Archiv für den Monat April 2014

eMunie: Erneute Probleme mit dem Open Beta 1.5

eMunie muss seit den letzten Wochen einen Nackenschlag nach dem anderen einstecken. Irgendwann ist ja mal gut, ich wollte eigentlich recht wohlwollend über das Open Beta 1.5 berichten, welches ich in den letzten Tagen testen konnte. Es gibt ja nicht soviel 2.0 Währungen „developed from scratch“ wie es so schön heisst. Aber auch die Version 1.5 war grausamst verbuggt. So hängt sich das Beta 1.5 ständig auf, lässt sich nicht sauber syncronisieren und auch „Stores“ in der Exchange lassen sich nicht aufsetzen. Die Konsequenz: Das Ganze wird noch einmal verschoben, Dan muss die Bugs fixen.

Hauptkonkurrent Nxt ist das schon weit Voraus: In wenigen Tagen soll bereits der dezentrale Marktplatz starten. Sollte Dan die Probleme bei eMunie noch in den Griff bekommen, könnte es bereits zu spät sein…

Nxt-Klon NAS mit erfolgreichem Blitz-Start

NAS kam aus dem Nichts und entging selbst meiner Aufmerksamkeit. Auf einmal war der Nxt-Klon da, bereits Ende März. Und seitdem geht es Schlag auf Schlag, die Coin ist bereits bei DGEX.com und NXT-e.com gelistet. Es war clever von den Initiatoren die Anzahl der Coins zu im Vergleich zu Nxt zu verzehnfachen, so hat NAS 10 Milliarden Coins. Dadurch wirkt der aktuelle Preis von rund 20 Satoshis (0.0000002 BTC) günstig, faktisch ist NAS damit aber bereits bei einer Marktkapitalisierung von immerhin 1 Million Dollar. Zudem ist durchaus eine gewisse Innovation vorhanden, es gibt bereits einen zweiten, besser aussehenden Klienten. Es gab ein offizielles IPO, bei dem die Coin gegen Bitcoin verteilt wurde. Auf Grund vieler negativer Erfahrungen mit IPOs in den letzten Monaten, nahmen diese Gelegenheit aber nur sehr wenige Leute wahr, da wohl viele insgeheim davon ausgingen, es würde der klassische Nepp passieren (Bitcoin weg). Dadurch ist die Verteilung noch sehr verklumpt bei wenigen Investoren. Die lassen sich jedoch nicht Lumpen, es gibt viele Gratis-Coins, für jeden, der bei Bitcoin-Talk registriert ist. So bekommt man je nach Aktivitätsgrad zwischen 5000-50000 Coins, das ist gar nicht wenig (klick). Ich bin gespannt wie sich NAS weiterentwickeln wird. Sollte tatsächlich noch ein dezentraler Marktplatz implementiert werden, wie er bei Nxt derzeit ebenfalls getestet wird, kann sich das Projekt noch sehr vielversprechend entwickeln. Scrypt ist tot, die Nxt-Klone könnten die Lücke der untergegehenden 1.0 POW-Altcoins, wieder schliessen. Und auch Nxt profitiert davon, was geklont wird, kann nicht schlecht sein…! DGEX-Aktionäre profitieren zudem davon, dass mit NAS endlich eine zweite Coin bei der DGEX gelistet ist, wodurch es zu höheren Dividendenausschüttungen kommen dürfte. Weitere Nxt-Klone dürften hier folgen.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in NAS investiert

