Archiv für den Monat Januar 2014

Update Ethereum IPO

Beim Ethereum IPO ist wieder einmal Sand im Getriebe. Das Fundraising wurde gestoppt, also man kann nicht investieren ab dem 1. Februar. Es wurde auf einen unbestimmten Zeitpunkt nach hinten verschoben. Hier detaillierte Informationen dazu. Das Problem war wohl auch, dass es rechtliche Schwierigkeiten gab. Ethereum hat in Canada den Sitz und von dort aus auch dieses Multi-Millionen-Dollar IPO angekündigt. Man kann heute nicht einfach damit anfangen Millionen Dollars zu kassieren, ohne eine gewisse rechtliche Basis wie Prospekt, Anwaltskram etc zu haben. Es hätten damit wohl Klagen und Polizeirazzien gedroht. Das haben die Initiatoren wohl unterschätzt. Insgesamt kam das IPO auf Grund der enormen Verwässerung durch Premining der Altinvestoren eh sehr schlecht an. Es stellte sich zudem raus, dass Teile des Teams bei Goldman Sachs beschäftigt waren. Die Kryptoszene hat aus berechtigten Gründen Angst, dass die Fed und die ihr angeschlossenen Bankenkartelle, versuchen über gewisse Massnahmen, die Kryptoszene unter Kontrolle zu bringen. Eine eigene Kryptowährung von JPMorgan oder Goldman würde wohl kaum auf Resonanz treffen, deshalb hält man in der Szene die Gefahr für latent, dass die Banken über die Hintertür (wie hier bei Ethereum) Einfluss nehmen wollen.

Immerhin bietet das Ethereum Team ab Februar an, eine Alphaversion des Klienten zu testen. Potentielle Investoren können also wie bei eMunie zuerst einmal schauen, ob ihnen das Gebotene zusagt. Zumindest dieser Punkt ist positiv. Und die Altcoins dürften im Februar nun etwas weniger auf die Mütze bekommen, als ursprünglich befürchtet (wenn auch eMunie einige 1000 Bitcoins absorbieren dürfte).

Schwierige Wochen für Altcoins 1.0

Die nächsten Wochen werden für klassische Bitcoin- und Litecoinklone äusserst schwierig werden. Schon der Januar war nicht berauschend, wenn wir uns die Kursentwicklung ansehen. Aber der Februar wird wohl noch schlimmer werden. Dafür gibt es vor allem zwei Gründe:

-Die Neuemissionen Ethereum und eMunie werden insgesamt wohl mindestens 5.000 Bitcoins absorbieren. Vor allem Altcoininvestoren werden in diese neuen Kryptowährungen investieren. Es ist simpel zu erkennen, dass dieses Kapital vor allem aus dem Verkauf von Altcoins gewonnnen werden wird. Das ist ein gigantischer Kapitalabfluss. Der Verkaufsdruck wird die Kurse weiter unter Druck bringen.

-Gleichzeitig werden täglich weitere Altcoins auf den Markt geworfen, die in dem nun kleiner werdenden Markt, ebenfalls Bitcoins auf sich zeihen. Der Erfolg von 42, Premine usw. ist auch mit Kapitalzuflüssen aus anderen Altcoins zu begründen. Da klassische Altcoins quasi auf Knopfdruck hergestellt werden können, werden wir auch im Februar viele neue Varianten sehen, die über innovatives Marketing versuchen Kapital auf sich zu ziehen.

Fazit: Wenn Sie vor haben in Ethereum und eMunie zu investieren, sorgen Sie dafür, dass Sie die dafür vorgesehen Bitcoins bereits jetzt in Liquidität haben. Insgesamt sollte Ihr Portfolio aktuell nur bis zu 40% in kleineren Altcoins investiert sein (Alles ausserhalb von Bitcoin, Litecoin, Peercoin und Nxt). Sämtliche kleineren Werte, dürften bis Ende Februar, weitere Kursverluste erleiden.

