für die kommenden fünf Jahre veröffentlicht. Diese Roadmap ist unverzichtbare Lektüre, um das Konzept verstehen. Wir haben mindestes alle zwei Wochen einen Lagebericht mit allen unseren Tätigkeiten veröffentlicht (halte ich für ein sonst kaum gesehenes Arbeitsverhalten) und alle zwei Monate eine komplett überarbeitete Fassung unserer Roadmap. Gegenüber unserer fünf Jahresplanung sind wir allerdings zwei Jahre im Vorsprung. Das Wallet wurde überarbeitet mit einer komplett neuentwickelten VPOS engine, In-Waller-Trading und einem Cloudstaking Tab ausgestattet. Das Cloudstakingtab wird aber in Kürze durch eine richtige QT ClientServer Lösung ersetzt, die lokale und in der Cloud stakende Coins dynamisch kontrollieren und verschieben kann. Dieses Tab ist eine Vorschau einer von uns in Entwickung befindlichen COIN-RPC-to-REST-WEBSERVICE-API, die Coin Befehls-Sätze mittels eines simplen Includes einer Datei erweitert und dann jeden beliebigen CHAIN/COIN und jeden beliebigen SERVICE als APP andocken kann. Das erste APP wird gleich mitgeliefert werden, da es sich auch schon im Alphastadium befindet: Ein „Interpeter“, der alle Etherum Blockchainfeatures und das Netzwerk mit seinen Teinehmern und Services bei uns andockt – geplante Fertigstellung in 8-9 Monaten, Status: die API ist schon als Staisybit API in Betrieb der Entwickler arbeitet gerade and der ersten Version der Befehls-Sätze.

Weitere Besonderheiten unseres Coins: Corecoin der ROKOS Flavors Disribution für RASPERRY PI, im Unterschied zu den anderen Corecoins interessant ist die Tatsache, dass wir erste Verträge für eine Serienproduktion eines kompletten „Internet-OF-Things“ Standart kompatiblen Full-Node Hardware Staking wallets, auf Basis dieser Distribution abgeschlossen haben. Desweiteren haben wir vor drei Monaten (nach Verbot von LOCALBITCOINS) den einzigen in Deutschland zugelassenen, Person zu Person Bitcoin-Exchange aufgebaut (bitcoin-treff.de) und sind nun dabei, diesen zu internationalisieren und darüber dann die Europaweite Verbreitung von Europecoin vorranzutreiben. Wenn ich also unbedingt eine Besonderheit unseres Coin nennen müsste würde ich sagen, „wir planen das Zehnfache und setzten es in der Hälfte der Zeit um“ …. aber das wäre ja unverschämt zu sagen 😉


Gibt es bereits eine Verwendung in der Realwelt?


Matthias:
Ja, es gibt schon einige und viele sitzen schon mit Zusage in den Startlöchern, und warten auf ein O.K. weil ich es für sinnvoll halte, erst beizutreten, wenn der Marketcap für unsere Partner einen zufriedenstellenden Umsatz garantieren kann.
Zufriedene Geschäftsparner sind treue Partner. Jedoch werden wir schon bei COINtoPAY, bei CryptoCloud Hosting und beim TradingBot C.A.T. als Zahlungsmittel zugelassen. In Kürze launched moBUinet. Dies ist ein Paymentprovider mit einem BusinessNetwork und Social-Point-OF-SALES Platform, von einem größeren Englischen Finanzanbieter. Die schon implementierte Europecoin-Unterstützung und Partnerschaft mit dieser Firma wird in Kürze eine sehr viel breit gefächerte Akzeptanz für nahezu jedes Produkt bieten. Und noch mehr: Man wird dort auch selber Produkte und Services and den Markt bringen können und Geld (Europecoins) verdienen können. Eine weitere Möglichkeit ERC zu verdienen bietet übriegens der Infernopool Multipool, dass seit einer Woche in Europecoins auszahlt


Die aktuelle Marktkapitalisierung beträgt dennoch nur 90‘000 Euro. Woran liegt es?