Altcoins im Abwärtsstrudel: Bärenmarkt-Blues

Die Altcoinmärkte wurden in den letzten Monaten fulminant durchgeschüttelt. Eng verknüpft mit diesem Crash bei den Altcoins ist der schwache Bitcoinkurs. Seit dem Hoch Anfang Dezember ist der Bitcoinkurs um 2/3 gefallen. Die Altcoins hat es meist noch schlimmer erwischt, da sie zusätzlich noch auf Bitcoin-Basis gefallen sind. Kursverluste zwischen 80-90% auf Eurobasis waren eher die Regel als die Ausnahme. Dabei darf freilich nicht vergessen werden, dass sich die Kurse meist immer noch über dem Stand von Oktober befinden. Der November war ein goldener Monat, teilweise verbunden mit Kursgewinnen von über 1000%, da war eine Korrektur überfällig. Was diese Korrektur in einen ausgewachsenen Crash verwandelt hat, liegt für mich ebenfalls auf der Hand. Zum einen die Skandale um die Bitcoin- und Altcoinbroker, hier war Mt.Gox das prominenteste Beispiel, aber denken wir auch an Vircurex, Poloniex oder Crypto Rush. Das hat viel Vertrauen zerstört. Das Ganze hat zusätzlich noch zu einer regelrechten Schmutzkampagne in den Medien gegenüber Kryptowährungen geführt, wodurch kaum noch neue Investoren gewonnen werden konnten. Zusätzlich sind die Altcoinmärkte durch die beispiellose Schwemme an neuen Coins unter die Räder gekommen. Hunderte Münzen kamen auf den Markt, ohne irgendwelche Innovationen, schlecht zusammengeschusterte Klone, um einen schnellen Bitcoin zu machen. Auroracoin hat noch einmal für ein kurzes Strohfeuer gesorgt, aber ich denke wir müssen uns der Realität stellen, dass die Zeit innovationsloser Kloncoins, endgültig vorbei ist. Zusätzlich blieben eMunie und Ethereum in den Startblöcken hängen, wodurch auch hier keine positiven Impulse gekommen sind.

Fazit: Ich kann für die klassischen Kloncoins (und das sind mehr als 90% am Altcoinmarkt) keine Entwarnung geben, diese werden zurecht von Markt verschwinden. Wir sind in einem Bereinigungsprozess in der sich die Spreu vom Weizen trennen wird. Der Bitcoin wird sich auf dem jetzigen Niveau zumindest stabilisieren, um ihn herum wird eine Handvoll innovativer Coins ebenfalls seine Existenzberechtigung haben. Eine Hand voll – keine 400 Stück! Das heisst für Sie ganz konkrekt, dass wohl die Regel gilt, „They never come back“. Cashen sie die Bitcoin- und Litecoinklone gegen Bitcoin ein, solange es noch einige Satoshis für sie gibt. Werte wie Worldcoin, Quark, IOCoin, iXcoin usw. werden alle früher oder später bei 0 landen. Es gibt keine Existenzberechtigung mehr für sie. Bei zweite Reihe, angeführt von Litecoin (schlicht alle Coins, die an der BTC-e gelistet sind), wird wohl vorerst noch überleben. Mittelfristig wird eine 2.0 Währung das Rennen machen und auch Bitcoin vom Thron stossen. Das kann Nxt sein, vermutlich ist es aber eine neue und innovative Coin, die bisher noch nicht auf dem Markt ist. Die Lösung der Altcoinkrise liegt nicht in der Vergangenheit, den lahmen ausgelutschten Kloncoins, die Lösung liegt in der Zukunft, komplett neuentwickelte Coins mit tatsächlichen Innovationen.

Service für Faule: Kryptobörse BTC-e bietet Kapitalrückzahlung auf Kreditkarten an

Mir fällt auf, das sich bisher noch keinen direkten Beitrag über die wahrscheinlich grösste und stabilste Bitcoin-Börse geschrieben habe: BTC-e. Diese Börse tut seit Jahren zuverlässig Ihren Dienst. Der Sitz ist zwar Bulgarien, aber von Skandalen bliebt die Börse bisher verschont. Ich habe die Berichterstattung über diese Exchange bisher so tief gehalten, weil es sich um keinen klassischen Altcoin-Broker handelt. Die Auswahl ist sehr mager und auch willkürlich: Neben Bitcoin gibt es Litecoin, Primecoin, Peercoin, Namecoin, Novacoin, Terracoin und Feathercoin. Insbesondere die letzten drei Kandidaten profitieren massiv von ihrer Notierung an der BTC-e, ansonsten wären sie wahrscheinlich schon in der Versenkung verschwunden. Novacoin hat den Betreiber der BTC-e mit 110.000 Coins geschmiert um ein Listing zu erreichen. Das ist mein Hauptkritikpunkt an der Exchange, es gibt nur diese wenigen Coins und fertig. Für mich als ALTCOIN-Spekulant nicht sonderlich interessant. Zudem weigert sich der Besitzer beharrlich irgendwelche neue Coins aufzunehmen oder auszutauschen. Wahrscheinlich ist er durch die Börse schon reich genug geworden…

