Miners Diaries: Erste Versuche mit Doge und DNotes [NOTE]

Im vorletzten Beitrag der „Miners Diaries“ Serie, konnte ich mich erfolgreich an einen Mining-Pool heften um Doge zu minen. Nach 6-7 Stunden, hatte ich dann tatsächlich 550 Doge gemined. Als ich meinen Taschenrechner herauskramte um den Gegenwert in T€uro zu berechnen, merkte ich, dass klassisches Minen etablierter Coins, es nicht wert ist. Hier springt nichts dabei heraus, dazu bräuchte man schon einen Rig mit der vierfachen Hash Rate. Der Schwierigkeitsgrad von Coins ist bereits nach wenigen Tagen zu hoch, damit es mit meiner einzelnen Grafikkarte Sinn macht. So lernt man aus der Praxis heraus.

Ich beschloss mich über aktuelle Coin-Emissionen in Bitcointalk zu informieren und stiess auf DNotes [NOTE], welche nur wenige Stunden vorher veröffentlich worden waren. Der Schwierigkeitsgrad war also noch niedrig und ich hatte gute Chancen, selbst mit meiner Hash Rate von nur 650 Mh/s, noch gut mitmischen zu können. Man kommt mit dem GUI-Miner und den Mining-Pools schnell klar, da sich die Vorgehensweise bei jeder Coin ziemlich ähnelt. Ich musste mich lediglich in einem neuen Pool registrieren und die Adresse im GUI-Miner ändern, schon ging es los. Allerdings „stotterte“ der Pool etwas, die Hash Rate blieb lange bei nur um die 400 Mh/s. Naheliegend für mich war, dass ich Probleme mit der Grafikkarte hatte, aber im Bitcointalk-Thread konnte ich dann feststellen, dass es Probleme des Mining-Pools waren. Das beruhigte mich, ich musste dann auch zur Arbeit und konnte Frühabends feststellen, dass das Mining gut gelaufen war und ich immerhin 740 DNotes herausziehen konnte. Ich sah im Bitcointalk auch erste vorbörsliche Trades 500 DNotes zu 0.05 Bitcoin, rechnete den Erlös in € hoch und dachte, das hat sich jetzt doch wesentlich mehr gelohnt als bei Doge. Die Ernüchterung folgte dann aber auf dem Fuss: Der Coininitiator gab ein grosszügiges Giveaway mit über 2000 DNotes je Interessent bei Cryptocointalk für die ersten 100 und noch einmal ein breites Giveaway über je 500 Stück. Giveaways sind zwar üblich, aber dass die Giveaways höher sind als tagelanges Mining, ist dann doch sehr aussergewöhnlich. Das brachte den vorbörslichen Handel in den Keller und liess die Miner ziemlich angefressen zurück. Jetzt liegen die 740 DNotes in meiner Wallet und ich hoffe darauf, dass ich sie bei einer Exchange abladen kann, sobald sie irgendwo gelistet werden. Das breite Giveaway könnte zumindest den kleinen Vorteil besitzen, dass viele Besitzer nun die Altcoinbörsen anschreiben nach dem Motto „Please add DNotes to this exchange…“. Derweil bereitete ich mich schon für die nächste Coin-Neuemission vor…