Ethereum: Update zum IPO

Bei Ethereum gibt es neue Informationen zum IPO. Chefentwickler Vitalik Buterin hat die geänderten IPO-Bedingungen im Bitcointalk veröffentlicht. Überraschend war zunächst einmal die Preiserhöhung für mich. So erhält man jetzt für einen Bitcoin lediglich 1000 Ethereum. Klar, dies ist vorerst nur eine Kommaverschiebung, aber das „Auge kauft halt auch mit“. Ein niedriger Startpreis macht späterere Kurserhöhungen leichter (siehe Nxt). Ein Preisanstieg von 1 Cent auf 10 Cent ist leichter als ein Preisanstieg von 1 Dollar auf 10 Dollar. So funktionieren halt nun einmal die Märkte, das hat mit Psychologie zu tun. Das IPO läuft 2 Monate und beginnt am ersten Februar. Es wurde also um einige Tage verschoben. Wichtig: Wer in der ersten Woche investiert, erhält einen Bonus von doppelt Ethereum! Dieser Bonus baut sich mit jedem späteren Tag linear ab. Das IPO ist auf „lediglich“ 30.000 Bitcoins gecapped. Die Miningerträge wurden reduziert auf den Faktor X*0.4 (vorher X* 0.5) dadurch fällt die Verwässerung etwas weniger schlimm aus, als zu den alten Bedingungen. Der verbugte Miningprozess wird noch einmal überarbeitet innerhalb der nächsten zwei Monate und soll ein „hybrides POW/POS-System“ werden – was immer das bedeuten mag. Nicht geändert hat sich die Tatsache, dass auf jeden Ethererum, den Sie erwerben, sich Buterin & Co sich 0.5 Stück genehmigen (und vergessen Sie die vielen 1000 Bitcoins nicht, die eh in ihren Taschen landen).

Hier eine Beispielrechnung zu den aktuellen Bedingungen: Sie investieren 1 Bitcoin, dann bekommen die Gründer (+Foundation) 0.5 Bitcoin und die Miner innerhalb eines Jahres 0.4 Bitcoin. Diese 0.4 bleiben Miningertrag bleiben konstant. Verbessert haben sich die Bedingungen für Fundraiser/Startinvestoren: Man ist nun doch nicht mehr wie geplant ein Jahr fest gebunden (hard lock-up), man kann seine Ethereum jederzeit nach dem Start verkaufen.

Fazit: Buterin und seine Jungs, sahnen zum Start richtig ab. Sie kassieren Ihre Bitcoins und ziehen sich zusätzlich noch Unmengen an Etherium heraus. Hoffen wir, dass Ihnen der plötzliche Reichtum nicht zu Kopf steigt und sie die künftige Entwicklung deshalb nicht vernachlässigen. Auf der anderen Seite, ist das wohl das professionellste IPO, welches bisher die Kryptowelt gesehen hat. Keine One-Man-Show zum Start wie bei Nxt (BCNext) oder eMunie (Dan). An diesem IPO kommen wir, trotz durchwachsener Bedingungen, nicht vorbei. Investieren Sie – trotz geballter Faust im Sack – und zwar noch in der ersten Februarwoche. Aber maximal mit der Hälfte der Summe, die Sie beim eMunie-Ipo setzen wollen. Dort liegt zwar noch vieles im Nebel, aber Dan ist nicht so gierig, wie die Jungs hier und er stellt auch schon eine Testversion bereit (eMunie erscheint ausgereifter). Auch Nxt profitiert indirekt, da hier lediglich 21 Bitcoin eingesammelt werden und von Gier bei BCNext, keine Rede sein kann. Das Image von Ethereum ist also bereits zum Start angekratzt. Nun müssen Buterin & Co. für den Premiumpreis auch Premiumleistung liefern! Ich bleibe am Ball hier.

Lakshmi [LAK] – POW-Coin auf Basis von Nxt

Zu Lakshmi liegen erst wenige Eckdaten vor. LAK wurde vom weissrussischen Programmierer Come-from-Beyond entworfen, der seit Ende November und noch bis mindestens April, einer der Hauptentwickler von Nxt ist. LAK ist eine Proof-of-Work-Coin mit revolutionärem Mining. Dazu benötigt man einige Basisvoraussetzungen. Zunächst einmal braucht man einen Nxt-Account und muss auch das Netzwerk offen haben („am Forgen“). Dann kann man zusätzlich über eine schlichten Klick im Browser den LAK-Miner öffnen. Es ist also Browser-basiertes Mining. Um Miningerträge zu bekommen, muss man eine eigene Webseite besitzen und dort den LAK-Miner drauf haben (wie dieser Miner aussieht, habe ich noch keine Angaben, evtl. ein schlichter Link). Wenn die Webseite viele Besucher hat, bekommt man entsprechend mehr LAK. Beim Minen von LAK wird jeweils der Nxt-Blockchain in Anspruch genommen, das heisst daher auch, dass jeder geminte LAK aktuell mindestens 1 Nxt Kosten verursacht (so lange die Grundgebühr 1 Nxt beträgt). Der Basiswert des LAK sollte momentan also mindestens 1 Nxt + Opportunitätskosten betragen. Die Anzahl der Nxt im Account ist dabei nicht entscheidend für den Miningerfolg in LAK. Grössere Nxt-Halter werden hier also nicht bevorzugt. Freilich können aus einem leeren Nxt-Account heraus auch keine neuen LAK mehr erzeugt werden, weil dann die Gebühren für die Blöcke nicht bezahlt werden können.