Allerdings ist die Exchange solide und bietet jetzt auch einen interessanten Dienst für Faule an: Wer sein Kapital zurückziehen will, muss aktuell normalerweise über den Marktplatz Bitcoin.de seine Coins anbieten und so verkaufen. Das funktioniert sehr gut, aber verursacht auch einen gewissen Aufwand, ähnlich wie wenn man Dinge in Ebay anbietet. Wer es bequemer haben will und keine Scheu davor hat BTC-e die Kreditkartendaten anzuvertrauen, kann jetzt direkt seine Bitcoin dort gegen Euro verkaufen und den Erlös dann bequem an seine Master- bzw. Visakarte weiterleiten. BTC-e verlangt für diesen Service 5% Gebühr, es ist aber dennoch bemerkenswert, da es nur wenig direkte Verbindungen gibt, seine Bitcoin per Knopfdruck in Euro umzuwandeln und an sein Konto weiterzuleiten. Ich persönlich würde aber dennoch davon abraten, meine Kreditkartendaten an BTC-e weiterzuleiten.

Die Tragik von eMunie

Warum habe ich denn so lange nichts über das vielversprechende Projekt eMunie geschrieben? Ganz einfach, es gab nichts zu schreiben. Der Open-Beta-Test ist wirklich ein Trauerspiel. Bereits seit Anfang Februar versucht Dan hier ein sauberes Open Beta zu liefern und immer wieder musste die Zeitleiste nach hinten verschoben werden. Die erste Version war furchtbar verbuggt. Ich hatte sie Mitte Februar getestet und weder das Faucet funktionierte oder der Mining-Prozess (genannt Hatchen). Ich habe nicht darüber gebloggt weil ich nicht weiter auf Dan und eMunie herumhacken wollte und zudem eine schnelle Behebung der Probleme versprochen wurde. Seitdem wird der Zeitplan für den nächsten Open-Beta-Test wöchentlich um eine Woche verschoben. Genau wie ich Dan immer eingeschätzt habe: Ein genialer Programmierer, eine Autodidakt, sicher eine Koryphäe seiner Arbeit. Aber kein Teamplayer. Er will das Ding alleine durchziehen, dabei verkennt er, dass der Wind sich an den Kryptomärkten gedreht hat. Die Zeit der One-Man-Shows ist vorbei, die Szene hat wenig Zeit und Geduld. Man investiert gutes Geld und erwartet dafür eine professionelle Arbeit. Hätte er eMunie Ende November an den Markt gebracht, wäre er jetzt Multimillionär. Nun hat er den Grossteil seiner Community verloren und das Interesse der übrigen Kryptoszene hält sich auch deutlich in Grenzen. In Bitcointalk war eMunie bis Ende 2013 die grosse Hoffnung, jetzt findet es kaum noch Erwähnung. Es ist bereits vor dem Start ein Relikt der Vergangenheit.

Wie will Dan mit seiner One-Man-Show Innovationen integrieren? Bei anderen Kryptoprojekten arbeitet ein ganzer Stab fähiger Entwickler an neuen Features. Dan will immer alles selber machen. Und das führt dann zu diesen unglaublichen Verzögerungen und Bugs. Dazu kamen die internen Querelen und die Rechtsformänderung, worüber ich bereits vor zwei Monaten berichtet habe. Nicht falsch verstehen: Ich werde eMunie eine faire Chance geben und das Beta erneut testen, wenn es denn mal fertig ist. Aber mein Gefühl ist einfach, dass Dan nicht in der Lage ist, zeitnah das Ding weiter voran zu bringen. Der dezentrale Marktplatz wird ja vorerst zu Beginn keine Rolle spielen. Wie will eMunie dann aber den Rückstand zu anderen 2.0 Kryptowährungen aufholen, welche diese Funktion in Kürze einbauen werden? Dan droht zu einem Nikola Tesla der Kryptowährungen zu werden: Genial, aber als Geschäftsmann nicht sonderlich erfolgreich.

