Archiv für den Monat November 2015

IOTA – Vorverkauf bereits gestartet

IOTA habe ich ja bereits vor einigen Tagen ausführlich vorgestellt. Der Vorverkauf ist nun bereits seit Mittwoch im Gange. Der Prozess ist sehr simpel: Wer Interesse an IOTA hat soll einfach mindestens 0.01 Bitcoin an die Adresse 1G8hh3bHMMhZSATwisBVbGFSYBKK3Suib8 senden. Wichtig ist es dabei eine Absende-Adresse zu verwenden, von der auch kleinere Zahlungen möglich sind. So eine kleine Zahlung soll das Guthaben dann ab dem 22. Dezember legitimieren (das stellt sicher, dass der Absender immer noch die Kontrolle über den Bitcoin-Account hat). Näheres wird an diesem Datum auf der extra eingerichteten Seite collect.iotatoken.com bekannt gegeben werden. Also als Absenderadresse nicht Bitcoin.de benutzen (kleine Zahlungen nicht möglich) sondern entweder den eigenen Bitcoin-Klienten oder ein Anbieter wie Blockchain.info. Wichtig ist: Wer bis am Donnerstag, den 3. Dezember um 15:00 Uhr (2 PM UTC) überweist, bekommt 15% Early Bird-Bonus. Es macht natürlich Sinn, dies mitzunehmen. Der Verkauf läuft dann bis zum 21. Dezember. Die 999‘999‘999 IOTA werden dann entsprechend an alle Investoren je nach ihrem Einzahlungsbetrag verteilt. Auch die Halter von Jinn-Assets können in IOTA umtauschen, ich hatte diese Vermutung ja bereits in meinem ersten Beitrag zu IOTA geäussert. Nähere Details zum IOTA-Vorverkauf siehe auch im Bitcointalk-Thread. Vorbildlich finde ich, dass die Initiatoren sich auch sehr deutlich zu den vielen Risiken äussern, die dem Investor drohen. Jeder potentielle Investor sollte sich diese vier Seiten durchlesen, bevor er sich entscheidet.

Fazit: Die Risiken sind sehr hoch. IOTA wendet neue Technologie an, die erste dezentrale Kryptocoin ohne Blockchain sondern dem sogenannten Tangle. Wird das in der Praxis funktionieren? Kann das IOTA-Netwerk die ersten Angriffe abwehren (Nxt wäre durch Angriffe am 23 Dezember fast kollabiert und konnte nur durch stundenlangen Einsatz von Come-from-Beyond gerettet werden)? Kommt es überhaupt zur Zuteilung der Coins, sofern die Entwickler nicht mit den Bitcoin verschwinden?

Ich bin mir über diese Risiken im Klaren und habe dennoch investiert. IOTA vereinigt für mich drei sogenannte Killerkriterien:
-Echtzeit-Zahlungen
-Blockchainlose Technologie, die sehr geringe Hardwareanforderungen stellt
-Verbindung mit passender Hardware Jinn um im Billionenmarkt „Internet der Dinge“ durchzustarten

Mir würden schon ein oder zwei der oben genannten Gründe für ein Investment reichen. Dazu haben wir dann noch ein Team welches in meinen Augen von der Qualität her mindestens so gut wie Ethereum besetzt ist. IOTA stellt für mich die größte Chance dar, die sich am Kryptomarkt seit Nxt geboten hat und bringt gute Voraussetzungen dafür mit, der Überflieger des Jahres 2016 zu werden. Es gilt aber, aufgrund der sehr hohen Risiken, wirklich nur Summen zu investieren, die problemlos abgeschrieben werden können.


Litecoin verteidigt Position als US-Dollar der Altcoins

Vor zwei Jahren habe ich darüber gebloggt, dass Litecoin die erfolgreichste Altcoin ist und die mit Abstand größte Marktkapitalisierung aller Altcoins aufweist. Erstaunlicherweise hat sich an dieser Feststellung, trotz der unfassbaren Dynamik innerhalb dieses Zeitrahmens, überhaupt nichts geändert. Der Litecoin ist immer noch die Nr. 2 aller dezentralen Kryptowährungen hinter dem grossen Bruder Bitcoin. Die Marktkapitalisierung wurde durch den Altcoin-Crash zwar von über 1 Milliarde auf aktuell nur noch 135 Millionen Dollar eingedampft, aber das ist immer noch sehr stattlich im Vergleich mit den Wettbewerbern. Die erfolgreichste Neuerscheinung der letzten Jahre, Ethereum von Krypto-Wunderkind Vitalik Buterin, vereinigt gerade einmal eine Marktkapitalisierung von 71 Millionen Dollar auf sich.

Doch was macht diesen Erfolg aus?
Bahnbrechende Innovationen in Verbindung mit vielen neuen Anwendungen? Nein.
Eine grosse Anzahl von Akzeptanzstellen, daher praktische Nutzbarkeit? Auch nicht.

Die Antwort ist recht simpel, es sind nur zwei Faktoren, welche den anhaltenen Erfolg von Litecoin begründen:

-Litecoin ist die einzige Altcoin, die zumindest einigermaßen von der Community, akzeptiert und respektiert wird. Das hängt auch damit zusammen, dass Litecoin den Altcoinmarkt erst möglich machte. Fast jeder Altcoin-Investor hält einige von ihnen im Portfolio. Von der Wertaufbewahrungsfunktion her stellen Litecoins das Silber dar, während der Bitcoin das Gold verkörpert. Litecoin weist deshalb auch eine sehr hohe Liquidität an den Kryptobörsen auf, was Investitionen und das Trading erleichert.