Matthias: Um, wirklich ganz ehrlich zu sein: Darüber denke ich selber viel nach. Eine Idee ist, dass die Leute ein zu gutes Gedächtnis haben und nach dem SCAM bei dem Wort Europecoin gar nicht mehr hinsehen oder weil unsere Roadmap vielleicht auch einige entweder überfordert oder sie keine Lust haben, sich länger als fünf Minuten mit der Roadmap zu beschäftigen. Desweiteren, ist es viel schwerer einen schon gescheiterten Coin aus diesem Loch herraus zu wirtschaften, als mit einem neu gehypten Coin, die Vorschusslorbeeren zu verbrennen. Das erste halbe Jahr habe ich quasi in meinem Thread verbracht und mit mir selbst geredet und so getan als würde ich gar nicht merken, dass sich kein Schwein für das, was ich schriebb interessierte. Das hat sich aber zum Glück in den letzten acht Monaten geändert, die Hardfork Version (V2) wurde am ersten Tag über 2000 mal herunter geladen, der Thread ist seit einigen Monaten lebendig. Auch der Trade zieht langsam aber sicher an und immerhin halten wir und schon mal seit neun Monaten wacker auf Bittrex. Wie dem auch sei: Wir bleiben so aktiv und innovativ wie die letzten zwölf Monaten und nichts auf der Welt kann verhindern, das sich unsere Marketcap früher oder später rapide verändert. Davon bin ich fest überzeugt

ip-bitcointalk-org
Gibt es noch Kontakt zum alten Entwickler der Coin? Hat er seine vielen Millionen Coins noch oder zwischenzeitlich verkauft?

Matthias: Noch ein Grund für den niedrigen Marketcap. Kontakt habe ich nicht zu ihm und das dürfte auch sein Glück sein. Aber vor drei Monaten hatten wir einen Preis von 650 Satoshi und er hat in vier Wochen sieben Millionen Coins gnadenlos gedumpt bis runter auf kurzzeitige 120 Satoshi. Der Anblick tat schon in der Seele weh. Zum Glück sind Dumper „Ein sich selbst lösendes Problem“. Sowas kann einen Coin nicht töten, sondern kostet allerhöchtens ein wenig Zeit und Nerven. Ich hab da ein seeehr dickes Fell!

Aktuell wird Europecoin nur bei Bittrex und Bleutrade gehandelt. Hast Du ein Listing bei weiteren Börsen im Visier?

Matthias: Ja, obwohl ich da eher dazu neige die Trades nicht zu sehr zu streuen, bevor wir nicht die passende Größe erreicht haben, halte ich im Moment zwei Dinge für strategisch sinnvoll:
1) ein vielversprechend wachsender, kleiner, dezentral organisierter Market (gerade in Angriff genommen, VOTE FOR US! https://safecex.com/site/login) und wenn das geklappt hat
2) einen mittelgroßen Chinesischen Markt; ich gebe im Moment die dafür sinnvolle Chinesische Übersetzung des Coins und unserer OP in Auftrag, um dann die Kampagne zu planen


Der Abschluss gebührt Dir: Warum sollen wir in Europecoin investieren bzw. minen?

Matthias: Fall das schon gesagte noch nicht reicht, hilft Mathe:
Mit einem für 12 Stunden gemieteten Rig für 0.12 BTC vom miningrigrental.com (60 THS) erreicht man 75k ERC Auszahlung bei Infernopool = 0.19 BTC/ERC und erwirtschaftet damit in 24 Stunden einen Gewinn von 0.14 Bitcoin. Das macht alle neun Tage einen Bitcoin bei einem Preis, der zu Gunsten von Volumen 100 Satoshi unter unserem Durchschnittswert liegt. Deshalb gilt bei dem aktuellen Preis, den wir nur während des Siebenmillionen-Dumps für nicht mal einen Tag unterschritten haben, schnell kaufen, sonst tu ich es 😉

Vielen Dank für das Gespräch Matthias und viel Erfolg mit Europecoin!