Net-Coin.de zur Talfahrt der Kryptowährungen

Auf Wunsch von Frank von Net-Coin.de, veröffentliche ich gerne seinen Beitrag zur aktuellen Talfahrt der Kryptowährungen:

„Es ist derzeit ein Trauerspiel, bei der Entwicklung bzw. beim Downgrade der Cryptocoins zuzuschauen. Am besten, man macht seinen Rechner für ein Jahr aus und schaut dann, was aus dem Investment geworden ist.
Ich bin grundsätzlich ein langfristiger Anleger und möchte mich in dem neuen Markt der Cryptocoins möglichst früh positionieren. Trotz des derzeitigen massiven Rückschlags befinden wir uns erst am Anfang der Cryptocoin-Entwicklung. Doch die derzeitige Crypto-Coin-Flut macht auf jedem Fall den Markt kaputt und spricht nicht gerade für Seriosität. Die Altcoin-Schwemme überflutet unser Denken und Handeln, weil keiner mehr weiß, in was er investieren soll. Es gibt einfach zu viele virtuelle Währungen.
Die heutige Coin-Community rennt mittlerweile einfach jedem x-beliebigen Altcoin hinter. Die Nutzer wollen nur kurz die Gewinne mitnehmen und weiterziehen. Das verschreckt viele Neulinge, die bei Kurssprüngen erst spät einsteigen und so jedes mal viel von ihrem eingesetzten Kapital verbrennen. Jedes neue Investment ist also nur von kurzer Dauer, der ganze Markt ist sehr unberechenbar geworden.
Seit Anfang November 2013 bin ich dabei und bin mit QRK sozusagen groß geworden. Mitte Dezember hatte ich mich von 10 auf über 100 Bitcoins (zum damaligen Kurs von knapp 1000 Euro) hochspekuliert, ohne mein eingesetztes Kapital zu erhöhen. Nun bin ich wieder unten bei 30, zum Kurs von knapp 400 Euro. Hätte ich damals alles wieder in BTC getauscht, hätte ich heute wenigstens noch 100 BTC.
Doch leider sind die Altcoins stärker gefallen als der Bitcoin. Und so sind mir viele Gewinne in den letzten Wochen wieder vom stagnierenden Markt aufgefressen worden. Und dass, obwohl ich von QRK in NXT gewechselt habe. Das wäre einem guten Altcoin-Trader sicher nicht passiert, obwohl die ja auch nur mit Wasser kochen. Und im nachhinein sind wir immer alle schlauer.
Aber selbst 100 BTCs wären auch erst mal nur heiße Luft, wenn sie nicht ausgecashed sind. Und selbst dann kann einem ein möglicher Euro- oder Dollar-Crash in den Rücken fallen und alles Kapital verbrennen. Der Markt ist heutzutage unüberschaubar und unberechenbar geworden. Alles ist völlig ver-rückt und ver-dreht, sozusagen Neu-sprech in Reinform. Edelmetalle dümpeln seit Jahren nur noch vor sich hin, obwohl diese die einzig wirkliche Währung sind, Aktien genießen Höhenflüge in einem Markt ohne Fundamentaldaten, die Staaten drucken Fiatgeld bis zum Erbrechen, alles ist nur noch reine Spekulation und der Laden kann uns schon Morgen um die Ohren fliegen.
Egal, hätte, wäre, wenn gibt es nicht. Es zählt einzig das langfristige Ergebnis. Und so sieht es bei mir aus, dass ich dem Treiben erst mal weiter zuschaue. Sollte der BTC unter 100 gehen, werde ich anfangen, nachzukaufen. Wenn nicht, dann sitze ich eine Erholung aus. Denn diese wird kommen, die Frage ist nur, wann. Trading ist eine Kunst für sich und für mich absolut viel zu kompliziert und zu stressig. Hin und her macht bei mir auf jedem Fall die Taschen leer.
Trading-Spekulation ist auch absolut nicht meine Intention. Ich will investieren, sozusagen einen Samen (im neuen Crypto-Gebiet) pflanzen und in ein paar Jahren abernten. Was zwischenzeitlich geschieht, soll mir egal sein. Dass das junge Pflänzchen auch eingehen kann oder nur wenige Früchte trägt, darüber bin ich mir bewusst. Der heutige Markt ist so schnelllebig geworden, wie das Denken der heutigen Menschen. Heute ist das hip, morgen das. Keiner weiß, ob es den Bitcoin in 10 Jahren noch gibt. Vielleicht ist ja dann NXT der King der Cryptowährungen, wer weiß das schon.
Wir brauchen auf jedem Fall wieder mehr Stabilität und Vertrauen im Markt, sonst wird das erst mal nichts mit steigenden Kursen.
In diesem Sinne viele Grüße
Frank at www.net-coin.de