LAK ist noch in einem frühen Stadium. Das Interface wird gerade fertig gestellt und das neue Mining-Prinzip, muss auch erst noch getestet werden. CfB hat deshalb bisher auf eine englischsprachige Ankündigung verzichtet, momentan gibt es nur einen russischen Thread. LAK zeigt, zu was die Nxt-Infrastruktur in der Lage ist. Bei einem erfolgreichen Launch von LAK, würde Nxt weiter profitieren, da jeder, der LAK minen will, automatisch auch Nxt halten und zusätzlich noch das Netzwerk offen haben muss. Das unterstützt sowie die Nachfrage nach Nxt als auch die Sicherheit des Netzwerks. Zudem werden die Forging-Ergebnisse der Nxt-Forger besser, da entsprechend mehr Nxt in den Blöcken als Gebühr bezahlt werden müssen, die wiederum an die Forger ausgezahlt werden. LAK bringt zudem Miner zu Nxt, die sich bisher von der Coin fern gehalten haben. LAK wiederum geniesst die Sicherheit des Nxt-Netzwerks, was die Coin immun gegen sogenannte 51%-Angriffe macht. Eine POW-Coin, welche die Sicherheit einer POS-Coin aufweist: Ich bin sehr gespannt drauf, wie sich diese Sache weiter entwickelt.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in Nxt investiert (Nxt:  12368267767575329807)

[PMC] Premine – 100% Premine Coin

In Zeiten der aktuellen Altcoin-Schwemme, muss man sich was einfallen lassen, um aufzufallen und erfolgreich zu sein. Premine [PMC] ist so eine Idee. Technisch ist die Coin nichts Besonderes, ein klassischer Klon, mit einem Coinlimit von 500’000 Stück. Das Besondere ist, dass die Coins alle schon gemined wurden. Daher auch der Name „Premine“. Die Coins werden an alle Interessierte im Thread verteilt, einfach „interested“ darunter schreiben und die PMC-Adresse angeben. Um an eine Adresse zu kommen, muss man sich im Thread eine Wallet herunterladen. Sogar Mining-Erträge sind möglich, da jede Transaktion 0.01 PMC kostet. Diese Transaktionskosten werden über die Blöcke verteilt und fliessen dann an die Miner. Ein raffinierter Zug.

Fazit: Wenn auch eine klassische Altcoin, ist das Mining- und Marketingkonzept sehr interessant. Es ist eine POW_Coin, die aber eher wie eine POS_Coin funktioniert. Man bekommt die Coins zudem aktuell immer noch umsonst, man sollte nur wenig Zeit verlieren mit der Wallet-Installation, um noch in den Genuss der Gratisverteilung zu kommen. Evtl. winkt hier in einigen Tagen bereits ein Cryptsy-Listing, wir werden sehen. Hier der Link zum Thread: https://bitcointalk.org/index.php?topic=427519.0

[NEX] – Das wird NIX

Ich habe ja schon über FrictionlessCoins Bemühungen geschrieben, einen Nxt-Klon zu starten und kostenlos anzubieten. Ich fand das Vorhaben von Anfang an für schwer durchführbar. Nun zeigt sich, dass FricitonlessCoin den Klon, doch für Geld anbieten will. Er will dafür Nxt haben und für 1 Nxt erhält man 50 seiner NEX. Auf diese Art und Weise will er 1 Million Nxt einsammeln im Marktwert von knapp 100.000 Dollar. Zusätzlich noch etliche Bitcoins. NEX wird allerdings nicht auf dem Nex-Code basieren, sondern eine Eigenentwicklung werden. FrictionlessCoin begründet dies damit, dass der Nxt-Code hoffnungslos verbuggt gewesen wäre, was eine Neuentwicklung erfordern würde. Im Klartext: Er konnte mit dem rudimentären Sourcecode wie erwartet nichts anfangen. Eine besondere Ironie stellt für mich dar, dass FlC für das IPO ausgerechnet in Nxt bezahlt werden will, was er ja angeblich so verabscheut. Und, dass aus „kostenlos“ innerhalb kurzer Zeit ein Preis von einer Million Nxt wurden. Ich rate von einem Investment hier ab. Auch der bisherige Track-Record von FlC,  lässt mich zur Vorsicht hier mahnen. Da FlC auch aktuell der Hauptmacher von iXcoin ist, rate ich Ihnen auch dazu, iXcoin zu meiden/ zu verkaufen.