-Die verbliebenen privaten Miner nutzen vor allem Scrypt. Das bedeutet, dass Litecoins (bzw. Klone davon) gemint werden um an Bitcoin zu kommen. Litecoins stellen also das Synonym zum US-Dollar dar, der dazu benötigt wird um an Öl zu kommen. Vermutlich wäre der Dollar in einer weit schwächeren Position als aktuell, wenn er nicht die Ölhandelswährung darstellen würde. Beim Litecoin ist es ähnlich: Solange es noch hinreichend möglich ist über Scrypt-Minung an Bitcoin zu kommen, wird Litecoin diese Rolle beibehalten.

Fazit: Beide Faktoren, die Litecoins relative Stärke ausmachen, sind eher rückwärtsgewandt. Man kann hier auch von einer Gnadenfrist sprechen. In dem Maße wie Scrypt-Mining an Bedeutung verliert, wird auch Litecoin seinen Sonderstatus einbüßen. Es spricht für den Krypto-Investor wenig dafür anstatt Bitcoins Litecoins zu halten.


eMunie mit Lebenszeichen

Bis zum November 2013 war die Kryptowährungswelt noch klein und simpel: Es gab Bitcoin und Litecoin und deren Klone, sowie leichte Abwandlungen davon wie Peercoin. Aber es gab ein Projekt welches große Aufmerksamkeit der Community auf sich zog, da es die erste Kryptowährung der zweiten Generation darstellte: eMunie. eMunie sollte die erste Kryptowährung der nächsten Generation werden, wurde bereits seit 2012 entwickelt und befand sich seit dem Juni 2013 in Betatests. Basierend auf Java und vielen damals neuen Features wie Alias-System und dezentraler Exchange. Gemint werden sollte über eine schnelle SSD-Festplatte, der Prozess wurde „Hatching“ genannt, das war wirklich revolutionär. Das alles ging etwas langsam voran, da Chef-Programmierer Dan Hughes aka Fuserleer die Zügel komplett selbst in der Hand haben wollte. Es gab ein kleines Fundraising mit den Betatestern, doch dann erfolgte im Herbst 2013 der erste Nackenschlag, ein Hacker konnte rund 900 Bitcoin erbeuten, da er in die eMunie-Server eindringen konnte. Das führte zu Unruhe bei den ersten Investoren, so dass der offizielle Launch verschoben wurde, da Dan Mittel beschaffen musste. Der zweite Nackenschlag erfolgte dann im November 2013, als wie aus dem Nichts mit Nxt die erste Krpytowährung der zweiten Generation auftauchte, noch dazu in Java programmiert wie eMunie. Dan versuchte das Going Public danach mit der Brechstange und scheiterte zuerst im Januar 2014 und dann im April 2014. Dazwischen viel Drama mit Anschuldigungen und Stress, welche einen an die Seifenopern der 80er Jahre wie Dallas und Denver-Clan erinnern ließ.

Mein Fazit damals: „Dan droht zu einem Nikola Tesla der Kryptowährungen zu werden: Genial, aber als Geschäftsmann nicht sonderlich erfolgreich.“

Der Launch wurde abgesagt und Dan ging bis zum September diesen Jahres auf Tauchstation – ich ging ehrlich gesagt davon aus, dass das Projekt still begraben werden würde. Nun sind Dan und eMunie überraschend wieder aufgetaucht. Die Entwicklung an eMunie und das Testen ging im kleinen Kreise weiter. In einem Interview mit newsbtc.com sprach Dan darüber, was in der Zwischenzeit passierte. Um das Projekt weiter voran treiben zu können verkaufte er sein Haus und zog in eine kleinere Wohnung. Er erklärte zudem, er wäre bereits im 1. Quartal 2015 mit eMunie soweit fertig gewesen, allerdings war er mit der BlockChain-Technologie nicht zufrieden, da die Transaktionsgeschwindigkeit nicht optimal gewesen sei. Er beschloss also weite Teile neu zu programmieren, was freilich eine weitere Verzögerung mit sich brachte. Der BlockChain wurde durch das neue „Channelled Ledger Design“ ersetzt und Dan ist überzeugt davon, dass diese Entscheidung richtig war, da eMunie nun eine ähnliche Transaktions-Geschwindigkeit wie Visa aufweisen würde, nämlich um die 2000 je Sekunde. Sich mit einer Kreditkarte messen zu können ist tatsächlich eine sehr gute Performance, das schaffen die wenigsten Coins, selbst unter optimalsten Bedingungen nicht.

Wie soll es weiter gehen? Dan erwartet bereits im 1. Quartal 2016 das Going Live, begleitet von einer großen Marketingkampagne um so auch Aufmerksamkeit außerhalb der Kryptogemeinde zu erhalten. eMunie war immer als Projekt geplant welches eine große Benutzerbasis vorsah. Auf die weiteren technischen Details werde ich vor dem geplanten Börsengang noch einmal im Detail eingehen, da es für mich noch lange nicht sicher ist, ob der dritte Anlauf klappen wird. Interessant ist auch das doppelte Déjà-vu-Erlebniss für eMunie Gründer Dan: Musste er sich vor zwei Jahren Nxt geschlagen geben, als erste Kryptowährung der zweiten Generation (noch dazu ebenfalls in Java programmiert), droht er nun auf dem Feld der Schnelligkeit vom inoffiziellen Nxt-Ableger IOTA in die Schranken verwiesen zu werden. IOTA Chef-Entwickler Come-from-Beyond meldete bereits Ansprüche auf diesen Geschwindigkeitsrekord für IOTA an… Es hat sich zudem viel verändert seit 2013, es gibt neue Giganten wie Ethereum und die Zeit arbeitet deshalb eher gegen Dan und eMunie. 2016 könnte deshalb leider zwei Jahre zu spät sein…