Crypto Rush ist pleite: Die Coins sind wohl weg

Als ob die Marktbedingungen nicht schon angespannt genug wären, hat nun auch Crypto Rush mit seiner Nachricht schockiert, dass sie insolvent sind:

„Please be aware that at this time, due to insolvency, all deposits and trades are to be considered at your own risk. Depleted wallets will not be able to fund coin withdrawals. Affected Wallets: BTC, LTC, POT, AUR, QRK, WAS and BAT“

Diese Nachricht überrascht auch deshalb, da erst vor gut zwei Wochen ein privater Investor 60% an Crypto Rush für eine halbe Million Dollar gekauft hat. Da hat man ihm wohl ein recht faules Ei angedreht…

Ein weiterer Nackenschlag für die bereits angeschlagenen Altcoinmärkte. Ich rate Ihnen dringend die hier vorgestellten Massnahmen umzusetzen, damit solche Fälle keine all zu grossen Löcher in Ihre Geldbörse reissen.

NeXT Horizon [NHZ] – Erster funktionierender Nxt-Klon

Als vor einigen Wochen der Source-Code von Nxt komplett veröffentlicht wurde, war es nur eine Zeitfrage, bis die ersten Klone auftauchen würden. Die Goldmedaille geht nun an NeXT Horizon [NHZ], welches am Montag startete. Meines Wissens der erste funktionierende Nxt-Klon. Technisch befindet sich der Klon auf dem Niveau von Nxt Ende Februar, auch ist das Coinlimit mit 1 Milliarde gleich hoch.

Das Schöne ist, dass auch die Installation sehr benutzerfreundlich ist. Einfach herunterladen, entpacken, run.bat anklicken und dann im Browserfenster localhost:7775 eingeben. Dann noch ein Passwort überlegen, welches mindestens 35 Zeichen hat (ich rate hier zu Papier und Bleistift) und fertig. Das sind nicht einmal zwei Minuten Zeitaufwand. Schon „forgt“ das System los. Dazu wird der Nxt-Basis-Klient benutzt, für Nxt-Besitzer ein vertrauter Anblick. Alleine die benutzerfreundliche Installation zeigt, dass die Initiatoren durchaus fähig sind. Wie die Coins verteilt werden sollen (der Hauptkritikpunkt bei Nxt), fällt noch etwas schwammig aus. So heisst es:

“There’s no classical IPO for NeXT Horizon. The major part of existing NHZ will be spread out to people helping with the establishment, growth and acceptance. Examples for this are setting up stable nodes, providing services, contributing to client development, design tasks, or marketing. And anything else you can think of.“

Forger die einen sogenannten „Hallmarked Node“ bereitstellen, erhalten vom System automatisch 333 NeXT Horizon pro Tag, für ihre Bemühungen das Netzwerk zu stabilisieren. Das ist eine gute und innovative Idee.

Fazit: Die Ära von Scrypt-POW-Coins neigt sich ihrem Ende zu. NeXT Horizon könnte eine ähnliche Entwicklung nehmen wie Namecoin, I0Coin oder iXcoin, die ersten Bitcoin-Klone: Solide Performance mit zwischenzeitlichem Höhenflug an den Altcoinbörsen. Dabei ohne das Original tatsächlich zu gefährden, sondern eher als Ergänzung, mit limitierter aber treuer Userbasis über Jahre hinweg. Als erster funktionsfähiger Nxt-Klon wird dem Projekt mit Sicherheit viel Aufmerksamkeit der Kryptoszene zuteilwerden. Ein späteres Listing bei Altcoinbörsen ist sehr wahrscheinlich, da die Implementation als Nxt-Klon ähnlich unproblematisch ausfallen wird wie bei den Bit- und Litecoin-Klonen. Dies gilt freilich nur für Altcoinbörsen, welche bereits Nxt gelistet haben. Auch Nxt dürften die Klone eher helfen als schaden, da Klone zeigen, dass das Original eine gewisse Qualität hat. Zudem könnten etwaige technische Weiterentwicklungen bei den Klonen auch Nxt befruchten, da diese Weiterentwicklungen, relativ problemlos in das Original integriert werden könnten.