Archiv für den Monat Februar 2014

Mintcoin [MINT]: Interessanter PoS/PoW-Hybrid

Mintcoin gehört zu den interessantesten neuen Coins der letzten Wochen. Sie wurde erst am 5. Februar gestartet und ist bereits bei Bter und Cryptsy gelistet. Das Konzept ist wirklich spannend: In den ersten fünf Wochen kann die Coin normal gemined werden. Die zu minenden Blöcke lagen in der ersten Woche zwischen 100k-900k, wobei sie sich dann jede Woche halbieren. Nach den fünf Wochen gehen die Erträge je Block auf nur noch 1 Mint zurück und die Coin wird dann eine reine Proof-of-Stake-Coin. Es gibt dann nur noch Zinsen, wenn man die Coins in seiner Wallet hält. Diese Zinssätze sind allerdings recht interessant: 20% im ersten Jahr, 15% im zweiten Jahr, 10% im dritten Jahr und ab dem vierten Jahr immerhin noch 5% jährlich. Ich kann allerdings aktuell nicht abschätzen, in wie weit sich die fehlenden Miningerträge ab Mitte März, negativ auf das Interesse an der Coin auswirken werden (trotz hoher Zinsen). Ich sehe deshalb von einer klaren Kaufempfehlung hier ab, auch, da es sich bei Mintcoin, technisch gesehen nur um eine klassische Altcoin 1.0 handelt.

Miners Diaries: Thorcoin [THOR] mit GUI Miner Resistant

Eigentlich sollte die Überschrift heißen: Thorcoin [THOR] mit ASIC Resistant. Thorcoin kam gestern heraus und ist ein Scrypt Jane Hybrid. Mit dieser Technik bleiben die großen ASIC-Miner automatisch ausgesperrt. Das führt automatisch zu einer gerechteren Verteilung der Coins. Ich fand das sehr interessant und wollte ebenfalls mitmischen. Die Mining-Pools glichen optisch 1 zu 1 den Miningpools normaler Scrypt Coins. Allerdings stellte sich dann heraus, dass mein GUI-Miner ebenfalls nicht akzeptiert wird. Der Mining-Prozess starte zwar, aber meine Shares wurden nicht akzeptiert (invalid). Tatsächlich hätte ich hier eine spezielle Mining-Software für Scrypt Jane anwenden müssen. Wieder etwas dazugelernt. Ich werde gelegentlich die Scrypt Jane Miner mal testen. Scrypt Jane könnte ein Weg sein, dass kleine Miner „überleben“ können, wenn dieses Jahr der ganz große ASIC-Scyrpt-Miner-Boom losgeht. Aktuell haben Scrypt Jane Coins auch einen sehr guten Ruf in der Community und werden eher unterstützt, als der 100ste Scrypt-Litecoin-Klon.

Miners Diaries: Rubycoin [RUBY] mit gutem Start

Meine Mining-Erfahrungen waren ja durchaus gemischt in den letzten Tagen. Gestern Abend startete ich mit Rubycoin [RUBY]. Rubycoin hat lediglich eine Gesamtmenge von 60 Millionen Coins und basiert auf Scrypt. Eine Coinmenge unter Litecoin-Niveau fand ich schon einmal sehr interessant. Irgendwie gingen mir die ganzen Aber-Milliarden-Coins langsam auf die Nerven. Das schöne war auch, dass der Start glatt über die Bühne ging und auch mein Mining-Pool gut mitmachte. Problemlos konnte ich mit Hashraten um 670 Mh/s minen bei Hashrapid (der Gewohnheit halber). Mittlerweile gibt es 17 Pools. Schön war auch, dass ich nicht dafür bestraft wurde, dass ich zeitlich erst mit einer Stunde Verzögerung das Minen startete. Die ersten 500 Blöcke hatten nur 50 Coins, erst danach ging es auf 500 Coins je Block hoch. Innerhalb von 24 Stunden kam ich immerhin auf 23 Coins. Ich finde das angesichts des niedrigen Coinlimits und meiner geringen Hash Rate in Ordnung. Zudem herrscht im Thread richtig Leben, so dass die Coin wohl genug Aufmerksamkeit generiert um evtl. eine gewisse Akzeptanz zu erreichen. Helfen können da sicher auch grosszügige Giveaways mit den 2% Premining, eine Strategie die DNotes auch recht erfolgreich durchgezogen hat. Nach einem Tag ein CryptoRush-Listing, ist auf jeden Fall schon mal ein gutes Zeichen. Und auch die Wallet funktioniert einwandfrei (sogar auf Deutsch). Schön, dass es hier mal wieder reibungslos und einfach geklappt hat.