Mojocoin [MOJO] – Umsonst ist immer gut

Mojocoin gehört zu den Coinkonzepten, bei denen versucht wird, durch ein möglichst breites Giveaway zu Beginn, viele Interessierte zu gewinnen. Die Idee der Entwickler ist klar: Viele Gleichgesinnte zu gewinnen, die sich dann darum bemühen, dass ihre Coins irgend einen Wert bekommen. So ein Giveaway ist oft sehr hilfreich um an einer Coinbörse gelistet zu werden (breites Interesse des Verkaufs, diese Coins gewinnen deshalb gerne die Abstimmungen für ein Listing). Auf der anderen Seite sind es selten sehr nachhaltige Konzepte, oftmals leiden solche Coins sehr stark darunter, dass sie abverkauft werden zu Beginn. Das entspricht einer gewissen Logik, die Investoren haben die Coin umsonst bekommen, so stellen selbst Preise von 0.0000001 BTC eine attraktive Verkaufsoption dar.

Mojo geht mit 100 Millionen Coins ins Rennen. Sie sind alle bereits hergestellt, es handelt sich um eine Emission über die Nxt-Plattform. Man kann die Coin also vorerst nur erhalten, wenn man einen Nxt-Account hat. Einfache Anleitungen dazu sind hier oder hier zu finden. Es werden aktuell 5’000 Mojocoins je Bitcointalk-Member gratis verteilt, dazu muss einfach eine PM an den Entwickler EBK1000 gesandt werden um ihm den Nxt-Account mitzuteilen. Eine weitere Mindestvoraussetzung ist ein „Member-Status“ also der Account bei Bitcointalk sollte nicht neu sein (kein Newbie). Die Coins sind dann im Nxt-Menü unter Währungssystem->Währungen->Meine Währungen ersichtlich. Hier besteht bereits die Möglichkeit eines Verkaufs über die Nxt-Platform, aktuell will aber noch niemand kaufen. Bis Mai erfolgen noch weitere Verteilrunden, die genauen Bedingungen sind hier ersichtlich. Eine Coin über die Nxt-Plattform zu erstellen bekomme ja auch ich mit nur zwei Minuten Arbeit hin, die Entwickler haben aber tatsächlich eine gewisse Weiterentwicklung vor, so soll ein leichtes Wallet entwickelt werden und ein Blockexplorer. Also zumindest eine gewisse Grundlagentwicklung. Dies könnte schon ausreichen für ein Listing an einer Altcoinbörse.

Fazit: Kein Risiko (es ist umsonst…), aber wenig Upside-Potential. Nimmt man gerne mit im vorbeigehen. Ich werde hier schreiben, sobald sich ein Listing ergegeben hat. Den Hinweis auf Interessenskonflikt spar ich mir hier (ja, ich habe 5’000 Mojo-Coins umsonst erhalten…)

IOTA – Kryptowährungsrevolution zum Internet of Things!

In meinem letzten Beitrag habe ich auf eine Neuentwicklung hingewiesen, welcher ich enorm grosses Potential zutraue, da sie praktische Nutzbarkeit mit völlig neuer Technologie verbindet. Ich lehne dabei auch nicht zu weit aus dem Fenster in dem ich behaupte, dass es sich dabei um die Erste Kryptowährung der dritten Generation handelt:  IOTA! Der Name erscheint etwas sperrig, es handelt sich dabei aber um eine Zusammensetzung der Begriffe: Internet-of-Things Token. IOTA setzt bei einem Problem an, welches aktuell sogar die Zukunft des Bitcoins gefährdet: Der Blockchain wird schwerer und schwerer. IOTA verzichtet auf einen klassischen Blockchain und ersetzt das Konzept durch einen sogenannten Tangle (Directed Acyclic Graph). Das sieht grafisch so aus und es existiert auch ein Whitepaper dazu. Die Idee für eine Kryptowährung ohne Blockchain wird zwar seit einiger Zeit in der Community diskutiert (siehe hier zum Beispiel DagCoin), aber freilich war bisher niemand dazu in der Lage, dies auch praktisch umzusetzen. IOTA wird der Reality Check dieser Idee sein.

IOTA ist als schnelles Leichtgewicht konzipiert und das Tangle-Konzept soll dazu führen, dass die Währung auch in der Zukunft schnell und schlank bleibt, da der Blockchain nicht mehr „mitgeschleppt“ werden muss. Zusätzlich soll der Tangle noch andere spezifische Vorteile mit sich bringen, wie ein Schutz vor Quantencomputern, die Möglichkeit schnell kleinste Zahlungen vorzunehmen, eine Dominanz großer Mining-Pools verhindern und zudem sehr geringe Hardwareanforderungen benötigen. Das soll IOTA dazu in die Lage versetzen Kommunikations- sowie Bezahlungsgrundlage des sogenannten Internet of Things zu werden. Das „Internet der Dinge“ gilt als die zweite digitale Revolution und das Marktpotential wird auf viele Billionen Dollar geschätzt. Aber das ist noch nicht alles, IOTA soll auch als Mittler zwischen den verschiedenen Kryptowährungs-Systemen (wie Etherium) fungieren, durch direkte Kommunikation/Supplementation mit deren Blockchain, wodurch sich deren Sicherheit sogar erhöhen würde. Das ist doch mal eine Vision. Und das ist was ich von einer Altcoin erwarte, praktische Antworten auf dynamische Entwicklungen. Dabei geht IOTA bewusst in eine andere Richtung als viele 2.0 Coins zuvor: Nxt, Quora, Nem etc, sind große Ökosysteme mit vielfältigsten Anwendungsmöglichkeiten. Das macht sie aber auch entsprechend „schwer“. IOTA wird keine Asset-Exchange, Marktplatz etc. beeinhalten es geht nur darum die Kernkompetenz möglichst schnell (Echtzeitzahlungen!) und möglichst leicht zu erfüllen. Das könnte generell ein Schlüssel sein, nachdem es sich aktuell in den Marktkapitalisierungen der 2.0 Währungen andeutet, dass dies doch nicht die ganz großen Durchbrüche waren, worauf der Markt bisher gewartet hat.