Fazit:
Wenn man das oben Gesagte wirken lässt, deutet viel daraufhin, dass Europecoin im aktuellen Altcoinbullenmarkt noch weit bessere Zeiten vor sich haben wird. Die Markkapitalisierung und das Tradingvolumen sind sehr niedrig. Die Aktivität des Entwickler-Teams sind sehr hoch. Ich rate zum Kauf bei Bittrex, eine Vervielfachung des Kurses ist ohne weiteres möglich. Wie immer gilt: Nur Spielgeld einsetzen. Altcoins sind hochriskante Investitionen!

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in Europecoin investiert.

Decred – 323 Euro für Jeden!

Decred

Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich auch aus finanziellen Gründen ein aktiver Teilnehmer am Altcoinmarkt bin. In guten Zeiten – und die haben wir wieder seit einigen Wochen – kann man hier mit überschauberen Einsatz einen sehr hohen Gewinn einstreichen. Beim Airdrop*  von Decred, war es einmal wieder soweit. Jeder, der sich laut meinem Vorschlag vom 30. Dezember zum Airdrop registriert hat und zugelassen wurde, erhielt 282 Coins vor einigen Tagen. Und der aktuelle Kurs je Coin liegt bei 1.29 Dollar, also umgerechnet erhielt jeder Airdrop-Teilnehmer Coins im Gegenwert von aktuell 364 Dollar oder 323 Euro. Nicht schlecht für ein paar Sekunden Arbeit und Glückwunsch an alle, die von diesem Geldsegen profitieren können! Das gibt es nur bei Altcoins!

Wie wurde dieser große Erfolg möglich? Es hat natürlich viel mit Timing zu tun. Decred erschien dann auf der Bildfläche als der Altcoinmarkt nach über 1.5 Jahren Dahinsiechen wieder wachgeküsst wurde. Zudem gingen die Macher hochprofessionell vor, der Launch wurde von einer großen Pressekampagne begleitet und das Feedback der Community war sehr wohlwollend, auch, da einige ehemalige Bitcoin-Entwickler mitmischten. Decred wollte keine Altcoin sein sondern eine bessere Bitcoin, so verschreckte man die Bitcoin-Community nicht, bei der große Teile normalerweise bei 2.0 und 3.0 Coins panisch hinter die Büsche flüchten.

Ich konnte jedoch nicht überzeugt werden. Die Coin ist sehr langsam, teilweise gab es nur vier Blöcke die Stunde. Die Installation des Clienten wurde für die meisten zu einer mehrstündigen Tortur, die an Kompliziertheit kaum zu überbieten war. Und glauben Sie mir: Ich habe mir schon viele Coins auf meinen Computer geholt, keine war so umständlich zu installieren wie Decred. Zwar hatte Ethereum vor einem Jahr einen ähnlich harzigen Start (keinen richtigen Client, nur Kommandozeileneingabe), aber Decred hat eben keinen Vitalik Buterin in Reserve… Leute ausserhalb des harten Kerns der Kryptogemeinde, kann man damit mit Sicherheit nicht überzeugen. Ich nahm mir sogar die Zeit die Decred-Macher etwas im Twitter zu verspotten:
Decred

