2 Jahre Nxt – Kryptowährung der 2. Generation

Nxt gibt es nun seit über 2 Jahren. Schon der Start wurde zur Altcoinlegende: Der bis heute inkognito gebliebene Gründer BCNext sammelte ab dem 28. September 2013 innerhalb von zwei Monaten 21 Bitcoins ein. Am 24. November 2013 wurde der erste Block der Blockchain veröffentlicht, der sogenannte Genesis-Block. Eine Milliarde Nxt wurden dabei an die 73 Startinvestoren verteilt (nicht jeder wollte gleich mit 1 Bitcoin einsteigen, Viele investierten nur einige Satoshis). BCNext zog sich nach getanem Werk bereits nach wenigen Monaten zurück, was ihn zu einer ähnlich mystisch-legendären Figur wie Satoshi Nakamoto (Bitcoin-Gründer) werden liess. Es gibt Stimmen, welche davon ausgehen, dass BCNext mit Satoshi Nakamoto identisch sei – wir werden es wohl nie erfahren. Die Coin wurde in den ersten Monaten massgeblich von den Chefentwicklern Jean-Luc und Come-from-Beyond weiterentwickelt, aber auch von einer überaus engagierten Community. Was Nxt besonders macht ist, dass es tatsächlich den ersten gelungenen Versuch darstellt den Bitcoin durch eine dezentrale Kryptowährung der zweiten Generation zu ergänzen bzw. sogar zu ersetzen. Was ebenfalls passte war das Timing: Nxt erschien gerade als der Altcoinmarkt einen Superbullenmarkt erlebte, welcher die Marktkapitalisierung vieler Altcoins innerhalb von wenigen Wochen mehr als verzehnfachte. Bei Nxt führte das dann dazu, dass ein Investor welcher Ende Oktober 2013 1 Bitcoin (damaliger Wert 160 Euro) an BCNext überwies dafür über 47 Millionen Nxt erhielt. Diese waren nur wenige Wochen später über 3 Millionen Euro wert! Vom Tellerwäscher zum Millionär, dank Altcoins! Dies führte dann aber auch zu viel Neid und zu einer starken Polarisierung der Kryptogemeinde. Kaum eine Altcoin wurde so geliebt aber auch so bekämpft wie Nxt. Generell geht die Tendenz dazu, dass viele „Bitcoiner“, welche schon viele Jahre dabei sind und auch selbst Bitcoin- oder Altcoins minten, die „neureichen Nxter“ ablehnen, während Viele, die erst während des grossen Bitcoin- und Altcoinbooms 2013 hinzu kamen und nie selbst gemint hatten, Nxt unterstützen.

Die Fortschritte welche innerhalb der letzten zwei Jahre auf der Nxt-Plattform erzielt wurden sind bedeutend. Es ist viel mehr als eine Kryptowährung, es ist ein komplexes Ökosystem entstanden, implementiert wurden unter anderem: Asset Exchange mit handelbaren Kryptoaktien, welche auch Dividenden ausschütten (Beispiele siehe hier), ein Marktplatz mit vielfältigen digitalen aber auch physischen Gütern (neben Silber, Computerspielen und Hardware wird selbst Traumdeuten angeboten), Private Nachrichten, die auch verschlüsselt werden können, ein Voting-System oder selbst die Möglichkeit Nxt als Basis für eine eigene Kryptowährung zu benutzen. Was mir sehr gut gefällt ist, dass das Forgen (bei Bitcoin würde man Minen sagen) verbessert wurde. Beim Forgen erhält man aus den Blöcken, welche circa alle zwei Minuten im System anfallen, die Gebühr pro Block. Diese Gebühr kommt zustande aus den Transaktionen in NXT welche üblicherweise mindestens 1 NXT Transaktionsgebühr kosten. Forgen funktioniert dabei ähnlich wie ein Lossystem: Je mehr Lose man hat umso eher gewinnt man die Lotterie, in dem Fall den Block. Üblicherweise bekommt also ein Konto welches 10 Millionen Nxt aufweist, 1000x mehr Blöcke als ein Konto welches nur 10‘000 Nxt aufweist. Das führte früher natürlich zu Frust bei den „Kleinanlegern“. Kaum ein kleiner Investor konnte sinnvoll Forgen, da „die Wale“ die Blöcke abstaubten. Nun hat sich zweierlei geändert: Die Blöcke sind voller geworden, da es sehr viel mehr Nxt-Transaktionen gibt. Im Schnitt lassen sich zwischen 2-3 Nxt je Block verdienen. Und man kann nun selbst sein Guthaben an einen grossen, aktiven Account für eine bestimmte Zeitdauer verleasen/verleihen. Dies ist bequem möglich über den offiziellen Nxt-Klienten. Dafür bekommt man anteilsmässig den Ertrag, ein ähnliches Konzept wie es bei Miningpools der Fall ist bei klassischen Coins. Ein Risiko besteht nicht, das Guthaben kann vom anderen Account nicht entwendet warden, man hat weiterhin vollen Zugriff darauf. Mehr Informationen hier. Und das ist nicht alles, es soll noch viel mehr kommen!

Zusammengefasst kann man sagen, dass Nxt mehr als eine Kryptowährung ist, es ist ein komplexes Ökosystem geworden. Nur der Preis spielt nicht mehr mit, aktuell ist der Kurs auf den tiefsten Stand seit Dezember 2013 gerutscht mit einer Marktkapitalisierung von nur noch 6.3 mio. Dollar, das ist ein Kursverlust von 94% seit dem Hoch. Über den Kursverfall werde ich demnächst in einem separaten Beitrag posten. Sie können Nxt unter anderem beim Altcoinbroker Bter.com erwerben.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in Nxt investiert (Nxt:  12368267767575329807)

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