Der zweite Aspekt, der mich an IOTA überzeugt, ist das Team. Tatsächlich handelt es sich beim Chefentwickler um den legendären Come-from-Beyond. Der Weißrusse (Name: Sergey Ivancheglo) war maßgeblich dafür verantwortlich, dass sich Nxt nach dem Rückzug von BCNext  zu dem weiterentwickeln konnte, wo es heute steht (es gibt Stimmen, die halten ihn für BCNext…). Er spielte bereits vor mehreren Jahren damit eine eigene Kryptowährung zu entwickeln, und entwarf bereits mehrere Konzepte: 2012 Qubic oder im Jahr 2014 Lakshmi. Er genießt enorm hohes Vertrauen in der Community und hat, was ebenfalls sehr wichtig ist, die Zugkraft eine schlagkräftige und engagierte Bewegung für dieses neue Projekt aufzubauen (die Nxt-Community konnte sich kaum von ihm lösen). Typische Reaktionen auf die Ankündigung von ihm hier, hier, hier, hier oder hier.  Das Whitepaper wurde von Serguei Popov aka mthcl erstellt. Neben Come-from-Beyond Co-Head im Team ist Uniqueorn aka Triangle. Auch er agiert nicht anonym, sein Name ist David Sønstebø und er kommt aus Norwegen. Come-from-Beyond und Triangle arbeiten bereits seit über einem Jahr (zusammen mit Wesley) am Hardwareprojekt Jinn (Jinnlabs), bei dem es darum geht einen neuen Prozessor zu entwickeln der irgendwo zwischen Intel’s CPU and NVidia’s GPU liegt. Die Funktionsweise wird hier beschrieben und soll künftig auch im Internet of Things eine maßgebliche Rolle spielen. Das ist ein echtes Langzeitprojekt mit freilich sehr unsicheren Erfolgsaussichten (als kleines Team zwischen den Giganten wie Apple oder Intel…).  Der Jinn-Prozessor ist also die Hardware, während IOTA die Kommunikations- und Zahlungsrolle übernehmen soll (hier von Triangle erklärt). Anbei noch einige interessante Zitate von Triagle aus seinem sehr lesenswerten Interview mit dem Cointelegraph:

„IOTA ist ein dezentraler, sehr leichtgewichtiger und mikrotransaktionsfähiger Token, welcher optimiert ist für das Internet der Dinge.“

„Anstatt zu versuchen, ein Schweizer Taschenmesser mit mittelmäßigen Anwendungsfunktionen zu erstellen, fokussierten wir uns lieber darauf, die absolut beste Lösung für Mikrotransaktionen zu finden. Zusätzlich aktivieren wir die Möglichkeit, mit anderen Blockchains zu kommunizieren, um so ein zusammenhängendes Ökosystem zu schaffen, wo wirklich gute Lösungen zusammenarbeiten, anstatt fragmentierte Projekte, bei denen wir allenfalls am Monopol des Bitcoin kratzen würden. Im Wesentlichen das Beste aus beiden Welten. Wir sind bereits in Gesprächen mit den Communities von Ethereum, Bitshares, Nxt und Bitcoin um Überlegungen zu treffen, wie die verschiedenen Technologien zusammenarbeiten können.“

IOTA kann nicht gemint werden sondern wird wie bei Nxt vor gut zwei Jahren über ein ICO Verfahren verteilt. Dazu muss man Bitcoin an eine spezifische Adresse senden und zusätzlich eine Nachricht anhängen. Dies soll bis Weihnachten erfolgen, es stehen hier noch keine Details fest, außer, dass es wohl rund 1 Milliarde IOTA geben wird (wie bei Nxt). Diese Milliarde wird dann auf die Investoren je nach ihrem Anteil verteilt. Jinn-Investoren sollen ebenfalls die Chance erhalten ihre Jinn-Shares in IOTA umzuwandeln. Dies gilt aber leider nur für „Altinvestoren“, die vor dem 21. Oktober in Jinn investiert waren – ein Kauf von Jinn jetzt um über diesen Umweg IOTA zu erhalten ist also offiziell nicht mehr möglich. Ob in der Praxis dann diese Restriktion auch durchgesetzt wird, wird sich  zeigen. Schließlich heißt es in der Ankündigung auch: „…we wish to minimize the amount of holders for logistics reasons.“  Eine weitere Besonderheit ist, dass die Transaktionen komplett gebührenfrei sind, was Sinn macht, da es ohne Blöcke auch keinen Block-Reward geben kann.