Und so kommen wir auf einen weiteren Grund des Erfolges: Die Kompliziertheit! Viele Teilnehmer des Airdrops waren derart überfordert mit Decred, dass sie nicht fähig waren den Client zum Laufen zu bringen. Es gab 2’971 erfolgreiche Teilnehmer des Airdrops (es waren zuerst mehr, aber es wurden noch einige Multi-Accounts herausgefiltert) und davon sind 2’163 Adressen immer noch völlig unangetastet. Zugleich ist der Mining-Prozess sehr langsam, die meisten ziehen nur rund 2-3 Coins am Tag heraus, da es ja auch nur wenige Blöcke jede Stunde gibt. Beide Faktoren führen dazu, dass die Anzahl der Coins am Markt künstlich verknappt ist, was den Preis in die Höhe getrieben hat. Dies wird meines Erachtens aber nicht lange der Fall sein. Viele, der 2’163 werden langsam merken, dass man den Airdrop auch relativ unkompliziert über die Web-Wallet anfordern kann, ohne sich den Stress der Software-Installation zu machen. Und diese Coins werden dann auf den Markt geworfen und der Preis wird wieder deutlich sinken.

Mein Rat an alle: Airdrop schnellstmöglich auscashen (bei Bittrex verkaufen) und weiterziehen – hier gibt es nichts zu sehen. Decred ist kein ernsthafter Konkurent für Bitcoin, Ethereum und Co.

*Airdrop: 4% aller Coins von Decred wurden an bis zu 5.000 Teilnehmer verschenkt. Man musste lediglich mit einem Link bestätigen, dass man im Krypto-Bereich aktiv ist (ein Link zum Bitcointalk-Profil zum Beispiel). Das war in wenigen Sekunden erledigt und es mussten keine weiteren Bedingungen erfüllt werden.

Burgfrieden bei Crypti/Lisk – Lisk wird Crypti wohl ersetzen

Ich habe ja bereits mehrfach über den Split der Community bei Crypti und der Abspaltung Lisk berichtet. Nun scheint sich eine zufriedenstellende Lösung anzubahnen, nachdem mit Max und Olivier die Zugpferde Crypti verlassen haben um mit Lisk frisch durchzustarten. Die verbliebenen Verantwortlichen bei Crypti sahen bereits kurz darauf ein, dass die Überlebenschancen mit zwei separaten Systemen, die sich möglicherweise noch bekriegen, deutlich geringer sind. Deshalb empfiehlt die Crypti Foundation nun offiziell das Umtauschangebot im Rahmes des ICOs von Lisk anzunehmen und Crypti in Lisk umzutauschen. Zusätzlich konnte das Lisk-Team gestern vermelden, dass der bisherige Chefentwickler von Crypti, Boris Povod, jetzt als Berater bei Lisk arbeiten wird. Es läuft also alles darauf hinaus, dass Lisk die Führungsrolle übernehmen wird und Crypti langsam ausläuft, obwohl es natürlich einige (unverbesserliche) Enthusiasten geben wird, die weiterhin an Crypti festhalten werden. Das ist keine Liebesheirat, aber es entspricht der Rationalität und rechne beiden Seiten hoch an, dass sie eine zufriedenstellende Lösung gefunden haben. Max und sein Team haben also innerhalb kürzester Zeit schon viel erreicht!
Max in Feierstimmung @cointelegraph

Mittlerweile sind auch die Eckdaten zum ICO („Börsengang“) von Lisk bekanntgegeben worden. Das ICO wird am 22. Februar starten und die Möglichkeit der Zeichnung besteht vier Wochen bis zum 21. März. Akzeptiert als Währung werden Bitcoin, Ethereum und Crypti. Es wird 100’000’000 Millionen Lisk geben (wie bei Crypti) wobei 85’000’000 Millionen beim ICO von Investoren erworben werden können (Rest für Bounties, Entwicklung etc.). Wer bis zum 28. Februar investiert erhält auf seine Ethereum und Bitcoin-Zeichnungen einen Bonus von 15%. Dieser Bonus wird für Crypti nicht gewährt, allerdings werden Crypti zu einem sehr fairen Fixkurs von 1’300 Satoshi in Zahlung genommen, bei einem aktuellen Börsenkurs von lediglich 700 Satoshi. Zusätzlich wird für Crypti-Investoren noch ein weiteres Sicherheitsnetz gespannt: Eingetauschte Crypti können bis einen Monat nach dem Börsengang (18. April) wieder zurückgetauscht werden, man erhält seine Crypti also auf Wunsch wieder zurück. Dadurch und dank der Umtauschempfehlung der Crypti Foundation, wird wohl die Mehrheit aller Crypti in Lisk beim ICO investiert werden.

