Ethereum: Wunderkind-Kryptowährung der zweiten Generation

Ethereum erfährt derzeit eine enorme Aufmerksamkeit in der Krypto-Cummunity. Dies liegt vor allem daran, dass hinter der Entwicklung das „Krypto-Wunderkind“ Vitalik Buterin steht. Der 19jährige gilt als einer der klügsten Köpfe der Krypto-Szene. Wie Nxt ist Ethereum etwas völlig Neues. So ist das Mining revolutionär, es nennt sich hier „daggern“. Um möglichst fair zu sein wird hier vor allem Arbeitsspeicher verwendet (anstatt CPU- oder Graphikartenpower). Wenn ich mir den Algorithmus ansehe, könnte man bereits mit rund 4 Gigabyte RAM loslegen mit minen, daher, es sollte für jeden funktionieren, der innerhalb der letzten 12 Monate einen Computer gekauft hat. Auch Innovationen wie die sogenannten Colored Coins sollen möglich sein.

Es ist ein IPO geplant mit 2 Monatigem Fundraising. Also keine Eile. Allerdings sehen die Konditionen bisher eher durchwachsen aus: Der Preis sieht zwar mit 0.0001 BTC nicht zu teuer aus. Wer ein Bitcoin investiert erhält also 10‘000 Ethereum. Gleichzeitig erhalten die Gründer („Ethereum Organisation“ + „Reserve“) dann ebenfalls 5‘000 Ihrer investierten Ethereum. Und oben drauf werden darauf 5‘000 Ethereum gemined pro Jahr. Jedes Startinvestment zum IPO bläht also die Coinmenge um den Faktor 2 über ein Jahr hinweg auf – und über die nächsten Jahre noch mehr! Die Miningmenge bleibt jedes Jahr gleich. Sie schaffen also mit Ihrem Investment von 10’000 Stück über 5 Jahre hinweg zusätzlich 25’000 Stück für die Miner. Zudem ist das Limit bei 1.2 BILLIONEN Coins, also nahezu unendlich hoch. Vergessen Sie dabei nicht, dass die Gründer doppelt abkassieren: Die Bitcoins von Ihnen haben sie ja auch noch. Weiterer Nachteil: Als Altinvestor ein Jahr lang nicht verkaufen (1 Jahr Hard Lock-up). Im Klartext ausgedrückt: Sie sitzen auf einem illiquiden Investment und die Miner fressen Ihnen die Wurst vom Brot herunter.Und was glauben Sie was mit dem Preis passieren wird, wenn nach einem Jahr sämtliche Startinvestoren verkaufen wollen…

Auf der anderen Seite ist es ein Konzept, dass die Miner zufrieden stellt, die immer noch die Kryptowährungsszene dominieren. Nxt kämpft ja auch deshalb mit Akzeptanzproblemen in der Szene, weil die Miningerträge sehr gering sind. Deswegen könnte Ethereum dennoch erfolgreich sein, evtl. sogar für die Startinvestoren, doch noch Gewinne drin sein, trotz der enormen Verwässerung. Minen lohnt sich wohl schon über den Arbeitsspeicher, sofern Sie einen besseren PC als ich besitzen… Ich werde bei Ethereum am Ball bleiben, insbesondere wie das Minen in der Praxis funktioniert.