Miners Diaries: Kümmerliche Erträge mit Appcoin [APP]

Appcoin fand ich auf Grund des Names, des professionellen Logos, der guten Vorab-Infrastruktur mit vielen Pools und dem ordentlichen Gesamtauftritt des Entwicklers, ganz interessant. Das Premining war noch akzeptabel mit 0.9%. Zudem startete die Coin zu einer Uhrzeit, an der ich online sein konnte (Sonntag 19:00 Uhr) so dass für mich feststand, mal mitzumischen. Und diese Coin startete auch zur Abwechslung mal pünktlich und nicht einmal ein Trojaner oder andere Schadsoftware, lauerte im Wallet… Allerdings hagelte es nach dem Start Vorwürfe, es hätte sogenanntes Instamining stattgefunden. Also Blöcke schon vor 19:00 Uhr gemined. Genau fesstellen liess sich das nicht, allerdings war die gesammte Hash-Power, welche sich auf diese Coin konzentrierte, gigantisch. Ich kam mit meinen 665 Kh/s so innerhalb von 11 Stunden nur auf rund 4.000 Stück. Anderen ging es nicht besser. Ich schaltete meinen Rechner also ab und wäre sehr überrascht, wenn die 4000 Stück mal überhaupt ein zweistelliger Eurobetrag ergeben werden. Auch hier gelang es mir übrigens nicht, die Wallet zu synchronisieren.

Im Laufe des Nachmittags wollte ich noch mit Blackcoin [BC] starten. Hier liess mich allerdings mein Pool im Stich und mir war es dann schlicht zu dumm und zeitraubend, es bei einem andern Pool zu versuchen. Es gab hier in der ersten Stunden wohl massive Probleme bei allen Pools. Also alles in allem zwei nicht gerade glorreiche Versuche.

Miners Diaries: StackCoin – Schon wieder Scam/Betrug!

Am Samstag war für 12:00 Uhr eine interessante neue Coin angekündigt: StackCoin [STACK]. Eine auf Skrypt basierende Coin mit einen Coinlimit von 134 Milliarden. Und tatsächlich war die Coin sogar sehr interessant auf den ersten Blick, da die Initiatoren eine neue Wallet entwickelt hatten, die optisch deutlich besser aussah, als die gängingen. Normalerweise sehen die Wallets ja immer gleich langweilig aus, vom unterschiedlichen Logo abgesehen. Also schon ein gewichtiger Unterschied zu den immer gleichen Klon-Coins. Der Entwickler nutzte das hohe Interesse durch die Wallet-Screenshots dann auch auf für ein dreistufiges Pre-Ipo, bei dem vermeintlich 7.12 Milliarden der Coins an interessierte Investoren verteilt werden sollten. Und viele bissen an: 66.2 Bitcoin kamen so zusammen. Ich beschloss lediglich zu minen, ich habe mit Vorabzahlungen durchaus gemischte Erfahrungen gemacht.

Das Misstrauen wuchs dann, nachdem das IPO von 12:00 Uhr auf 18:00 Uhr verschoben wurde. Als dann nach 18:00 Uhr immer noch nichts vom IPO zu hören war im Thread, setzte sich langsam aber sicher die Erkenntnis durch, dass auch StackCoin nichts als ein gigantischer Betrug war, um möglichst viel Bitcoin abzugreifen. Der Entwickler hat das Geld unterschlagen und sich aus dem Staub gemacht. Die Geschädigten wollen aus der Not nun eine Tugend machen und eine „RealStackCoin“ selbst herausbringen. Nur fehlt ohne bessere Wallet ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal. Es ist dann nur ein Klon unter vielen.