Fazit: Ich rate zur Zeichnung. Ethereum elektrisiert derzeit die Märkte, dabei kann Lisk ähnliches leisten und die Programmierung dezentraler Applikationen (Dapps) ist bei Lisk zudem viel einfacher als die sogenannten Smart Contracts bei Ethereum, da JavaScrypt weltweit verbreitet ist. Es werden wohl maximal 1’000-2’000 Gegenwert in Bitcoin zusammen kommen (also weniger als 1 Million Dollar), aber die Marktkapitalisierung eines „kleinen Ethereum“ dürfte dann nach erfolgreichem Start doch deutlich darüber liegen. Zum Vergleich: die Marktkapitalisierung von Ethereum liegt aktuell bei 336 Millionen Euro. Lisk ist auch eine zweite Chance für alle, die bisher mit ihrem Investment bei Crypti finanziell deutlich unter Wasser liegen.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in Crypti investiert.

Mining-Spaß mit HOdlcoin [HODL]

Ein Grund dafür, dass es immer noch vereinzelte Bitcoin- oder Scrypt-Miner in Deutschland gibt, ist weniger die Profitablität, sondern einfach der Spaß-Faktor. Minen macht Spaß, es ist ein schönes Männerspielzeug, ganz einfach. Wenn die Grafikkarte aufdreht und auf dem Monitor wie bei einem Auto-Tachometer die Hash-Rate erscheint, wenn der Tower nach kurzer Zeit eine große Hitze abstrahlt, das hat das schon etwas. Wenn es einem gelingt sich bei einer neuen Coin frühzeitig an die Pools zu heften und die Coins förmlich in die Wallet sprudeln, dann sind das schöne Erfolgserlebnisse.

Das Größte für einen Miner ist es ohne Pool (also die Zusammenarbeit mit anderen Minern) einen eigenen Block zu finden, also Solo-Mining zu betreiben. Diese Zeiten waren eigentlich seit Jahren vorbei, aber HOdlcoin [HODL] lässt sie wieder aufleben. Selbst ohne spezielle Miningsoftware, nur mit einem normalen Durchnittscomputer.
ip.bitcointalk.org

Zu den Fakten: HOdlcoin ist eine neue Cryptowährung welche Ende Januar startete. Sie basiert auf Bitcoin Core 11.2 weist aber bedeutende Modifikationen auf. So beträgt die Blockgröße komfortable 8 Megabyte. Gesamthaft werden 81’962’100 HODL gemint werden mit einer anfänglichen Blockgröße von 50 Coins. Durch eine hohe Verzinsung wird die Anzahl der Coins aber weit höher ausfallen. Die Coin weist einen ganz speziellen Mining-Algorithmus auf, der das Solo-Mining mit dem CPU (also den Prozessor) erleichert. Es nennt sich Pattern Search und wurde erstmals bei ProtoShares eingesetzt und wird in ähnlicher Form zum Beispiel beim Ethereum-Mining angewendet. Entwickler von HOdlcoin ist FreeTrade, welcher sich seit 2013 als CPU-Miner-Entwickler einen guten Namen gemacht hat und bereits bei Protoshares und Memorycoin dabei war. FreeTrade legt großen Wert auf ein mögliches Solo-Mining und bisher ging seine Strategie auf: Es gibt immer noch keine Pools, die Coin kann aktuell weiterhin erfolgreich mit Solo-Mining auf einem Durchschnittscomputer gemint werden. Das Minen ist dabei sehr einfach: Die Wallet herunterladen und in der Kommandozeile der Wallet (Unter Debugfenster -> Konsole) unten setgenerate true -1 eingeben:
Unbenannt