IOTA ist neunstellig hinter dem Komma und damit noch kleinteiliger als der Bitcoin, dessen kleinste Einheit, der Satoshi, sich acht Stellen hinter dem Komma befindet. Vermutlich um bei IOTA wirklich Kleinstzahlungen möglich zu machen (kleiner als in Satoshi). Gesichert wird IOTA durch ein Brain-Wallet, daher die Coins gehen nicht auf den Klienten sondern verbleiben im Tangle und werden lediglich durch das Passwort abgerufen (ebenfalls wie bei Nxt). Ich oute mich als Fan dieser Lösung, da ich die Vewahrung im Tangle für weit sicherer halte als auf meinem Computer. Wie viele Bitcoin-Wallets sind durch Festplattencrashs oder andere Probleme unrettbar verschwunden? Die Coin wird wie Nxt in Java programmiert und das Team wird zum Start auch einen Klienten bereitstellen. Ein Java-Klient hat den Vorteil recht anfängerfreundlich zu sein, mir war es zum Beispiel möglich, selbst als blutigster Amateur, den Nxt-Klienten vor zwei Jahren auf einem sieben Jahre alten Laptop ohne Probleme zum Laufen zu bringen – was mir bei vielen Scrypt-Coins nicht gelang…

Trotz aller Euphorie darf man die Risiken nicht außer Acht lassen. Das Projekt IOTA steht und fällt momentan mit einem einzigen Mann, der zudem in Minsk lebt. Es ist nicht sicher, ob diese Coin überhaupt in der Praxis funktioniert, es ist ein völlig neues Konzept ohne Blockchain, IOTA wagt sich in bisher unbekanntes Terrain und deshalb ist das Risiko eines Scheiterns auch ungleich höher. Und nicht zu vergessen: Wenn das ICO ohne Cap stattfindet, daher, jeder darf soviel investieren wie er will, kann durchaus eine vier- oder gar fünfstellige Anzahl an Bitcoin zusammen kommen. Das begrenzt natürlich den möglichen „Zeichnungsgewinn“ stellt aber auch die Gefahr da, dass das IOTA-Team sich nur finanziell bedient und nicht liefert (auch wenn Come-from-Beyond wirklich in den letzten vier Jahren einen blendenden Eindruck hinterlassen hat und er der Letzte wäre, dem ich einen ICO-Scam zutrauen würde). Zudem leiden ICO-Coins immer unter der Nicht-Akzeptanz von Teilen der Community und Minern. Und natürlich muss IOTA auch den Praxistest im Internet of Things bestehen, denn sollte Jinn scheitern, sollten auch andere Anbieter Interesse an einer Implementierung von IOTA haben, sonst handelt es sich nur um eine weitere Altcoin, welche ihr Dasein ausschließlich als Spekulationsobjekt auf Krypto-Börsen fristet.

Fazit: Trotz dieser Risiken bleibt unter dem Strich für mich IOTA das bisher interessanteste Krypto-Projekt seit Nxt und die Chancen übersteigen die Risiken in meinen Augen bei weitem. Es könnte sich hier um eine echte Kryptowährungs-Revolution handeln! Selbst die 2.0 Währungen wie Nxt haben noch einen klassischen Blockchain, welcher bei IOTA nicht mehr existiert. Man kann also mit Fug und Recht behaupten, dass es sich bei IOTA um die erste Kryptowährung der dritten Generation handelt! Sehr hilfreich ist auch, dass IOTA sich nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung der fragmentierten Kryptogemeinde sieht. IOTA als Kitt, welcher die unterschiedlichen Kryptosysteme vernetzt und sie so zu einem großen Ökosystem zusammen wachsen lässt. Selbst wenn die spätere Praxisumsetzung nicht gelingen sollte, ist ein Starthype wegen den oben genannten bahnbrechenden „Killerkriterien“ garantiert. Ich werde hier am Ball bleiben und weiter ausführlich über dieses Projekt berichten.

PS: Wer ungeduldig und risikobereit ist: Die „Mutterfirma“ Jinn wird an der Nxt-Asset Exchange gehandelt. Offiziell können Neuinvestoren von Jinn nicht mehr in IOTA umtauschen, gleichzeitig will das Team über den Umtausch aber auch möglichst viele Jinn-Investoren loswerden. Es besteht also zumindest die Chance, dass auch Neuinvestoren von Jinn ihre Anteile in IOTA umtauschen dürfen. Ich selbst habe mir deshalb einige Jinn-Shares gekauft, muss aber auf den bereits sehr stolzen Preis hinweisen von aktuell 300 Nxt – vor einem Jahr nur 85 Nxt. Jinn-Shares sind kein Schnäppchen (Marktkapitalisierung ein Drittel der Nxt Marktkapitalisierung!) und Hochrisikopapiere, bitte nicht vergessen. Risikoloser ist es sich lediglich Bitcoin-Reserven anzulegen um für das ICO gerüstet zu sein.

Die Gründe für den schwachen Altcoinmarkt

Der Bitcoin zeigt aktuell wieder erfreuliche Lebenszeichen. Allerdings konnten die Altcoins davon nur unterproportional profitieren.  Es gibt meines Erachtens folgende Gründe für die Underperformance der Bitcoin-Alternativen:

-Gebrannte Kinder scheuen das Feuer: Sehr viele Investoren betraten die Altcoinbühne während der Boom-Monate um den Jahreswechsel 2013/2014. Mit kindlicher Naivität und grosser Neugier wurden verschiedenste Investitionen ausprobiert. Und was passierte? Über 90% schrieben tiefrote Zahlen, verloren einen Grossteil ihrer Einsätze. Neben Kursverlusten setzen diesen Neueinsteigern auch viele Betrüger zu, so gab es haufenweise Scams, bei denen vor allem Neulinge um ihre Coins gebracht wurden. Fast jede Krypto-Aktie endete im Totalverlust, ganze Trading-Plattformen verschwanden vom Netz oder wurden gehackt. Diese Investoren sind grösstenteils für immer verloren und sind entsprechend schwer zu ersetzen.

