Counterparty [XCP]: Hacker legt gnadenlos die Schwächen offen

Bloggers Pech: Kaum hatte ich über Poloniex und Counterparty berichtet, schon fliegt der Laden auseinander. Naja, ganz so schlimm ist es nicht, aber schlimm genug. Counterparty wurde leider gehackt. Irgendwie konnte der Hacker wohl eine Sicherheitslücke in Counterparty entdecken und dabei XPC und Bitcoin im Gegenwert von rund 80 BTC aus Poloniex abziehen. Also eigentlich war es gar nicht die Schuld von Poloniex, sondern eine Sicherheitsschwachstelle im Code von Counterparty. Der Hacker gibt sogar an, weitere Bugs im Code von Counterparty entdeckt zu haben und kommuniziert sogar ganz offen mit dem Börsenbetreiber von Poloniex. Also ein doppelter Schlag. Es gibt aktuell keine offiziellen Counterparty-Kurse mehr, da Poloniex den Handel eingestellt hat. Man kann Counterparty nur noch über die dezentrale Exchange in Counterparty selbst erwerben.

Aktuell gilt deshalb: Counterparty meiden, Poloniex kann nach jetzigem Wissenstand nichts dafür und gilt für mich weiterhin als seriöse Börse. Dieser Fall zeigt auch ganz deutlich, wie schnell es in der Kryptowelt gehen kann. Ein Bug reicht aus um aus einem vielversprechendem Projekt einen Trümmerhaufen zu machen. Ich sage nicht, dass Counterparty damit am Ende ist, aber es wird viel Zeit brauchen, um die Reputation wieder herzustellen. Zeit, in welcher die Konkurrenz möglicherweise ebenfalls mit einer dezentralen Exchange auftrumpfen wird.

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