Ich wollte trotzdem mal wieder meinen Miner anschmeißen und entschied mich dafür, noch einmal DNotes weiter zu minen. Ich hatte das Glück, dass die ersten 500 Blöcke noch zusätzlich 75 DNotes je Block Bonus gaben, so dass ich doch auf rund 100 DNotes die Stunde kam mit einer Hash Rate von 665 Mh/s. Als dieser Bonus aber vorbei war gingen die Miningerträge je Stunde aber auf nur noch 25 DNotes zurück, so dass ich heute das Minen von DNotes dann einstellte. Den Zuwachs bei der Hash Rate erzielte ich durch schlichtes Umstöpseln meines Monitors, der jetzt über die billige interne Grafikkarte läuft, während sich die R9 280X voll auf das Minen „konzentriert“.

Miners Diaries: Rabbitcoin [RBBT], in der Wallet liegt der Hase im Pfeffer!

Am Mittwochabend gab es zeitgleich zwei Neuemissionen: Rabbitcoin [RBBT] und [BELI]. Beides „Superinflationscoins“ mit Milliarden an Coins. Bei Rabbitcoin liegt die maximale Coinmenge zum Beispiel bei 100 Milliarden. Mir gefiel das Logo von Rabbitcoin besser und ich entschied mich deshalb dafür, Rabbitcoin zu minen. Eigentlich eine total bescheuerte Entscheidungsgrundlage, aber ein Litecoin-Klon ist halt fast wie der andere. Wobei bei neuen Coins natürlich auch viel von den Initiatoren abhängt. Ich achte deshalb darauf, dass der Startpost zumindest einigermassen sauber ist und die Infrastruktur mit Pools und Wallets entsprechend vorhanden sind. Es ist schon ein Unterschied ob ein IPO so oder so aussieht. Bei Rabbitcoin schwang auch die leise Hoffnung mit, dass die Coin zumindest einen kleinen Teil des Erfolgs von Doge wiederholen könnte. Ich hängte mich an einen neuen Pool dran und das Ganze funktionierte einwandfrei mit Hashraten um 645 MH/s. Da ungefähr zeitgleich die anderen Rabbitcoin-Pools unter dem Ansturm und DDoS-Attacken zusammenbrachen, konnte dieser Pool richtig durchstarten und ich hatte ruck zuck die ersten 30.000 Coins gemined. Es wurden dann insgesamt über 150.000 Stück innerhalb von knapp sieben Stunden. Ich war recht zufrieden. Aber auch diese Aktion lief nicht ganz glatt: Trotz vielfältiger Bemühungen, bekam ich es nicht hin, meine Rabbitcoin-Wallet zu synchronisieren. Die Coins sitzen deshalb in dem Pool fest, wo sie alles andere als sicher sind, da so ein Pool gerne mal vom Netz geht. Zudem sehen die ersten vorbörslichen Verkaufsangebote bei Rabbitcoin nicht gerade finanziell vielversprechend aus. Naja, schauen wir mal ob der Hase an einer Börse gelistet wird und ich die 150.000 Stück doch noch in einen zweistelligen Euro-Betrag ummünzen kann – sofern ich sie vom Pool weg bekomme, versteht sich…

Miners Diaries: Erste Versuche mit Doge und DNotes [NOTE]

Im vorletzten Beitrag der „Miners Diaries“ Serie, konnte ich mich erfolgreich an einen Mining-Pool heften um Doge zu minen. Nach 6-7 Stunden, hatte ich dann tatsächlich 550 Doge gemined. Als ich meinen Taschenrechner herauskramte um den Gegenwert in T€uro zu berechnen, merkte ich, dass klassisches Minen etablierter Coins, es nicht wert ist. Hier springt nichts dabei heraus, dazu bräuchte man schon einen Rig mit der vierfachen Hash Rate. Der Schwierigkeitsgrad von Coins ist bereits nach wenigen Tagen zu hoch, damit es mit meiner einzelnen Grafikkarte Sinn macht. So lernt man aus der Praxis heraus.