-Sondersituation 2013: Der Boom vor 2 Jahren basierte nicht nur auf vielen Neulingen sondern auch auf Bitcoin-Veteranen, welche noch im Cent-Bereich Bitcoin erworben/gemint hatten. Diese „alten Wale“ hatten die Taschen voller Bitcoin im Marktwert von zehntausenden Dollar, welche sie erst einige Monate zuvor noch mit wenig Stromkosten selbst erzeugt hatten. Viele entschlossen sich einen Teil ihrer Gewinne am Altcoinmarkt zu investieren um zu diversifizieren oder um schlicht Spass zu haben. Da ihnen diese Gewinne buchstäblich in den Schoss fielen investierten sie entsprechend grosszügig und unterstützen auch obskurere Ideen. Sie verhielten sich buchstäblich wie die neureichen Öl-Scheichs mit Koffern voll Bargeld in den 80er Jahren. Diese Quelle ist nun versiegt, die alten Miner sind weg bzw. sie sind auf Grund von Verlusten selbst viel vorsichtiger geworden mangels Nachschub an selbst geminten Bitcoins.

-Mining ist tot: Während sich für Privatleute sich das Bitcoin-Minen bereits ab 2013 nicht mehr lohnte, konnte mit Scrypt-Minen (Litecoin + Klone davon) tatsächlich noch bis in das erste Halbjahr 2014 positive Erträge erwirtschaftet werden. Selbst mit einer 200 Euro Grafikkarte konnte man immer noch sehr gut mitmischen. Das Minen stellte auch ein sehr schönes „Männerspielzeug“ dar. Wenn die Grafikkarte aufdrehte und auf dem Monitor wie bei einem Auto-Tachometer die Hash Rate erschien, wenn der Tower nach kurzer Zeit eine grosse Hitze abstrahlte, das hatte schon etwas. Wenn es einem gelang sich bei einer neuen Coin frühzeitig an die Pools zu heften und die Coins förmlich in die Wallet sprudelten, dann waren das schöne Erfolgserlebnisse. Positive Miningerlebnisse führten auch tendenziell dazu, dass sich eine gute Community um die Coin bildete und man selbst mehr Interesse am Gelingen der Coin hatte. Dieser Spassfaktor, diese Motivationsgrundlage, gibt es heute nicht mehr.

-Tote Pferde wurden zu lange geritten: Selbst im Niedergang wurden noch hunderte neue Coins heraus gegeben. Es gab 2014 selbst im Abwärtstrend und nachdem das Minen durch die Scrypt ASIC Miner nahezu bedeutungslos geworden war, noch täglich neue Shitcoins, welche in den Markt gedrückt wurden. Das hat das vorhandene Investitionsvolumen noch weiter aufgesplittet, führte zu mehreren 100 Coins mit einer Marktkapitalisierung von unter 100‘000 Dollar und einem Tradingvolumen von wenigen Satoshi pro Tag. Das ist faktisch totes Kapital.

-Fehlender Praxisbezug von Bitcoin und Altcoins: Generell hat sich zwar die Anzahl von Bitcoin-Akzeptanzstellen in den letzten zwei Jahren etwas verbessert, die hohen Erwartungen von vor zwei Jahren („2015 zahle ich mit Bitcoin im Aldi…“) wurden aber bei weitem nicht erreicht. Der Bitcoin ist immer noch ein absolutes Nischenthema. Altcoins blieben eine Nische in der Nische. Die Länder-Coins wie Auroracoin oder Germany-Coin sorgten nur für ein kurzes Strohfeuer, welches überhaupt nicht nachhaltig war. Altcoins blieben Spekulationsobjekte auf Kryptobörsen, wie sie es schon vorher waren. Ohne nachhaltigen praktischen Nutzen. In Deutschland ist die Altcoin-Community 2015 anstatt gewachsen eher geschrumpft, die Zahl der Akzeptanzstellen hat sich vermutlich sogar verringert.

-Zersplitterung der Konzepte: Bis zum dritten Quartal 2013 war der Markt konzeptionell sehr übersichtlich und leicht zu verstehen. Es gab den Bitcoin, sowie Litecoin mit entsprechenden Abwandlungen und Klonen. Da galt Sunnykings Peercoin mit einem Proof-of-Stake Verfahren noch als bahnbrechende Innovation. Jetzt wimmelt es am Markt von verschiedensten Coins, die oftmals sogar komplette Neuentwicklungen sind. Nehmen wir eine Etherium, Dash, Monero, Nxt, Qora, Crypti oder Nem. Und um jedes dieser neuen Konzepte werden oftmals zusätzliche Elemente aufgebaut wie Asset-Exchanges, Marktplätze und viele weitere Features. Es wird selbst für langjährige Kryptojünger extrem schwierig den Überblick zu behalten. Die Überkomplexität wirkt sehr abschreckend und baut grosse Einstiegshürden für Neulinge auf.