Schon fährt der Prozessor hoch und man mint fröhlich vor sich hin. Ich kann auf meinem  Pentium i7-4770 mehrere Blöcke täglich finden (je Block 50 Coins):
Solo-Mining Erfolg HOdlcoin
Aber das macht noch nicht den ganzen Reiz dieses Coin-Projekts aus. Spannend ist nämlich auch die riesige Verzinsung, welche die Coin in der Wallet bietet. So bietet die Coin in der Wallet einen anfänglichen Jahreszinssatz von fantastischen 4’267%. Dieser Bonus schmilzt aber innerhalb von 24 Monaten auf eine Verzinsung von 5% jährlich ab; die 5% bleiben dann auf Dauer. Sehr interessant ist ein weiteres Feature, um diese hohen Zinsen sogar noch zu steigern: Die Coin bietet Festanlagen an. Wenn man die Coins in der Wallet fixiert, bekommt man auf die üppigen Zinsen noch einen zusätzlichen Bonus. Beispielsweise für eine Festanlage von 1 Monat gibt es 25% mehr Zinsen, für 3 Monate bereits 67% und für 12 Monate den maximalen Bonus von 100%. Grafisch sieht das so aus:
Verzinsung
Die Coins sind dann aber in der Wallet blockiert (als „unreif“ gekennzeichnet“). Dafür wird man dann aber auch sehr belohnt: Wer heute eine Festanlage für ein Jahr tätigt mit 50.2 Coins erhält dafür in einem Jahr 2’153 Coins:
Wallet
Man wird also für das Halten und Festanlegen der Coins sehr belohnt, woher sich auch der Name „HOdlcoin“ ableitet. Ich habe hier rot markiert, wie der Client denn erkennt, dass man eine Festanlage abschließen möchte. Zunächst einmal muss man eine Überweisung an sich selbst tätigen. Das Spannende zeigt sich nach dem Komma, FreeTrade hat das clever programmiert. Die ersten sechs Zahlen legen die Anzahl Blöcke fest, wie lange die Festanlage laufen soll. Es gibt 561 Blöcke pro Tag, 365 Tage sind also 204’765 Blöcke. Das stellt auch das Maximum dar um einen Bonus zu erhalten. Die 89 ganz am Ende ist der Code um die Festanlage zu aktivieren, wobei einem das System wie oben ersichtlich detailliert auf die Anlagedauer und den Endwert hinweist. Deshalb oben nach dem Komma die acht Stellen 20476589. Wirklich gut gemacht, ich habe so etwas in dieser Form bisher noch nie gesehen.

Fazit: Auf Grund der üppigen Verzinsung und des speziellen Mining-Algorithmus gibt es aktuell noch keine Exchange für die Coin, da die Wallet von einem Standard-Klon stark abweicht. Die Coin macht aber auf Grund des Solo-Minings und üppigen Verzinsung wirklich viel Spaß und so sehe ich doch gewisse Erfolgsaussichten, dass wir hier ein Börsenlisting sehen werden. Zudem hat sich auch schon eine Community in Bitcointalk und Slack gebildet. Der vorbörsliche Handel ist bereits recht lebhaft, Interessierte versuchen sich jetzt bereits Coins zu sichern um über einjährige Anlagen den Einsatz mehr als zu verzwanzigfachen. Die hohen Zinsen sichern das Interesse an der Coin auch dann, wenn das Solo-Mining nicht mehr möglich ist. Dies dürfte vermutlich bereits in einigen Tagen der Fall sein, da ich damit rechne, dass sich Server-Farmen und Pools auf die Coin einstellen.

In der Zwischenzeit gilt: JUST HODL!
HODL

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in HOdlcoin investiert