Ich beschloss mich über aktuelle Coin-Emissionen in Bitcointalk zu informieren und stiess auf DNotes [NOTE], welche nur wenige Stunden vorher veröffentlich worden waren. Der Schwierigkeitsgrad war also noch niedrig und ich hatte gute Chancen, selbst mit meiner Hash Rate von nur 650 Mh/s, noch gut mitmischen zu können. Man kommt mit dem GUI-Miner und den Mining-Pools schnell klar, da sich die Vorgehensweise bei jeder Coin ziemlich ähnelt. Ich musste mich lediglich in einem neuen Pool registrieren und die Adresse im GUI-Miner ändern, schon ging es los. Allerdings „stotterte“ der Pool etwas, die Hash Rate blieb lange bei nur um die 400 Mh/s. Naheliegend für mich war, dass ich Probleme mit der Grafikkarte hatte, aber im Bitcointalk-Thread konnte ich dann feststellen, dass es Probleme des Mining-Pools waren. Das beruhigte mich, ich musste dann auch zur Arbeit und konnte Frühabends feststellen, dass das Mining gut gelaufen war und ich immerhin 740 DNotes herausziehen konnte. Ich sah im Bitcointalk auch erste vorbörsliche Trades 500 DNotes zu 0.05 Bitcoin, rechnete den Erlös in € hoch und dachte, das hat sich jetzt doch wesentlich mehr gelohnt als bei Doge. Die Ernüchterung folgte dann aber auf dem Fuss: Der Coininitiator gab ein grosszügiges Giveaway mit über 2000 DNotes je Interessent bei Cryptocointalk für die ersten 100 und noch einmal ein breites Giveaway über je 500 Stück. Giveaways sind zwar üblich, aber dass die Giveaways höher sind als tagelanges Mining, ist dann doch sehr aussergewöhnlich. Das brachte den vorbörslichen Handel in den Keller und liess die Miner ziemlich angefressen zurück. Jetzt liegen die 740 DNotes in meiner Wallet und ich hoffe darauf, dass ich sie bei einer Exchange abladen kann, sobald sie irgendwo gelistet werden. Das breite Giveaway könnte zumindest den kleinen Vorteil besitzen, dass viele Besitzer nun die Altcoinbörsen anschreiben nach dem Motto „Please add DNotes to this exchange…“. Derweil bereitete ich mich schon für die nächste Coin-Neuemission vor…

Miners Diaries: Orecoin [OREO] als trojanisches Pferd

Ich wollte heute Abend damit loslegen, die neue Orecoin [OREO] zu minen. Doch dann stellte sich heraus, dass die Wallet der Coin als trojanisches Pferd fungierte, um einen Virus einzuschleusen, der sämtliche andere Wallets leer machte und die Coins dem Initiator zusandte. Ein wirklich fieses Ding, zum Glück schlugen die Virenscanner an. Man sieht, ein zusätzliches Risiko, wenn man sich eine Wallet herunterlädt. Es gibt bereits mehrere Geschädigte. Also aufpassen!

Counterparty [XCP]: Hacker legt gnadenlos die Schwächen offen

Bloggers Pech: Kaum hatte ich über Poloniex und Counterparty berichtet, schon fliegt der Laden auseinander. Naja, ganz so schlimm ist es nicht, aber schlimm genug. Counterparty wurde leider gehackt. Irgendwie konnte der Hacker wohl eine Sicherheitslücke in Counterparty entdecken und dabei XPC und Bitcoin im Gegenwert von rund 80 BTC aus Poloniex abziehen. Also eigentlich war es gar nicht die Schuld von Poloniex, sondern eine Sicherheitsschwachstelle im Code von Counterparty. Der Hacker gibt sogar an, weitere Bugs im Code von Counterparty entdeckt zu haben und kommuniziert sogar ganz offen mit dem Börsenbetreiber von Poloniex. Also ein doppelter Schlag. Es gibt aktuell keine offiziellen Counterparty-Kurse mehr, da Poloniex den Handel eingestellt hat. Man kann Counterparty nur noch über die dezentrale Exchange in Counterparty selbst erwerben.

Aktuell gilt deshalb: Counterparty meiden, Poloniex kann nach jetzigem Wissenstand nichts dafür und gilt für mich weiterhin als seriöse Börse. Dieser Fall zeigt auch ganz deutlich, wie schnell es in der Kryptowelt gehen kann. Ein Bug reicht aus um aus einem vielversprechendem Projekt einen Trümmerhaufen zu machen. Ich sage nicht, dass Counterparty damit am Ende ist, aber es wird viel Zeit brauchen, um die Reputation wieder herzustellen. Zeit, in welcher die Konkurrenz möglicherweise ebenfalls mit einer dezentralen Exchange auftrumpfen wird.