Fazit: Der Markt wird kurzfristig auf jeden Fall schwierig bleiben. Momentan gibt es im Altcoinmarkt eine Marktkapitalisierung von etwa 500 Millionen Dollar, die allenfalls innerhalb der Coins durch wechselnde Favoriten intern umverteilt werden. Spektakuläre Anstiege und Zusammenbrüche wird es natürlich weiterhin geben. Für eine nachhaltige Bewegung nach oben, wie wir sie vor zwei Jahren hatten, braucht es aber frisches Geld im Markt und dafür zusätzliche Impulse, wie zum Beispiel ein Wiederaufflammen des Medienhypes um Bitcoin, ein Zusammenbruch des Euros oder aber tatsächlich eine Nutzung von Altcoins in der Praxis. Und speziell darum wird sich mein nächster Blog-Beitrag drehen, eine neue Altcoin, welche im höchsten Maße interessant ist und das Potential hat direkt von dem Start weg in die Top 10 vorzustossen. Für mich insgesamt das interessanteste Projekt seit Nxt und ich bin bereits am Bitcoin sammeln, um hier vom Start weg dabei zu sein. Mehr dazu in wenigen Tagen hier…

2.0 Währung Qora mit Mini-Comeback

Vor mehr als einem Jahr habe ich über die 2.0 Kryptowährung Qora geschrieben. Zeit sich diese aussergewöhnliche Kryptowährung noch einmal genauer anzusehen. Qora starte ja als Closed-Source Coin, so dass viele Kryptojünger die Coin anfangs kritisch betrachteten. So hätte es immer noch unliebsame Überraschungen im Code geben können wie eine Zentralisierung oder sich Qora schlicht als Nxt-Klon herausstellen können. Am 9. Dezember 2014 wurde dann endlich der Source-Code veröffentlicht. Es stellte sich heraus, dass alles „sauber“ war und es sich tatsächlich um eine neuentwickelte Kryptowährung der 2. Generation handelte, nicht nur um einen „verpackten Nxt-Klon“. Der Kurs reagierte darauf mit einem Freudensprung.

Allerdings zog sich kurz darauf dann der Entwickler zurück, welcher die Coin als One-Man-Show aufgezogen hatte (welch frappierende Ähnlichkeit zu BCNext…). Die Community übernahm darauf die Coin und konnte innerhalb der letzten Monate einiges erreichen und Qora weiterentwickeln. Zudem gelang es dem Marketingteam einen Artikel im renommierten Forbes-Magazin zu lancieren. Es ist immer bedeutend wenn es einer Community gelingt eine Coin auch ausserhalb der Szene ins Gespräch zu bringen

Allerdings blieb die Grundproblematik von Qora bestehen: Die Community war immer viel kleiner als die von Litecoin, Nxt oder anderen Kryptoschwergewichten. Es gelang zudem im Seuchenjahr 2015 nicht nennenswert frische Nutzer und Supporter zu gewinnen. Zudem gab es immer wieder Probleme mit den Wallets, welche Fixes benötigten. Allerdings muss man diese Problematik immer ins Verhältnis zur vorhandenen Marktkapitalisierung setzten. Die gesamte Marktkapitalisierung von Qora beträgt gerade einmal 190’000 Dollar, der Wert befindet sich nur auf Platz 92 im Vergleich aller Kryptowährungen. Es gibt viele „Shitcoins“, billige Litecoin-Klone, welches ein Vielfaches der Marktkapitalisierung dieser Neuentwicklung auf die Waage bringen. Zudem hat Qora in der Community eine sehr gute Reputation und wird regelmässig als vorbildliche Neuentwicklung erwähnt. Ich spreche deshalb trotz der vorhandenen Probleme eine klare Kaufempfehlung aus. Es gilt wie immer: Nur Spielgeld einsetzen! Sie können die Coin beim Altcoinbroker Bter.com erwerben.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in Qora investiert

2 Jahre Nxt – Kryptowährung der 2. Generation

Nxt gibt es nun seit über 2 Jahren. Schon der Start wurde zur Altcoinlegende: Der bis heute inkognito gebliebene Gründer BCNext sammelte ab dem 28. September 2013 innerhalb von zwei Monaten 21 Bitcoins ein. Am 24. November 2013 wurde der erste Block der Blockchain veröffentlicht, der sogenannte Genesis-Block. Eine Milliarde Nxt wurden dabei an die 73 Startinvestoren verteilt (nicht jeder wollte gleich mit 1 Bitcoin einsteigen, Viele investierten nur einige Satoshis). BCNext zog sich nach getanem Werk bereits nach wenigen Monaten zurück, was ihn zu einer ähnlich mystisch-legendären Figur wie Satoshi Nakamoto (Bitcoin-Gründer) werden liess. Es gibt Stimmen, welche davon ausgehen, dass BCNext mit Satoshi Nakamoto identisch sei – wir werden es wohl nie erfahren. Die Coin wurde in den ersten Monaten massgeblich von den Chefentwicklern Jean-Luc und Come-from-Beyond weiterentwickelt, aber auch von einer überaus engagierten Community. Was Nxt besonders macht ist, dass es tatsächlich den ersten gelungenen Versuch darstellt den Bitcoin durch eine dezentrale Kryptowährung der zweiten Generation zu ergänzen bzw. sogar zu ersetzen. Was ebenfalls passte war das Timing: Nxt erschien gerade als der Altcoinmarkt einen Superbullenmarkt erlebte, welcher die Marktkapitalisierung vieler Altcoins innerhalb von wenigen Wochen mehr als verzehnfachte. Bei Nxt führte das dann dazu, dass ein Investor welcher Ende Oktober 2013 1 Bitcoin (damaliger Wert 160 Euro) an BCNext überwies dafür über 47 Millionen Nxt erhielt. Diese waren nur wenige Wochen später über 3 Millionen Euro wert! Vom Tellerwäscher zum Millionär, dank Altcoins! Dies führte dann aber auch zu viel Neid und zu einer starken Polarisierung der Kryptogemeinde. Kaum eine Altcoin wurde so geliebt aber auch so bekämpft wie Nxt. Generell geht die Tendenz dazu, dass viele „Bitcoiner“, welche schon viele Jahre dabei sind und auch selbst Bitcoin- oder Altcoins minten, die „neureichen Nxter“ ablehnen, während Viele, die erst während des grossen Bitcoin- und Altcoinbooms 2013 hinzu kamen und nie selbst gemint hatten, Nxt unterstützen.