Ethereum: Probleme mit dem Mining

Ich habe ja bereits vor einigen Tagen über das Ethereum IPO berichtet. Jetzt zeigen sich leider schon erste Probleme. Für das Entwicklerteam um „Wunderkind“ Vitalik Buterin gab es einen herben Rückschlag, als ein Konkurrent aufdeckte, dass das Minen über „Daggern“ (RAM-Arbeitsspeicher Mining) in der Praxis nicht funktionieren wird. Buterin gestand das ein und verspricht den Code zu überarbeiten. Er muss schnell Lösungen finden, damit das IPO wie geplant stattfinden kann. Aber aus PR- und Imagegründen war das Ganze natürlich „suboptimal“ um es vorsichtig auszudrücken. Das lässt andere 2.0 Kryptowährungen in weit hellerem Licht erstrahlen, als bisher schon… Ich bleibe bei Ethereum am Ball.

Nxt: Gewinnmitnahmen über Bter.com

Guten Morgen! Nxt marschiert weiter. Das Bter.com-Listing war ein durchschlagender Erfolg. Neue Features werden erwartet, unter anderem eine Proof-of-Work Coin welche on Top auf Nxt kreiert werden wird. Auf der anderen Seite war der Kursanstieg zu steil in zu kurzer Zeit. Viele „Altaktionäre“ sitzen auf Buchgewinnen von mehreren 10’000 Prozent! Ich rate Ihnen daher 10-20% Ihrer Nxt über bter.com zu verkaufen. Dort sind die Preise aktuell auf neuem Allzeithoch mit über 0.00013 BTC. Ich sage nur 10-20%, weil ich die Story bei Nxt weiterhin für intakt halte und bis April noch weit höhere Kurse erwarte. Aber wie ich gestern schon sagte: Vom Gewinne mitnehmen ist noch niemand arm geworden. Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag, er hat ja schon ausgezeichnet begonnen.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in Nxt investiert (Nxt:  12368267767575329807)

Dogecoin [DOGE]: Aktuellen Pump nutzen und verkaufen

Doge erlebt derzeit einen fulminaten Pump: Eierte zuletzt der Kurs bei unter 0.0000003 herum, erlebte er nun einen enormen Kuranstieg auf über 0.00000125 BTC. Das liebe ich am Altcoinmarkt! Es könnte allerdings der letzte „Pump“ gewesen sein in der aktuellen Altcoin-Schwemme. Wie heisst es so schön, vom Gewinne mitnehmen ist noch niemand arm geworden. Deshalb mein Rat: Verkaufen!

eMunie IPO: Nächster Versuch im Februar

Nachdem das erste IPO unter etwas chaotischen Umständen abgesagt worden war, wagt Dan Hughes / Fuserleer nun doch das IPO von eMunie. Zunächst einmal bezog er im Bitcointalk Stellung gegen die Vorwürfe gegen ihn. Das gelang ihm überzeugend muss ich sagen. Danach schob er gestern die Ankündigung nach, dass das eMunie IPO doch im Februar stattfinden soll. Zudem wird es möglich sein, den Klienten in den ersten zwei Wochen in einer offenen Betaphase ausgiebig zu testen. Das war ja einer Hauptkritikpunkte, dass es Leute gab, die testen konnten und neue Testanfragen (unter anderem von mir im Dezember) wurden ignoriert. Man kauft mit eMunie also nicht die Katze im Sack, man sieht auch wie das Ganze in der Praxis funktionieren soll. Das ist nicht üblich bei Kryptowährungen. Danach hat man dann ab dem 17. Februar zwei Wochen Zeit zu kaufen. Ein eMunie soll 0.10 USD kosten, ab 10.000 Stück gibt es 10% Rabatt (maximal 100k). Man kann in Bitcoin, Litecoin und per Überweisung zahlen. Am 14. März ist dann der offizielle Start mit eMunie Version 1.0

Fazit: Ich bin bei eMunie etwas zwiegespalten: Ich bezweifele ob die Preiskontroll-Mechanismen tatsächlich in der Praxis funktionieren werden. Warum soll eMunie schaffen, was bisher keiner Regierung bzw. einer Zentralbank gelang? In der Praxis könnte es zum Beispiel passieren, dass eMunie massenhaft inflationiert wird, weil der Praxisbetrieb das System vor andere Herausforderungen stellt als der Beta-Test mit ein paar dutzend Testern. Zudem scheint mir bei eMunie zuviel von Dan abzuhängen. eMunie steht und fällt mit dieser einen Person. Auf der anderen Seite bietet eMunie den Vorteil, dass es immerhin Miningerträge gibt („hatching“: Wichtig dabei ist es eine SSD Festplatte und relativ neuen Computer zu besitzen) und man teilweise an den neu produzierten eMunie partizipiert als „Verzinsung“. Ich werde den Klienten Anfangs Februar testen und mich zu eMunie wieder zu Wort melden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass ich hier investiere, trotz mancher Vorbehalte.