Net-Coin.de zur Talfahrt der Kryptowährungen

Auf Wunsch von Frank von Net-Coin.de, veröffentliche ich gerne seinen Beitrag zur aktuellen Talfahrt der Kryptowährungen:

„Es ist derzeit ein Trauerspiel, bei der Entwicklung bzw. beim Downgrade der Cryptocoins zuzuschauen. Am besten, man macht seinen Rechner für ein Jahr aus und schaut dann, was aus dem Investment geworden ist.
Ich bin grundsätzlich ein langfristiger Anleger und möchte mich in dem neuen Markt der Cryptocoins möglichst früh positionieren. Trotz des derzeitigen massiven Rückschlags befinden wir uns erst am Anfang der Cryptocoin-Entwicklung. Doch die derzeitige Crypto-Coin-Flut macht auf jedem Fall den Markt kaputt und spricht nicht gerade für Seriosität. Die Altcoin-Schwemme überflutet unser Denken und Handeln, weil keiner mehr weiß, in was er investieren soll. Es gibt einfach zu viele virtuelle Währungen.
Die heutige Coin-Community rennt mittlerweile einfach jedem x-beliebigen Altcoin hinter. Die Nutzer wollen nur kurz die Gewinne mitnehmen und weiterziehen. Das verschreckt viele Neulinge, die bei Kurssprüngen erst spät einsteigen und so jedes mal viel von ihrem eingesetzten Kapital verbrennen. Jedes neue Investment ist also nur von kurzer Dauer, der ganze Markt ist sehr unberechenbar geworden.
Seit Anfang November 2013 bin ich dabei und bin mit QRK sozusagen groß geworden. Mitte Dezember hatte ich mich von 10 auf über 100 Bitcoins (zum damaligen Kurs von knapp 1000 Euro) hochspekuliert, ohne mein eingesetztes Kapital zu erhöhen. Nun bin ich wieder unten bei 30, zum Kurs von knapp 400 Euro. Hätte ich damals alles wieder in BTC getauscht, hätte ich heute wenigstens noch 100 BTC.
Doch leider sind die Altcoins stärker gefallen als der Bitcoin. Und so sind mir viele Gewinne in den letzten Wochen wieder vom stagnierenden Markt aufgefressen worden. Und dass, obwohl ich von QRK in NXT gewechselt habe. Das wäre einem guten Altcoin-Trader sicher nicht passiert, obwohl die ja auch nur mit Wasser kochen. Und im nachhinein sind wir immer alle schlauer.
Aber selbst 100 BTCs wären auch erst mal nur heiße Luft, wenn sie nicht ausgecashed sind. Und selbst dann kann einem ein möglicher Euro- oder Dollar-Crash in den Rücken fallen und alles Kapital verbrennen. Der Markt ist heutzutage unüberschaubar und unberechenbar geworden. Alles ist völlig ver-rückt und ver-dreht, sozusagen Neu-sprech in Reinform. Edelmetalle dümpeln seit Jahren nur noch vor sich hin, obwohl diese die einzig wirkliche Währung sind, Aktien genießen Höhenflüge in einem Markt ohne Fundamentaldaten, die Staaten drucken Fiatgeld bis zum Erbrechen, alles ist nur noch reine Spekulation und der Laden kann uns schon Morgen um die Ohren fliegen.
Egal, hätte, wäre, wenn gibt es nicht. Es zählt einzig das langfristige Ergebnis. Und so sieht es bei mir aus, dass ich dem Treiben erst mal weiter zuschaue. Sollte der BTC unter 100 gehen, werde ich anfangen, nachzukaufen. Wenn nicht, dann sitze ich eine Erholung aus. Denn diese wird kommen, die Frage ist nur, wann. Trading ist eine Kunst für sich und für mich absolut viel zu kompliziert und zu stressig. Hin und her macht bei mir auf jedem Fall die Taschen leer.
Trading-Spekulation ist auch absolut nicht meine Intention. Ich will investieren, sozusagen einen Samen (im neuen Crypto-Gebiet) pflanzen und in ein paar Jahren abernten. Was zwischenzeitlich geschieht, soll mir egal sein. Dass das junge Pflänzchen auch eingehen kann oder nur wenige Früchte trägt, darüber bin ich mir bewusst. Der heutige Markt ist so schnelllebig geworden, wie das Denken der heutigen Menschen. Heute ist das hip, morgen das. Keiner weiß, ob es den Bitcoin in 10 Jahren noch gibt. Vielleicht ist ja dann NXT der King der Cryptowährungen, wer weiß das schon.
Wir brauchen auf jedem Fall wieder mehr Stabilität und Vertrauen im Markt, sonst wird das erst mal nichts mit steigenden Kursen.
In diesem Sinne viele Grüße
Frank at www.net-coin.de