Miners Diaries: Die Hardware und der Start

Mir war von Anfang an klar, dass das klassische Mining über sogenannte Rigs, sich in der Endphase befindet. Hier ein eindrucksvolles Beispiel wie das aussehen kann. Das liegt daran, dass dieses Jahr neue Scrypt-ASIC-Miner auf den Markt kommen, welche die Vielfache Kapazität der bisher vorherrschenden Grafikkarten-Minern haben. Auch darf der grosse Stromverbrauch nicht außer acht gelassen werden, das ist nicht nur teuer, sondern auch umweltschädlich. Ich bin auch der persönlichen Überzeugung, dass klassische Altcoins, ohne echte Innovationen, immer diese hier angegebenen Zyklen durchlaufen. Auf der anderen Seite ist es natürlich auch ganz spannend schon zu Beginn dabei zu sein. Und wenn dann die neue Coin ein Cryptsy-Listing schafft, winken auch Erträge, welche die Stromkosten weit in den Schatten stellen. Da sind dann schnell ein paar dutzend Euros drin. Und man soll den Spassfaktor dabei nicht vergessen.

Zur Hardware: Ich habe mich bei der Hardware für einen Kompromiss entschieden. Keine Mining-Rigs. Da mein Laptop eh immer am Schreibtisch stand, habe ich mich für einen Tower entschieden, den ich bei CSL Computer gekauft habe. Laptops sind nämlich nicht geeignet für das Minen, die Gefahr, dass er auf Grund der Hitzeentwicklung Schaden nimmt, ist zu groß. Dazu habe ich schlicht noch einmal 200 Euro mehr für eine bessere Grafikkarte und ein besseres Netzteil investiert. Das Netzteil wird sicher bei vielen Anfängern vergessen, es muss für die Grafikkarte passen und die braucht mehr Saft als das Standardnetzteil hergibt. Ich hab jetzt ein 800 Watt Netzteil anstatt nur 450 Watt, ansonsten hätte ich Probleme bekommen, die Grafikkarte am Laufen zu halten. Die Grafikarte ist eine AMD Radeon R9 280X mit 3 GB GDDR5 Speicher. Sie gilt unter Preis/Leistungs-Gesichtspunkten immer noch als sehr gute Mining-Grafikkarte. Diese Karte wird mir auch bei der Bearbeitung von HD-Videos gute Dienste leisten, so dass es keine Gefahr gibt, irgendwann auf Elektroschrott zu sitzen. Ich konnte auf meinem Laptop meine HD-Videos nicht bearbeiten, da kommt mir die Hochleistungs-Grafikkarte genau recht. Der PC verfügt zudem über eine SSD-Festplatte, was eine eindrucksvolle Geschwindigkeit beim Hochfahren ermöglicht. Ich kann nur jedem raten, sich einen Computer mit einer SSD anzuschaffen.

Zur Mining-Software: Die R9 280X eignet sich hervorragend für das sogenannte Skrypt-Mining, also Litecoin und alle Klone davon. Profis schwören hier auf den sogenannten CGMiner. Leider waren meine Bemühungen das Config-File richtig zu programmieren, alles andere als zielführend. Ich bekam es nicht zum Laufen. Ja, lacht nur Profis… Ich entschied mich deshalb für die zweitbeste Lösung: Den GUI-Miner. Dieser hat den Nachteil, dass man nicht alle Parameter selbst bestimmen kann und so die Grafikkarte nicht 100% optimal einstellen kann. Er hat aber den Vorteil recht anfänger- und benutzerfreundlich zu sein. Zusammen mit einer „Anleitung für Dummies“ bekam ich das Mining dann tatsächlich innerhalb von wenigen Minuten zum Laufen und konnte über einen Pool minen. Ich kann diese Anleitung nur weiter empfehlen. Ich spielte noch etwas an den wenigen Einstellungen herum, die möglich sind im GUI-Miner und konnte so immerhin eine Hash Rate von rund 645 KH/s erreichen. Profis würden wohl 700+ erreichen, aber ich war mit diesem Ergebnis über den GUI-Miner sehr zufrieden. Dabei waren die Informationen im Litecointalk recht hilfreich. Ich hängte mich dann gleich einfach halber an den in der Anleitung genannten Miningpool und fing an Doge zu minen. Die Grafikkarte begann aufzudrehen und langsam aber sicher wurde es lauter und wärmer im Zimmer: Der „Mining-Pool-Tacho“ nährte sich langsam einer Hash Rate von 650 KH/s: Der Start war erfolgreich!