Die Fortschritte welche innerhalb der letzten zwei Jahre auf der Nxt-Plattform erzielt wurden sind bedeutend. Es ist viel mehr als eine Kryptowährung, es ist ein komplexes Ökosystem entstanden, implementiert wurden unter anderem: Asset Exchange mit handelbaren Kryptoaktien, welche auch Dividenden ausschütten (Beispiele siehe hier), ein Marktplatz mit vielfältigen digitalen aber auch physischen Gütern (neben Silber, Computerspielen und Hardware wird selbst Traumdeuten angeboten), Private Nachrichten, die auch verschlüsselt werden können, ein Voting-System oder selbst die Möglichkeit Nxt als Basis für eine eigene Kryptowährung zu benutzen. Was mir sehr gut gefällt ist, dass das Forgen (bei Bitcoin würde man Minen sagen) verbessert wurde. Beim Forgen erhält man aus den Blöcken, welche circa alle zwei Minuten im System anfallen, die Gebühr pro Block. Diese Gebühr kommt zustande aus den Transaktionen in NXT welche üblicherweise mindestens 1 NXT Transaktionsgebühr kosten. Forgen funktioniert dabei ähnlich wie ein Lossystem: Je mehr Lose man hat umso eher gewinnt man die Lotterie, in dem Fall den Block. Üblicherweise bekommt also ein Konto welches 10 Millionen Nxt aufweist, 1000x mehr Blöcke als ein Konto welches nur 10‘000 Nxt aufweist. Das führte früher natürlich zu Frust bei den „Kleinanlegern“. Kaum ein kleiner Investor konnte sinnvoll Forgen, da „die Wale“ die Blöcke abstaubten. Nun hat sich zweierlei geändert: Die Blöcke sind voller geworden, da es sehr viel mehr Nxt-Transaktionen gibt. Im Schnitt lassen sich zwischen 2-3 Nxt je Block verdienen. Und man kann nun selbst sein Guthaben an einen grossen, aktiven Account für eine bestimmte Zeitdauer verleasen/verleihen. Dies ist bequem möglich über den offiziellen Nxt-Klienten. Dafür bekommt man anteilsmässig den Ertrag, ein ähnliches Konzept wie es bei Miningpools der Fall ist bei klassischen Coins. Ein Risiko besteht nicht, das Guthaben kann vom anderen Account nicht entwendet warden, man hat weiterhin vollen Zugriff darauf. Mehr Informationen hier. Und das ist nicht alles, es soll noch viel mehr kommen!

Zusammengefasst kann man sagen, dass Nxt mehr als eine Kryptowährung ist, es ist ein komplexes Ökosystem geworden. Nur der Preis spielt nicht mehr mit, aktuell ist der Kurs auf den tiefsten Stand seit Dezember 2013 gerutscht mit einer Marktkapitalisierung von nur noch 6.3 mio. Dollar, das ist ein Kursverlust von 94% seit dem Hoch. Über den Kursverfall werde ich demnächst in einem separaten Beitrag posten. Sie können Nxt unter anderem beim Altcoinbroker Bter.com erwerben.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in Nxt investiert (Nxt:  12368267767575329807)

Bitcoinkurs steigt wie in alten Zeiten!

Nach einem langen Dämmerschlaf, in dem der Kurs wie festgenagelt um das Niveau von 250 Dollar hing, kommt nun endlich wieder Schwung in die Sache. Der Bitcoinkurs lag vor einer Woche noch bei 300 Dollar und liegt aktuell bei ungefähr 450 Dollar. Das ist der höchste Kurs seit dem September 2014. Es kann nun sehr spannend werden, da dieser parabolische Anstieg frappierend an den heissen Herbst 2013 erinnert, als der Kurs innerhalb von wenigen Wochen vierstellig notierte. Die Altcoins konnten mit dem Kursanstieg allerdings nicht mithalten, so stiegen sie zwar fast alle auf USD-Basis, notieren aber bei weniger Satoshis als zuvor. Litecoin zum Beispiel legte zwar auf 5 Dollar zu, aber der Kursanstieg war nur etwa halb so gross wie beim Bitcoin. Eine Erklärung könnte tatsächlich darin liegen, dass wenige bzw. oder nur ein grosser Investor, massiv in Bitcoin investiert, jedoch ohne aber parallel Altcoins zu erwerben. Gestützt wird diese These dadurch, dass es aktuell keine signifikaten News gibt, welche einen Kursanstieg von 50% innerhalb einer Woche beim Bitcoin rechtfertigen. Beobachten Sie die Massenmedien, ab heute wird wieder gross über Bitcoin berichtet werden, nachdem er seit 2014 nahezu aus den Headlines verschwunden war. Es bleibt spannend!